• Erstaunlich, dass angesichts gewachsener Kundenansprüche VW es gewagt hat, sich auf diesen Diesel-Skandal einzulassen! Das war nun wirklich eine andere Dimension als eine fehlende Zierleiste!

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    Naja, im Endeffekt hat man sich im Rahmen der geltenden Vorschriften und Gesetze bewegt.
    Die Autos haben die Grenzwerte aufm Prüfstand eingehalten und das war ja gefordert.
    Die Interpretation der Vorschriften ist da vielleicht etwas anders gewesen als die Gerichte das jetzt "teilweise" gesehen haben.

    Am Dieselskandal ist aber m.E. nicht die Automobilindustrie schuld, sondern der Gesetzgeber der die Anforderungen etwas "biegsam" definiert hat...

    Allerdings scheint da auch für die "betroffenen" Autofahrer wenig bei raus gekommen zu sein.

  • Würde eher sagen, hier hat die hohe Politik der Autoindustrie eine Lizenz zum Gelddrucken gegeben und die hat sich darauf verlassen, mit ihrer Verfilzung von Wirtschaft und Politik durchzukommen.

    Und das ist der eigentliche Skandal, schon in Hinblick auf den Verlust des Vertrauens der Menschen in Rechtsstaat und Demokratie. Ein solcher Schaden ist nicht wieder gutzumachen.

  • Erstaunlich, dass angesichts gewachsener Kundenansprüche VW es gewagt hat, sich auf diesen Diesel-Skandal einzulassen!

    Die Interpretation der Vorschriften ist da vielleicht etwas anders gewesen als die Gerichte das jetzt "teilweise" gesehen haben.

    Am Dieselskandal ist aber m.E. nicht die Automobilindustrie schuld, sondern der Gesetzgeber der die Anforderungen etwas "biegsam" definiert hat...

    Man darf nicht vergessen, dass es die Amis waren, die das aufgedeckt haben. Hierzulande wäre das nie rausgekommen, bzw öffentlich geworden ...

  • Naja, im Endeffekt hat man sich im Rahmen der geltenden Vorschriften und Gesetze bewegt.
    Die Autos haben die Grenzwerte aufm Prüfstand eingehalten und das war ja gefordert.
    Die Interpretation der Vorschriften ist da vielleicht etwas anders gewesen als die Gerichte das jetzt "teilweise" gesehen haben.

    Am Dieselskandal ist aber m.E. nicht die Automobilindustrie schuld, sondern der Gesetzgeber der die Anforderungen etwas "biegsam" definiert hat...

    Wenn dem so wäre, dass hier nur Gesetzeslücken ausgenutzt wurden, dann hätte es keiner Schummelsoftware bedurft, die registriert, wann das Auto auf dem Prüfstand steht.

    Was hier gelaufen ist, war richtig krimineller Betrug! Und zwar mit Unterstützung von höchster politischer stelle und ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen!

    Allerdings scheint da auch für die "betroffenen" Autofahrer wenig bei raus gekommen zu sein.

    Die stellst es jetzt geradezu so dar, als ob die betrogenen Autokunden diejenigen wären, die sich mit ihren Schadenersatzansprüchen noch bereichern wollten!

    Ich bin entsetzt, über diese Täter-Opfer-Umkehr!

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    Die Gesetzeslücke war ja soweit ich das mit bekommen habe, dass die Autos aufm Prüfstand gewisse Werte erfüllen mussten, die sie ja auch geschafft haben und auf der Straße ein anderes Programm gefahren sind.

    Täter Opfer Umkehr will ich nicht sagen, aber die Autos wurden nachgebessert und fahren ja.
    Das sich an der Sache etwas verschlechtert hat, dass muss jeder im Einzelfall nachweisen und das ist in der Praxis doch nur sehr begrenzt möglich.

    Mein Rechtsanwalt hat mir gesagt, man müsste dann einen kompletten Prüfstandslauf fahren lassen, die Nachrüstung machen lassen und dann noch einen Prüfstandslauf und dann könnte man erst beweisen dass sich der Kaufgegenstand verschlechtert hat. Das ganze muss dann vom Gericht anerkannt werden, vorfinanziert werden und dann kann es noch passieren, dass das Gericht die Sache als "geringfügig" einstuft...

    Sicherer wird die Nummer, wenn man vom Gericht ein Gutachten bestellen lässt. Das Problem in der Praxis ist, dass das bei uns Jahre dauern kann und man vorher natürlich nicht das Update machen lassen kann. Ohne Update kein TÜV. Man kann die Karre dann also nur weg stellen, tja, und bis das Thema so weit ist springt das Auto wahrscheinlich nicht einmal mehr an, also wird es auch mit der Begutachtung schwierig und der Kunde zahlt seine Raten weiter für ein Auto was er nicht nutzen kann. In der Praxis für den "Geschädigten" alles nicht umsetzbar.

    Und die Autos fahren ja auch, also so richtig ist keinem was Schlimmes passiert...


    Mein 124er Benziner hat jetzt 527.000km runter, mich jucken solche Neuwagenfahrerthemen eh nicht.

  • Wenn dem so wäre, dass hier nur Gesetzeslücken ausgenutzt wurden, dann hätte es keiner Schummelsoftware bedurft, die registriert, wann das Auto auf dem Prüfstand steht.

    doch, es war nur gefordert dass das Auto auf dem Prüfstand (Fahrprofil auf dem Prüfstand abfahren) gewisse Grenzwerte einhalten muss. Wenn man auf der Straße fährt zählt mehr Leistung, Effizienz und wenig Verschmutzung des Motorinneren. Wozu das Führt wenn die Grenzwerte zu jeder Zeit eingehalten werden müssen sieht man bei fast allen Herstellern an den Verkokungen im Ansaugtrakt. Für den Kunden ist das viel schlimmer - denn er muss die Reinigungen dann aus eigener Tasche bezahlen.

    Gruß
    Johannes

  • Warum ihr hier die kriminellen Machenschaften von Autoindustrie und Politikern rechtfertigt und schönredet, ist mir absolut unbegreiflich! Hier entstand ein massiver Vertrauensverlust in Rechtsstaat und Demokratie und das ist das Schlimme an diesem Betrugsskandal.

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    Naja, kriminelle Machenschaften?

    Man hat die Vorschriften und Richtlinien so "ausgelegt", dass man am Ende dem Kunden ein Produkt verkauft hat, welches auf der Straße noch besser läuft als auf dem Prüfstand :D

    Das war ja nicht nur VW, sondern das haben fast alle so "ausgestaltet".

    Leider hat die Rechtssprechung das im Nachhinein etwas anders erklärt und man musste den Kunden die Autos so nachrüsten, dass sie auf der Straße die Prüfstandswerte erreichen.

    Ich sehe da persönlich keinen großen Betrug sondern eher eine "Fehlauslegung" von Vorschriften und Gesetzen und die kommt nicht von der Automobilindustrie, sondern daher das der Gesetzgeber das nicht ordentlich genug definiert hat.

    Wenn der Staat in seiner Gesetzgebung Schlupflöcher lässt, dann ist das ein Versagen der Politik und nicht die Schuld derer die durchschlüpfen...

  • ich habe sowohl von VW als auch von Mercedes Fahrzeuge mit dieser Technik besessen und gefahren und bis zum Zeitpunkt des Zwangsupdate war ich damit sehr zufrieden!

    Ich habe mich nicht betrogen gefühlt, war dann nur enttäuscht über die Folgen des Updates, was der Umwelt sicher keine Vorteile gebracht hat.

    Die Festlegung der Grenzwerte sind gegen den ausdrücklichen Wunsch der Hersteller festgelegt worden, eine politische Maßnahme gegen besseres Wissen.

    Als Folge kostet die Abgasreinigung mehr als der eigentliche Motor und verursacht teils horrende Kosten.
    An genau der Stelle fühle ich mich von der Politik vera…

    Gruß
    Johannes

  • Es gab Kunden, die statt Cruisen auf ein möglichst umweltfreundliches Fahrzeug Wert legten und bereit waren, dafür mehr Geld auszugeben. Eine Software, die den Prüfstand erkennt, ist eine klare Betrugsabsicht.

    Was ist das denn für eine absurde Argumentation, es reicht wenn das Fahrzeug die Kriterien nur auf dem Prüfstand erfüllt, im Betrieb auf der Straße aber nicht! Die Fahrzeuge wurden als besonders umweltfreundlich angepriesen, was sie in Wahrheit nicht waren.

    Nun könnten wir als Oldtimer-Fans und Selbstschrauber natürlich sagen, wer ein Neufahrzeug kauft, ist doch selbst schuld, wenn er betrogen wird. Ich bin nun auch alles andere als ein Umwelt- und Klimaschutzfreak, aber es geht um den entstandenen Vertrauensverlust! Irgendwelche Rechtsverdrehungen im Nachhinein machen die sache nur noch schlimmer.

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    Den meisten Kunden die ich kenne ist das eigentlich egal gewesen und die haben das hingenommen und nicht wenige davon sowieso schon wieder n neues Auto gekauft.

    Einige gab es, die haben versucht Kasse zu machen, aber ich kenne keinen der Geld gesehen hat. Von daher, nur viel Rennerei.

    Die Argumentation das man "betrogen" wurde, ja, betrogen wurde nur der der sich betrogen fühlt.
    Die bauen bei VW so viel Schrott, die meißten VW Fahrer sind da schmerzbefreit.

  • Es gab Kunden, die statt Cruisen auf ein möglichst umweltfreundliches Fahrzeug Wert legten und bereit waren, dafür mehr Geld auszugeben. Eine Software, die den Prüfstand erkennt, ist eine klare Betrugsabsicht.

    besonders umweltfreundlich und Diesel - NA KLAR!

    Im Prospekt stand damals nichts von besonders umweltfreundlich, sonder nur erfüllt blabla-Norm und verbraucht x-Liter auf 100 km. Und die damals gültige Norm wurde eingehalten, auf dem Prüfstand, denn so stand es in der Norm

    Was ist das denn für eine absurde Argumentation, es reicht wenn das Fahrzeug die Kriterien nur auf dem Prüfstand erfüllt, im Betrieb auf der Straße aber nicht! Die Fahrzeuge wurden als besonders umweltfreundlich angepriesen, was sie in Wahrheit nicht waren.

    Die Vorgabe war nun mal das beim WLTP-ich-weiß-nicht-was Prüflauf, der immer auf dem Prüfstand stattfand (ob gerade noch findet weiß ich nicht), diese Grenzwerte eingehalten werden mussten. Von real auf der Straße stand da aus gutem Grund nichts drin, denn wer kann den Fahrstil von Bleifuß Karl schon in ein Gesetz zimmern.

    Nun könnten wir als Oldtimer-Fans und Selbstschrauber natürlich sagen, wer ein Neufahrzeug kauft, ist doch selbst schuld, wenn er betrogen wird. Ich bin nun auch alles andere als ein Umwelt- und Klimaschutzfreak, aber es geht um den entstandenen Vertrauensverlust! Irgendwelche Rechtsverdrehungen im Nachhinein machen die sache nur noch schlimmer.

    In den USA, besser in Kalifornien, stand im Gesetz dass unter jeder Bedingung die Abgaswerte eingehalten werden müssen, und dort auch Messungen mit schon gebrauchten Fahrzeugen gemacht werden. Dort hat speziell VW wohl das Kleingedruckte überlesen oder nach Rheinischer Manier: et hät noch immer jod jegange

    den Begriff Abgasskandal hat die Blöd Presse geprägt und Alle die es immer schon besser wussten und wissen sind auf den Zug aufgesprungen

    Gruß
    Johannes

  • Das ist doch absurd! Was ist eine Betriebserlaubnis denn wert, wenn die zu prüfenden Werte nur auf dem Prüfstand erfüllt werden müssen? Solche Vorschriften wären doch ein Witz und kein Gremium mit gesundem Menschenverstand würde so etwas jemals absegnen.

    Ich finde für eure vorgebrachten Darstellungen zum Abgasskandal keine Bestätigungen im Netz, so dass ich davon ausgehen muss, dass ihr über die Fakten falsch informiert seid. Vielmehr hat es bereits Urteile mit Haftstrafen gegen ehemalige VW-Manager gegeben.

    Davon abgesehen bleibt festzuhalten, dass die juristische Aufarbeitung auch nach 11 Jahren immer noch nicht abgeschlossen ist. Man darf also gespannt sein.

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    Natürlich ist das ein Witz, die Gesetze so zu verabschieden.

    Die Gesetzesvorschläge in dem Bereich macht meistens der Deutsche Verkehrsgerichtstag, also die Lobbyisten von der Automobilindustrie, dem TÜV, der Dekra, dem Fahrlehrerverband, dem ADAC, usw. usf.
    Die hecken das aus und geben das ans Verkehrsministerium weiter und die stricken daraus die Gesetzesvorschläge die von der Bundesregierung abgesegnet werden.

    Also, mitverantwortlich für die Misere ist am Ende Die Bundesregierung, Platz der Republik 1 in Berlin...

    Ich sage ausdrücklich "mit"verantwortlich. Natürlich hat man sich auf Seiten der Automobilindustrie die ganze Sache auch etwas "passend" gebogen.
    Bzgl. der "Verurteilten" sind das für mich Bauernopfer...

    Aber so ist das halt in der Gesetzgebung. Da sitzen Leute die keine Ahnung haben und da wird halt auch mal etwas übersehen oder vergessen. Verkehrsminister wird man ja auch nicht weil man Ahnung von Verkehr hat, sondern weil man genug Hände vorm Dackelverein geschüttelt hat, von genug Leuten gewählt wurde und im Ministerbingo die Stelle ergattert hat.
    Auf der anderen Seite sitzen ein paar Millionen Bundesbürger & Juristen, die gucken wie sie Schlupflöcher finden um drum herum zu kommen... Da muss halt unsere Gesetzgebung erst einmal so weit denken, dass einer auf die Idee kommt einfach 2 Programme aufs Motorsteuergerät zu spielen, eine für den geforderten Prüfstand und eine für den Straßenbetrieb :D

  • heute:

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/abgasnormen/wltp-messverfahren/

    damals: NEFZ

    Fahrzyklus – Wikipedia

    UND JA, die zu prüfenden Werte wurden damals nur auf dem Prüfstand ausgefahren, auch um unter Laborbedingungen reproduzierbare Werte zu erhalten.

    Opel hatte für "reale Fahrversuche" sogar mal ein "Parkhaus" gebaut in dem die zu testenden Fahrzeuge 'rumgefahren sind

    FunFact am Rande: fast alle Fahrzeuge aus der Zeit fallen auch auf 4-Rad-Prüfständen damit auf, dass sie den Prüfstandslauf erkennen - ein Schelm der Böses dabei denkt

    Gruß
    Johannes

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    Ja, bei VW macht man die Entwicklung des Motormanagements ja nicht alleine sondern in der Regel sind da Zulieferer mit drinnen wie Bosch, Delfi, Denso, VDO, etc. und die machen das ganze ja auch für fast alle anderen Autohersteller auch.

    Solche "Kunstfehler" der Politik gabs im Verkehrsrecht übrigens öfter...

  • wobei VW dies wohl am aggressivsten umgesetzt hat, die anderen haben mehr das Feigenblatt Motorbetriebsbedingungen in den Vordergrund gesetzt, dann aber die (Ab-)Schaltgrenzen sehr weit ausgelegt (DB)

    Gruß
    Johannes

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    VW waren einfach die ersten wo es aufgefallen ist und für unsere Medien war das ein gefundenes Fressen für die Hexenjagt... Und bei ner Hexenjagt muss man ja auch erfolg haben, also hinterher irgend wer auf dem Scheiterhaufen brennen. Hat sich nicht so groß geändert die letzten paar hundert Jahre, ist nur heute etwas CO2 neutraler...