Herzlich Willkommen im VW-Forum!! ![]()
VW-Abgasskandal
-
-
Ich unterstütze ausdrücklich diese Hexenjagd!
Aber die Saat geht auf! Der Bürger fühlt sich zunehmend verarscht und die die AFD wird zunehmend stärkste Kraft.
-
Moin,
da es ja einige zu interessieren scheint, hier mal die Übersicht zu Handlung und Rechtsbruch, wie es aktuell dokumentiert und verurteilt wurde. Ist sehr knapp dargestellt, aber zur Einordnung sollte es reichen.


Der Abgasskandal (Handlung & Rechtsbruch)
1. Die Manipulation (Technik)
Handlung: Einbau einer Software, die erkennt, ob das Auto auf einem Prüfstand steht („Schummelsoftware“).
Rechtsbruch: Verstoß gegen Art. 5 Abs. 2 VO (EG) 715/2007. Diese EU-Verordnung verbietet Abschalteinrichtungen, die die Abgasreinigung im Alltag drosseln.
2. Die Täuschung (Kunden)
Handlung: Verkauf von Fahrzeugen als „umweltfreundlich“, obwohl sie im Realbetrieb Grenzwerte massiv überschritten.
Rechtsbruch: Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung (§ 826 BGB). Wer Käufer bewusst täuscht, um Autos zu verkaufen, handelt rechtswidrig und ist schadensersatzpflichtig.
3. Die Zulassung (Behörden)
Handlung: Erschleichung der Typgenehmigung durch falsche Angaben zu den Stickoxid-Werten.
Rechtsbruch: Verstoß gegen Schutzgesetze (§ 823 Abs. 2 BGB). Seit 2023 haftet der Hersteller hierfür bereits bei einfacher Fahrlässigkeit (sog. Differenzschaden).
4. Das Strafrecht (Manager)
Handlung: Gezieltes Verbergen der illegalen Software gegenüber den Überwachungsbehörden.
Rechtsbruch: Betrug (§ 263 StGB). Vorsätzliche Täuschung über Tatsachen, um einen rechtswidrigen finanziellen Vorteil zu erlangen.
Aktueller Stand der Entschädigung (2024)
Rechtslage: Betroffene haben Anspruch auf Schadensersatz.
Option A: „Großer Schadensersatz“ (Auto zurück, Geld abzüglich Nutzung zurück – nur bei nachgewiesenem Vorsatz).
Option B: „Differenzschaden“ (Auto behalten, 5 % bis 15 % des Kaufpreises als Entschädigung erhalten – bereits bei Fahrlässigkeit des Herstellers möglich).
-
Willkommen im Mittelalter!
-
- Offizieller Beitrag
Die Nummer ist doch ewige Jahre her...
Die Autos sind doch eh schon alle 3x weiter verkauft.
Und Rückgabe? Lustig, da wird die Nutzung abgezogen und die Nutzungsdauer der Autos dürfte mitlerweile weitgehend aufgebraucht sein...
Man hätte es dann schlicht und ergreifend nicht nutzen dürfen. Aber wer finanziert n neues Auto und kann sich das leisten, dass einfach in die Ecke stellen bis der Prozess in etlichen Jahren ausgefochten ist? Mit auch noch damals unklarem Ausgang? Und dann ist noch die Frage, in welchem Zustand. Wenn du son Auto Jahre in den Garten stellst ist es kaputt und auch in ner Garage ist dass dann kaputt. Also gibst du dann ein kaputtes Auto zurück? Das musst ja auch erstmal zum Händler hin bringen, den Platz haben, die Frage ist ob man es versichern muss oder nicht, usw. usf.
Also in der Praxis schafft man sich mit der Idee viele Jahre Theater mit dem Ergebnis, öfter vor Gericht zu sitzen wofür man 0€ bekommt und noch Kosten hat um dann ein Auto zurück zu geben / den Kaufpreis erstattet zu bekommen. Dabei verdient man ja nichts...
Im Ende haben die Autohersteller nachgebessert, einige haben eine paar Euro Rabatt gewährt, die Leute haben eh wieder nen neuen VW gekauft und verdient haben vor allem die Onlineanwälte...
Ist ja nicht so, dass die Karren nach der Nachbesserung das doppelte an Sprit brauchten oder nicht gefahren sind.Im Ende betraf das ja nicht nur VW sondern sämtliche Automobilhersteller...
Klaus: Das ist hier kein Politikforum. -
Wäre dieser Abgasskandal 20 Jahre früher gekommen, hätte uns Oldtimer-Fahrern das vielleicht in die Hände gespielt und das Märchen vom ach so umweltfreundlichen modernen Auto Lügen gestraft. Inzwischen sind alle Euro-Normen eh nichts mehr wert und es zählt nur noch E-Mobilität.
-
- Offizieller Beitrag
Naja, die Abgasgeschichten haben ja schon einen gewissen Sinn. Wenn wir bei der heutigen Verkehrsdichte noch Benziner und Diesel Euro 0 fahren würden, dann könnte man in keiner Stadt mehr atmen...
Ob es nötig war, das so über zu perfektionieren und ob es nötig war, gewisse "Stufen" in der Entwicklung so schnell mit "Gewalt" durch zu drücken, tja, ich glaube da ist die Automobilindustrie sehr gut in der Politik vertreten gewesen...
Die Zukunft ist erst einmal auf Elektromobilität gesetzt, das stimmt. Nur die Geschwindigkeit und die zeitlichen Ziele die der Staat sich dabei vorstellt, da sieht man wieder das viele Politiker halt schwätzen, aber nicht rechnen können... Das wird nicht so schnell klappen... -
-
Ich dachte vor allem an die Zeit in den 90ern, als das H-Kennzeichen noch nicht beschlossene Sache war und alle alten Autos von Politik und Autoindustrie als "Stinker" verteufelt wurden. Das Argument, dass neue Autos mit Abgasreinigung nur auf dem Prüfstand schadstoffarm sind, hätte uns einen Bärendienst erwiesen.
-
- Offizieller Beitrag
War ja damals wo es hauptsächlich um die G Kat Einführung, etc. kam nicht der Fall.
Auch die neuen "Schummelautos" sind erheblich schadstoffärmer als ihre Vorgänger, nur eben nicht ganz so in den Grenzwerten die die Politik vorgegeben hat...
Die neuen Benziner sind teilweise so sauber, wenn die nach 10 oder 15.000km und 2 Jahren zum Ölwechsel kommen, dann kommt das Öl noch sauber raus und die Diesel sind oft so sauber, da wird nicht mal mehr der Auspuff von drinnen schwarz.
Wenn du ne Abgasmesserung mit Endrohrprüfung bei den neuen Dieseln machst und hast vorher die Prüfhalle gefegt, dann ist die Luft in der Halle dreckiger als die die aus dem Auspuff kommt...
Problematisch ist halt eher das Thema AGR, wo der Motor sein eigenes Abgas wieder ansaugt und dabei auf lange Sicht eben doch viel Russ/Kohle entsteht und das Thema Harnstoffeinspritzung, weil der ganze Mist irgendwann verklebt & vergammelt und dann kaputt ist sowie das Thema Partikelfilter, die bei z.B. Kurzstreckeneinsatz von Dieselfahrzeugen reihenweise zu gehen... Das ist halt der Preis für saubere Abgase... -