Beiträge von Mark

    Das hört sich doch gut an.
    Deine Versicherung will dich als Kunde ja auch nicht unbedingt los werden.

    Im Vergleich dazu, was Schäden an aktuellen Autos kosten, ist das doch n Schnäppchen.
    Bei nem BMW kostet das n Kratzer im Scheinwerfer....

    Im Kaskoschadensfall ist es in der Regel so, dass man gucken muss das man mit dem Sachverständigen den die Versicherung schickt irgendwie klar kommt und ansonsten mit der Schadensabteilung ggfls. noch irgendwie nachverhandelt, wenn der ganz untragbaren Bockmist gebaut hat und dann bekommt man raus, was man raus bekommt und damit muss man zu Recht kommen. Fertig.

    Oder man bringt das Auto in eine Werkstatt und reicht hinterher die Rechnung ein. Das ist in der Regel unkompliziert. Die Teile die man im Keller liegen hat, kann man der Werkstatt ja verkaufen ;)

    Im Haftpflichtfall ist es so, das man einen Anwalt von der gegnerischen Versicherung bezahlt bekommt. Den sollte man auch tunlichst in Anspruch nehmen... Und zwar gleich bevor es Theater gibt. Erfahrungsgemäß gibt es eh Theater und er bekommt dann seine Gage auf die ganze Summe und nicht nur auf den strittigen Rest...

    Den Sachverständigen darf man sich selbst aussuchen.
    Der schreibt das Gutachten dann schon so, wie man es gerne hätte, wenn man es nicht völlig übertreibt.

    Anschließend kommt der nächste Versicherungssachverständige oder die KI und kürzt das runter.
    Verbringungskosten, Stundenverrechnungssätze, Wiederbeschaffungswert, Restwertangebote die viel höher liegen als vom Sachverständigen ermittelt, Kosten wie neue Clipse, Schrauben, Kleinmaterial wird zusammen gekürzt, Einlackierungen von nebenliegenden Karosserieteilen, Wachsversiegelung, Lackierkosten, usw. usf. und abzüglich der Mehrwertsteuer bekommt man dann die Hälfte überwiesen und dann kann der Rechtsanwalt hin und her schreiben oder man muss klagen.
    Die nehmen dann auch die letzte Preisliste vom Opel Rekord E oder Opel Vectra und schreiben den berühmten Kofferdeckel auf 82,50 Mark runter und so Späße, auch wenn das verunfallte Auto n Rekord A ist.. Oder schreiben dann bei nem in Folge eines Unfalls aus zu tauschendem Sicherheitsgurt "Gurt prüfen" hin.

    Ein Pferdefuß grade bei jüngeren Autos ist z.B. auch das Thema "Kleinmaterial". So Kleinteile sind in den Sachverständigenprogrammen gar nicht drinnen, wie Zierleistenclipse, Verkleidungsschrauben, usw. usf.
    Die werden mit 2% abgerechnet. Sucht man sich einen guten Sachverständigen aus, kann man dem sagen "ne, nicht pauschal Kleinmaterial" sondern alle Teilenummern aller Kleinteile geben, nebst Preisen und dann schreibt der die alle einzeln auf. Das macht bei manchen Herstellern schonmal 20% der Schadenssumme...

    Ganz konkretes Beispiel ist z.B. der Scheibenwaschbehälter beim einer Mercedes S Klasse W140. Der ist wunderbar vorne rechts in der Stoßstange, also auch bei kleineren Schäden schnell Matsche. Im Gutachterprogramm Audatex besteht der aus 5 Teilen, der Anzeige, dem Behälter, dem Wasserheizgerät und 2 Pumpen. Bei Mercedes im Katalog besteht der aus 120 Einzelteilen, von denen man nach Gutachten aber nur 5 bezahlt bekommt. Vernünftig rausgesucht bekommt man die anderen 115 Teile auch bezahlt.
    Und real bestellt bekommt man dann wirklich einen Karton mit 120 Einzelteilen, da kannst erstmal ne 3/4el Stunde Tüten aufreißen...

    Der erste Sachverständige den man sich selbst aussuchen darf, muss n gutes Gutachten schreiben.

    Haftpflichtschaden ist eine andere Sache und m.E. einen eigenen Thread wert.
    Bei einem Kaskoschaden ist das relativ einfach:
    - Die Versicherung schickt einen Sachverständigen.
    - Der Sachverständige bewertet den Wiederbeschaffungswert.
    - Der Sachverständige bewertet den Schaden. Wenn keine Daten vorliegen, was häufig bei so alten Autos der Fall ist, nimmt er Vergleichsdaten. Für die Reparaturzeiten / Lackzeiten ist das nicht so das Problem, bei den Ersatzteilen wird es dann kreativ. Da geht es dann von "letzte Preisliste des Herstellers" und da kann es sein, das ein Kofferdeckel dann 82,50 Mark kostet, auch wenn er seit 30 Jahren nicht mehr lieferbar ist, Kundenangabe, also du sagst ihm "ein Kofferdeckel wird mit 200€ gehandelt" oder er schaut ins EBay, oder er nimmt die Werte von nem neuen Auto.
    Wie "kreativ" das wird, das hängt vom Sachverständigen ab und davon, wie die Direktive der Versicherung ist.
    Manche Versicherungen drücken im Kaskofall wie geht, andere Versicherungen haben die Ansage "versuchen sie es so zu gestalten dass der Kunde zufrieden ist".

    Anschließend gibts n Schadenswert. Abgezogen wird davon die Mehrwertsteuer, Kosten die nicht zum Schaden gehören wie Verbringungskosten zwischen Werkstatt & Lackiererei und das war es dann eigentlich.

    Da der Sachverständige von der Versicherung geschickt wird, steht da in der Regel sowieso nicht mehr viel drin, was man kürzen kann... Den Ärger mit dem eigenen Kunden tut man sich ungerne an.

    Andere Variante ist, grade bei unseren Autos, dass man feststellt dass es sich um einen Totalschaden handelt. Da wird dann Widerbeschaffungswert / Versicherungswert abzüglich Restwert in einer regionalen Restwertbörse abgerechnet. Die Differenz bekommt man dann ausgezahlt.
    Erst bei teureren Autos guckt man sich dann die Versicherungssumme nochmal genau an, ob die auch dem Fahrzeugwert entspricht. Wer z.B. seinen 190SL zum Marktwert von 150.000€ nur für 100.000€ versichert hat, der ist unterversichert um 50%. Da wird dann die Versicherungsleistung um ebenfalls 50% gekürzt. Kann dann sein, das bei Totalschaden und Restwert 50.000€ in Totalschaden, die Versicherung 0 bezahlt.
    Das sind so Nickeligkeiten, das Theater gehen die Versicherungen im Kaskofall nicht an.

    In der Regel liegt das Theater wirklich in den Ersatzteilkosten... Und da, wo man sagt "jo, Kofferdeckel kostet neu 200€" und dann kriegste vom Sachverständigen nur "Neuteilelack", weil der mit nem neuen Kofferdeckel rechnet, der auch theoretisch neu ist, aber eigentlich Replack braucht weil n 50 Jahre alter neuer Kofferdeckel ja nicht so neu ist, wie ein neuer Kofferdeckel eben neu ist. Der hat ja Lagerspuren, etc.

    Warte mal auf den Sachverständigen der Versicherung.
    Hast du ne gute Karosserie Fachwerkstatt an der Hand? Für die ist das ein Klacks :)
    Hast du nen persönlich ansprechbaren Versicherungsmakler?

    Mach dir die Welt doch nicht so kompliziert. Den Hebel kannste nach lösen, aber vor abschrauben der Mutter der Schaltstange relativ einfach mitm Montierhebel raus ziehen. Natürlich vorher die Sicherungsbleche abmachen... Wurde die Buchse nicht eh erst erneuert? Dann würde ich den richtigen Hebel reindrücken und die "neue" gebrauchte Buchse einfach drin lassen. Das untere Sicherungsblech ist geschlitzt, da brauchste garnicht beide Schrauben ganz rausdrehen sondern nur eine, das macht A&E einfacher...

    Also zum Einziehen am Stück empfehle ich n Einzigwerkzeug. Da braucht man nur n bisschen Schraube/Hülse/Scheibe aus der Grabbelkiste... Bei nem Montierhebel kann es passieren, dass man den Hebel verbiegt und dann wirds doof...
    Bei irgendwelchen späteren Modellen fällt die Nut dann weg und die Hülse wird nur noch durch die Blechschellen gehalten...

    Die Marge macht man mit Menge, nicht mit einzelnen Artikeln.
    Den Meisten Umsatz haben wir mit so 20-40€ Artikeln gemacht...
    Unter 8€ hatten wir gar nicht angepackt, das lohnt sich vom Handling her nicht.
    Und Paketfähige Waren, nach Möglichkeit keine Großteile oder Abholerteile.
    Motorhauben und Heckdeckel gehen gar nicht, Türen nur wenn rostfrei.

    Am besten gehen die Posten, die die Leute verklüngeln...
    Tankdeckel, verchromte Scheibenwischerblätter, Originale Antennen in Komplett, Luftfilter, Batteriehalterungen, bei unseren Opels Teile des Schaltgestänges :D
    Oder auch die Passfeder zwischen Motor und Getriebe, die Schrauben / Bleche vom Kardanwellenflansch oder von der Türschließfalle, der Ziehpin hinten vom Kofferdeckel, der irgendwann wegen gebrochener Halterung einfach beim Fahren aus dem Heckdeckel fällt. Türschaniere und Fangbänder, das geht auch gut...

    Und wo willst du die Uhr für nen 300SL hernehmen und wie vielen 300SLs fehlt die Uhr?
    Der Segen liegt im Einkauf.

    Opel Rekord P1/P2 Teile sind eigentlich gut verkaufbar. Nur die Preise müssen passen.
    Bei Daimler, so alles was Ponton, Heckflosse, etc. ist, da geht fast gar nichts mehr an Gebrauchtteilen.
    Interessant sind so 201, 124, 202, 210, Autos die noch im Alltag gefahren werden. Und was gut geht sind "Sonderausstattungsteile". Am besten als komplette Nachrüstsätze, so Sachen wie Sitzheizungen, Fensterheber, Klimaanlagen, Scheinwerferreinigungsanlagen, Anhängerkupplungen, beleuchtete Makeupspiegel, elektrisch verstellbare Lenksäulen, bei späteren Modellen die Motorsteuergeräte, Servopumpen, etc.

    Bei den richtigen "Oldtimern" wünschen sich die Leute NOS Neuteile... Aber auch Golf II & 3 ist gesucht, oder BMW Teile. Da muss dann aber halt die Qualität der Teile passen.
    Japaner Teile gehen richtig gut, weil es für die Autos bei uns im Zubehör kaum was gibt. Für Massenautos kann man Lampen, Leuchten, etc. im Nachbau für kleines Geld neu kaufen, für n Toyota oder Honda nicht...
    Da sind die Leute froh, wenn sie überhaupt etwas bekommen.

    Und so ist auch die Kundschaft. Der Japanerfahrer ist froh wenn er n Teil bekommt, der Mercedes Fahrer klickt es an und zahlt per Paypal, wenn jemand nach Rabatt fragt ist es tendentiell meistens ein Opelfahrer :D

    Was die Werkzeugfrage angeht, empfehle ich für den Hausgebraucht Proxon. Das ist gut.
    Ansonsten Hazet.

    Gedore ist nur noch die Marke, das was da in den Kästen liegt ist zumindest im professionellen Gebrauch unbrauchbar. Das ist alles Chinesium, das zieht man wenn man richtig schraubt, krumm...

    Wenn ich bei dem Anbieter in die anderen Anzeigen schaue, hatte ich wohl mit meiner Scheunenvermutung recht... Der hat das Konvolut schon für 4.000€ eingestellt gehabt, im August und da den Preis schon auf 3.000€ reduziert.

    Das ist wie Radios mit unbekannter Funktion, 16 Stück für 650€, n Oldtimerradio bringt so 15€ in "Zustand unbekannt" am Block...

    Das ist ja was ganz anderes. Roy bietet etwas modellspezifisches mit Zustandsangaben an.

    Das Sammelsorium ist ne Katastrophe...
    Vor allem in 50er/60er Jahre Teilen und dann noch gut abgelagert.
    Die Hälfte davon kann man wegwerfen weil man sie nicht zuordnen kann.
    Die andere Hälfte, das sind alles so Kleingeldartikel...

    Ich würde mal sagen, bei 2.000 Teilen liegt der EK Wert irgendwo zwischen 0,30 Cent und 0,50€ pro Artikel.
    Aber wirklich haben will man das als EBay Händler nicht...

    Wenn das 2000er Jahre wären, wäre das anders. Da steht dann auf jedem Autoteil n Herstellerlogo und ne Nummer, das kann jeder halbwegs angelernte Mitarbeiter einstellen und das sind Artikel für Gebrauchtwagen, die auch Gebraucht noch gehen. Das Interesse an Vergammelten Scheinwerfern für nen richtigen Oldtimer hingegen ist dann genau wie für Rückleuchten mit abgebrochener Ecke oder vergammelte Hupenringe oder gebrauchte Vergaser, doch eher gering...
    Wer braucht schon n gammeligen Scheinwerferring, oder nen angegammelten Innenspiegel oder rostige Drehfenster für kackige Limousinen? Das kauft kaum ein Mensch...
    Das sind typische "Schlachtungen" von Leuten, die n Auto mit TÜV gekauft haben, die Kiste gefahren haben bis sie stehen geblieben ist, ausgeschlachtet und eingelagert haben. Die haben dann in 40 Autofahrerjahren 50 Autos geschlachtet und die Altteile in ne Scheune gesteckt, Jahrzehnte gammeln lassen und suchen jetzt nen doofen Käufer...

    Damals (2022 war Schluss) haben wir schon gesagt, Artikel unter 8€ lohnen sich im Handling nicht, die wirft man weg...

    Ja, die Bandagen wurden härter.
    Es gibt für die gewerblichen Verkäufer immer mehr Vorschriften und Richtlinien und die Abmahnindustrie macht da richtig Kasse. Um n Rechtssicheres Impressum zu haben, musst du heute am besten in irgend nem entsprechenden Verein sein und zahlen, sonst kannst alleine das schon vergessen.
    Ich erinnere mich an eine Abmahnung von 700€ weil mein Kumpel reingeschrieben hat "wie versenden versichert per DHL", selbst der Satz ist verboten...
    Und die Gesetze werden immer strenger, ausgearbeitet von Händlerverbänden um kleineren Shops das Wasser ab zu graben, dann unter dem Deckmantel von Datenschutz, Umweltschutz oder Verbraucherschutz bei unseren Politikern in Brüssel und Berlin schön durchgedrückt...

    Auch die Gebühren von EBay und Paypal, Kleinanzeigen (für gewerbliche kostenpflichtig), etc. sind deutlich angezogen...

    Aber mit schlechter laufender Wirtschaft und bei vielen Leuten zusammengeschrumpften Sparstrumpf sind auch die Kunden auf Käuferseite immer scheißiger geworden. Früher gabs bei uns 1-2 Fälle von Onlinebetrug im Jahr, wo jemand beschissen hat, seit der Energiekrise Ukraine wo das Geld nicht mehr so locker sitzt gabs bei uns jeden Monat nen Fall... Die Leute schicken dir ihren kaputten Scheiß auf Wiederruf zurück oder bauen das Teil aus was sie brauchen und schicken dir ganz dreißt den Artikel zurück oder zocken sich nen Clips aus ner neuen Zierleiste. Statt nem neuen Clip zu kaufen, kaufen die ne neue Zierleiste, ziehen einen Clip raus und schicken die auf Wiederruf zurück...

    So bei KFZ Elektroniksachen klauen die die Platinen aus den Steuergeräten, oder bestellen 5x nen Artikel, bis sie ausprobiert haben welches Teil an ihrem Auto kaputt ist, schicken dir 4 auf Widerruf zurück in einem Paket und lassen sich noch die Versandkosten erstatten. Dann hast du 5x Porto bezahlt was du abschreiben kannst... Zack, wieder 40€ weg...

    Wenn man irgendetwas in ein Diskussionsforum stellt, dann darf man sich nicht wundern wenn darüber diskutiert wird. Und warum auch nicht? Reaktionen zur Preisgestaltung oder auch Empfehlungen von Leuten mit Erfahrung, was wie und was garnicht verkaufbar ist, können ja auch helfen...