Dosenlackierung

      Dosenlackierung

      Hallo an die Gemeinde.

      Ein Bekannter möchte sein Olly mit 2K Spraydosen schrittweise lackieren. :dash:
      Also z.B. Kotflügel, dann Türen und Seitenwand.
      Meine Frage an die Runde ist.... Taugen die Dosen überhaupt was ?
      Kann mir vorstellen dass das Zeug nicht gut glatt verläuft. :nein:
      Ich kenne nur das altbewährte mit Becherpistole.
      Falls schon jemand mit den Dosen lackiert hat ? wie ist die Erfahrung ?
      Danke für Antworten

      Gruß ToSchi
      Mit den Menschen ist es wie mit den Autos.
      Laster sind schwer zu Bremsen.
      :eek002:
      (Heinz Erhardt)
      Wenn er preiswert will, warum mietet er sich nicht einfach eine Lackierkabine in einer Do-it-yourself Werkstatt?
      Den Wagen vorher zerlegen und vorbereiten und per Trailer hinbringen und dort lackieren, das kann er dort auch mit den Einzelteilen machen.
      Ich hab das ohne Lackierkenntnisse mal vor 35 Jahren mit einem B-Manta gemacht, das Ergebnis war bis auf eine Nase gar nicht schlecht.
      Wenn er sich das nicht zutraut, wirds mit Dosen erst recht nichts, zumal ich mir nicht vorstellen kann dass das bei der Menge an Dosen die er dazu braucht sehr viel günstiger wird.

      Alternativ könnte er eine Garagenlackierung mit Haushaltskompressor und Pistole machen. Rundum nasse Betttücher aufhängen die den Staub binden, und los gehts. Haben wir mal mit einem T2 gemacht. Ergebnis naja, wir nannten ihn hinterher Orange.

      Ganz ehrlich? Wer einem so altehrwürdigen Fahrzeug nach vielleicht schon aufwendigen Reparaturen mit Spraydosen oder Hausmittelchen zu Karosse rückt, spart am falschen Ende
      das ist sein Auto, das darf er auch selber lackieren, nur danach rumheulen ist nicht

      Ich empfehle Belton/Molotow aus dem Graffitibereich mit verschiedenen Caps. Damit habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, beispielsweise eine mattschwarze Haube sah danach wirklich aus wie vom Lackierer. Das hat mir aber keiner geglaubt :D
      Ich glaube, dass sowas nur auf kleinen Flächen gut aussieht.
      Also bei modernen Autos mal ne Aussenspiegel-Kappe,
      oder n Tankdeckel. Mein Käptn ist untenrum auch mit Sprühdose gelackt.
      War als Student damals halt so, sieht man aber auch, lebe ich mit.
      Ich konnte ja nicht damit rechnen, dass ich den 23 Jahre später noch habe... :zwinker1:

      Spraydosenlacke haben weniger Farbpigmente als Profi-Lacke. Die sind also quasi dünner, weil sie mit immer weniger werdendem Druck noch aus der Dose fliegen sollen. Man braucht also mehr Durchgänge für die gleiche Deckung. Die Düsen sind nicht einstellbar, der Druck ist nicht konstant. Das alles steht einer gleichmäßigen, größeren Fläche entgegen. :thumbdown:

      Ich muss aber auch dazu sagen, dass mein Kenntnisstand älter ist. Von Graffiti-Farben habe ich quasi gar keine Ahnung. Vielleicht sind die Farben aus der Spraydose ja heutzutage besser... ?(
      Schöne Grüße

      Dirk
      "Tausi" :wink:

      aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
      "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C
      Aber ich denke, auch preislich sind Dosenlacke deutlich teurer, gerade wenn man 2 Komponenten Lack haben möchte. Zu etwas anderem würde ich auch nicht raten, die 1K Lacke halten nicht so viel aus. Aber..

      Tausi schrieb:

      Ich glaube, dass sowas nur auf kleinen Flächen gut aussieht.
      Also bei modernen Autos mal ne Aussenspiegel-Kappe,
      oder n Tankdeckel.


      dem stimme ich vollkommen zu: Gerade, wenn's mal drum geht, der Zündspule etwa 'nen neuen Anstrich zu verpassen, ist Dosenlack die erstbeste Wahl. :D

      Grüße
      Tamino
      Yamaha SRX 600 - Opel Rekord B Coupé - Honda Wave 110i
      Wenn man Talent hat schafft man das auch mit Dose! Mein Schrauberkumpel kann sowohl mit Pistole als auch mit Dose super umgehen.
      Ich würde Deinem Kumpel aber auch eher zur Garagenlackierung mit Pistole raten.
      Und am besten lösemittelhaltigen 2K Lack und nicht diesen neumodischen Wasserlack verwenden!
      1989-90 Kadett C 1,6S Carav.
      1990-90 Rekord D 1,9S 4TL
      1990- Rekord A 1,7S 2TL
      1991-93 Vauxhall Chevette 4TL
      1993- Rekord C 2,0S 2TL
      1994 - Kapitän PL
      2002-09 Rekord E2 1,8i
      2009-16 BMW E34 520i Lim&Touring
      2016- Omega B 2,2 Carav.
      2017- MB W110 200D
      Als Karosseriebauer, musste ich auch einiges gut lackieren und weiß daher schon ei paar Dinge.

      Also im Normalfall sind Spraydosen immer 1K....es sei denn im inneren in eine Membran die man zerstechen muss oder so das der Härter in den Lack kommt das es ein 2 K (Komponenten) wird.

      Ich behaupte auch, das man egal wie gut man schüttelt, das Gemisch nie 100%ig mischt, als wenn man es einzelnd in den Pott kippt und rüht.

      Man kann Schrittweise lackeren, ABER es kann vorkommen das man dann mal etwas dünner oder dicker aufträgt, da die Spritzdüse ebend nicht so gut aufträgt wie von einer Profipistole.
      Außerdem lässt der Druck nach,das Spritzbild wird gröber und ggf, wenn du nicht aufpasst spuckt sie zum Schluß ODER du musst immer einen Teil der Dose wegschmeißen um kein Risiko einzugehen.

      Achja und meistens sind Spraydosen auf die Menge gesehen oft teurer als Profilacke aussm Pott.
      Fahrzeuge
      Astra H Caravan schwarz 2009

      Kadett C Signalgrün 1979
      Commodore A coupé silber 1967
      Rekord P1 2 türig,Faltdach ,Koralle/Alabastergrau Bj 1957

      Simson Schwalbe Rot/weiß 1985
      Kreidler Florett silber/beige1966
      DKW Hummel Standartblau 1957
      Ich lasse mir meine Sprühdosen im Fachhandel mischen und abfüllen. Die Farbe ist etwas dicker, lässt sich gut verarbeiten und deckt sehr gut. Aktuell
      habe ich das Blech unter der vorderen Stoßstange in Arbeit. Dies habe ich gestern Abend noch lackiert und heute morgen schnell noch einen Blick drauf
      geworfen. Mit dem Ergebnis bin ich wieder super zufrieden. Die Dose kostet um die 14 Euro, es lohnt sich aber.
      Dateien
      • Dose.jpg

        (364,39 kB, 31 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Grüße von Günni aus Hagen :wink:

      Opel Rekord P2 4TL 1700ccm EZ 1962
      NSU Fox 125ccm BJ 1951
      NSU Fox 125ccm BJ 1952
      Demm Ping Pong 50ccm BJ 1976
      Wohnort: 58099 Hagen
      Rapido Confort Matic BJ 1982

      Danke für Eure Meinungen... die auch meine ist.
      Ja wenn es mal um ein Kleinteil geht, sollte so ne Dose reichen.
      Mein Kumpel hat nun mal ein alten Kotflügel der bei Ihm rumlag ( vom Golf ) probeweise Mintgrün lackiert. :eek002:
      Da muss ich schon sagen... auf den ersten Blick nicht schlecht.
      Aber !! durchgängig nicht schön verlaufen und irgendwie kein schönen Glanz. Eher seidenmatte Orange.
      für ein Golf würde es reichen) :zwinker1: :wut002:
      Ich hab ihm jetzt meine geliebte SATA Becherpistole und den Kompressor dazu ausgeliehen.
      Er hat selbst eingesehen dass ein gescheiter 2-K Lack z.B. Standox besser ist.
      Wenn ich früher ein Auto lackiert habe, wollte ich im ausgetrockneten Lack im Spiegelbild eine Zeitung lesen können.
      Dann ist das auch echt ne geile Sache.
      Habe Ihm zwar angeboten die Karre zu lackieren, er möchte es aber selbst aus Überzeugung tun.
      Wenn er schon ein Oldy fein macht... dann selbst. :daumen1:
      Finde er hat recht damit und was ich eigentlich auch so halte.
      Gruß ToSchi
      Mit den Menschen ist es wie mit den Autos.
      Laster sind schwer zu Bremsen.
      :eek002:
      (Heinz Erhardt)
      Die abgefüllten Dosen, haben den Vorteil einen sehr guten und feinen Srühkopf zu haben.
      Dosen immer leicht erwärmen, Leicht, dann gibt es weniger Probleme mit Lackläufer. Das zu lackierende Teil sollte auch etwas warm sein. Und den Garagenboden nass machen, weniger Staub.Die Sraydose immer von links nach rechts in Bewegung halten, von oben nach unten arbeiten. Die erste Schicht, das Teil komplett leicht mit Farbe annebeln, nicht versuchen das Teil auf einmal zu lackieren.seitlich auf das zu lackierende Teil schauen, dann sieht man ob schon genug Farbe drauf ist ( Glanz da, genug Lack an der Stelle) . Muss danach noch Klarlack aufgetragen werden, sollte der Basislack gut und lange abgetrocknet sein, sonnst gibt es milchige Flecken. Aber nicht vergessen Spraydose bleibt Spraydose. Meine Erfahrung mit Spraydosen.
      Gruß Ingo aus 71083 Herrenberg/Württemberg , Opel Rekord PII Limo L 4 Türig mit Faltdach.
      Also ich muss dazu sagen, ich habe mit der Rolle bessere Ergebnisse erzielt. Wenn Du Deinen Farbton noch irgendwo in Kunstharz kriegst, tut es eine Lackrolle bestens.
      Hinterher den Lack nass durchschleifen, 500er, 1000er und dann 2000er. Zum schluss mit Polierpaste... machen in den USA einige Läden prinzipiell so, glänzt super.
      Allerdings schweine viel Arbeit und an den Knaten musst du furchtbar vorsichtig sein.
      Mit der Dose lackieren muss ich mich vielen Vorrednern anschließen, das wird nicht ohne Sprühnebel gehen auf größeren Flächen.
      Lackieren ist nicht so schwer, ich finde allerdings, die Vorarbeiten sind das A und O. Wenn es da aalglatt ist, geht das Lackieren von alleine.
      Gruss

      HK-56 schrieb:

      Hallo, wir reden doch nicht über Rollen, bei den Oldis.
      Komplett falsch hier!
      Gruss HK

      wieso? habe ich 1985 schon bei meinem P1 praktiziert, wenn gut nachgeschliffen wird ist es glatter und glänzender als der dünne farbauftrag aus der dose.
      und kunstharz ist bei den oldies eh original drauf gewesen... einfach mal ausprobieren.
      Bei meinem damaligen Rekord A habe ich auch das Dach mit Sprühdosen in royalblau umlackiert. Ich brauchte dafür 5 oder 6 Stück große Dosen, die ich beim Farbenhändler bestellen konnte. Den Rekord A bekam ich in lapisblau einfarbig, doch ich wollte unbedingt einen zweifarbigen Opel haben und andere Lösungen ließen mein Budget nicht zu. Diese Farbkomination gefiel mir schon immer besonders gut:

      Rekord A 1984 a.jpg Rekord A 1984 b.jpg
      Von weitem betrachtet sah es ja ganz passabel aus und es genügte meinen damaligen Ansprüchen. Doch lange währte die Freude ohnehin nicht, denn ein Jahr später wurde das Auto Opfer eines unverschuldeten Totalschadens.

      Tschüß
      Klaus
      Manchmal ist der "Gefällt mir - Knopp" irgendwie blöd.
      Mir gefällt der Beitrag zu diesem Thema,
      mir gefällt, dass auch direkt Bilder dabei sind,
      aber nach dem Wort "Totalschaden" kann ich den Knopp nich drücken... :hmm:
      Schöne Grüße

      Dirk
      "Tausi" :wink:

      aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
      "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C
      Moin Dirk

      Mach doch, und kommentiere dann warum du den eigentlich nicht gedrückt hättest.

      Wilms Wohnort 48691 Vreden
      Wilms Fuhrpark
      hoffentlich demnächst: P II Schnelllieferwagen 1500 Bj 63
      Olympia Rekord 1500 Bj 57
      Volvo B 10 M Knickgelenkbus
      VW Sharan
      Hyundai H1
      Bei "Totalschaden" wirds mir sowieso ganz anders. Starre Lenksäule, kein Sicherheitsglas, plus oft meistens in diesen Baujahren fehlende Gurte, da braucht man ein starkes Sternum. Ich mag nicht dran denken, und passe meine Fahrweise an. Ich hoffe, "Totalschaden" bedeutet in diesem Fall Fahrer heil geblieben