Jumpstarter 6 Volt oder Alternativen?

      Jumpstarter 6 Volt oder Alternativen?

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      Hi Leute,


      als ich neulich unterwegs war (hier in Lettland immer mit Licht) hab ich mein Auto nur 4-5 Minute mit Licht stehen lassen. :floet002:

      Danach hatte ich den Eindruck die Batterie ist platt.

      Der Anlasser drehte sich nur noch sehr muehsam und erst beim gefuehlten letzten Versuch vor Aufgabe sprang mein Schaetzchen an.

      Noch mal Glueck gehabt, aber man kann ja auch mal Pech haben... :rolleyes002:


      Also habe ich mal geguckt, wie man sich selber helfen kann - z.B. mit sogenannten Jumpstartern, also mobile, tragbare Geraete, die genug Saft haben um damit Starthilfe zu geben.

      Jumpstarter gibt es ja so einige auf diversen Internetplattformen, aber keiner mit 6 Volt.

      Sollte meine Batterie mal platt sein, kann ich (inbesondere hier) nicht auf den ADAC warten, der vielleicht 6 Volt Starthilfe geben kann.

      Ich weiss ja, dass einige ihr Auto auf 12 Volt umgeruestet haben, aber so hoch ist bei mir der Leidensdruck noch nicht...


      Weiss irgendjemand von einem 6 Volt Jumpstarter oder wie wuerdet Ihr Euch helfen?

      Sollte ich vielleicht eine zweite 6 Volt Batterie aufgeladen im Kofferraum mitfuehren?
      mit besten Grüssen aus Nord-Ost


      Bernd

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Bernd1970“ ()

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      Hallo Bernd,

      mein Schrauberfreund, der in den 60ern bei Opel Kfz-Mechaniker gelernt hat, sagte mir, dass sie früher "immer" die 6 Volt Fahrzeuge mit 12 Volt Batterien gestartet haben.
      Nachdem meiner im Frühjahr auch 2x mit leerer Batterie da stand, habe ich nach anfänglicher Weigerung einen 12 Volt Jumpstarter eingesetzt.
      Allerdings bei wirklich fast leerer 6 Volt Batterie. Das gibt schon direkt einen größeren Spannungsabfall. Mit 2 Personen. Der eine schließt die Starthilfe an und im gleichen Moment startet der andere den Wagen. Sofort nach dem Anspringen wird die Starthilfe dann wieder abgeklemmt.
      Bei mir hat es danach keine Ausfälle von Instrumenten, Motoren oder Lampen gegeben.

      Allerdings hatte ich auch darauf geachtet, so wenig 6 Volt-Verbraucher wie möglich einzuschalten, um die Gefahr einer Schädigung dieser zu minimieren.
      Kein Licht, keine Innenleuchte, kein Bremslicht beim Starten, kein Gebläse- und Scheibenwischermotor, kein Radio.
      Es hätten also "nur" Tankuhr, Ladekontrollampe. Öldruckkontrollampe, Zündspule, Lichtmaschine + Regler, Magnetschalter, Anlasser und der 6V auf 12V-Wandler fürs Radio geschädigt werden können.
      Opel Rekord P1 - 1500 - Limo 2-türig royalblau - EZ 1960

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      Hallo Bernd,

      Du bist sicher das Batterie und Ladestrom ok sind?
      Ich habe ein Problem mit Warmstart (Anlasser klang nach entleerter Batterie) gehabt und nach den Einbau neuer Kabel war das Problem wie weggeblasen.

      Ansonsten habe ich bei einer kurzen Suche bei Tante G. Fa. Axhess und Fa. Ceteor gefunden, die sowas im Programm hatten/haben.
      Aber Preise, da treibt es einem das Wasser in die Augen. Dafür könnte man den ADAC aus Deutschland anreisen lassen.

      Die kostengünstige Alternative wäre kein Licht anlassen... ;)

      Gruß aus Werl
      Rudi

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      Koralle60 schrieb:

      Ansonsten habe ich bei einer kurzen Suche bei Tante G. Fa. Axhess und Fa. Ceteor gefunden, die sowas im Programm hatten/haben.


      Moin

      Da habe ich auch schon mal nachgesehen und bin zu dem Ergebniss "hatten" sie gekommen.Eine Anfrage bei unserem örtlichen KFZ Teilehandel brachte das Ergebniss: Ja gibt es als Werkstattgerät, kostet aber im untersten vierstelligen Bereich.

      Wilms Wohnort 48691 Vreden
      Wilms Fuhrpark
      hoffentlich demnächst: P II Schnelllieferwagen 1500 Bj 63
      Olympia Rekord 1500 Bj 57
      Volvo B 10 M Knickgelenkbus
      VW Sharan
      Hyundai H1

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      Moin Bernd,

      Mit 12 volt kurz überbrücken ist kein Problem.
      Wie hier schon geschrieben, dabei alle Verbraucher aus und mit 2 Leuten.
      Das ist natürlich nur eine Notlösung und darf nicht zum Dauerzustand werden. Bei mir war die Batterie durch gewesen.
      Nun zu Deinem Problem.
      Generell springen unsere Autos mit 6 volt müheseeliger an als die 12 volt Autos. Ist klar.
      Nach einer längeren standzeit braucht mein p1 auch ein wenig länger um zu starten.
      Sonst bin ich super zufrieden damit.
      Wenn deine Strom komponenten alles mitteinder vernünftig arbeitet, spielt das keine Rolle ob du in Lettland mit Licht fahren mußt. Der Saft zum starten muß da sein.
      Kontrolliere mal dein Massekabel ob dieser auch am blanken Metall verschraubt ist. Das tut beim neuen Lack zwar weh aber das muß sein.
      Wenn dein Wagen wieder länger orgelt um zu starten, fasse danach mal dein Massekabel an. Wenn das Ding heiß ist, dann hast dein Wagen keine richtige Masse und das führt beim ständigen startversuch zum Leistungsabfall deiner Batterie. Wenn das Band lauwarm ist, dann ist gut.
      Falls du dann immer noch Probleme beim Starten hast, dann liegt es ehr am benzinsystem und deren Komponenten.
      Ich denke hier wird noch mehr zu geschrieben.
      27321 Thedinghausen. Opel Rekord P1 (12/57)

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      Hab das Problem mit dem langen Orgeln anders (und wirksam) gelöst: Habe auf 12 Volt umgebaut und den Anlasser mit 6 Volt dringelassen. Funktioniert seit Jahren sehr gut, da kurzfristig auch eine höhere Anlaßdrehzahl vorhanden ist. Der Grund für den Umbau ist aber hautsächlich das Problem mit meinem Anhänger gewesen, da bei 6 Volt kein richtiges Licht hinten ankam. Die Anhängerlampen glichen Grablichtern. Seitdem ist alles viel besser geworden.

      Gruß Winfried

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      mein Schrauberfreund, der in den 60ern bei Opel Kfz-Mechaniker gelernt hat, sagte mir, dass sie früher "immer" die 6 Volt Fahrzeuge mit 12 Volt Batterien gestartet haben.
      Nachdem meiner im Frühjahr auch 2x mit leerer Batterie da stand, habe ich nach anfänglicher Weigerung einen 12 Volt Jumpstarter eingesetzt.
      Allerdings bei wirklich fast leerer 6 Volt Batterie. Das gibt schon direkt einen größeren Spannungsabfall. Mit 2 Personen. Der eine schließt die Starthilfe an und im gleichen Moment startet der andere den Wagen. Sofort nach dem Anspringen wird die Starthilfe dann wieder abgeklemmt.
      Bei mir hat es danach keine Ausfälle von Instrumenten, Motoren oder Lampen gegeben


      Ja, so habe ich das 20 Jahre lang mit 6V-Autos gemacht, die lange (über Winter) gestanden haben. Sprangen sehr gut und ohne langes Orgeln an.

      Bis zu dem einen Tag: die 12V-Batterie schon (gleichzeitig mit der 6V-Batterie) angeklemmt, da kam ein wichtiges Telefonat, was etwa 3 Minuten dauerte. Anschließend ins Auto, Zündschlüssel gedreht, und BÄMM!

      Die 6V Batterie war explodiert (beim VW sitzt die unter der Rückbank, welche ich natürlich ausgebaut hatte). Ich selbst war voller Batteriesäure, auch im Gesicht, ebenso war die (originale, einwandfreie) Rückenlehne voller Säure. Ein Nachbar, der den Knall gehört hat, hat mir dann geholfen, und mir das Gesicht abgewaschen.

      Was war passiert? Die ziemlich leere 6V-Batterie hat sich in den 3 Minuten ordentlich bei der 12V-Batterie bedient, und es hatte sich jede Menge Knallgas gebildet.

      Seitdem mache ich solche Sachen nicht mehr, und habe höchsten Respekt vor Autobatterien, und trage nun auch häufiger eine Schutzbrille...

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      ...das sind viele Erfahrungen zu schlechten Anspringen, Bernd1970 hat aber ein anderes Problem. Er schreibt, dass

      sein Fahrzeug schwer startet, wenn er nur 5 oder 10 Minuten zuvor das Fahrlicht eingeschaltet läßt.

      Das ist kein 6V-Problem. Der Wagen MUß in dieser Situation starten, wenn die Batterie geladen und in Ordnung ist,

      die Kabelage und alle anderen Beteiligten funktionieren.

      Mach mal einen Versuch: Lade die Batterie mit einem normalen Ladegerät voll auf.

      Warte eine Stunde

      Schalte das Licht für ca. 15Min. an Entnahme ist ca. 100W, entspricht 17A, geteilt durch 4 > ca. 4AH, 77AH hast Du, die werden zwar angegriffen, aber mehr als

      Aufgerundet 10AH hast Du nicht entnommen, dabei. 66AH sind übrig.

      Startet die Bude jetzt ?

      Wenn nicht > Batterie nicht voll geladen oder defekt.

      Bis Anfang der 60ger wurden Regler verbaut, die leider nicht beide Kenngrößen der Elektrik unabhängig voneinander "erkennen" konnten.

      Bei hoher Stromentnahme regelt der Regler leider auf niedrige Spannung, bei den einfachen Reglern der Opels wirken Strom und Spannungsinfo auf eine gemeinsame

      Spule (Regelelement). Ergebnis: Fallende Kennlinie, hoher Strom + hohe Spannung können niemals gemeinsam erreicht werden.

      Bei hoher Stromentnahme (Licht) > mäßige Spannungsregelung. Wenn das der dauernde Betriebszustand ist, wird die Batterie niemals voll geladen.

      Später wurden Regler mit Variode eingesetzt, die den Strom unabhängig messen und begrenzen.

      Wenn ein Regler älterer Bauart verbaut ist, wird Deine Batterie bei Fahrt mit Licht niemals korrekt voll geladen, schade, eigentlich.

      Deshalb meine Frage nach der Regler-Bauart.

      Gruß + munter bleiben !!!

      Alfred. H.

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      Hi und danke fuer die Tipps.

      Sobald ich meinen Opel wieder habe, werde ich Bilder vom Regler machen! (nur so zur Sicherheit - wo sitzt der denn? :floet002: :denk1: )

      Nach meinem Kabelbrand (kuerzlich berichtet) lasse ich ein paar Kabel ersetzen, was seine Zeit braucht, da es keine vorgefertigten Teile hier gibt.

      Das sollte aber wirklich bald getan sein.

      Den Tip mit dem evtl. lackiertem Kontakt werde ich natuerlich auch gleich pruefen.
      mit besten Grüssen aus Nord-Ost


      Bernd

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      Überbrücken mit 12V ist beim P1 mit ausgeschalteten Verbrauchern dank mechanischer Uhr kein Problem. Überbrückungskabel möglichst kurz während des Startvorgangs an die Batterie an die Batterie halten, damit die nicht überkocht. Also am besten zu zweit.

      Beim P2 bitte vorher das Kabel von der Uhr abziehen. Die mag 12V überhaupt nicht ...
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken

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      Koralle60 schrieb:

      Der Regler sitzt - in Fahrtrichtung gesehen - an der linken Seitenwand.


      Soooooooooo...

      Opelchen ist wieder Zuhause. Das hat immerhin schon Mal geklappt. Auch wenn ich das Gefühl habe,, dass hinterm Dashboard Zeugs klappert, dass da eigentlich nicht klappern sollte ..

      Na das gucke ich demnächst Mal...

      Und jetzt hier die Bilder von den Relais.

      Meine Schrauber sagten, dass der Anlasser so schwer dreht würde daran liegen, dass die Lager des Anlassers Spiel hätten...
      Naja, ne kaputte Batterie wäre ja zu einfach gewesen...


      Ansonsten bin ich heute zwei Stunden durch die Gegend gefahren und gewöhne mich so langsam an meine Zeitkapsel. ;)
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      mit besten Grüssen aus Nord-Ost


      Bernd

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      Hallo Bernd,
      diese Beitragsreihe hast Du begonnen, mit der Aussage, Dein P starte sehr schlecht, wenn er nur ein paar Minuten mit eingeschaltetem Licht gestanden häbe.
      Nun gibt es die Aussage, dass der Anlasser sich schwer täte, weil seine Buchsen ausgeschlagen wären.
      Es gibt keine rationale Erklärung in dem Sinne, dass sich abgenutzte Buchsen im Zusammenhang mit kurzer Beleuchtungsdauer technisch auswirken.
      Sicherlich ist es auch so, dass eine Überspannungsquelle (12V-Batterie) den Anlasser Deines Wagens zu erhöhter Betriebsamkeit "veranlassen".
      Wenn der Wagen in Ordnung ist, dann startet er auch mit der 6V-Anlage. Den Quell der Störung mußt Du suchen, ehe eine Abhilfe greifen kann.
      Ohne Analyse > ist keine vernünftige Maßnahme zu definieren.


      Mach doch einfach ein paar Versuche:

      - andere, zweifelsfrei neue oder neuwertige Batterie einbauen
      - Spannungsabfall prüfen, beim Starten, zwischen Batteriepol + und Anlasser + (Kabel ??)
      - Dito, am Massekabel (Kabel ??)
      - Massekabel zwischen Aufbau und Motor kontrollieren (sitzt normalerweise am Getriebe)
      - Ladespannung kontrollieren (Dein Reglerschalter sieht aus, wie ein Variodentyp, scheint aber schon mal geöffnet worden zu sein)
      - Anlasser ausbauen und Zustand untersuchen

      Wenn Du aus dem Reich der Fabeln und Sagen herauskommen willst, dann bleibt Dir das nicht erspart.

      Gruß,

      Alfred. H.

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      Hallo zusammen,

      seit ich die Optima 6V Batterie habe, kenne ich - selbst nach längerem Orgeln - kein zähes mühsames Drehen des Anlassers mehr ... die Batterie hat richtig Power, kann ich nur empfehlen. Optisch ist sie halt nicht standard 8)

      de.optimabatteries.com/de-de/products/redtop/detail/rt-s-21/

      ersetzt aber erstmal nicht Alfreds Checkliste.


      viele Grüße
      Jürgen
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      zarapp schrieb:


      Optisch ist sie halt nicht standard 8)



      Wenn das Ding auch nur ansatzweise hält, was Du versprichst, ist sie auf jeden Fall eine Überlegung wert. Was kostet solch ein Teil? Bekommt man Schluckauf, Durchfall oder grüne Pickel beim Preis? Was nach meiner unmaßgeblichen Meinung auch eine Überlegung wert wäre: Man könnte doch ein Attrappen-Gehäuse drumherum bauen oder die Batterie in ein leer(geräumt)es Gehäuse einer ausgedienten, originalgetreuen Batterie setzen. Hier im Forum gibt es bestimmt Maniacs und Edelbastler, für die so etwas eine Fingerübung und Herausforderung gleichzeitig wäre.
      Mit dem Dremel winkt
      der Harry