Ersatzteilbestimmung / Dichtungsringe

      Ersatzteilbestimmung / Dichtungsringe

      Hi Leute,


      leider mussten wir nach der letzten Ausfahrt feststellen, dass das Auto noch leicht Öl verliert.

      Leider so viel , dass das bei der technischen Abnahme beanstandet wurde, ich will aber auch nicht die Umwelt versauen.

      Jetzt haben meine Schrauber mal drei Bilder gesendet, nähere Informationen sind leider "lost in Translation" :denk1:


      Vielleicht erkennt ja einer von Euch, welche Teile hier ersetzt werden müssen?

      Ich würde ja vermuten, die eine ist die "Öldichtung Hauptantriebswelle ", das andere könnte ja die Getriebedeckeldichtung sein...

      Aber bevor ich jetzt 'wie der Blinde die Farbe bestelle' , wollte ich mal die Experten hier fragen ;)




      :danke1:
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      mit besten Grüssen aus Nord-Ost


      Bernd
      Also 2 Sachen erkenne ich sofort. Die simmeringe/wellendichtringe am getriebe Ausgang und der für die schaltwelle. Letzteres bin ich noch am grübeln.
      Für den Wechsel vom Ausgang dichtring muß die kadanwelle ab. Schaltwelle ist schon etwas freaky im eingebauten Zustand. Das hat der rolo super hinbekommen und hier gepostet.
      Am besten das getriebe komplett rausnehmen und schön alles abdichten. Da geht es an der schaltwelle gemütlicher. Mache ich gerade am a Rex getriebe.
      27321 Thedinghausen. Opel Rekord P1 (12/57)
      wa 0010 zeigt den Bereich: Getriebe an Kupplungsgehäuse.

      Das Getriebe muß raus, sonnst kommst Du hier nicht dran.

      - richtige Dichtung verbauen, zwischen Getriebe und Kupplungsgehäuse, Opel hat hier am P2 mal geändert, es ist aber bei den alten Wagen nie sicher, was
      im Laufe der Zeit hin oder her gebaut wurde..
      - Dichtring zwischen Eingangswelle und Kupplungsführung erneuern (das ist ein schmaler Ring, sieht sehr sonderbar aus...)
      - den dünnen Ring unter der Kupplungsführung erneuern (Papierdichtung)
      - auf die richtige Einbaulage der Federscheibe achten
      - den Dichtring der Schaltwelle erneuern
      - den Dichtring Getriebeausgang an Kardanwelle erneuern
      - das Spiel zwischen Kardanwelle und Getriebeausgang mal fühlen, Kardanwellenbuchse o.k. ??

      Der Wellendichtring am Getriebeausgang ist ein Teil mit Blechmantel. Das ist eine uralte Bauweise...

      Gruß,

      Alfred. H.
      Hi Leute,

      DANKE!!! erstmal fuer die schnelle Antwort.

      Getriebe kommt jetzt also erstmal raus.

      Haette ich wohl gleich parallel zum Motor abdichten machen lassen sollen :rolleyes002:

      NAja, aus Erfahrung wird man klug.

      Guck jetzt mal bei Opel Classic Parts und die ueblichen Verdaechtigen, was ich so finde. :thumbup:
      mit besten Grüssen aus Nord-Ost


      Bernd
      Wenn es nicht zu schlimm ist, würde ich mich echt fragen, ob sich der Aufwand allein deshalb lohnt.

      Mir ist es noch nie gelungen, ein Motor- oder Getriebegehäuse so einwandfrei abzudichten, dass der TüV zufrieden gewesen wäre. Die damaligen Dichtungen und Fertigungstoleranzen lassen das wahrscheinlich gar nicht zu. Oder es gibt eine Geheimtrick, den mir noch niemand verraten hat.

      Aber was solls, es hält zumindest den Marder ab.

      Tschüss
      Klaus

      Getriebedichtungen, Info

      Hallo Bernd,

      hatte gerade etwas Zeit und kann Dir einige Infos geben. Das anhängende Bild zeigt den Umfang, den Du brauchst.

      1) das ist der Dichtring zwischen Kupplungsführung und Kupplungsgehäuse 61,6 x 55,6 x 0,5, Mat. Papier, Opel: 6 68 601

      2) das ist die Öldichtung für die Hauptantriebswelle / Kupplungsführung, Opel: 7 14 301, gibt es als Nachfertigung

      3) das ist der Dichtring für die Schaltwelle > handelsübliches Normteil, Mat. NBR 13 x 26 x 7 gibt es in heutiger Qualität "überall"

      4) das ist der Dichtring für den Austritt der Kardanwelle > handelsübliches Normteil, Mat. NBR > mit Schutzlippe 33 x 50 x 10 "überall"

      5) die Deckeldichtung unten, Dreigang, Opel: 7 30 888

      6) Dichtung zwischen Kupplungsgehäuse + Getriebegehäuse, beim P1 normalerweise Opel: 7 02 286

      7) das Nachfolgeteil, P2 ab Fg.Nr. + alle CIH - Viergang-Ausführungen: Opel 7 02 288

      Die Unterschiede betreffen nur die Breite am Durchtritt der Schaltstangen. Wenn Dein Wagen schon mal einen anderen Motor bekommen hat
      kann das anders sein (also die neuere Ausführung drin)

      Tip: Ich würde keinen alten Komplettsatz kaufen, das Gummimaterial ist oft verhärtet. Dort ist auch noch eine Dichtung zwischen Getriebegehäuse
      und Endstück enthalten, die brauchst Du aber nur, wenn alles zerlegt wird.

      Die Simmeringe gibt es sicher auch in Nordost (SKF / CR / Dichtomatik….)

      Teil 2 gibt es nachgefertigt bei diversen Quellen, habe damit aber keine Erfahrungen.

      Teil 1 kann man gut selbst fertigen...

      Gruß + frohes Schaffen !

      Alfred. H.
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      Soooo,
      Meine Schrauber haben das Getriebe jetzt rausgeholt und sind mitten drin statt nur dabei ;)

      Die konnten ein paar Ringe in passenden Größen besorgen.

      Bis jetzt läuft die OP wohl ganz gut...
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      mit besten Grüssen aus Nord-Ost


      Bernd
      Hallo Alfred, du kennst dich doch auch bei Dichtungen bestens aus. Ich bekomme meinen Getriebedeckel partout nicht dicht. Evt habe ich bei der selber geschnittenen Papierdichtung die Schraublöcher auch zu groß gestanzt, denn es kommt deutlich auch an den Schrauben raus. Kann ich statt Papier auch das 4mm Korkmaterial von Reinz nehmen?

      Neu

      Hallo Hendrik,

      hatte Deine Frage glatt vergessen. War eben im Keller und habe mal die Originaldichtung: Getriebe / Blechdeckel gemessen.

      Das ist ein recht steifes Papiermaterial von ca. 1,5mm Stärke. Wahrscheinlich ist das absichtlich so steif, um den Blechdeckel

      zur Versteifung des Gehäuses heranzuziehen. Das Getriebe selbst ist wieder so eine Opel Konstruktion: Unten offen. Das ist jetzt bei einem

      alten P nicht das große Problem, …..beim Commodore (ab GS, ähnliche Konstruktion) hat Opel aber dann einen Gußdeckel verwendet und den schubfest verstiftet.

      Das ist ein Hinweis auf kleine Bewegungen zwischen den Bauteilen. Mit der Originaldichtung bekommst Du das dicht und die Schrauben auch fest, bei Kork

      kann das anders aussehen. Silikondichtmasse beidseitig angewendet sollte Dein Problem lösen. Bei Bermuda-Dreiecken (Eckstoß, z.B. Ölwanne) ) hat es sich als günstig erwiesen.

      das Dichtmaterial aufzutragen, die Teile leicht zu fügen und erst nach Eintreten des gummiartigen Zustandes nachzuziehen. Damit erreicht man eine "Vorspannung"

      des Silikongummis. Wenn man gleich voll anzieht, drückt man das Silikon einfach raus > keine Vorspannung, nur Haftung. Vielleicht hilft Dir dieser Hinweis.

      Gruß,

      Alfred. H.

      Neu

      Hallo Alfred,
      habe das 2mm-Material aus Gummi-Kork von Reinz verwendet und wie von dir nun beschrieben auch beidseitig mit Dirko eingestrichen. Ich habe dieses Mal die Schraublöcher mit 5mm bewusst eng gehalten (M6-Schrauben). Die Schrauben habe ich zusätzlich mit Loctite gesichert. Bis jetzt alles dicht, aber gefahren bin ich noch nicht. Aber danke für deine Meinung, dann lag ich ja nicht so falsch.