Ich habe ja manchmal Autos, die 4 oder 5 Jahre stehen. Die starte ich regelmäßig mit 12V.
Früher habe ich das so gemacht, dass ich die 6V eingebaut hatte, und mittels Starthilfekabel die 12V auf die 6V daraufgeklemmt habe. Nach dem anspringen habe ich dann die Starthilfekabel einfach abgezogen. Da geht keine Kontrolleuchte kaputt. Üblicherweise klackert der Regler, aber das sind ja nur ein paar Sekunden.
Funktionierte 20 Jahre problemlos. Im 21. Jahr bekam ich nach dem "Drüberklemmen" einen Handyanruf, das Telefonat dauerte so 7...8 Minuten. Aufgelegt und den Motor angelassen:
Mit einem Riesenschlag ist die 6V Batterie explodiert. Leider war es ein VW mit Batterie unter der (ausgebauten) Rückbank. Hatte zur Folge, dass sowohl die Rückenlehne als auch mein Gesicht und die Arme völlig mit Batteriesäure bespritzt waren. Mein Nachbar hat mir dann geholfen, da konnte ich mich waschen.
Den Nachmittag verbrachte ich dann damit, die originale, perfekt erhaltene Innenausstattung von 1962 mit Natronlauge in der Badewanne zu "neutralisieren" (das gute Kaiser-Natron aus der Apotheke). Tatsächlich ist weder mir noch der Innenausstattung was passiert, keine Löcher in den Polstern, und beide Augen noch mit ordentlich Sehkraft, keine Verätzungen auf der Haut. Seitdem habe ich einen Heidenrespekt vor Autobatterien, Batteriesäure (habe früher meine trocken vorgeladenen Akkus selbst gefüllt) und elektrischen Experimenten und benutze Schutzbrillen.
Ich starte immer noch 6V Autos mit 12V, aber nie mehr mit "Drüberklemmen".
Versuch macht kluch...