Schrauben am Getriebedeckel

  • Moin!

    Kurze Frage:


    Wir haben festgestellt, dass die Schlitzschrauben am Getriebedeckel, alle nur noch leicht festgezogen waren. Scheinbar haben sich die Schrauben mit der Zeit gelöst. Natürlich war es dadurch auch etwas undicht.

    Macht ihr bei der Verschraubung Locktite ans Gewinde?


    Beste Grüße vom Bernd!

  • Moin Bernd,

    wenn dort eine Korkdichtung verbaut ist, dann hat sie sich gesetzt. Die Spannkraft der Schrauben lässt nach und sie sind 'locker' - ohne das sie sich gelöst haben. Loctite würde da nicht helfen. In deinem Fall würde ich die alte Dichtung soweit möglich mit Bremsenreiniger entfetten und mit Dinko:nein: oder Hylomar wieder montieren.

    DAS ZEUG HEIST DIRKO :wink:

    Einmal editiert, zuletzt von DCOE (3. Februar 2026 um 13:37)

  • und kontrollieren ob die Gewinde Sack- oder Durchgangsbohrungen sind.
    Wenn ich mich recht erinnere sind deshalb auch Wellenscheiben verbaut und keine geschlitzen Sicherungsringe. Das Öl sappt dann durch das Gewinde. Dito für den Differenzialdeckel an der HA.

    Gruß Werner
    P1 mit Olymat & Faltschiebedach / P1 PickUp Rechtslenker aus Kreis Paderborn

  • Ich weis nicht ob das schon geschrieben wurde, Korkdichtungen 1 Nacht ins Wasser legen.
    Dann brechen die nicht und sind geschmeidig.

    Viele Grüße

    Frank "HK-56"

    Opel Kapitän PL Bj. 1960 2,6 L :tapfer002:
    ex P2 Olymaten Fahrer ;(

    Concorde Charisma 750 G Bj. 2001 3,0 L
    Fiat, Carado I339, Bj. 2020, 2,5 L
    Dacia, Duster 3. Generation BJ. 2024, 1,3 L (Mild Hybrid 130)

    :alt002: P2.Fra.nkheix.de

  • Dirko ist gut, aber ich bin überhaupt kein Freund von Dichtmassen. Korkdichtung in Wasser oder Öl einlegen, wird super dicht.

    Wenn es geht, Gummikork verwenden, sehr geil. (gibt es bei Altopelhilfe für Ventildeckeldichtungen).

    Allerdings verwende ich Edelstahl-Torx-Schrauben mit Wellscheiben. Nicht original, aber hält.

    Viele Grüße
    Günther :daumen1:

  • Moin Günther,

    Das Korkdichtungen in Wasser geschmeidig werden ist ja bekannt. Insbesondere wenn sie schon etwas länger liegen. Aber in Öl ?

    Davon habe ich noch nie gehört. Hast du da selbs Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße

    Göran

  • Ich habe es früher immer mit Motorenöl gemacht, das mit dem Wasser habe ich erst hier im Forum gelernt.

    Besonders alte Originaldichtungen brechen sofort, wenn sie trocken montiert werden.

    Viele Grüße
    Günther :daumen1:

  • Moin,

    ein Bad in Öl wird kaum nötig sein. Dadurch, dass die Chose nicht richtig abgedichtet hat, ist die Dichtung sowieso durchtränkt. Alt ist die auch nicht, denn wir haben vor dem Einbau vor 2 Jahren, das Öl neu gemacht und dabei natürlich auch eine neue Korkdichtung verwendet.
    Ich denke mal, wir machen alles ordentlich sauber und verwenden beim Zusammenbauen ein zusätzliches Dichtmittel. Vielleicht später mal den Sitz der Schrauben kontrollieren.

    Interessant , dass einige Gewinde durchgängig sind. Das gucke ich mir nachher mal an, und mache Fotos…


    Schöne Restwoche!

  • Moin Günther,

    Das Korkdichtungen in Wasser geschmeidig werden ist ja bekannt. Insbesondere wenn sie schon etwas länger liegen. Aber in Öl ?

    Davon habe ich noch nie gehört. Hast du da selbs Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße

    Göran

    Also ich kenne es vom Kadett mit dem Korkring für die Riemenscheibe so, dass man den in Öl einlegen soll.

    Ist mein ich auch so im WHB vermerkt.

    Grüße aus dem Allgäu :wink:

    Max

    Kadett B Caravan '69 (1.1N)
    Kadett B Limousine '71 (1.2N)
    Rekord A Limousine 4-türig '64 (1.7N 4-Gang)
    Seat Ibiza 021A '89 [EZ '90] (0.9l 44PS 5-Gang)

    Einmal editiert, zuletzt von PrieserMax (4. Februar 2026 um 22:08)

  • Guten Abend…,

    so, ich hab mal geguckt: keins der Gewinde ist durchgängig, alles Sacklöcher.

    Der Dichtfläche ist von Loch zu Loch über einen erhabenen Steg verbunden. So sollte sich das Blech fest in die Korkdichtung hineindrücken und das vernünftig abdichten. Ein bisschen zusätzliche Dichtmasse kann nicht schaden. Die gebrauchte Dichtung badet in Öl…

    IMG_0668.jpgIMG_0668.jpeg

    Welches Getriebeöl verwendet ihr? SAE 80? Das hab ich jedenfalls in unserem Bestand gefunden.

    Einen schönen Abend wünscht der Bernd!

  • Moin, ihr könnt den Deckel mal auf eine plane Fläche legen und schauen ob der plan ist. Auch die Schraubenlöcher dellen sich aus, wenn die zu stramm gegen die weiche Korkdichtung gezogen werden. Dann ist auch nix mit dicht.

    Gruß aus Werl

    Rüdiger

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    Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung! :alt002:
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    Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
    Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
    Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot

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    Also grundsätzlich werden Kork und vor allem Papierdichtungen offiziell nicht mit Dichtmasse bestrichen, da sich die Dichtmasse in das Dichtungsmaterial eindrückt und dieses damit beschädigt.
    Dirko gehört da gar nicht hin.

    Bewährt hat sich bei den alten Autos, wo die Dichtflächen selten 100%ig sind, die Dichtungen vor Montage mit Hylomar zu bestreichen...

  • Und wie verhält es sich bei nicht-Kork-Dichtungen?

    Beim Commodore habe ich schon in den 90ern für den Getriebedeckel zusätzlich zur Dichtung (dunkelgrauer Pappe-ähnlicher Werkstoff) eine grüne Opel-Gehäusedichtmasse (im damaligen Fachjargon "Opel-Grün") verwendet, nachdem vorher alle anderen Mittel und Methoden versagt hatten und sich das ganze frische Getriebeöl über Nacht wieder auf dem Garagenboden fand.

    Seit Verwendung von "Opel-Grün" ist jedoch nie wieder ein Tropfen ausgetreten.

    Kann aber sein, dass dieses Zeug so bombenfest klebt, dass die Teile nach Jahren nicht wieder auseinanerzubekommen sind.

  • Im Prinzip soll jede Art Dichtung Oberflächenunebenheiten ausgleichen.

    Dabei sind die Anforderungen wie z.B. Material, Druck, abzudichtendes Medium, Temperatur, Elastizität von Verbindungen und die Größe der zu überbrückenden Spalte, um nur einige zu nennen, recht unterschiedlich. Wenn die Dichtflächen (zu) uneben sind, ist jede Art der Dichtung Überfordert.

    Bei den heutigen Dichtmitteln gibt es ganz andere Möglichkeiten als zu Zeiten der P2 Produktion. Insofern lassen sich mit den modernen Dichtmitteln sehr gute Ergebnisse erreichen. Und dazu gehört mit Sicherheit Dirko !

    Das Grüne von Opel war das nicht für bearbeitet Dichtflächen ? Ich meine das auch beim meinem Getrag Getrieben genutzt zu haben.