extremes Schadensbild

      extremes Schadensbild

      Hallo liebe Insassen

      Heute war ich bei einem Kumpel. Er hat einen 57er P1 (also Scheibenwischer über Welle) mit einem Frostschaden im Motorblock.
      Jetzt hat er sich einen Ersatzmotor gekauft aus Neuried!!! Weil dieser auch einen Wellenanschluß hatte für die Wischer.
      Lief angeblich bis Ausbau mit toller Kompression.
      Heute haben wir den Motor dann mal unter die Lupe genommen. Schon als der Seitendeckel runter war, war der Optimismus verschwunden:



      Irgendwas stimmt da nicht :D



      Ach herje....wie kommt sowas zustande?

      Dann haben wir ihn natürlich komplett zerlegt.



      Alle Lagerschalen sind auf, die Stößelbecher wurden schon brutal bearbeitet (zum Teil sind Stücke raus gebrochen weil versucht wurde sie mit der Zange zu ziehen). Der Motor geht jetzt zum Instandsetzer. Da muss ein Profi dran.

      Aber wie die Stößelstange so derbe verbiegen kann, interessiert mich schon. Hat jemand eine Erklärung? Da muss ja irgendwas böse geklemmt haben zb das Ventil.
      Der Frank aus 49356 Diepholz 8)
      www.opel-rekord-p1.de
      Es muss nicht zwingend sein das die Stößelbecher mißhandelt wurden. Es kommt oft vor das der untere Rand ausgefranzt oder sogar ausgebrochen ist. Wie dieses Schadensbild zustande kommt konnte mir noch niemand sagen.
      Die Stößelstange kann auch durch ein festgebackenes Ventil entstanden sein.
      Wir leben Autos "Opel der Zuverlässige" :wink:
      Hallo Maverick,

      die verbogene Stößelstange entsteht, wenn das Ventil klemmt (festgerostet) und der Motor in diesem Zustand gedreht (gestartet) wird. Rennfox sprach das bereits an.

      Das Ventil öffnet nicht, und die Stößelstange knickt aus. Das kommt vor, wenn der Motor sehr lange gestanden hat.

      Wenn das Ventil sich dann doch etwas bewegt, ist die Blockade aufgelöst....die Stößelstange aber trotzdem krumm.

      Tip: Die alten Motoren sind alle defekt, oder fest, wenn man sie durchdreht > auf alle Bewegungen achten. Besser ist es, sie zu zerlegen und genau zu examinieren.

      So ein Motor läuft nicht auf allen Zylindern.

      Kompression kann er haben, wenn ein Ventil nicht öffnet, kommt darauf an, wie man den Tester bedient.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Hallo Kapi, "vermutlich auch durch Bleifreizusatz". Da bekomme ich ja Sorge. Wie kommst du darauf ? Gibt es hierzu irgendwo Infos.?
      Fahrzeuge:
      1. Opel Olympia Rekord B / 1,7s , Olymat, Bj. 1965, 2 Tür Limousine , Standard, Erstlack, ungeschwei. , Originalzustand
      2. Opel Olympia Rekord Modell 56 / 1,5 / Bj. 1955, 2 Tür Limosine, Exportmodell für die Schweiz über GM Biel, Erstlack, ungechwei. , Originalzustand
      + 10 Oldtimer 2 Räder (Moped/Motorrad/Roller), + 6 Oldtimer Fahrräder................. und mehr altes unnütz Zeuch .. ;)

      Wohnord: 41751 Viersen
      nein, keiner weiss was genaues. aber ich habe das schon öfter gehört.
      hatte es selber zweimal und ein freund einmal. waren ford- motoren, habe das aber auch schon bei anderen fabrikaten gehört.
      entweder es hängt grundsätzlich mit der zusammensetzung des benzins zusammen oder mit zusätzen.

      als mir das passiert war, habe ich festgestellt, dass alle ventile wie verharzt in den führungen klebten..
      Ok, na hoffentlich komme ich nicht in den unschönen Genus..............
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      Moin Schorni

      Die Degeners fahren ihre Fahrzeuge mit Super plus, nix Bleiersatz oder sonstwas. Ich folge deren Rat.

      Wilms Wohnort 48691 Vreden
      Wilms Fuhrpark
      hoffentlich demnächst: P II Schnelllieferwagen 1500 Bj 63
      Olympia Rekord 1500 Bj 57
      Volvo B 10 M Knickgelenkbus
      VW Sharan
      Hyundai H1
      Leidensgenossen,

      in frühen Zeiten wurde dem Benzin Blei zugefügt, nicht als " Blei" selbst, sondern in einer unaussprechlichen Verbindung.
      Das sollte zur "Schmierung" der Ventilsitze dienen. Prinzipiell ist das auch so.
      Die Reaktion der Automobilindustrie nach gesetzlicher Reduzierung des Bleigehaltes war: Harte Ventilsitze einzusetzen, das ist o.k.
      Opel hat (so um 1975) die Verdichtungsverhältnisse reduziert, um dem geringeren Bleianteil Rechnung zu tragen (im Nachhinein > unnötig).
      In unseren alten Kisten entstehen "harte" Ventilsitze mit ausreichender Belastbarkeit allerdings von selbst.
      Das "Aufsetzen" der Ventile auf den Sitz verdichtet das Material des Kopfes ausreichend, wenn normale Beanspruchungen vorliegen.
      Wenn die Ventilsitze neu bearbeitet wurden, empfiehlt sich allerdings eine etwas schonendere Fahrweise + Ventilspielkontrolle.

      Richtig ist, die Sitze verschleißen u.U. etwas schneller (dafür werden sie durch Verschleiß breiter), das ist aber unter Oldie-Betriebsbedingungen
      unkritisch. Es gibt auch Untersuchungen, die erhöhten Verschleiß bei Ventilen mit Drehvorrichtungen aufweisen.
      Mag sein....konnte ich aber bislang bei Opel´s nicht feststellen.

      Die alten Ventile / Sitze halten ohnehin nicht so lange, wie heutige Konstruktionen, das ist einfach so.

      Die Verwendung von Super + ist völlig o.k. und bietet genügend "Klingelreserve".

      Mit dem Tank hat verbleit / nicht verbleit bei unseren Autos nix zu tun.

      Gruß,

      Alfred. H.