Oldtimermarkt am Ende? Jammern der Händler nimmt zu!

  • Moin,

    nur mal off topic; ich schaue ja gern You Tube (interessante Oldtimer etc.) und seit einiger Zeit fallen mir mehr und mehr Clips von sogenannten You Tubern Oldtimer Händlern auf. Das Jammern über eine sinkende Nachfrage nach Oldtimern (insbesonder der 1950er bis 1970er Jahre) hat m.E. zugenommen und die bisherigen Geschäftsmodelle (Verkauf zu Mondpreisen) fallen langsam weg.

    Was soll man davon halten?

    Ich persönlich fahre Oldtimer, welche ich schön/interessant finde und sehe diese Fahrzeuge nicht als Wertanlage, zur Gewinnoptimierung oder als sonstiges Spekulationsmodell an. Meist ist der Wiederverkaufswert nach Eigenrestauration sogar niedriger. Aber wenn es so ist; was solls. Mir hat das Fahrzeug Freude gemacht bzw. macht weiterhin Freude!

    Die Beschäftigung mit Restauration, Unterhalt und dem Thema Oldtimer bringt eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, erhält Kulturgut und führt zu netten Kontakten und Freundschaften mit Gleichgesinnten. Allein dies ist wunderbar!

    Ein Oldtimer kostet sowieso immer etwas Zeit und Geld; bringt aber viel Freude und hat einen Nutzwert! Mir persönlich geben die mordernen E-Mobile und Plastikbomber mit Bevormundungselektronik wirklich nichts. Ein richtiges Fahrzeug (meist Auto genannt) ist mittlerweile meist über 30 Jahre alt und somit noch der altherbgebrachten Ingenieurskunst zuzurechnen.

    Ich denke, der Gewinneinbruch im Mondpreisbereich war schon lange fällig. Was da von einigen Händlern für Oldtimer-Preise ausgerufen wurden (Brot- und Butterfahrzeuge), war ja auch nicht mehr normal. Insofern habe ich da kein Mitleid für dieses Gejammere der Gierigen!

    Meint hierzu der Olli :wink:

    Viele Grüße

    Olli

    Opel Rekord A 1965 4-Türer 1.5 Ltr. ** GM Buick Special Eight 4 Door - 1940 ** W116 280 S - 1976 ** W123 300 D USA - 1983 ** W126 300SE - 1986 ** GM Buick Roadmaster 5.7 V8 - 1992 ** GM Chevrolet Tahoe LT 4WD 5.7 V8 - 1997 ... u.a. lustige Sachen :zwinker1:

  • Hi,
    also wenn als Händler meine Gewinne zurückgehen täten, würde ich auch jammern, das gehört schliesslich zum Handwerk. Früher war alles besser! Das war halt noch Blech! Klopfklopf auf den Kotflügel usw. :lol002:

    Als Endkunde kann man diese Entwicklung aber tatsächlich sehen, ich nehme als Beispiel die Retro Classics heuer in Nürnberg. Früher waren viele Messehallen voll, das wurden im Lauf der Jahre immer weniger und heuer fand die Messe gar nur noch im Rahmen einer ganz anderen Messe statt. In der Summe wars auch nur noch eine einzige Halle für Clubs und etwas Klimbimhändler, kein einziger Händler für Altauto-Ersatzteile.

  • Die Oldtimerei geht auf und ab, das war schon immer so.

    Die Zahl der Leute, die Autos der 50er-70er in ihrer Kindheit live erlebt haben, nimmt ab. Meist neigt man ja dazu, solche Fahrzeuge der eigenen Kindheit oder Jugend zu kaufen.

    in den Fokus rücken jetzt ernsthaft die Autos der 90er und sogar 2000er weil die ein gewisses Sicherheits,- und Komfortniveau bieten.

    • Offizieller Beitrag

    Als Händler hat man eigentich die wenigsten Probleme. Denen gehören die Autos die sie verkaufen eh nicht, das ist in der Regel alles im Kundenauftrag. Man hat aktuell nur etwas Durststrecke, bis die Kunden verstanden haben, dass die alten Preise mitlerweile nicht mehr erzielbar sind. Aber den Verlust zahlt man nicht, den zahlen die Verkäufer...

    Das Oldtimerthema war früher n Hobby für n paar Spinner. Wir haben in der freien KFZ Werkstatt die Autos genutzt, um "Lücken" zu füllen. Wir haben auch laufend Autos restauriert, aber das haben wir auch nur als Lückenfüller genommen. In den Sommerferien und im Winter, so gen Weihnachten und vor allem im ersten Quartal, wo im normalen Werkstattgeschäft wenig los war. Da haben wir uns an Oldtimer gesetzt.

    Das änderte sich langsam so ab 2008, da kam der Oldtimerboom in Fahrt. Plötzlich musste jedes Golfclubmitglied so ne scheiss alte Karre haben. War in Mode, brauchte man. Das waren keine Oldtimerfans, sondern Leute die das brauchten um anderen zu zeigen das man es hat.

    Da war der Trend halt "nachhaltig", "klassisch", etc.
    Das lies die Preise langsam ansteigen und zog die nächste Gruppe an.

    Spekulanten.
    Man kauft sich ein Auto und hat keinen Wertverlust, sondern einen Wertzuwachs. Bei 0% Zinsen auf der Bank stellt man das Geld in die Garage und legt es in Form von Garagengold an.
    Natürlich gibt es auch sehr gerne Kombinationen von beiden.

    Die Nummer brannte über 10 Jahre wie doof. Wir haben 2013 komplett auf Oldtimer umgestellt.
    Das rannte so bis 2020 Corona kam. Das Coronajahr war auch noch gut, aber die Golfclubmitglieder konnten Ihre Autos nirgend wo mehr zeigen, denn der Golfclub war geschlossen, und alle Veranstaltungen abgesagt, Restaurants zu, etc. Also nix mehr mit Posen. Gleichzeitig kam in der Szene ein neuer Trend auf.
    Nach Corona hat sich die Gruppe die vorher viel Geld in den Markt gepumpt hat wie Anwälte, Architekten, Ärzte, etc. auf den neuen Trend eingestellt und der ist Hip, Smart, Grün und Elektrisch. Macht sich gedanken um CO2, einen ökologischen Fußabdruck, ließ das Garagentor zu und kaufte sich ne Wallbox und n E Auto...

    Diese ganze Kundengruppe, die es gewohnt war in der regel 4 Stellige Rechnungen zu zahlen und das als "billig" empfand, habe ich 2020, 21 und 22 nicht mehr in meiner Werkstatt gesehen. Brauchst heute nicht mehr mit nem Oldtimer zum Golfclub fahren, da erklären dir die anderen dass der stinkt. Brauchst auch deine Kinder nicht mehr mit in die Schule fahren, das ist nicht cool, sondern vergiftet die Mitschüler.

    Zusätzlich zu dem Trend kam eine rot/grüne Bundesregierung, Diskussionen über Verbrenneraus, Verbote, usw. usf. Das hat natürlich auch die Spekulanten hellhörig werden lassen, welche ihr Investment langsam in Gefahr sahen. Die Preise stagnierten, es ging nicht mehr hoch.

    Mit dem Ukrainekrieg sind die Zinsen auf der Bank wieder gestiegen, also Autopreise stagniert, Zinsen hoch, 3% auf Festgeld waren möglich... Und so langsam haben die Spekulanten auch mit bekommen, dass die meisten "Wertsteigerungen" eher an uns Werkstätten gingen als das man damit Geld verdient hätte.

    Jetzt haben wir also 2 Gruppen, die den Markt einst angefeuert haben, und Ihre Autos eigentlich los werden wollen... Das Fahrzeugangebot wird größer, aber die Nachfrage ist nicht mehr da. Irgendwann kommen dann Leute, die müssen verkaufen und dann gehen die Preise runter. Genau das haben wir Modell für Modell in 2025 erlebt.

    Es gibt natürlich noch mehr kleinere Faktoren. Viele Oldtimerfachleute sind mitlerweile selbst Oldtimer, gehen in Rente oder sterben weg. Die Fachkräfte werden massiv weniger. Gleichzeitig sind die Stundensätze im Handwerk in den letzten Jahren stark gestiegen. Dazu kommt, das auf Grund der neuen EU Verordnungen neue Autos erheblich teurer geworden sind, auch Dinge wie die Chipkriese führen dazu, dass man kaum noch billige Neuwagen baut. Das heißt, Gebrauchtwagen werden länger gefahren. In den KFZ Werkstätten ist daher alles ausgebucht, da hat niemand mehr Zeit sich um einen Oldtimer zu kümmern. Früher haben viele freie Werkstätten das "so mitgemacht", heute jagen die Oldtimer weg... Mit Verschleißreparaturen an Gebrauchtwagen verdient man mehr Geld und das braucht man auch, um die stark gestiegenen Bürokratie-, Lohn- und Energiekosten zu stemmen.

    Dann ist es ganz normal, das irgendwann eine Marktsättigung eintritt. Die letzten 10 Jahre wurden Autos restauriert wie doof, irgendwann hat fast jeder der eins haben will, eins in der Garage stehen. Die Nachfrage geht ganz natürlich zurück.

    Und jetzt kommt noch einer oben drauf. Durch die Wirtschaftskrise und damit verbundener hoher Inflation sind die Sparguthaben vieler "Normalverdiener" deutlich zusammen geschrumpft. Dazu weis niemand was die Zukunft bringt, die Konsumstimmung im allgemeinen ist einfach schlecht. Das betrifft nicht nur Oldtimer, sondern alles was Spass macht. Egal ob Oldimter, Wohnmobile, Boote, Kleinflugzeuge, Klamotten, da geht im Moment überall nichts mehr... Die Leute halten die Kohle zusammen und schauen in eine unsichere Zukunft.

    Die Ersatzteilversorgung wird auch schwieriger. Viele große renomierte Traditionsbetriebe haben Oldtimerteile wieder aufgelegt, seih es weil sie meinten damit Geld verdienen zu können oder weil sie es einfach aus Tradition (Werbung) gemacht haben. Da liegen mitlerweile für viele Nachfertigungen / Neuauflagen die Zahlen auf den Tischen und man hat festgestellt, das man damit kein Geld verdient hat.
    Wo die ganze Automobilwirtschaft in der Krise steckt, sind dass dann Kostenstellen die man sich einfach nicht mehr leisten kann und die gestrichen werden.

    Dazu kommt, dass viele Automobilhersteller das Oldtimerthema als Werbethema aufgegriffen haben und da viel Geld rein gepumpt haben. Mercedes, Porsche, BMW, VW, etc. Wo die Zukunft nun aber Hip, Grün, Smart und elektrisch ist, da passen Oldtimer da nicht mehr rein. Also haben sämtliche Autohersteller ihr Klassikengagement ebenfalls herunter gefahren.

    Und das alles zusammen genommen hat dazu geführt, dass der Oldtimermarkt aktuell in sämtlichen Modellbereichen ERHEBLICH eingebrochen ist. Das einzige was noch geht ist "top of the top", also die berühmte Blaue Mauritius, und Alltagsoldtimer. Durch die hohen Neufahrzeugpreise und die hohen Reparaturkosten kaufen die Menschen wieder alte Autos die aber so neu sind, dass sie Alltagstauglich sind, welche sie wieder selbst reparieren können. Und bei denen es die meißten Ersatzteile für Kleingeld billig im Zubehör gibt. 190er, 124er Benz, Golf II, III, Polo 6N, Volvo 740, Opel Astra G, Corsa B, usw. usf.

    2020 waren die Geschäfte im Oldtimerbereich traumhaft, denn da alles geschlossen war, durften die Leute ja nirgends hin und haben das Geld in die Werkstätten getragen. Da sie ja auch kaum andere Freizeitaktivitäten machen durften, war auch genug Geld da ...

    2021 waren die Auftragsbücher überall noch voll, aber mir ist schon aufgefallen dass da eine ganze Kundengruppe seit über einem Jahr fehlt.

    2022 Habe ich zum Jahresende hin meinen Betrieb geschlossen, ich habe das "Bergab" kommen sehen. Die Kundengruppe fehlt, viel Theater durch die Bundesregierung bezüglich "Verboten", das schreckt Investoren ab, gestiegene Zinsen auf der Bank und die zweite wichtige Kundengruppe fehlte weiterhin...

    2023 haben sich die meisten noch mit Altaufträgen durchgehangelt.

    2024 war dann Durstjahr und die meisten Oldtimerbetriebe mussten sich langsam etwas neues einfallen lassen. Kleine Betriebe hatten damit nicht so die Probleme, die sind ja immer Flexibel, aber Betriebe mit 5-15 Mitarbeitern stehen sehr beschissen da.

    Und in 2025 ist der Markt Modell für Modell komplett zusammen gebrochen...

    Das hat sich mitlerweile selbst zu unseren alten Opels durch gebrannt, obwohl das eigentlich von wenigen Spitzenmodellen abgesehen nie Spekulationsobjekte waren. Die Panoramapreise haben sich trotzdem mindestens halbiert, wenn nicht sogar gedrittelt.

    Und JA, das betrifft auch die Leute die das nur als Hobby gesehen haben und denen die Werte eigentlich egal waren, also die Mehrheit der Opelfahrer. Wenn weniger Autos restauriert werden, werden weniger Ersatzteile abgesetzt, das haut bei den Händlern durch und dann werden weniger Teile wieder aufgelegt. Wenn wir dann mal n paar Lagerschalen brauchen, tja, macht der Herr Mahle dann noch welche? Die gehören mitlerweile für Rheinmetall, selbst für Daimler machen die erheblich weniger Teile... Keine Lagerschalen, keine Kolben, keine Ventile, usw. usf. Wenn man früher nen Opel in ne Oldtimerwerkstatt gebracht hat, dann haben die das auch "mitlaufen" lassen, neben Autos die Umsatz brachten. Tja, wenn es die Werkstatt nicht mehr gibt, weil die Poser und Spekulanten fehlen, dann reparieren die einem auch keinen Opel mehr.

    Ich denke mal, die ganze Branche geht da hin wo sie früher gewesen ist. Da, wo sich auf irgend einem Hinterhof ein paar Spinner getroffen haben, mit ner Flasche Bier auf nem Reifenstapel saßen und aus Spass an ner alten Karre gebastelt haben. Ohne Spekulanten, ohne Golfspieler, einfach nur mit ner rostigen Schraube im Kopf aus Hobby...

    Und wer meint, Ihn betrifft das alles nicht weil er seinen alten Opel selber zusammen schraubt...
    Wer weis, wie lange es noch so viele Alt-Opelteilehändler gibt, die sicherlich mehr Geld mit KAD Teilen verdient haben als mit Rekord Teilen? Wie lange Hella noch Blinkrelais macht, wie lange es noch 6V Glühlampen gibt, ob der letzte Wasserpumpenhersteller für unsere Autos die aktuelle Krise überlebt, ob nochmal jemand Ventile, Lagerschalen oder Stirnräder auflegt, wie lange es noch Zündkontakte und Zündkerzen für unsere Autos gibt oder auch nur schnöde Verteilerkappen? Kreuzgelenke für Kardanwellen ?
    Oder wie lange die Autolackhersteller noch Farbrezepte für unsere alten Farbtöne in den nächsten neuen Lacksystemen hinterlegen?

    Das betrifft die ganze Szene...

    • Offizieller Beitrag

    Wow, danke Mark für den Blick aus professioneller Sicht.

    .

    Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!

    --------------------------------------------------------------------------
    Wohnort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
    Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
    --------------------------------------------------------------------------
    Motto: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"

  • Moin Mark,

    das ist ja eine sehr interessante Beschreibung des Situation; ich danke dir sehr für diesen schönen Bericht.

    PS: Der Vorletzte Absatz (... die Spinner im Hinterhof ...) :trinken1: gefällt mir am besten und ist mir sehr sympathisch. :daumen1:

    VG

    Olli

    Viele Grüße

    Olli

    Opel Rekord A 1965 4-Türer 1.5 Ltr. ** GM Buick Special Eight 4 Door - 1940 ** W116 280 S - 1976 ** W123 300 D USA - 1983 ** W126 300SE - 1986 ** GM Buick Roadmaster 5.7 V8 - 1992 ** GM Chevrolet Tahoe LT 4WD 5.7 V8 - 1997 ... u.a. lustige Sachen :zwinker1:

  • Hallo Mark,

    auch finde in fast allen Absätzen in deinem Bericht meine Meinung wieder und sehe deinen Bericht so ziemlich auf den Punkt gebracht.

    Ich würde nur für die Zukunft nicht ganz so schwarz malen. Klar, wenn man nun zu 110% sein Auto in original versetzten möchte, kann es z.B. bei der richtigen Farbanmischung problematisch werden, aber eine alten Farbsplitter analysieren und einen 95%igen Farbton zu mischen, das geht immer.

    Und Kreuzgelenke werden in so vielen verschiedenen Maschinen verwendet in den verschiedensten abmessungen, ich glaube es wird immer Firmen geben, die dir nach Muster eine neue Kardanwelle anfertigen können.


    Also, in freudiger Erwartung, dass das Oldtimerhobby bald wieder ohne Schicki-Micki und Blubber-brause-Schampus in irgendwelchen Schloßparks abläuft, sondern einfach wieder nur zur Freude gefahren wird und man sich mit ner halben Dose Bölkstoff auf einer Tanke zum Benzingespräch trifft. ;)


    Gruß

    Stephan

    • Offizieller Beitrag

    Schwarzmalen würde ich auch nicht. So lange unsere Autos so viel Wert bleiben, dass man sie nicht wegen nem Lagerschaden weg wirft, juckt uns das ja eigentlich wenig.
    Die gesunkenen Preise führen dazu, dass wir in der P Rekord Gruppe jede Menge jüngeren Nachwuchs bekommen. Das sind Chancen die wir nutzen sollten, um den Generationenwechsel erfolgreich hin zu bekommen :) Sowohl im Forum, als auch im Club :)

  • Ich war (wie immer) drei volle Tage auf der Veterama in Mannheim. gefühlt war es am Sonntag so leer wie in den letzten 30 Jahren nicht.

    Keine Schnäppchen, kaum gute Teile - die "guten Sachen" gehen über Auktionen oder so sonstwo im Internet weg. An den Ständen viel Schrott und - tatsächlich - "Müll".

    Mein Fazit: das Wochenende hätte ich sinnvoller verbringen können.

    Andererseits: viele Bekannte getroffen, nette Gespräche 😊

  • M.E. liegt auf der Veterama schon immer viel Müll, die Kunst ist es die Schätzchen abzuscannen. Nebelscheinwerfersatz, einer neuwertig, einer grad noch brauchbar für Rekord P1 inkl. sehr guter Halter für 70 EUR am VW Gebrauchtteile-Stand fand ich jetzt z.B. nicht schlecht, in die Schicki-Micki Hallen gehe ich dort schon seit Jahren gar nicht mehr oder höchstens wenn es regnet, ich beginne immer im Freigelände, da wo es am dreckigsten ist, dort lag schon immer viel Müll, aber nicht nur :lol002:.

    Außerdem habe ich meine überzählige P2 Limousine zumindest mal kostenneutral dort wegbekommen, ein ernsthafter Interessent reicht ja aus und der hatte sich dann auch dorthin verirrt, ist mir in den Anzeigenportalen über Monate nicht gelungen.

    So wie vor 20 Jahren ist das zwar auch nicht mehr ganz, aber die Reise lohnt sich meiner Meinung nach immer noch und ich habe eh nur 30 km dorthin.

    • Offizieller Beitrag

    Ich war dieses Jahr auf der letzten Techno Classica in Essen...
    Samstags...

    Einfahrt zum Parkhaus: Leer.

    Messe? Sämtliche OE Hersteller sind nicht mehr gekommen. Man hat die Clubs gebeten, mehr Autos mit zu bringen damit man die Hallen noch gefüllt bekam. Die Gänge waren leer. Früher hat man sich da schon unangenehm durchschieben müssen, diesmal alles leer. Befreundeter Händler nannte die Messe "ist nur noch ein Schatten ihrer selbst"... Naja, 8€ für n Bier, 15,50€ für ne Portion Gyros Pommes, die Preise auf der TC waren schon immer "Messepreise", früher war ich da ja immer mit Einladung und Freikarte... Die TC galt immer als "Leitmesse" für den Oldtimermarkt, tja, der Totentanz im Frühjahr hat gezeigt was 2025 für den Oldtimermarkt bereit hält.

  • Die Messepreise galten dort ja für Alles, vom Catering bis zum Komplettfahrzeug. Wenn ich überhaupt noch hin gefahren bin, dann auch nur mit Einladung/Freikarte (oder wenn ich dort arbeiten musste, aber das ist lange her). Das Budget war ja quasi schon beim Parkhaus erschöpft.

    Bin gespannt wie schlimm es auf der Nachfolge-Messe "Retro-Classics" in Essen wird. Wenn man da auf die Homepage schaut, weiß man eigentlich schon Bescheid. Als Opel-Fahrer eher sinnlos.

    Und ob eine Techno-Classica als "Techno-Classica-Salon" in Dortmund eine Zukunft hat, muss sich erst zeigen. Wenn da eher volksnahe Autos behandelt werden, heißt das noch lange nicht, dass das Volk auch kommt. Aber da hätte ich eher Spaß dran.

    Schöne Grüße

    Dirk "Tausi" :wink:

    aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
    "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C

    • Neu
    • Offizieller Beitrag

    Volksnahe Autos wird es im weiten Feld nur bei den Clubs geben, wenn diese die kostenlos zum anschauen hinstellen können. Wenn man die Clubs noch mit Eintrittsgeldern, Standgebühren und Stromzählerkosten belastet, wird das arg abnehmen.

    Die Händlerstände sind so teuer, dass es sich kaum lohnt da "Volksnahe" Autos drauf zu stellen. Sin Messeauftritt kostet mit Personal, Transport, etc. n mittleres Vermögen und das holst nicht rein wenn du ein paar Opel oder VW auf den Stand zum Verkauf stellst...