Beiträge von Koralle60

    Alfred. H.

    Vielen Dank für deine Antwort. Dein Wissensschatz scheint unerschöpflich :daumen1:.


    Warum sollen den Dreistofflager bei filterlosem Motor nicht verwendet werden? Sind diese empfindlicher auf Schwebstoffe in Öl?

    Oder hatte man auch die Oberflächenbehandlung der KW-Lagerzapfen verändert. Ich meine mal gelernt zu haben, dass Zweistofflager besser bei harten Oberflächen > sprich nitrierten Oberflächen als Reibpartner geignet sind als Dreistofflager.

    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Guten Morgen liebe Influenzer,

    Eure Meinungen und Sichtweisen zu dem Motorenthema sind interessant und gehen ja durchaus über den rein technischen Aspekt hinaus.

    Tendenziell bin ich eher beim Rolo, der insofern Recht hat, wenn er die Seltenheit des Cabrios betont. Das, so empfinde ich das, birgt dann auch die Verpflichtung den Wiederaufbau des Autos so nah wie möglich an dem Originalzustand zu orientieren.

    Aber es gibt auch andere Aspekte, wie monitärer Aufwand, Umsetzbarkeit, Zeitfaktor (ich werde nicht jünger), die Beste aller Ehefrauen usw.

    Kurz und gut; das Auto wird so nah am Original aufgebaut, wie unter den obigen Aspekten möglich.

    Das schließt technische Anpassungen an heutige, bessere Möglichkeiten aber nicht aus.

    Bezogen auf den Motor habe ich eine Tendenz zu dem 1,5l-Motor, die ich aber noch nicht abschließend bestätigen kann. Mir fehlt dazu noch die Sichtung der 1,5l Motoren und die Aufwandschätzung des Motorenmanns.

    Ich bedanke mich für Eure Meinungen und Empfehlungen, die ich sehr schätze.


    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Hallo Hobbykollegen,

    Rolo  altopelfreak

    ja, Ihr habt alle Recht aus der jeweligen Sicht. Ich werde Eure Meinungen und Empfehlungen sehr wohl in Betracht ziehen. Kommende Woche werde ich mir meine 1,5l Motoren ansehen und entscheiden. Den Motorenbauer habe ich schon gesprochen und er hat Zeit und Lust.

    Alfred. H.

    Die Messung in KW-Längsrichtung ergab tatsächlich ca. 0,005 bis 0,01 mm weitere Durchmesser, aber nur in der Mitte der Laufbahn.

    Mark

    Ich bin da grundsätzlich bei dir, aber leider zeigt der Zylinder 3 tiefere Riefen in der Laufbahn. Wenn ich den Motor machen lasse, wird einfaches Honen vermutlich nicht reichen.

    Alfred. H. hatte zu den Riefen ja schon geschrieben, dass dazu etwas Hartes an der Wandung geschabt hat. Die Ursache habe ich dann Heute beim Abbau der Kolben vermutlich gefunden:

    IMG_20240712_131013_copy_2250x3000.jpg

    Jedenfalls ist der Ölabstreifring des 3. Kolben gebrochen. Damit würde ich mir die Riefen erklären.

    Na ja, es bleibt spannend.


    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Hallo Alfred,

    danke für deine Antwort.

    Die Messung der Bohrungen mache ich morgen früh noch mal. Dann werde ich auch den Kopf von den Ventilen befreien, schauen wie das Führungsspiel ist und wie die Ventilsitze ausschauen. Ventile werde ich wohl neu machen.

    Die Nockenwelle scheint ja noch ok zu sein.

    Die Kipphebelwelle ist noch komplett, die Stösselstangen, -becher sind nummeriert, so dass wieder zusammen kommt was zusammen gehört.

    Ich werde also den Block und Kopf innen reinigen, außen strahlen und dann zu meinem Motorenmann bringen. Der wird mir dann sagen was ich neu brauche.

    Ich tippe mal auf Kolben und Kolbenringe 1.Übermaß, sowie auch Haupt- und Pleuellager 1.Untermaß.

    Hoffentlich sind alle Teile noch verfügbar.

    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Moin zusammen,

    heute habe ich den Motor mal mit meinen Mitteln vermessen und den Solldaten gegenübergestellt

    Beigefügte Tabelle zeigt die Messdaten.

    Motorvermessung.pdf

    Bei den Zylinderbohrungen fällt eine leichte (?) Unrundheit z.B. an Bohrung 1 auf, die (von links auf den Motor gesehen) in Richtung 315° ausfällt. Ist so was normal?

    Ansonsten ist an den Bohrungen über die Höhe ein Verschleiß von bis zu 0,07 mm (basierend auf der Kennzahl 7) zu messen.

    Die KW liegt mit allen Zapfenmaßen an der unteren Grenze.

    Da ich für die Nockenwelle keine Daten für eine Vermessung finden konnte, habe ich einfach mal die Nockenhöhe gemessen. Das Verschleißbild der Nocken kann ich nicht einordnen, aber die Nocken sind auf der "Spitze" relativ gerade. Der Lichtspalt zeigt bis auf 2 Ausnahmen einen ganz leicht konvexen Verschleiß. Die beiden Nocken der Auslassventile 4 und 5 bilden die Ausnahme, mit einem leichten konkaven Verschleiß.

    Nun sitze ich hier und spiele meine Optionen durch, da ich keinen Spaß an diesem Motor habe.

    Option 1

    Den Motor grundlegend überholen, wobei ich die Sorge habe, dass die Wasserkanäle nicht mehr frei werden.


    Option 2

    Den originalen 1,5l-Motor des Caravan (hatte ja 2018 den Pleuellagerschaden) grundlegend überholen und wieder in den Caravan einpflanzen. Damit würde der 1,7l für das Cabrio frei.

    Allerdings hat der 1,5 keinen Ölfilter.


    Option 3

    Einen überholten Motor kaufen, was aber keinen Spass am Erfolg bringt.


    Option 4

    Aus den lagernden Motoren einen guten Motor zusammenstellen, ist aber ungeprüft.

    So schwingen die Gedanken hin und her.

    Was ist eure Meinung?


    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Guten Abend liebe Hobbykollegen,

    da es in der Soester Börde für ernsthafte Arbeiten an dem Cabriobody zu warm war (wann konnte man das in diesem Jahr schon mal behaupten?), habe ich den Motor auseinander gebaut.

    Der originale 1,5l Motor war nach seiner Überholung durch den Vorbesitzer einem Frostschaden erlegen :eek002:, daher wurde Ersatz in einem 64er 1,7l-OHV mit Ölfilter gefunden.

    So die Aussage..... :popkorn:

    Beim Zerlegen kamen mir nun doch ein paar Zweifel: Die Zylinderlaufbahnen weisen keinerlei Verschleiß am OT auf, keine fühlbaren Übergänge abgesehen von Ölköhle.

    Dagegen zeigt ist die Nockenwelle schon deutlichere Verschleißspuren. Leider sind die Fotos hiervon nix geworden :haue003:, reiche ich nach.

    Auch die Ablagerungen an den Ventilen habe ich so stark noch nicht gesehen.

    IMG_20240708_131429_copy_2000x1500.jpg

    IMG_20240708_131438_copy_2000x1500.jpg

    Zudem scheint der Motor eine defekte Koofdichtung erlebt zu haben, da der gesamte Wasserkreislauf verschlammt ist mit emulgiertem Öl.

    IMG_20240708_131452_copy_1500x2000.jpg

    IMG_20240708_131442_copy_2000x1500.jpg

    Das sieht für mich als Laien aus, als ob da jemand einen Teilemotor mit altem Innenleben eines defekten Motors gefüllt hat.

    Nun ja, in der Opelszene ist ja erfahrungsgemäß alles möglich.

    Die einzelnen Bauteile sind z.T. auch etwas fragwürdig. So sind die Hauptlager zwar riefenfrei, was aber nicht auf die Pleuellager zutrifft. Die Hauptlager weisen aber eine sehr rauhe kristalline Oberfläche auf.

    IMG_20240710_163000_copy_2250x3000.jpg

    IMG_20240710_163018_copy_2250x3000.jpg

    Die KW ist augenscheinlich i.O., aber auf Hauptlagerzapfen 1 und 4 leicht braun/bläulich angelaufen, was ich auf eine hohe Lagertemperatur>>>> wenig Öl (?) zurückführe.

    IMG_20240710_163113_copy_2250x3000.jpg

    Steuerräder sind optisch ok.

    IMG_20240708_133758_copy_1500x2000.jpgKi

    Die Zylinderlaufbahnen zeigen noch deutliche Schleifspuren der Honung, aber auch leichte bis fühlbare senkrechte Riefen.

    IMG_20240708_132227_copy_2000x1500.jpg

    Die Kolben weisen passend dazu die Riefen am Hemd auf.

    IMG_20240710_163646_copy_3000x2250.jpg

    Die ersten (obersten] Kolbenringe an allen Zylindern sind über den Umfang ungleichmäßig abgenutzt, was durch sehr blanke, fast polierte Bereiche ausgedrückt wird. Auch das korrespondiert nach meiner Meinung nicht mit dem Verschleissbild der Zylinderlaufbahn.

    Nun ja, soweit zum Motor.

    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Hier mal was zu NSU, Neckarsulm und Audi.

    Interessantes Projekt.

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    Gruß aus Werl

    Rüdiger

    Hallo Hobbykollegen,

    aus welcher Quelle ich die folgende Vorgehensweise habe kann ich gar nicht mal sagen, aber Heute beim Einstellen der Ventile am Caravan habe ich folgende Reihenfolge gwählt.
    Ventile des Zylinder 4 auf überschneiden, dann die Ventile (gezählt vom 1.Zylinder) 1(A) 2(E) 3(E) und 5(A) eingestellt.
    Danach Zylinder 1 auf überschneiden und Ventile 4(A) 6(E) 7(E) und 8(A) ebenso.


    Gruß aus Werl
    Rüdiger

    Jetzt weiß ich wieder wer mir das Vorgehen beschrieben hatte. Das war ein pensionierter Opel-Automechaniker.

    Gruß aus Werl
    Rüdiger

    Hallo Hobbykollegen,

    aus welcher Quelle ich die folgende Vorgehensweise habe kann ich gar nicht mal sagen, aber Heute beim Einstellen der Ventile am Caravan habe ich folgende Reihenfolge gwählt.
    Ventile des Zylinder 4 auf überschneiden, dann die Ventile (gezählt vom 1.Zylinder) 1(A) 2(E) 3(E) und 5(A) eingestellt.
    Danach Zylinder 1 auf überschneiden und Ventile 4(A) 6(E) 7(E) und 8(A) ebenso.
    Ist diese Vorgehensweise korrekt?
    Jedenfalls läuft der Motor sauber und ruhig.

    Vermutlich bin ich hier der Einzige, der die Ventile bisher Zylinder für Zylinder eingestellt hat.

    Gruß aus Werl
    Rüdiger

    Guten Abend,

    das Treffen in Einbeck ist schon wieder Geschichte.
    Vielen Dank an die AOF für die Ausrichtung und den prominenten Stellplatz für unser Forum. Es waren 10 Auto am Start, von denen 5 an der Ausfahrt am Samstag teilgenommen hatten. Und wie es kommen musste: Das geballte Wissen zu Opel führte zum 1. Platz ( @Lennecruiser und @Snaily.), 4. Platz ( Team @Tausi. ) und 6. Platz (Team @Schorni. ) bei der Auswertung der Tourfragebögen.
    Also ein voller Erfolg
    Vielen Dank an Gerd und das Orgateam.

    Gruß aus Werl
    Rüdiger