Geklebte Bremsbeläge ablösen

  • Das Ablösen geklebter Bremsbeläge wurde mir als schwierig beschrieben. Sie sollen sich ja beim Bremsen auch nicht ablösen.

    Bei meiner Internetrecherche fand ich den Tipp, die Bremsbacken zu kochen. Also kaufte ich mir letztes Wochenende einen Sicomatic (sogar mit neuer Dichtung) auf dem Flohmarkt für 5€. Die Dame nach Überlassung ihres Sicos zu fragen habe ich mir erspart.

    Die Bremsbacken wurden eine Stunde lang gekocht, während ich am Passat weiter arbeitete.

    Und siehe da, die Beläge ließen sich problemlos mit einem Meißel abschälen, den Rest entfernte ich mit einer Fächerscheibe und glättete die Oberfläche mit dem Schwingschleifer, 100er Schleifleinen.

    Danach mit der Drahtbürste gereinigt, entfettet, die Belagfläche abgeklebt und die Backen schwarz lackiert. Zeitaufwand 30 Minuten.

    Die neuen Beläge werden aufgenietet, natürlich.

  • Hallo Günther, der Tipp ist super, hoffentlich denk ich daran wenn ich es mal brauch. :daumen1:

    Aber warum möchtest du die Bremsbelagfläche nicht lackiert haben, wenn doch jetzt wieder genietet wird?

    Hab meine genieteten Beläge abgemacht, und darunter war Rost.

    Fläche lackieren oder nicht?

    Grüße Werner :auto1:

    Süddeutscher Teilegruschtler :zwinker1:
    P2 Caravan, Kadett A, Isetta, viele viele zu viele Mopeds

  • Hallo Werner,

    das hab ich so gelernt, wir haben die beim Bus immer nur entrostet, sollten sogar neue Backen blank schleifen. Das hab ich aber nie gemacht.

    Der Lack kann die Reibung zwischen Backen und Belag vermindern, so dass Beläge lose werden. Und die Unterrostung verhindert unsere "Dösleslackuerung" auch nicht, es sei denn vielleicht, die Backen werden einbrennlackiert.

    Kathodisch beschichten ist immer noch die beste Variante.

    Viele Grüße
    Günther :daumen1:

  • Wofür so n alter Silit-Schnellkochtopf alles gut ist. Mit neuer Dichtung
    hättest du ihn ja auch geschlossen verwenden können.

    Bei mir war es jetzt genau anders herum. Genietet runter, geklebt drauf.

    Ich muss aber zugeben, dass ich das habe machen lassen.
    Nieten kann ich (bin ja selber eine), aber womit kleben?

    Ausgehärtete NOS-Beläge wollte ich nicht. Ein höherer Reibwert,
    also gute Bremsleistung, war das Ziel. Auf lange Haltbarkeit kommt es
    nicht mehr an, ich fahre zu selten. Das gewünschte Material gibt es
    nicht fertig konfektioniert für Kapitän. Also hab ich die Profis ran gelassen.
    Und ich glaube nicht, dass ich die in meinem Leben nochmal wechseln muss. :alt002:

    Also nix Sicomatic, lieber Hydra-Matic. :grins1:

    Schöne Grüße

    Dirk "Tausi" :wink:

    aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
    "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C

  • Ich habe geschlossen gekocht, nachdem ich die Druckventile und den Anzeigestift gereinigt und gefettet hatte. Kleben würde ich niemals selbst, aber aufnieten ist kein Problem.

    Bei der Laufleistung meines Opel sind die Beläge selten verschlissen, aber die High-Quality ReproRadzylinder sorgen gelegentlich für Verölung und damit schlechte Werte auf dem Prüfstand.

    Ich werde künftig jedes Jahr vor der Saison die Trommeln ziehen, deshalb ist jetzt mein HU Termin im März statt im November.

    Viele Grüße
    Günther :daumen1:

  • Hallo Werner,

    das hab ich so gelernt, wir haben die beim Bus immer nur entrostet, sollten sogar neue Backen blank schleifen. Das hab ich aber nie gemacht.

    Der Lack kann die Reibung zwischen Backen und Belag vermindern, so dass Beläge lose werden. Und die Unterrostung verhindert unsere "Dösleslackuerung" auch nicht, es sei denn vielleicht, die Backen werden einbrennlackiert.

    Kathodisch beschichten ist immer noch die beste Variante.

    Vielen Dank für die Antwort

    Grüße Werner

    Süddeutscher Teilegruschtler :zwinker1:
    P2 Caravan, Kadett A, Isetta, viele viele zu viele Mopeds