PS Angaben in Europa mit SAE PS

  • Ich habe kürzlich in der Bucht einen schönen Testbericht über Rek B aus einer ital. Zeitschrift erworben. Interessant für mich, sowas mal aus anderer als deutscher Beurteilung zu lesen. Was mir jedoch aufgefallen ist: die PS Angaben sind in SAE PS aufgelistet. So kommt ein 19oo z.B. auf 103 SAE PS. Weiss jemand, ob das in anderen europäischen Ländern auch so war?

  • In der Schweiz wurde in verschiedenen Prospekten der 50er und 60er Jahre ebenfalls die SAE-PS angegeben. So war der Opel Rek. P1 1500 mit 52 SAE PS ausgewiesen und der A-Rekord 1700 S glaube ich mit 75. In Italien gab es m.W. noch die sog. CUNA PS, die wohl ähnlich den SAE-PS waren.

  • Waren so um die 20 % die man abziehen konnte, je nach Ausstattung. Ein Vergleich der SAE gross Angaben bei den Amis von 1970 mit den gleichen Modellen 1971, wo dann SAE net eingeführt wurde gibt einem dann einen guten Einblick über die Unterschiede, wobei man ergänzen muss, dass die leistungsstärksten Varianten bei den compact und midsize Wagen des Öfteren aus versicherungstechnischen Gründen sehr pessimistisch von den Herstllern angegeben wurden und bei diesen Motoren sich die Angaben dadurch schon wieder relativieren.

  • :denk1:

    Schöne Grüße

    Dirk "Tausi" :wink:

    aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
    "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C

  • Bei meinem aus den USA vom Vorgänger importierten 1969er Plymouth Road Runner wurden die 335 SAE PS einfach in 246 kw umgerechnet. Das ist zumindest bei den neuen Zulassungspapieren auch so Usus.

    PS-Zahlen in den USA waren damals für die Werbung interessant, die Versicherungen interessierte gegen Ende der 60er dann eher wieviel Hubraum in ein wie kleines Auto reingestopft wurden und hat das dann auch gegen Ende der 60er mit rigorosen Prämien gehandhabt. 7 Liter im Cadillac mit waren da unproblematisch, in einem "leichten" Pontiac LeMans dann problematisch. Man muss bedenken, da gab es mitunter Menschen, die sich mit 16 Jahren ein Auto mit über 400 SAE-Ps gekauft haben, sofern sie einen Elternteil zur Unterschrift beim Händler bewegen konnten, weil sie sich das Geld mit Nebenjobs bis dahin schon erarbeitet hatten.

  • Ich komme noch mal zurück auf den Bericht aus der zeitgenössischen, ital. Zeitschrift. Die Autoren sind sich ziemlich einig des großen Lobes für die beiden Rek B 17/19, die sie damals im Stadtverkehr und auf der Autobahn getestet haben. Dass einem z.B. diese und andere Autos normalerweise in Deutschland in wenigen Jahren unterm Arsch weggerostet sind, hatten die ja nicht auf dem Schirm. Nur ein Detail prangern sie explizit an: die ihrer Meinung nach zu harte Federung! Das wäre auf den Strassen des damaligen Italiens vor allem im Stadtverkehr schwer zu ertragen, meinten sie. Na ja, fahre mein Coupe nicht von ungefähr seit jeher mit Lieferwagen Federn hinten. Mir war das immer schon zu schwammig bei Originalausrüstung

  • Die Federung wurde spätestens ab Rekord A auch von den deutschen Autozeitschriften als Zumutung empfunden, beim D-Rekord haben sie dann kurz nach Erscheinen des Modells die Federrate in Richtung weicher geändert, da völlig inakzeptabel für viele Kunden u. Tester.