Suche Stößelstange für A-Rekord 2,5 Liter 6 Zylinder (österreichische Version)

  • Fotos bringen klarheit vom äusseren zustand .

    Aber in erster linie , ausbauen und zerlegen ! Anstatt dich in die materie einzulesen , kannst du auch die glaskugel von Gundel Gaukelei befragen...

    Wenn du keine zeit für das hast , würd ich die finger davon lassen . Aber das ist ja nur meine meinung...

    Gruss Kurt

    Wohnort : 5108 Oberflachs / Schweiz

    div. P2`s und anderes Alteisen

  • Meiner (leider auch schlechten) Erfahrung nach, entsteht der Riss bei den Motoren seitlich in der Stößelkammer unten im Knick. Wahrscheinlich hast du den Seitendeckel ja eh schon ab, dann kannst du dort mal gucken.


    Meiner (leider auch schlechten) Erfahrung nach, entsteht der Riss bei den Motoren seitlich in der Stößelkammer unten im Knick. Wahrscheinlich hast du den Seitendeckel ja eh schon ab, dann kannst du dort mal gucken.

    Hallo Tausi,

    danke für den Input. Den Deckel hab ich unten, aber Motor ist noch eingebaut. Werd versuchen, ob ich was erkennen kann.


    Viele Grüße,
    Dragan

    Rekord B-Coupe 1.7S mit Schiebedach, Manta A 2.0S

  • Deshalb haette ich folgende Bitte:Kannst Du an Deinem Motor einmal nachschauen, ob dieser- eine erhaben gegossene "2,5" im Block hat,- rechts unten ein ovaler Blindflansch erkennbar oder gar ein abgedeckter Scheibenwischerantrieb vorhanden ist,- einen Oelfilter hat,- welche Motornummer er hat ?

    Hallo Klaus,

    die 2,5 hat er am Motorblock - zumindest bilde ich mir ein, dass ich diese gehen habe. Einen Ölfilter hat er auch.
    Ich werde nachsehen und versuchen, Fotos hoch zu laden. Dann könnt Ihr sicherlich schon mehr dazu sagen.

    Ich weiß nur, dass ich vor Corona einen Admiral A angeschaut habe und dieser hatte die selbe Maschine eingebaut. 2,5 L und 90 PS.
    Eventuell ist das eine ältere Version der Kapitän-Maschinen speziell für Österreich?

    Werd mich jedenfalls bemühen, heute Abend Fotos rein zu stellen.

    Gruß;
    Dragan

    Rekord B-Coupe 1.7S mit Schiebedach, Manta A 2.0S

  • Fotos bringen klarheit vom äusseren zustand .

    Aber in erster linie , ausbauen und zerlegen ! Anstatt dich in die materie einzulesen , kannst du auch die glaskugel von Gundel Gaukelei befragen...

    Wenn du keine zeit für das hast , würd ich die finger davon lassen . Aber das ist ja nur meine meinung...

    Gruss Kurt

    Servus Kurt,

    ich habe im Moment keine Zeit, was nicht heißt, dass ich im Herbst die Zeit nicht hätte. Und da ich mit diesem Typ Motor nicht vertraut bin, würde ich mich gerne etwas einlesen. Meine Meinung ist, dass dies sicherlich nicht von Nachteil ist, bevor ich mit dem Zerlegen anfange...

    Gruß,
    Dragan

    Rekord B-Coupe 1.7S mit Schiebedach, Manta A 2.0S

    • Offizieller Beitrag

    Know-how schadet nur dem, der es nicht hat... ;)

    .

    Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!

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    Wohnort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
    Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
    --------------------------------------------------------------------------
    Motto: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"

  • Hallo @Dragan,

    Opel hat die 2,6l- Maschinen aus steuerlichen Gründen für den Österreich-Export im Hubraum reduziert, auf 2,5l.

    Maßnahme: Bohrung 2mm reduziert = 83mm (2,6l = 85mm). Das ist eine einfache Sache und auch in Kleinserie

    ohne großen Aufwand umsetzbar.

    Durch die Verringerung des Hubraumes sinkt auch die effektive Verdichtung, sehr wahrscheinlich erklärt dieser

    Zusammenhang auch die relativ deutliche Minderleistung.

    Genaues siehst Du, wenn Du den Motor öffnest.

    Gruß,

    Alfred. H.

  • Hallo Dragan

    Also umbauen auf 2.5 CIH wäre schade.
    Gerade die letzten 6 Zylinder OHV Ausbaustufen sind sehr kräftig im Antritt aus tiefen Drehzahlen.
    Das kann der 2.5S CIH so nicht bieten.
    Obenraus ist das natürlich etwas anderes..

    Gruss Peter

  • Opel hat die 2,6l- Maschinen aus steuerlichen Gründen für den Österreich-Export im Hubraum reduziert, auf 2,5l.

    Ganz so einfach wäre das nun auch wieder nicht, denn immerhin würden ja dann auch passende Kolben benötigt. Was weiter gegen diese Theorie spricht, ist die erhaben gegossene Zahl "25" auf dem Motorblock.

    Da tendiere ich eher zu der Vermutung, daß es sich um Teil-Motoren für den Kapitän P 2,5 gehandelt hat, die mit Ölfilter und Hydrostößeln bestückt, dem laufenden technischen Fortschritt angepasst wurden. Allerdings finde ich es dann schon erstaunlich, daß Opel noch so lange passende Ersatzmotoren für die vor 1959 gebauten Uralt-Kapitäne bereit hielt, die von allen technischen Weiterentwicklungen der laufenden Motorenproduktion profitierten. Man hätte sich ja auch auf den Abverkauf von Restbeständen beschränken können. Doch so war z.B. ein Kaptän-54-Fahrer mit einem neuen Ersatzmotor in den 60ern fein raus, und bekam noch ein paar PS hinzu geschenkt. Beim Rekord 1,5-Liter war es ja analog genauso.

    Vielleicht erfahren wir ja noch, ob @Dragans Motor auch den Blindflansch für den Wischerantrieb und welche Motor-Nummer hat.

    Ach ja, an den inserierten österreichischen Kapitän A erinnere ich mich. Bis Mitte 65 müßten Kapitän- und Admiral A die gleichen 2,5-Liter-Maschinen gehabt haben wie die Rekord-6 er f. Österreich.

    @Dragan
    Literatur über den 26er-Motor hätte ich, auch für den alten 2,5er. Wie ausführlich soll das denn sein?

    Tschüß
    Klaus

  • Hallo Freunde des alten Blechs,

    ich stelle ein paar Fotos vom Motor ein (sind leider nur 4 geworden, weil das Mobiltelefon den Geist aufgab).
    Vielleicht kann man anhand der Bilder schon einiges zum Motor sagen...

  • ....die Kolben für diesen Exoten sind in meiner Kolbenliste aufgeführt, mit eindeutiger Zuordnung.

    Ich kann hier nur beitragen, dass 2,6l-Motoren (wie angegeben) durch Reduzierung der Bohrung

    auf 2,5l reduziert wurden.

    Sonst: Ist mir das ziemlich egal. Ob Außerirdische am Werk waren bezweifele ich, kann es aber auch nicht ausschließen.

    So long + IMMER MUNTER BLEIBEN: Auch bei Außerirdischen !!! (Es gibt viele davon, sie sind überall und: David Vincent hat sie gesehen !!!)

    Gruß,

    Alfred. H.

  • Gibt's Abmessungen von den Stößelstangen? Wenn die für Opel schwierig zu bekommen sind, gibt's die ggf. bei anderen Herstellern als Massenware...

    (Manchmal passieren interessante Sachen. Bei DKW / Auto Union sind die passenden VDO-Tankgeber seit einigen Jahren kaum noch zu bekommen, auch nicht mehr im Bootszubehör. Restbestände und sogar gebrauchte werden teuer bezahlt. Es ist der gleiche Tankgeber wie im VW Typ 3, und in der VW-Szene wird nachgefertigt... Wissen ist Macht!)

  • Ob Außerirdische am Werk waren bezweifele ich, kann es aber auch nicht ausschließen.

    Österreicher kann man vielleicht als Südbayern bezeichnen, aber noch nicht als Außerirdische.

    Ich kann zwar Bohrungen reduzieren, aber dabei bestimmt keine eingegossenen Ziffern auf "25" ändern!

    Was die Stößelstangen anbetrifft, hilft wohl nur nachmessen. Ein Stammtischkollege hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem und musste sich die passenden neu anfertigen lassen.

    Tschüß
    Klaus

  • ...nö, ist nicht schwer ! Wenn man 6 kleinere Kerne in den Formkasten steckt (Zylinder),

    dann kann man auch die Hubraummarkierung ändern ! Und: Bei sehr vielen Opel-Motoren

    ist das Negativ offenbar in den Kernkasten als kleines Schild eingeschraubt. Bei genauer

    Betrachtung kann man die Abdrücke der kleinen Schlitzschrauben am fertigen

    Motor noch sehen. Das schafft natürlich nicht jeder, erlaubt der Gießerei aber die Verwendung

    gleicher Gießwerkzeuge für die Außenkontur, bei z.B. unterschiedlichen Hubräumen.

    So ein Gießereipraktikum (eine Grundforderung vor Beginn des Maschinenbaustudiums, damals)

    hilft sehr zum Verständnis, wie der Prozess läuft. Das ist einerseits etwas anstrengend, warm, sandig

    + schmutzig, ist aber sehr zu empfehlen, wenn man wegen Gießens diskutieren möchte.

    Am besten ist noch: Die "Putzerei", hier wird der Rohling von allen Graten, Angüssen, + Verzweigungen

    befreit, die Flex ist Handwerkszeug Nr. 1. Wenn jemand Abwechslung in sein als "langweilig" empfundenes

    Leben bringen möchte, oder von Aliens träumt, könnte er dort Erlösung finden, ganz bestimmt !

    Robuste Kollegen mit dem Sinn für die wesentlichen Dinge des Lebens trifft er dort auch, die gern +

    unkompliziert helfen, auf den Pfad der Tugend zurück zu kehren.

    Gruß,

    Alfred. H.

  • Dem Inschinör ist nichts zu schwör

    .....Weil er nichts trägt
    und sich nur pflegt!

    Habe auch mal Maschinenschlosser gelernt und in Gießereien gearbeitet. Alles sehr interessant und macht Spaß!

    Aber wo bekommen wir Informationen über diesen Ösi-Motor? Wahrscheinlich wurden die nur den österreichischen Opel-Vertretungen überlassen.
    Nebenbei: Es gab auch beim CIH-Motor wieder einen 2,5-Liter für Österreich, mit 112 PS im Kapitän A. Dieser nahm schon gewissermassen die spätere Commodore-Maschine vorweg.

  • Es gab auch beim CIH-Motor wieder einen 2,5-Liter für Österreich, mit 112 PS im Kapitän A. Dieser nahm schon gewissermassen die spätere Commodore-Maschine vorweg.
    [/quote]

    Ja, aber das müsste einCIH-Motor gewesen sein, oder?

    Rekord B-Coupe 1.7S mit Schiebedach, Manta A 2.0S

  • Ja genau, das wollte ich damit sagen.

    Aber zurück zu Deinem Motor und den dankenswerterweise eingestellten Bildern:

    Oesi-Motor v Dragan.jpg Oesi-Motor v Dragan 2.jpg

    Hier (Pfeil) ist ganz deutlich der Blindflansch für den einstigen Scheibenwischerantrieb zu sehen. Mein 26er z. B. hat diesen nicht und ist an dieser Stelle glatt.
    Damit ist für mich schon so gut wie der Beweis erbracht, daß es sich bei den Gußblöcken der Österreich-Motoren um solche der alten Kapitän-Motoren für 6-Zylinder vor Bj. 59 handelt.
    Also nix mit improvisierter Kleinserie und Trickserei mit den Gießereien. Auch sonst hat Opel für jeden Hubraum erfahrungsgemäß immer jeweils eigene Gußblöcke verwendet, s. Vierzylinder.

    Ich wollte mit dieser Fragestellung ja auf ein ganz anderes Phänomen hinaus: Daß es für die uralten Kapitäne noch mit allen technischen Verbesserungen weiterentwickelte Ersatzmotoren gab.