Nackter Spatz bei Degner

  • Es steht auch ein Nackter Spatz in der Halle. Sind die auf die Scheiben gemalten Ziffern die aktuellen Preisvorstellungen?

    Hat jemand zufällig auch einen Rekord B-6 dort gesehen?

  • Es steht auch ein Nackter Spatz in der Halle. Sind die auf die Scheiben gemalten Ziffern die aktuellen Preisvorstellungen?

    2.500€? Wer kommt denn auf eine solche Idee?

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    Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung! :alt002:
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    Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
    Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
    Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot

  • Also mal für mich zum lernen. Ein nackter Spatz is n p1 ohne alles angekreuzt beim kauf....richtig? Aber ist 2500 so viel für ein so altes Auto hen? Wäre 2000 also ein angemessener Preis? Nur das ich mal ne Idee auf die Preise krieg.

  • Naja, wenn ich einen nackten Spatz unbedingt will und die Substanz nach Besichtigung einigermaßen passt wär mir jetzt wurst, ob ich 2500 oder 1750 EUR dafür gezahlt habe, der Verlust beim Verkauf nach Restauration ist dann halt 750 EUR mehr, was wohl eher nicht ins Gewicht fallen wird.

  • Ok aber dann fand ich die Substanz bei den ein oder anderen nicht so schlecht um zum restaurieren zu gelten. Der Spatz und auch der blaue mit weissem Dach je 2500 sahen besser aus als so manch andere. Und insgesamt 1xp2 liefer 1xp1 liefer und ein Kombi Umbau zum Schweden liefer ja für 7 bis 800 fand ich ok als ganzes Objekt. Der p2 in hellblau war aber tatsächlich übel vom rost her. Hoffe er hat ihn für 500 gekauft .

  • Ich war den Samstag als Helfer vor Ort. Ich kann die Gemüter beruhigen. Der grüne nackte Spatz ist verkauft worden. Braucht sich also niemand mehr Gedanken machen ob zu teuer oder nicht. wer aber noch überlegen möchte ob es Ihm zu teuer ist, es steht noch ein zweiter Nackter Spatz in Vreden.

  • Aus heutiger Situation eindeutig der "nackte Spatz". Leider gibt es von letzterem keine nachgewiesenen Produktionsstückzahlen.

    Die Produktion des 1200er fiel damals mit über 67 TSD höher aus als es vom werk geplant war. Die 1500er, meist Auslandsmontagen, laufen in dieser Zählung mit.

    Modell- und verkaufspolitisch waren 1200/1500 auch kein P1, sondern ein eigenständiges Opel-Modell eine Klasse tiefer.

  • Das war die Sparvariante (mit Olympia Schriftzug am Kotflügel statt Rekord )vom Olympia Rekord mit magerer Ausstattung innen wie außen, aber dem 1500er Motor wie Rekord; wurde dann quasi ersetzt durch den 1200 mit etwas mehr Zierrat aber reduziertem Hubraum auf 1200 ccm, gedacht als Käferkonkurrent, dann quasi ersetzt durch den A-Kadett.

    https://www.opel-p1.nl/international.htm Auf der Webseite gibt es den Scan eines Prospekts für den Typ unter der Rubrik carbrochures. https://www.opel-p1.nl/folder%20storm…a/olympia5a.JPG

    Das Sparmodell gabs auch schon bei den Ponton-Vorgängern ab 1955 meine ich, nackter Spatz war aber m.W. nur beim 58er-59er Modell gebräuchlich.

  • Ich hab mal durch die Broschüren geschnüffelt, und von innen sah der P1 "Olympia" ja noch ganz wohnlich aus. Zumindest bei den Seitenverkleidungen konnte ich jetzt keinen Unterschied festellen.

    Waren denn die Posterstoffe anders?

    Jahre später gab es vom Rekord C ja auch eine Sparversion (Eigentlich sogar zwei), und der hatte eine Innenaustattung auf Lieferwagen-niveau. Selbst die Rekord Armlehnen waren durch solche vom Kadett ersetzt worden, damit die Mitfahrer auch ja nicht vergaßen, das der Besitzer ein ausgemachter Sparfuchs war!

    Das bringt mich bei meinem P2 Coupé ja auch immer zum schmunzeln. Vorne herrscht üppiger Luxus mit Liegesitzen, und hinten gibt es ein gepolstertes Brett und ansonsten GARNIX.

    Da war man ab Rekord A doch schon ein wenig großzügiger mit den armen "Coupé-Rückbänklern". :engel1:

  • Der Opel Olympia P wurde von 1958 bis Sommer 1959 als Einstiegsvariante des Olympia Rekord P gebaut.

    Diese Variante wurde nur mit dem 1488 ccm Phase2-Motor mit 45 PS geliefert. Die Ausstattung war ohne Beifahrersonnenblende, Armablagen, ohne Gummiverblendung an den Sitzkonsolen, einfacher Kunstlederaustattung in begrenzter Farbwahl, anderer Türpaneele mit relativ gerader Trennleiste, keine verchromten Griffe und Hebel für Fenster und Türöffner, keine "Chromverblendung" am Armaturenbrett, keine 8-Tage-Uhr, kein gepolsterte Armaturentafel, Lenkrad ohne Hupenzierring, keine Zierleisten außen, auch nicht an den Fensterrahmen oder -dichtungen, Radkappen ohne Messingzierteil, Kühlergrillrahmen in Aluoptik, Scheibenwischer ohne Chromkappen. Statt Rekord steht auf den vorderen Kotflügeln Olympia, Schriftzug auf Kofferraumdeckel fehlt. Obwohl ich den hier stehen habe, habe ich bestimmt noch was vergessen.

    Der Opel 1200 kam nach den Sommerferien 1959 auf den Markt und war ähnlich ausgestattet wie der normale P1, hatte aber abgeänderte Seitenzierleisten und eine ähnliche Türpappe wie der Nackte Spatz. Der Opel 1200 war dann das Modell unterhalb des Olympia Rekord P2, vom dem es daher keine Olympia -Version gab. Deswegen durfte das Auto auch nicht mehr Olympia Rekord P heißen. Der Opel 1200 überbrückte gleichzeitig die Zeit bis zur Vorstellung des Kadett A.

    Gruß aus Werl

    Rüdiger

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    Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung! :alt002:
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    Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
    Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
    Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot

    Einmal editiert, zuletzt von Koralle60 (6. Juli 2026 um 08:03)

  • Danke Rüdiger, für die ausführliche Beschreibung.

    Du schreibst "keine Gummimatte". Keine durchgehende Gummimatte, oder wirklich nur nacktes Blech? 😯

    Selbst beim Kübelwagen gab es ja zumindest noch einen Lattenrost als "Bodenbelag".

    😉

  • Die Gummimatte gab es schon, aber nicht an den Sitzsockeln.

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    Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
    Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
    Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot

  • Der "Nackte Spatz" Olympia dürfte zwischen Juni und Oktober 59 auch noch mit Phase-3-Motor, 50 PS ausgeliefert worden sein.

    Jahre später gab es vom Rekord C ja auch eine Sparversion (Eigentlich sogar zwei), und der hatte eine Innenaustattung auf Lieferwagen-niveau.

    Genau! Es gab zwei Sonderserien vom Rekord C als sog. "vereinfachte Ausführung", nämlich 1967 und 1968/69. Diese wurden nur in hellblau oder creme geliefert und sind äußerlich an den Kadett-B-Radkappen sowie überlackierten Heckzierleisten erkennbar. Die Instrumententafel weist statt der sonst serienmäßigen Zeituhr nur eine Blindblende mit weißemn Kreisen auf. Noch kurioser: Der Wischerschalter ist auf die erste Wischgeschwindigkeit begrenzt und die 2. Stufe absichtlich blockiert. Frage mich, was dadurch eingespart wurde! Verteuerung der Produktion auf Kosten der Sicherheit, nur um um jeden Preis sparsam zu wirken?

    Steht ein solcher Rekord C zufällig auch bei Degener?

  • Den "Nackten Spatz" Olympia dürfte es zwischen Juni und Oktober 59 auch noch mit Phase-3-Motor, 50 PS gegeben haben.

    Guen Abend Klaus,

    nach meiner Info war das nicht der Fall, aber bedingt durch die Umstellungen in den Modellen in dem Zeitraum ist es denkbar, dass Opel die Regale geräumt hatte.

    Hast du für deine Info entsprechende Belege?

    Gruß aus Werl

    Rüdiger

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    Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
    Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
    Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot