Bremsen Teil II

      Hallo Gemeinde,

      um mal ein wenig Dampf aus dem Kessel zu lassen...

      Vor vielen Jahren habe ich mal eine launige Reisereportage gelesen, in der beschrieben wurde, wie irgendwo im westlichen Afrika ein Bremsenproblem behoben wurde. Ich zitiere mal aus dem Gedächtnis:

      >>Nach dem befüllen der Bremsanlage nahm der Mechaniker einen kräftigen Schluck aus der Flasche mit der Bremsflüssigkeit. Meinen völlig entgleisten Gesichtsausdruck kommentierte der freundliche Mechaniker folgendermaßen: "No worries, I used beer from Ghana, you can´t do that with our stuff!"<<

      Ob nun das Trinken des Bieres oder der Einsatz als Bremsflüssigkeit des einheimischen Gebräus gemeint war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern....

      Und bevor die Vertreter der reinen Lehre Amok laufen und mich schlachten: Das war ein WITZ!
      => Keine Experimente mit Bier in der Bremse! => Ist viel zu schad dafür!

      VG Martin
      Rekord P2: 1,7 Ltr.;, EZ 5/63; alabastergrau/schwarz; 2-türig, 12V - Umbau, Sicherheitsgurte vorn
      Triumph Stag: 3,0 Ltr. V8; EZ 9/72; damsonred; RHD
      @Manic Mechanic

      Hallo Klaus

      Manic Mechanic schrieb:

      Lieber Klaus,

      durch Deine, bereits jüngst von Dirk kritisierte Art & Weise, in jedem vermeintlichen Misthaufen herumzustochern, sich oft in Halbwissen festzubeissen und jedem Gerücht nachzugehen, egal ob relevant oder nicht, ist mir hier scheinbar zu früh der Geduldsfaden gerissen und ich habe Dir in diesem Falle Unrecht getan.

      Tut mit leid !

      Deine Verbissenheit und Renitenz hat jetzt aber dennoch dazu geführt, dass ich weiter nachgeforscht habe und auf berechtigte Gründe gestossen bin, die Deine Intention erklären.

      Okay, angenommen!

      Klar wird im Internet viel Falschinformation verbreitet, wovon sich manchmal auch die Fachwelt negativ beeinflussen lässt. Das habe ich in ganz anderen Fachgebieten ebenfalls feststellen müssen. Von diesem unsäglichen "Wikipedia" einmal gaz abgesehen! Die Leute glauben, sie könnten sich das Geld für ein gutes Lexikon oder eine seriöse Tageszeitung sparen, weil sie ja alle Informationen kostenls im Netz finden!

      Eines aber möchte ich klarstellen: Im konkreten Fall mit der Bremsflüssigkeit ging es nicht um Meinungsverschiedenheiten, sondern um etwas ganz anderes: Wenn jemand als Experte, für den er sich hält, auf eine konkrete Frage keine klare Antwort geben kann, dann sollte er auch dazu stehen und dies offen zugeben können, anstatt den Fragesteller mit Polemik zu überziehen und noch aus anderen Threads das unterste nach oben kehren.

      Wer beruflich mit Kraftfahrzeugen zu tun hat, braucht nicht zu glauben, dass er deshalb zwangsläufig mehr von alten Autos verstehen müsse als jemand, der sich 40 Jahre lang in seiner Freizeit damit beschäftigt hat. Niemand sollte sich anmaßen, eine Grenze zwischen "Halbwissen" und "Vollwissen" ziehen zu können, den allwissend kann niemand sein.

      Ich habe hier lediglich eine Entscheidungshilfe gesucht, ob es sich lohnt, auf Silikonbremsflüssigkeit unzusteigen. Doch auf meine Fragen und Bedenken ist niemand konkret eingegangen. Das hat nichts mit "Renitent" oder "verbissen" zu tun, hier und dort nochmal nachzuhaken. Wenn ich lediglich lese, dass alle Welt davon begeistert sei und alle es toll finden, eine nachvollziebare technische Begründung jedoch ausbleibt, dann reicht mir das ganz einfach nicht aus, um eine Entscheidung zu treffen. @FloridaBoy-Stephan hat berichtet, dass nach seinen Erfahrungen die Bremsanlagen mit Silikonbremsfüssigkeit im Schnitt besser weggkommen. Das ist zwar ein gewisser Anhaltspunkt, mir jedoch noch zu pauschal, zumal ich die Fahrzeuge und deren Betriebsbedingungen nicht kenne. Dem steht entgegen, dass meine RBZ im Schnitt 15 Jahre halten, bei Verwendung herkömmlicher DOT 4.

      Nach allem was ich bisher gehört habe, sehe ich derzeit keine Verablassung, auf Silikonbremsflüssigkeit umzusteigen.

      Tschüss
      Klaus
      Hallo zusammen !

      Wenn ich das richtig sehe, dann ging es in diesem Faden konkret um Michaels Bremsenproblem.

      Meine Beiträge und Informationen bezogen sich deshalb auf rein sachlicher Ebene ausschliesslich auf Michaels Fragen und den allgemeingültigen Kontext ...

      ... und zwar bis zu dem Moment, wo ständige hochemotionale und themenfremde Einwürfe ein recht unübersichtliches Durcheinander entstehen liessen.


      @altopelfreak
      Hallo Klaus,

      Du musst zugeben, dass Deine kritisierten Beiträge hier komplett an falscher Stelle stehen und leider gar nichts mit Michas Problem zu tun haben.
      Lediglich dieses Durcheinander sorgt für Verdruß.
      Du hast auch gar keine konkreten Fragen an ganz bestimmte Leute gestellt.
      Allgemeine Fragen oder solche nach persönlichen Dingen, habe ich absichtlich nicht beantwortet, weil sie eben gar nichts mit Michaels Problem zu tun hatten.

      Vorschlag zu Güte:
      Warum eröffnest Du keinen eigenen Fred zu dem Thema, das Dich interessiert und fragst da auf einer sachlichen Ebene nach den für Dich relevanten Informationen oder wenn Du meinst, dass es Dich weiterbringt, auch nach Erfahrungen und Meinungen Einzelner.
      Ich bin mir sicher, jeder der helfen kann, wird dann, im Rahmen seiner Möglichkeiten, auf Deine Fragen eingehen.

      Davon mal abgesehen hat bisher niemand hier versucht, Dich zur Verwendung von DOT5 Bremsflüssigkeit in Deinen Autos zu bekehren, sondern nur sachlich zu informieren.

      Für den sach- und fachgerechten Einsatz eines Betriebsstoffes nicht relevante Informationen und Forschungsergebnisse, werden von der herstellenden Industrie auch nicht an Fachkreise (in den Betrieben und im Aubildungswesen) weitergegeben.
      Für die Konstruktion und Entwicklung gelten da sicherlich andere Präferenzen.
      Was wir nicht wissen, eben weil es irrelevant ist, können wir daher auch weder weitergeben, noch diskutieren.

      Bei vorschriftsmässigem Einsatz von DOT5 ist, im Gegensatz zu den glykolbasierten Produkten eine relevante Anlagerung von Wasser im System ausgeschlossen und damit auch resultierende Korrosionsschäden.

      Bei erwiesener oder ausreichend erprobter Materialverträglichkeit am jeweiligen Fahrzeug gibt es auch keinerlei sonstige Probleme, wie Undichtigkeiten oder Funktionsstörungen durch quellende Gummiteile.

      Wenn Entlüfternippel mit Gefühl und Regelmässigkeit jährlich betätigt werden, sind auch hier keine Schäden zu erwarten.
      Das ist von einem technisch versierten Amateur bequem leistbar und bedingt auch keinen jährlichen Wechsel der Flüssigkeit ...

      Die teuren Systemkomponenten sind unter diesen Bedingungen quasi unbegrenzt haltbar.
      Ausdrücklich ausgenommen, sind Verschleiss von Gummi-Funktionsteilen, Alterung von Gummileitungen, sowie äußere Korrosionschäden an starren Leitungen, aus eisenhaltigen Metallen, an Alltagsfahrzeugen.

      Mehr relevante Informationen gibt es zu dem Thema einfach nicht und damit werde auch ich mich nicht mehr weiter dazu äußern.

      @cbxmicha

      Ich hoffe, das war für Dich auch noch verwertbar.
      Im Prinzip hatten wir es bereits alles schon einmal ...

      Lieben Gruß
      Klaus
      @Manic Mechanic sowie alle anderen Kommentierer meines Posts, nochmal ganz herzlichen Dank für Eure Antworten, ganz gleich, inwieweit auf mein Thema eingegangen, also Fragen zur Sache beantwortet wurden, oder weitergehend und über den Einsatz des verfügbaren Portfolios an Bremsflüssigkeiten

      Wie ich bereits schrieb, ich lese fleissig mit, und ziehe die Informationen für mich raus die ich brauche, um mir eine Meinung bilden zu können. Dabei ist es durchaus auch interessant, mal über den "Tellerand des notwendigen" zu schauen, selbst wenn das für den Normalschrauber eher nebensächlich bis nicht wichtig ist. Denn wir scheinen hier so einige Leute mit mal mehr, mal weniger fundiertem wissenschaftlichem Hintergrund zu haben, ich finde es höchst interessant, auch mal hinter Türen schauen zu dürfen, die besagtem Normalo ansonsten verschlossen bleiben.

      (Edit: z.B. dachte ich bisher, Gummi ist dicht! und war dann doch erstaunt als ich gelesen habe, dass es das nicht ist, und Wasser, wenn auch in Geringstmengen, durchlassen kann)

      Was meine zukünftige Bremsflüssigkeit, auch hinsichtlich einer nun wohl doch bevorstehenden Totalrevision angeht, weiss ich noch nicht, da werde ich noch ein paar Nächte drüber schlafen. Für mich erst mal wichtig zu wissen, warum meine Bremse spinnt, und wenn ich das herausgefunden habe sehen wir weiter :drink002:

      Sicherheitsdatenblatt DOT5 Bremsflüssigkeit

      Einen haben wir noch .....

      Was wir offiziell über DOT5 wissen:
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      altopelfreak schrieb:


      M.hW. ist für Opel-Modelle ab P1 DOT 4 ausdrücklich freigegeben und diese Bremsflüssigkeit gibt es ja nicht erst seit gestern.


      meines wissens gab es DOT 4 noch nicht als der P1 erfunden wurde. wer soll das denn wann freigegeben haben? die opelwerke in den 1980er jahren als der P1 auch schon 20 jahre alt war...? ein traum...
      Spassfrage: welchen Grund könnte es haben, dass DOT 3 noch vertrieben wird...?
      DAS habe ich beim googeln in einem anderen Forum gefunden. Genau das Thema, mineralisch oder Silikon, wird parallel wohl auch in anderen Oldie-Foren diskutiert. Das ist zwar nun eine eher hausbackene und pragmatische Erklärung, für uns "Normalos" könnte das aber fürs erste genügen - unsere wissenschaftlich orientierten Mitglieder können hierzu aber bestimmt noch ergänzen:

      "DOT4 hat hoeheren Siedepunkt und greift eher Dichtungen/Gummi an. Zudem soll die hygroskopische Wirkung (also die Eigenschaft, aus der Umgebungsluft Wasser aufzunehmen) geringer sein als bei DOT3. Der Siedepunkt von DOT3 langt allemal aus beim X (zumindest im strassenmaessigen Einsatz, fuer Rennfahrzeuge kommen eh andere Bremsanlagen mit Automatik-Entlueftern usw. zum Einsatz). Mischen kann man DOT3 und DOT4 bedenkenlos."

      Quelle: project-x19.de

      Inwieweit unsere Opel-Bremsen durch die angeblich höhere Aggressivität des DOT4 betroffen sind vermag ich mangels Wissen nicht zu sagen. Der zitierten Aussage entnehme ich, dass wir DOT3 verwenden können und das für den vorgesehenen Einsatz unserer Fahrzeuge wohl durchaus ausreicht (das wurde hier im Fred ja auch schon bereits erwähnt)
      Wenn DOT 4 für den Rekord A freigegeben ist, dann auch für den P1. Ggfs. geschah das wie so oft - rückwirkend. Denn die maßgeblichen Bremsenteile für P1 und Rek. A sind gleich. Ich kann aber nochmal in den Unterlagen nachschauen, wenn jemand es genauer wissen möchte. Wann genau DOT 4 herauskam, weiß ich momentan nicht, aber auf jeden Fall vor 1971.

      Tschüß
      Klaus
      Moin,
      ich fahre im Rek. B auf Empfehlung von ATE (technischer Kundendienst) die Sorte DOT 4 Typ 200. Ursprunglich wurde der Wagen mit DOT 3 befüllt, aber damals (vor 12 Jahren) gabs die Flüssigkeit kaum noch. Außerdem haben sich die Materialien (Schläuche, Dichtungen, etc.) seit 1965 verändert. Schaut mal auf die Homepage von ATE. Heute würden sie DOT 3, die Herstellervorgabe empfehlen. Letztendlich muß jeder selbst entscheiden was er nimmt. Für mich ist DOT 4 Typ 200 stimmig.

      Gruß

      Michael

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      Um mal zum ursprünglichen Thema das erste Feedback zu geben:
      Die Verbindungsstange vom Bremspedal zum HBZ war in der Tat (danke für den Tipp) viel zu fest, heisst, der Kolben des HBZ konnte wohl nicht in seine Ruhestellung zurückkehren, ich vermute mal, dass dadurch die Rücklaufbohrung nicht oder nicht ganz freigegeben wurde. Das könnte in der Tat wohl zu den Problemen mit der festen Bremse geführt haben. Ich habe die Stange bestimmt einen Zentimeter in den Halter eindrehen können, bis ein (hier irgendwo genanntes) Spiel von ca. 1mm erreicht war. Mehrmalige Überprüfung, die Feder des HBZ scheint den Kolben wohl nun weit genug zu drücken, da das Spiel konstant bleibt.

      Ich Dödel hab dann noch vergessen, die Bremstrommel des abgenommenen Rads wieder draufzumachen, als ich das Bremspedal drückte, um das Spiel zu überprüfen. Nun darf ich die Bremse nochmal komplett entlüften, nachdem ich den RBZ wieder zurück gedrückt und gesäubert hatte.

      Nun prüfe ich das Ganze noch am WE in unserem dann leeren Industriegebiet, bis zum nächsten Aufenthalt in Gustavsburg in 4 Wochen werde ich mir die komplette Bremsanlage neu bestellen und den HBZ überprüfen und revidieren, nach dem Einbau ist dann hoffentlich Ruhe

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      Hallo Micha,

      das sind doch top Nachrichten.

      Wenn Du damit den Fehler gefunden hast und das Problem lösen konntest, lasse es bei einer sorgfältigen Überprüfung/Einstellung der gesamten Bremsanlage durch Fachleute bewenden.

      Teile, Leitungen und Schläuche, die bereits kürzlich erneuert, instandgesetzt oder revidiert wurden, müssen jetzt nicht grundlos nochmals erneuert werden.

      Das Geld kannst Du woanders sinnvoller einsetzen.

      Falls aber noch irgendwo altes, zweifelhaftes Material sitzt, wirf es bei der Gelegenheit unbedingt raus !
      Dann hast Du die gesamte Anlage im bestmöglichen Zustand, ohne noch mal blind alles neu kaufen zu müssen.

      Gruß
      Klaus

      Neu

      @Manic Mechanic @Gartetalbahn

      Hallo Günther, umso mehr fühle ich die Bestätigung in dieser Ursache, da der Fehler erst bei warmgefahrener Bremse auftrat, also nach ca. 10km, und die Bremse sich nach erkalten wieder löste. Trotzdem danke für den Hinweis, und den Herrn Korinthis Kakis mit seiner krankhaften Erbsenzähleritis lassen wir mal aussen vor, ich will ja irgendwann mal mit diskutieren können, ohne mich zu blamieren, und bin dankbar für jeden Hinweis

      :examen002: :thumbsup:

      Hallo Klaus, ich bin jetzt erst mal froh dass ich den Fehler vermutlich mal mindestens eingrenzen konnte. Da ich hier wohl Versäumnisse oder Unkenntnis des Vorbesitzers aufarbeiten muss, tausche ich lieber ein Teil mehr aus als eins zuwenig. Radbremszylinder nur vorne rechts neu, andere 3 Räder undicht, fast alle Bremsleitungen neu, aber zB die lange bis zur HA nicht, ich werde zumindestens jedes Teil ausbauen und prüfen bzw die RBZ und restlichen Leitungen erneuern, ggf. nochmal die Schläuche, falls nicht von ATE, sch.... auf die 300 oder 500 Euro, Sicherheit geht vor. Die neue Bremsflüssigkeit kommt beim entlüften immer noch angeschwärzt unten raus, umso mehr ein Grund alles zu zerlegen bzw. trotzdem einen Blick in den HBZ zu werfen, zumal Alfred mir u.a. empfohlen hat die Feder zu überprüfen und den (bereits besorgten) Bremslichtschalter vorsorglich auszutauschen.

      Bremse einstellen hab ich mit @Jörg_250SE penibel gemacht (und dadurch viel bei ihm gelernt), sodass beim TÜV Bestwerte auf der Bremsrolle waren, das dürfte inzwischen BaU sein.

      :auto1:

      Viele Grüsse
      Micha

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „cbxmicha“ ()

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      Hallo Micha,

      keine Frage, Du machst das schon ganz genau richtig.

      Ich halte es nur für sehr wichtig, nicht blind drauf los zu reparieren, sondern vor dem Beginn einer Reparatur die genaue Fehlerursache zu kennen und gezielt beseitigen zu können.

      Die hast Du jetzt gefunden und beseitigt.

      Zusätzlich alle Komponenten zu zerlegen, genau zu kontrollieren und alles, was nicht 100% top ist direkt in Ordnung zu bringen, schafft bestmögliche Sicherheit, die -wie hinlänglich thematisiert- gerade bei der einfachen Einkreisanlage ganz wichtig ist.

      Ich wünsche Dir gutes und schnelles Gelingen, damit Du demnächst die Fahrten mit Deinem Opel unbeschwert geniessen kannst.

      Grüße aus Dortmund
      Klaus

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      cbxmicha schrieb:


      Die Verbindungsstange vom Bremspedal zum HBZ war in der Tat (danke für den Tipp) viel zu fest, heisst, der Kolben des HBZ konnte wohl nicht in seine Ruhestellung zurückkehren


      Hallo Micha,

      aber genau das hatte ich doch mehrfach geschrieben. Nur wollte mich ja keiner ernst nehmen. Mit Korinthenkacker hat das nichts zu tun, sondern es erschien mir aufgrund der gemachten Erfahrung am wahrscheinlichsten.

      Tschüß
      Klaus

      Neu

      Und wer es jetzt immer noch nicht glaubt, hier:



      Es war ein wunderschöner Tag im Frühsommer 1987 in Karlsruhe: Zu dieser Zeit strebte der Oldtimer-Boom seinem bis heute nicht wieder erreichten Höhepunkt entgegen. Auf dem alten Meßplatz an der Durlacher Allee fand ein großes Treffen unter dem Motto "Rock'n Roll und Petticoat" oder so ähnlich statt, veranstaltet vom Karlsruher Fifties-Club, es spielten namhafte Bands und die ganze Süddeutsche Ted-Szene war stilecht mit ihren Fahrzeugen vertreten. Unsere Opels natürlich mittendrin!

      Da hatten wir uns kurz abgesondert, um in der Nähe von Bad Herrenalb einen verlassenen Commo A-2türer(sehr selten) zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin passierte dann genau das, wie bei @cbmicha : Mit jedem Tritt auf die Kupplung blockierte die Bremse! Mein Freund am Steuer aber kannte sich aus, denn er war ein waschechter Alt-Opel-Vollblutschrauber. Wie schon erzählt, behalfen wir uns mit den unter der Fußmatte aufgefundenen Überresten eines toten Kabelbaums, womit wir das Pedalgestänge notdürftig auseinanderbinden und nach etwa 10 Minuten weiterfahren konnten.

      Auf dem Rückweg überholten wir noch diese bezaubernde junge Dame mit ihrem Commo A GS/E:



      An der nächsten Ampel konnten wir sie überzeugen, uns zum Treffen zu folgen und uns Gesellschaft zu leisten. Es wurde noch für uns alle ein sehr schöner Abend.

      Ach ja, der seltene Commo A 2-türer wurde in der darauffolgenden Woche für kleines Geld erworben und danach hergerichtet.

      Tschüß
      Klaus

      Neu

      @altopelfreak
      Moin Klaus,
      hatte ich jetzt nicht in Erinnerung, dass Dich diesbezüglich keiner ernst genommen hat, ich habe den "Tipp" ja auch in meinem Feedback erwähnt, wobei ich, ich wiederhole mich, für jede kleine Idee dankbar war. Im nachhinein, die Zahl der Teile der Bremsanlage ist endlich, und somit auch die Möglichkeiten für den Fehler.

      Da ich den ausgebauten HBZ, den ich mir als Ersatz hinlegen werde, noch nicht für die Überholung zerlegt und somit noch nicht reingeschaut habe, noch die Frage: Die Feder darin drückt den Kolben ja in eine Ruhestellung. Wird diese beim Opel durch einen Anschlag begrenzt und festgelegt, oder übernimmt das die Feder, die in diesem Fall dann 100%ig i.O. sein muss, um den Kolben an die richtige Stelle zu drücken, was ich fast vermute? Wie ich nun feststelle, war eine (durch falsche Einstellung - ) fehlerhafte Ruhestellung wohl für das Malheur an meiner Bremse verantwortlich.

      @Kapi ich hab leider zuwenig "chemisches" Wissen, was kann denn bewirken, dass neue Bremsflüssigkeit schwarz wird, wenn man DOT4 statt DOT3 (mischen ist ja angeblich zugelassen) verwendet? Ich hätte da jetzt eher auf alte Reste im HBZ getippt (den ich ja nochmal ausbauen und gründlich spülen will), bzw System

      Viele Grüsse
      Micha