Lenkung versagt

      Nabend zusammen,

      hab die Sache genauer inspiziert und folgende Fotos gemacht.

      20190610_144735.jpg
      Wenn mann genau hinschaut sieht man noch die Kronenmutter über der Durchführung liegen.

      20190610_145020.jpg
      Hier ist das Gewinde etwas abgeplattet, wo normalerweise die Mutter sitzt.

      Alles aber kein Grund warum die Mutter sich lösen sollte. Ich vermute das hier kein Splint mehr gesessen hat. Was bedeutet, das ich das bei der Überprüfung vor 4 Wochen übersehen habe :popo: :haue003:
      Oder der Splint hat sich zwischendurch verabschiedet, was nicht unmöglich aber aus meiner Sicht nicht sehr wahrscheinlich ist.

      Das wird jetzt erstmal zusammen geschraubt, damit der wieder lenkbar ist. :auto1: Wenn ich die Bremse instandgesetzt habe kommt der nochmal auf die Bühne und das Ganze wird sorgfältig kontrolliert. :search:


      Gruß aus Werl und immer sicher bleiben
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,

      Schorni schrieb:

      Ich werde da schnellstens nochmal dran gehen und Splinte verwenden.Hab nach zusammen bauen leider die Splinte Löcher nicht gefunden.


      Kann auch sein, daß die Mutter mal mit eingesteckten Splinten abgedreht wurde und die Durchstecklöcher mit den Resten der Splinte verstopft sind. Habe noch nie einen Kugelkopf aus der Modellreihe ohne Splinte gesehen.

      Gruß Winfried

      Kapi schrieb:

      durch die sich lösende mutter muss der kegel ja irgendwann mal angefangen haben zu klappern,
      beim überfahren von unebenheiten mindestens,
      kann mir schlecht vorstellen, dass sich das nicht bemerkbar macht. oder klappert da noch mehr..


      Hallo Kapi,
      da hat nichts geklappert, bis Sekunden bevor das passiert ist. Da hat es kurz hintereinander 2, 3 mal geklappert. Ich hatte dann sofort das Gas weggenommen und abgebremst.
      Mit dem Bremsen hat sich dann wohl auch das rechte Rad quer nach innen gedreht und blockiert.
      Das war alles innerhalb von max. 10 sek.

      Da gab es keinerlei Anzeichen zuvor. Alles ruhig
      und normal beim Lenken
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,

      Ich vermute das hier kein Splint mehr gesessen hat.
      Rudi


      Hi Rudi
      überleg doch mal, wer zuletzt an der Kronenmutter geschraubt hat. Der hat nämlich deinen Splint vergessen einzuschrauben. Moderne Werkstätten arbeiten nicht mehr mit Splinten sondern mit Stopmuttern.
      Opel 1.3Ltr, 1934, 2 Türer Cabrio
      Opel P1, 1958, 2 Türer Limo
      Au weia =O
      Ich hab s gerade erst gelesen Rudi.
      Mensch, da können wir ja froh sein, dass ihr noch unter uns weilt.

      Guck dir bitte auch die Radaufhängung an.
      Wenn sich das Rad plötzlich bei (wie schnell ?) km/h quer stellt,
      ist das was ganz Anderes, als wenn man langsam bis zum Anschlag einlenkt.
      Schöne Grüße

      Dirk
      "Tausi" :wink:

      aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
      "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C
      In dem man sie a) nicht richtig fest zieht oder b) zu fest zieht, sprich, durchzieht, wobei man beides merken sollte.
      Ich habe aber auch schon Leute gesehen, die haben Polystopmuttern drauf gedreht, bis sie nicht mehr weiter gingen weil der Kugelkopf sich durchdrehte und statt den gegen zu halten, war dass für die dann gut und die fuhren mit losem Konus und klappernden Spurstangen zum TÜV.
      Und das auf allen 6 Köpfen...
      Hallöchen, ich hab mir heute nach Feierabend Splinte besorgt und hab mich gleich dran begeben.Hab die Löcher gefunden und muß gestehen die Warnung von euch hat mich dazu getrieben,das schnellstens zu erledigen.
      Ich hab die Kronenmuttern an beiden Seiten 1 1/2 Umdrehungen wieder fest gezogen.Das Gestänge zum Spur einstellen,hatte wie ich erkennen mußte auch keine Splinte,das heißt,die Löcher waren zu,weil die Kronenmuttern scheinbar einfach los gedreht worden sein mussten und somit den Splint weggerissen,wo Mal was an der Spur gestellt wurde.Na ja,dabei hab ich noch ein leicht defektes Gummientdeckt,der Kugelkopf von dem Teil ließ sich nur noch sehr schwer bewegen.Hab es komplett erneuert.

      Danke nochmal für den Hinweis des Risikos,sonst wären die Teile immernoch ohne Splinte
      Grüße aus der Volmestadt Hagen :wink:
      Ich hatte mal an einem B-Kadett den Fall... dass das Kugelgelenk fest gesessen ist und dadurch die Drehung im Kegelsitz erledigt wurde.
      Da sich der Kegel drehte aber die festgerostete Kronenmutter nicht, hat es den Split abgerissen.
      Somit hat sich dann das Gewinde immer mehr bei den Lenkbewegungen ausgedreht.
      Dies wurde aber wie angesprochen durch ein Schlagen in der Lenkung gerade noch früh genug erkannt.
      Also auch OBACHT wenn`es in der Lenkung knackt. Das ist nicht immer das Lenkgetriebe oder die Handgelenke!
      Gruß ToSchi
      Mit den Menschen ist es wie mit den Autos.
      Laster sind schwer zu Bremsen.
      :eek002:
      (Heinz Erhardt)
      Wenn ich das Handbuch richtig gelesen habe werden die Kronenmuttern mit umgerechnet 39 Nm angezogen. Kommt mit zwar recht wenig vor, aber so steht es da. Ist ja wenig mehr als Handfest.....
      Ist das der korrekte Wert?

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,
      ja, bitte mach das so.

      Durch die Kegelwirkung (1:10) entstehen relativ hohe seitliche Vorspannungen (radial), die den Kegel sehr gut fixieren.

      Dieses ganze Thema ist mit Schrauben, Schraubensicherungen, Splinten und anderem Kram schon gut gesättigt, wenn die Teile

      in Ordnung sind: Zieh korrekt an und gut. Ist alles kein Hexenwerk. Mutter fest > gut !! Wenn Du sehr penibel bist und das Nachziehmoment

      nach einiger Zeit überprüfst, stellst Du fest, dass das kleiner ist, als der Erstanzug. Das ist normal: der Kegel setzt sich bei Querkraft,

      rutscht etwas tiefer in die Bohrung > Normalkraft unter der Mutter nimmt ab. Paradox: die ganze Verbindung sitzt fester !!

      Zu dieser Erkenntnis hat es lange gebraucht, nicht jeder hat sie verstanden.....es ist aber nun mal so !

      Gruß und munter bleiben !!!

      Alfred. H.
      Hallo Alfred, danke für die Antwort. Habe das erstmal nur soweit fixiert das ich wieder lenken kann. Jetzt steht das Auto wieder im Carport und morgen werde ich das Lenkgestänge komplett reinigen und überprüfe das Ganze.
      Eine gute mittlere Stange hab ich hier. Die seitlichen Kugelgelenke müsste ich wenn notwendig einkaufen. Mal sehen.
      Der Bremsschlauch rechts muss definitiv neu, der hat sich aus der Vercrimpung gezogen und suppt wenn Druck ansteht.

      Learning the hard way....

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,
      wegen Bremsschläuchen, die gibt es aus dem Hause ATE neu, dort solltest Du Dich bedienen (meine Meinung).

      Gruß und Spruch zur Situation: Vor den Sieg haben die Götter den Kampf gesetzt. Ist so.

      Dieses Programm: Lenkgelenk springt raus, knöpft raus …..und andere unschöne Ereignisse sind Versuchsinhalt in jeder

      Automobilentwicklung, schon länger.... kenne ich irgendwoher. Du bist beim P1 überlebender Pionier....freue mich. dass Du + Deine Gemahlin

      das unbeschadet überstanden haben. Eine Empfehlung, ganz ohne Klugscheißerei: Diese alten Kisten hatten ein bewegtes Leben,

      sieh Dir bitte jedes sicherheitsrelevante Detail an und prüfe es, nicht nur durch Besicht, sondern mit dem Drehmomentschlüssel,

      dem Schraubenschlüssel oder vergleichbar, handfeste Methode !. Erzählt wird viel, eine gesicherte Grundlage ist wichtig !!!

      Gruß + behalte den Spaß an der Sache !!!

      Alfred. H.