Autosalon Singen, das war ja schon immer ein spezieller Fall.
Rechnen wir alleine mal 600 Fahrzeuge zu einem durchschnittspreis von 100.00 Euro (die reichen garantiert nicht) haben wir einen Fahrzeugwert von 60 Millionen Euro.
Was ist der Bunker in dem er residiert Wert? Reichen da 10 Millionen.
Also würden wir theoretisch über ein Vermögen von mindestens 70 Millionen Euro reden.
Selbst wenn er 50 Fahrzeuge mit einer Anzahlung von einer Million Euro (normalerweise ist die Anzahlung bei Ferrari geringer) reden wir von einer Summe von 50 Millionen die zwar verdammt weh tut aber nicht zu einer Insolvenz führen muss.
In den letzten Jahren bis zum Ukraine Krieg und mit Ausnahme von 2008 und 2010 (Weltwirtschaftskrise) hat er sich alleine durch die jährlichen Preissteigerungen bei den Oldtimern dumm und dämlich verdient.
Aber es gab schon vor Jahren (oder sogar Jahrzehnten) einen Bericht in einer Oldtimer-Zeitung vom Eigentümer in dem er groß angegeben hat, dass er jederzeit Sammlungen bis zu einem Wert eines mittleren 2-stelligen Millionenbetrags über externe Kapitalgeber aufkaufen kann.
Dementsprechend war wohl auch das eingesetzte Eigenkapital nie sehr hoch.
Das erinnert mich an einen gewissen Herr Benko.
Ein Geschäftsmodell das bei niedrigen Zinsen und florierendem Wachstum funktioniert.
In meinen Augen gibt es nur drei Möglichkeiten:
1. Entweder sind die Geschäfte in den letzten Jahren doch nicht ganz so gut gelaufen und er hat sich auf solche dubiosen Angebote eingelassen weil es seine letzte Chance war. Das glaube ich allerdings nicht, denn auch ein Autosalon Singen hat sehr gute Kontakte. Auch zu Ferrari, dass sie solche Betrügereien sehr schnell erkennen können.
Ich überweise genausoviel 10.000 Euro irgendjemand, dass er mir irgendwann ein P2 Coupe besorgt ohne mich genau zu informieren.
2. Die Gesellschafter haben in den letzten Jahren genug verdient um sich jetzt zur Ruhe zu setzen. Das ist eine Insolvenz eine gute Möglichkeit die externen Kapitalgeber noch etwas abzuzocken.
3. Eine Kombination der beiden ersten Möglichkeiten.
Ich bin gespannt welche juristischen Wege jetzt eingeschlagen werden.
Firmen, die mit viel zu wenig Eigenkapital arbeiten, werden jetzt nach und nach umfallen. Das ist ein meinen Augen keine Insolvenzwelle sondern eine längst überfällige Marktbereinigung.
Nur meine Meinung...