Sicherheitsgurte für Opel P2

  • das wurde hier erst vor kurzem diskutiert.

    Erstes Problem: es gibt keine Schraubpunkte ab Werk,

    Nummer zwei: die B-Säule ist eigentlich zu schwach um die Kräfte im Falle eines Falles aufzunehmen. Es gibt Nachrüstlösungen bei einigen Oldtimer-Händler, da bin ich aber nicht sicher ob Halteplatten nur untergeschraubt werden oder eingeschweisst werden müssen.

    Automatikgurte wie sie in modernen Fahrzeugen verbaut sind gibt es wohl aber mit einigen Kompromissen.

    Gruß
    Johannes

  • Ich habe in meinen P 2 Gurte eingebaut. Der Wagen kam aus Schweden und es waren schon einmal Gurte eingebaut, sie waren aber nicht mehr drin.

    Ich habe mit dann bei oldtimer-sicherheitsgurte.de mit dem Konfigurator das passende zusammengestellt und eingebaut.

    Meiner hatte für die Gurtpeitschen schon Löcher im Mitteltunnel, die habe ich wieder benutzt. Es ist aber wenig Platz im Tunnel da dieser im Vergleich zum Durchmesser der Kardanwelle sehr eng ist.

    Anhängend die OPEL Einbauanleitung für die originalen Opel sicherheitsgurte von Anno 61. Da werden die Gurtpeitschen am Fersenblech befestigt.

    Gruß FrankGurteinbau 1961 1.jpgGurteinbau 1961 2.jpgGurteinbau 1961 3.jpgGurteinbau 1961 4.jpg

  • Das Thema "Gurte nachrüsten" hatten wir ja im Laufe der zeit immer mal wieder. Hier eine unstrukturierte Auswahl früherer Beiträge aus vergangenen Jahren:

    Jossi71
    13. März 2018 um 08:44
    altopelfreak
    13. Januar 2018 um 14:00
    altopelfreak
    11. Februar 2018 um 17:21
    altopelfreak
    21. Februar 2018 um 13:38
    altopelfreak
    7. September 2019 um 20:22

    Gurte zum Nachrüsten bot Opel ab 1960 erstmals im Zubehörprogramm an. Nebenbei: Sicherheitsgurte waren von Anfang an ein sicherheitsrelevantes Bauteil mit entsprechenden Zertifikaten.

    Im Oldtimer eingebaut sind sie heute immer noch besser als gar nichts.

    Aufsteckbare Kopfstützen waren in den 1970ern sehr beliebt. Sie galten damals als brauchbare Lösung, aber keineswegs als optimal. Heute würde ich davon absehen.

  • immer noch besser als gar nichts

    Wieder einer der seltenen Fälle, wo ich dir zustimme (langsam bekomme ich Angst).

    Ja, die Autos waren dafür nicht wirklich ausgelegt.
    Ja, die B-Säule wird wahrscheinlich wegknicken.
    Ja, die Gefahr, dass die Befestigungspunkte ausreißen besteht.
    Ja, optimalen Schutz bieten nur Systeme die zusammen wirken (Kopfstützen, Airbags,...).

    Aber wenn ich das rein physikalisch (nicht medizinisch) betrachte,
    verbrauche ich zum Verformen und Ausreißen der Bauteile Energie.
    Das könnte genau den Faktor ausmachen, der mein Überleben ermöglicht.

    Wenn das Lenkrad mir nur drei Rippen bricht und
    nicht die Lenksäule in meinem Herz steckt, könnte das hilfreich sein.

    (Achtung: Laienhafte Gedanken eines technisch denkenden Menschen.
    Es könnte auch sein, dass mein Gehirn bei der auftretenden Negativ-Beschleunigung
    von innen an den Schädel klatscht und ich trotzdem sowas von tot bin.)

    Schöne Grüße

    Dirk "Tausi" :wink:

    aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
    "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C

  • Es gab mal einen AMS-Artikel vom unvergesslichen Fritz B. Busch zu dem Thema Gurte in dieser Übergangszeit, als die meisten Fahrzeuge hierfür nur bedingt ausgelegt waren mit dem Titel "Wie gedenken Sie zu verunfallen ?" der sich mit verschiedensten Konstellationen gedanklich beschäftigte. Tendenziell war er damals so um 1962 noch eher skeptisch eingestellt, hat sich aber dann später mit zunehmenden praktischen Erfahrungen geändert.

    Auch wenn ich keine nachgerüstet habe, denke ich auch, dass sie insbesondere auch bei leichteren Kollisionen die körperlichen Schäden deutlich reduzieren können.

  • Hallo Frankyboy379, vielen Dank für deine Info. Weißt Du noch, welche Werte Du bei dem Konfigurator eingegeben hast?

    Schönen Gruß, Fredi

    Hi Fredi, ich hab gerade nachgesehen, leider lässt sich das aus den Unterlagen nicht rauslesen.

    Ich habe aber vorher die Gurtlänge und die Länge der benötigten Gurtpeitschen im Wagen ermittelt.

    1. Die Gurtschlösser müssen auch bei ganz vorgeschobener Sitzbank noch durch die Lehne reichen.

    2. Die Gurtlänge muss ebenfalls bei ganz vorgeschobener Sitzbank noch lang genug sein.

    Du musst also im Prinzip erstmal festlegen wo die Gurtpeitschen oder Laschenschlösser im Wagen angeschlagen werden sollen um die richtige Länge bestellen zu können.

    Dann die Umlenkpunkte und Anschraubpunkt der Rolle grob bestimmen und mit einer Schnur oder einem alten Gurtband mit Sitzprobe die Gurtlänge bestimmen.

    Da mein Sohn und ich jeweils fast 2 Meter groß sind, habe ich die Sitzbank sowieso schon weiter nach hinten versetzt. Die Maße unseres Gurtes würde also bei deinem P2 nicht zwingend passen.

    Beim P2 ist es, durch das generelle Parallelogrammdesign, nicht möglich die Gurtrolle genau senkrecht unter dem Umlenkpunkt an der B-Säule anzuschrauben. Die Rollen vertragen aber +-5° Abweichung glaub ich, bei uns funktioniert es.

    Gruß

    Frank

  • Hallo Fredi,

    ich habe in meinem P2 vorn Gurte nachgerüstet (vorletzter von altopelfreak oben verlinkter Beitrag von 2013) und fahre damit zumindest " gefühlt" sicherer, sehe aber immer defensive Fahrweise als erstes Gebot. Ich schrieb 2013 von einem Verstärkungsblech, welches in die B-Säule von unten eingeschoben wurde, in das eine Mutter eingeschweißt ist. diese U-förmige Blechverstärkung ist gut 10 - 15cm lang, soweit ich mich erinnere. Die mögliche Last wird also durchaus auf eine größere Fläche verteilt, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das im Fall des Unfalls hält....
    Aber ich denke ebenfalls wie Tausi , dass ein nachgerüsteter Gurt zumindest besser als NIX ist...

    VG Martin

    Rekord P2: 1,7 Ltr.;, EZ 5/63; alabastergrau/schwarz; 2-türig, 12V - Umbau, Sicherheitsgurte vorn
    Triumph Stag: 3,0 Ltr. V8; EZ 9/72; damsonred; RHD

  • Tach Tausi,

    HiHi, ist denn in dem Kopp so viel Platz für das Gehirn das es sooooviel Geschwindigkeit annehmen kann. :zwinker1: Ich glaub jetz gibbet Anne. Anne Fresse. Egal, tot ist tot.

    Gruß Rolo

  • Das kommt auf das Schädel-Hirn-Verhältnis an.

    Ich z.B. hab n riesen Kopp, aber nur wenig Hirn.
    Da hat das Platz zum Anlauf nehmen. :doofy:

    Schöne Grüße

    Dirk "Tausi" :wink:

    aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
    "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C

  • Ist eigentlich die Helmpflicht für Oldtimer ohne Gurte schon durch.:ironie002: Ich habe früher auch schon Gurte in der Fa nachgerüstet, mit dicken Verstärkungsplatten für die Schrauben versteht sich, sonst macht das gar keinen Sinn.

    Gruß Ingo aus 71083 Herrenberg/Württemberg , Opel Rekord PII Limo L 4 Türig mit Faltdach.

    • Offizieller Beitrag

    Also man kann die Gurtbefestigungsplatten einfach mit nem Schweißdraht von unten in die B Säule einschieben und dann den Gurtpunkt daran festschrauben, bisschen fummelig, aber geht.

    Ist besser als nix, bei einer starken Bremsung knallt der Beifahrer dann nichts vors Amaturenbrett und hat sein Handy im Gesicht...

    Eine echte Crashsicherheit haben die Fahrezeuge mangels stabiler Fahrgastzelle sowieso nicht, da hilft nur wach sein und Abstand halten.

  • Bei meinem ex-Schweden sind auch vorne die originalen Gurte noch verbaut. Die sind noch top, allerdings auch nur für obenrum, also einmal quer, ohne Becken. Klar leg ich die an wenn ich fahre, denn wenn drin, müssen die auch dran.

    VG, Michael

    • Offizieller Beitrag

    Stimmt nicht ganz, es müssen nur VORGESCHRIEBENE Gurte angelegt werden. Unsere Autos hatten aber keine Sicherheitsgurte vorgeschrieben, deshalb keine Pflicht. Ich würde sie aber auch anlegen, denn auf die Diskussionen mit eifrigen Wachtmeistern hätte ich auch keinen Bock...

    .

    Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!

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    Wohnort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
    Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
    --------------------------------------------------------------------------
    Motto: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"

  • Stimmt nicht ganz, es müssen nur VORGESCHRIEBENE Gurte angelegt werden.

    Das kenne ich so nicht, Herr Google und Dr. KI sagen "Rechtliche Lage: Sind Gurte jedoch vorhanden, müssen diese benutzt werden"
    Ist wie mit Zusatzscheinwerfer, "wenn montiert müssen die auch funktionieren"

    Gruß Werner
    P1 mit Olymat & Faltschiebedach / P1 PickUp Rechtslenker aus Kreis Paderborn

  • Ist wie mit Zusatzscheinwerfer, "wenn montiert müssen die auch funktionieren"

    Diese Vorschrift wurde irgendwann aus einem ganz anderen Grund eingeführt, nämlich dass sie jederzeit bei Polizeikontrollen überprüfbar sind. Z.B., dass sie nicht zu hell leuchten. Damit der Fahrer dann nicht sagen kann, "funktionieren heute gerade nicht".

    Mit der Anschnallpflicht bei Fzg. vor EZ 2. Febr. 1970 wird das von Verkehrsjuristen heute auch so gesehen, dass diese nicht besteht, wenn Gurte freiwillig nachgerüstet wurden.

    Es kann ja mal vorkommen, dass man schnell mal umparken oder das Auto in die Garage fahren möchte. Da will bestimmt keiner noch umständlich nach der Schnalle suchen. Oder erst recht nicht auf einer Probefahrt, wo du alle paar 100 Meter wieder anhalten und am Vergaser oder so nachregulieren musst.

  • Erklär das mal mal dem Herrn Wachtelmeister...

    Da bin ich ganz bei Lennecruiser , egal was Gockel und KI sagen.
    Anlegen, unnötige Diskussion umgehen.

    Schöne Grüße

    Dirk "Tausi" :wink:

    aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
    "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C