Rasseln und scheppern bei ganz gezogenem Choke

      Rasseln und scheppern bei ganz gezogenem Choke

      Neu

      Mein Rekord hat, wenn ich den Choke bis zum Anschlag rausziehe, die Tendenz zu scheppern und zu rasseln. Woran kann das liegen? So vom Eindruck her klingt es so als würde das Geräusch aus dem Armaturenbrett kommen. Aber der Vergaser ist ja nicht weit enfernt. Hat jemand ne Idee?

      Neu

      Rekord 2009,

      die Chokeeinrichtung an den alten Opel-Vergasern ist vorsintflutlicher Natur. Die Chokeklappe wird durch den Bowdenzug "hart" geschlossen, gleichzeitig wird

      die Drosselklappe (Gasregulierung) etwas geöffnet. Einzig und allein ein kleiner Querschnitt (Federklappe in der Chokeklappe) ermöglicht noch Luftzutritt.

      Sinn der ganzen Sache ist es, den Druck unterhalb der Chokeklappe so weit zu senken, dass das Hauptdüsensystem reichlich fördert.

      Das tut es auch umgehend und mehr als genug, deshalb springt der Motor auch gut an, fängt aber auch sofort an, sehr rotzig zu laufen und erzeugt schwarze Abgase.

      Dieser Betriebszustand ist nicht in Ordnung und nicht gewollt ! Sofort nach dem Anspringen "mußt" Du den Chokeknopf so weit wieder eindrücken, dass der Motor gerade noch

      "rund" läuft. Alles Andere grenzt an mißbräuchliche Benutzung, weil die sehr rustikale Chokeeinrichtung den Motor praktisch mit Benzin flutet.

      Spätere Generationen von Opel´s haben mit den Solex-Vergasern bessere Chokes bekommen, aber auch die müssen so bedient werden, wie oben angegeben.

      Im Vergleich zu modernen Autos ist das alles archaische Technik, wenn Du Dich darauf einläßt und die Eigenarten berücksichtigst, wirst Du dennoch Freude dran haben

      und keine Probleme bekommen, einfach = gut, (Opel ist sehr einfach, die Gleichung mit sehr einfach = sehr gut geht aber nicht immer auf).

      Choke: Nur so viel, wie unbedingt nötig, zuviel ist von Übel !

      Gruß,

      Alfred. H.

      Neu

      Hallo Rekord2009,
      das Rasseln und Scheppern ist oft Begleiterscheinung des "rotzigen" Motorlaufes, wenn er zu fett ist (Choke voll betätigt).

      Dann neigen die Verbindungen zum Motor (Choke-Bowdenzug, Heizungszug, Gasgestänge, Kupplungsgestänge, Pluskabel....)

      zum Klappern an der Karosserie, den Durchführungen, wegen Spiel, Kontakten unter dem Armaturenbrett...usw. Heutige Autos sind in diesem Punkt wesentlich sorgfältiger
      gestaltet, jedenfalls ist das bei VW so. Fast alle Züge / Kabel u.ä. ist mit einer Schaumstoffhülle umfaßt, um Klappergeräuschen vorzubeugen.

      Die alten Kisten haben z.B. bei den Bowdenzügen billigstes Material (Runddrahthülle, z.T. ohne jede Ummantelung), das sieht nicht nur ziemlich
      lieblos aus, sondern rostet zudem auch noch sichtbar. Eine Umhüllung mit Schrumpfschlauch verbessert die Optik ganz erheblich, die Isolierung
      möglicher Kontaktstellen zum Blech vermeidet Klappern. Alle Durchführungen müssen mit Tüllen versehen werden. Auch die Schlauchdurchführungen der
      Heizung sind so ein Punkt.
      Ziemlich unverfroren ist auch die Anbindung der Benzinleitung (Stahlrohr) direkt an die Benzinpumpe (vom Tank zur Pumpe). Das ist eine "erstklassige"
      Körperschallbrücke. Hier sollte man einen Schlauch als Übergangsstück einsetzen, Länge ca. 10cm, dann ist das akustisch und mechanisch einigermaßen entkoppelt.
      Alte Regel: Jede "offene Stelle" zum Motorraum (auch wenn sie sehr klein ist) führt zu hochfrequentem Schalleintrag in den Fahrgastraum, Scheppern,
      Ventiltickern, Rauschgeräusche von den Reifen, Ansauggeräusch, Getriebegeräusch, Ausrücklager.....
      Wenn Du den o.a. Punkten nachgehst und sie abstellst, wirst Du Dich sehr wundern, um wieviel angenehmer das bereinigte Klangbild sich anhört.

      Gruß,

      Alfred. H.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Alfred. H.“ ()