Welche Dichtungen zwischen Vergaser und Ansaugstutzen

      Welche Dichtungen zwischen Vergaser und Ansaugstutzen

      Hallo zusammen,

      Nach längerem "orgeln" sammelte sich immer etwas Sprit auf dem Abschirmblech unter dem Vergaser ... daher wollte ich die Dichtungen erneuern.
      Doch leider kann ich in den Unterlagen nirgendwo finden welche Dichtungen verwendet werden und habe auch nichts gefunden wo ich diese beziehen kann.

      Ich habe auch einiges an Dichtungsbögen da zum selber schneiden ... aber dazu wäre interessant welche Temperaturen dort maximal vorherrschen.

      Wer hat sachdienliche Hinweise?

      Viele Grüße
      Jürgen
      Moin Jürgen,

      wenn ein Vergaser beim Orgeln Sprit suppt, liegt es i.d.R. nicht an irgendwelchen Dichtungen. Die Schwimmerkammer ist nämlich offen, zur Belüftung und Überlauf.
      Ursache kann ein schlecht schließendes Schwimmernadelventil und/oder eine ausgeschlagene Drosselklappenwelle sein.
      Das undichte Ventil lässt die Schwimmerkammer überlaufen. Bei einer eingelaufenen Drosselklappenwelle ist es so, daß sich beim Pumpen mit dem Gaspedal Benzin auf der Drosselklappe sammelt, welches dann an der Welle entlang nach außen abläuft.
      Wenn der Motor läuft, wird das Benzin zu Gemisch und eingeatmet, und es läuft nichts mehr nach außen.

      Christian
      Hallo,
      die Korkdichtung ist relativ neu und auch dicht.

      Wer weiß denn, welche Dichtungen zwischen Vergaser und Ansaugstutzen zu verwenden sind.

      Also zwischen:

      Vergaser / Bakelit / Abschirmblech / Ansaugstutzen

      (Im Fundus habe ich noch eine Dichtung, die ist etwas dicker, mtallisch-silbergrau, für hohe Temperaturen)


      viele Grüße
      Jürgen
      Hallo Jürgen.Du hast Recht mit Deiner Aussage.Es gibt nur die dicke Bakelitplatte.Hab mir bei meinem P1 auch aus ca 1mm Dichtungspapier nach Maß drei Dichtungen geschnitten.Die Platte ist dafür eine gute Schablone.Dann hab ich beidseitig zur Bakelitplatte je eine Dichtung verbaut und zwischen Hitzeblech Krümmer die dritte.
      Ist einwandfrei Dicht.
      Beim Benzinpumpenflansch wird ja auch beidseitig am Bakelittzwischenstück eine Papierdichtung verbaut.
      Ein 8mm Locheisen und eine neue scharfe Klinge und die Dichtungen sehen aus wie von der Fabrik gefertigt.
      Moinsen,

      oft ist es auch so, bekannterweise, das die vorhandenen Korkdichtungen nach einiger Standzeit an Volumen verlieren und sich erst wieder "vollsaugen" müssen bevor sie wieder dicht sind-auch eine Ursache. :)

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Moin in die Runde.

      Danke für eure Hinweise. Da Benzin auch auf dem Blech war, wenn man ihn direkt in die Luftansaugöffnung des Vergasers gegeben hat, kann man die Korkdichtung wirklich ausschließen, war auch alles trocken an der Stelle ...

      Ich habe jetzt alle genannten Dichtflächen sauber abgeschliffen, eine alte - noch gute - Hitzedichtung zwischen Blech und Ansaugstutzen, die neue Hitzedichtung zwischen Blech und Bakelit und eine geschnittene Dichtung am Vergaserfuß. Hier habe ich EPW 210 verwendet, in meinen Augen ein super Dichtungs-Material rund um den Motor (bis 400°C einsetzbar) .. https://www.elring.de/fileadmin/Dateiablage_DE/2Service/Datenblaetter/Technische_Dichtungswerkstoffe/EWP_210/Elring_EWP_210_255.640_TD_de.pdf

      Ich habe dann ein paar Mal georgelt und etwas Sprit in den Vergaser gegeben .... scheint nun alles dicht zu sein. Werde es mal weiter beobachten.

      Jetzt bin ich immer aber immer noch auf der Suche nach neuen Dichtungen, hat von euch jemand eine Quelle für diese besagte Hitzedichtung?
      So wie es aussieht ist für den Bakelitblock eigentlich keine weiter Dichtung vorgesehen, denn wenn man ihn genau betrachtet, ist dort je eine Dichtschicht oben und unten auf-laminiert.

      Hier ausverkauft:
      opel-classic-parts.com/de/S008…n_P26_1959-65_15726l.html

      und diese ist nur bis '62 ???
      opel-classic-parts.com/de/S008…_Rekord_P1P2_1958-62.html

      viele Grüße
      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „zarapp“ ()

      Wärmeisolierung Carter Vergaser

      Hallo Jürgen,

      wegen der Dichtungen:

      Auf dem braunen Kunststoffteil (Wärmeisolierung) sind die Dichtungen immer beidseitig fest angebracht.

      Die Dichtung zwischen Schutzblech und Krümmer ist eine einzelne Dichtung.

      Sieh mal das Bild im Anhang, so ein Isolierstück kann ich abgeben, meine Autos haben Solex-Vergaser,

      deshalb brauche ich das nicht mehr.

      Es gibt mehrere verschiedene Teile, Erkennungsmerkmale:

      - bis 1959 (45PS) haben die Isolierstücke ein symmetrisches Lochbild und einen Durchlaß von etwa 30+mm.
      - ab 59 (50 + 55 PS) haben die Isolierstücke ein asymmetrisches Lochbild (Foto) und auch einen Durchlaß von ca.30+mm
      - die 60PS (17S) Variante hat ebenfalls ein asymmetrisches Klochbild und einen Durchlaß von ca. 36+mm (P2 17S)

      Zu allem Überfluß gibt es die Teile auch noch in verschiedenen Höhen, das abgebildete Teil hat eine Höhe von 15mm

      und ist an den Modellen 1,5l 50PS und 1,7l 55PS einsetzbar.

      Gruß,

      Alfred. H.
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      Hallo zusammen,

      sorry für die Verwirrung.

      Ich habe einen neuen Bakelit noch im Fundus gefunden, die "Thermodichtung" hatte ich wie beschreiben verbaut.

      Diese dünnere Thermodichtung würde ich gerne nachkaufen, also NICHT die dicke Bakelit.

      Auf diesem Bild die mittlere, in der richtigen Größe:
      ebay.de/itm/Kruemmer-Dichtunge…nc&_trksid=p2047675.l2557


      ... viele Grüße und Danke für eure Hilfe
      Jürgen
      Moin,
      sind diese Teile wirklich schwierig zu beschaffen?
      Der Aufwand so ein Teil aus dem Vollen zu arbeiten, kann so groß doch nicht sein. Event. kann dieses Isolierstück einfach gedruckt werden?
      Oder sind solche Kunststoffe nicht gegen Temperatur und Benzin beständig?

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,

      Alternativmaterial für Isolierstücke

      Guten Morgen Rüdiger,

      so richtig selten sind diese Teile nicht, im Karton sind noch ein paar Isolierstücke,

      überwiegend für die S-Motoren und 1 Teil für alte Kapitäne / Blitze (symmetrisch).

      Die Temperaturbelastung am Einbauort ist aber nicht zu verachten, so um 100°+

      liegen da vor. Das Druckmaterial ist meist thermoplastisch und würde das (sehr wahrscheinlich)

      nicht aushalten, zumal die Vorspannkräfte (Verschraubung) zum Setzen führen.

      Die Anforderungen sind:

      - kraftstofffest
      - temperaturbeständig
      - geringe Setzbeträge

      Das Serienteil ist m.E. aus mineralisch gefülltem Kunststoff.

      Man kann auch eine Platte aus Novotext (textilgefüllter Hartstoff) oder Pertinax

      (papiergefüllter Hartstoff) nehmen, so ein Teil rausarbeiten (Fräsprogramm) und die

      beiden Dichtungen aus Dichtungspapier / Dichtungsgewebe schneiden.

      Rechts im Bild sind so zwei Platten, man bekommt sie im Kunststoffladen, oft als

      Rest, nach Gewicht. Das ist sehr preiswert und das Material läßt sich ausgezeichnet bearbeiten.

      Gruß,

      Alfred. H.
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