Stotternder Motor

  • Moin Ihr Lieben

    Erst einmal: ja, ich lebe auch noch. Asche auf mein Haupt :popo:

    Aber kommen wir zu meinem Problem wo ich gerade etwas an meine Grenzen stoße.

    Bei meinem Caravan habe ich folgendes Problem.

    Wenn ich Gas gebe fängt der Motor fürchterlich zu stottern an. Im Leselauf merkt man nichts.

    Zuerst habe ich den Vergaser von meiner Limo mal draufgesetzt um zu gucken ob es am Vergaser liegt. Keine Besserung.

    Benzinpumpe funzt, am Zündkerzenbild gab es meiner Meinung nach nichts auszusetzen ( nicht schwarz) dann Ventile eingestellt. War aber auch nichts gravierendes. Zu guter Letzt Unterbrecherkontakt gewechselt und Zündung neu eingestellt. Immer noch nichts besser.

    Was kann ich noch checken? Kondensator? Verteilerdünger und Kappe? Kann es auch zB an fehlender Kompression liegen? Habe ich noch nicht getestet.

    Beste Gruße aus Diepholz

    Der Frank:cool002:

  • Hallo Frank

    Problem kommt mir bekannt vor. Ich vermute das die Unterdruckverstellung nicht richtig funzt.
    Tröpfel mal ein wenig Öl unter der Unterbrecherkontakhalteplatte und bewege diese dann damit sich das Öl verteilt. Könnte sein das das alte Öl verharzt ist und die Verstellmechanismus nicht korrekt funktioniert.

    Verteilerdünger

    Wenn "Verteilerdünger = ÖL" dann war dein Ansatz schon richtig.
    Viel Erfolg.

    Gruß Werner
    P1 mit Olymat & Faltschiebedach / P1 PickUp Rechtslenker aus Kreis Paderborn

  • mir fällt noch die Zündspule ein, wenige Zündfunken im Leerlauf bekommt sie noch hin aber wenn es viele werden setzt sie hin und wieder aus bzw. die Funken werden zu schwach.

    Gruß
    Johannes

  • Wenn "Verteilerdünger = ÖL" dann war dein Ansatz schon richtig.

    Schätze damit ist Verteilerfinger gemeint ... und ja, der kann auch so ein Problem bereiten. Auch Kondensator oder defekte Zündspule sind so Kandidaten ....

    Falschluft durch defekten Unterdruckschlauch zur Verteilerdose wäre auch noch möglich.

    Viel Erfolg
    Christian

  • Wenn du entstörte Zündkerzenstecker hast, check mal mit einem Messgerät, ob einer oder mehrere hochohmig geworden sind. Sollten 1K bzw. 5KOhm haben. Ich hatte mal einen, der hatte plötzlich 65MOhm. Bei steigender Motordrehzahl sinkt ja die Zündspannung, der Funke kann dann an der Kerze nicht mehr überspringen, und sucht sich dann einen anderen Weg. Bei mir brannte dadurch der Entstörwiderstand im Verteilerfinger weg, und das Auto blieb unvermittelt stehen. Erst bei höherer Drehzahl stottern, dann bei immer niedrigerer, bis nix mehr ging.

    Musste lange nach dem Fehler suchen....:denk1:

  • Hallo Frank,

    ich vermute auch mal Zündung. Vieles haben die Kollegen schon vorgeschlagen. Ergänzung von mir:

    Fliehkraftverstellung: Verteilerfinger im Uhrzeigersinn verdrehen, er muss sich federbelastet drehen und wieder in Grundstellung zurück gehen.

    Die Unterdruckverstellung ist lastabhängig und im Stillstand wirkungslos. Dennoch: Unterdruckschlauch an der Dose anschließen und saugen. Wenn Du keine Unterdruckpumpe hast, dann halt mit dem Mund. Die Grundplatte muss sich entgegen der Drehrichtung verdrehen. Finger drauf, dann muss sie verdreht bleiben, bis Du wieder Luft reinlässt.

    Viele Grüße
    Günther :daumen1:

    3 Mal editiert, zuletzt von Gartetalbahn (8. Mai 2026 um 03:36)

  • Bei mir war es mal eine gebrochene und kaum noch vorhandene Schleifkohle in der Verteilerkappe, die ähnliche Symptome bewirkte.

    Viele Grüße aus GE
    Christoph
    _______________________________________________
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  • Bei mir war es mal eine gebrochene und kaum noch vorhandene Schleifkohle in der Verteilerkappe, die ähnliche Symptome bewirkte.

    Hatte auch das selbe Problem mit der Schleifkohle.
    Bei der VK101-Kappe von Beru scheint das schon öfters vorgekommen zu sein.

    Eine schlecht isolierte Schraube - gebrochene Isolierscheibe - war bei mir auch schon mal die Ursache.
    Im Leerlauf lief der Motor noch gut. Heftiges Stottern erst bei höheren Drehzahlen und auch wenn der Motor heiß wurde.

    Gruß Peter

  • Mit sicherheit Zündung. Defekte Fliehkraft / Unterdruckverstellung würde sich so nicht bemerkbar machen. Tippe eher auf ausgeleierte Verteilerwelle, die nicht mehr rund läuft.

  • Wenn Du keine Unterdruckpumpe hast, dann halt mitr dem Mund

    Ich benutze dafür eine (Einweg)Spritze mit Gummidichtung aus der Medizintechnik. So kann man auch den Unterdruck eine Weile halten. Bis ein Finger auf dem Schlauch ist, geht der Unterdruck ja wieder flöten ...

    Grüße

  • Tippe eher auf ausgeleierte Verteilerwelle, die nicht mehr rund läuft.

    Oder vielleicht eine taumelnde Grundplatte? Der Führungshaken sollte die beiden Platten eigentlich fast spielfrei zusammenhalten. Der Haken war aber so weit aufgebogen, dass die Grundplatte heftig getaumelt hat. Der Schließwinkel hat jedes mal andere Werte angezeigt.

    Habe den Haken wieder so weit zusammen gedrückt, dass beide Platten fast kein Spiel mehr hatten.
    Danach hat es wieder gepaßt.

    Hat lange gedauert, bis ich da drauf gekommen bin.

    Die Vacuumpumpe habe ich mir mal zum Bremsenentlüften gekauft, aber dafür dann doch nie benutzt.

    Gruß Peter

  • So, Gestern dann mal noch ein bisschen gesucht und siehe da. Zwei Ursachen gefunden. Erstens war tatsächlich der Kohledtift in der Verteilerkappe abgebrochen und lag im Verteiler und zweitens hat meine Unterdruckleitung direkt unter der Wasserpumpe ein Loch. Beides habe ich behoben. Im Stand lief er danach gut. Probefahrt noch nicht gemacht da der Regengott meint er müsse jetzt mal etwas für die Natur tun:wolke1