Stoßdämpfer - was passt?

      Stoßdämpfer - was passt?

      Nachdem mir hier schon so viele gute Tipps gegeben wurden, frage ich mal weiter:
      Ich brauche für mein B-Hörnchen auch ein paar Stoßdämper und will da etwas strafferes als im Original. Wo ich welche direkt für den B-Rekord her kriege weiß ich,
      nur gibt es auch Stoßdämpfer von anderen Modellen, die passen? Eigentlich ändert Opel ja so schnell nicht so viel?
      Gruss... Euer Barny
      Hatte im C Rekord vorne rote Koni, ursprünglich für Chevrolet Camaro. Hinten Koni Gelb für Manta B (mit geänderter Staubschutzkappe).
      An sonsten passt zumindest vorne eigentlich alles, was auch für Rekord C passt (Bilstein, Kabayablablabla Gas etc.) auch in Rekord A / B.
      Bei manchen Dämpfer muss jedoch die Öffnung im unteren Querlenker minimal minder Feile geweitet werden. Ist aber wirklich minimal
      Wer später bremst ist länger schnell...

      1963 Opel Rekord A 2TL auf E36 Chassis (im Aufbau)
      1986 BMW E28 525e

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „pat...“ ()

      Schau im Netz nach KYB. Die haben Rekord A und später in den Vergleichslisten. Die Gas-Adjust (oder so ähnlich) sind schön straff, langlebig und erfreulich günstig. Einmal die richtige Nummer recherchieren und dann googeln. Die gibt es bei allen möglichen Online Teilehändlern billig.

      Viele Grüße,
      Marcus
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken

      schaper schrieb:

      Schau im Netz nach KYB. Die haben Rekord A und später in den Vergleichslisten. Die Gas-Adjust (oder so ähnlich) sind schön straff, langlebig und erfreulich günstig. Einmal die richtige Nummer recherchieren und dann googeln. Die gibt es bei allen möglichen Online Teilehändlern billig.

      Viele Grüße,
      Marcus

      Hallo Marcus,
      also soo günstig finde ich die KYB nicht, liegen bei 50-60 euro pro Stück... da kostet Monroe die Hälfte. Und mit denen hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht.
      Allerdings gibt es die KYB ja als Öl- und Gasdruck. Sind die Gasdruck denn deutlich straffer?
      Die Gasdruck-Dämpfer sind richtig gut und ihr Geld mehr als Wert. Ehrlich gesagt: wenn Du nur 30 Euro für einen neuen Dämpfer ausgeben willst, bekommst Du genau das: gut genug für eine TÜV-Plakette und ansonsten reine Geldverschwendung. Wer billig kauft, kauft zweimal.
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken
      Wegen der Dämpferei: Ist man gut beraten, gegenüber der Serienausrüstung etwas härtere Dämpfer zu verwenden. Marcus Empfehlung zu Gasdruck-
      Dämpfern ist m.E. zutreffend. Unsere alten Kisten sind fahrwerksseitig leider nicht mit besonderer Liebe zum Konzept + Detail entwickelt worden:

      - Hinterachse nur an Blattfedern geführt + querweich
      - Dämpfer mit schlechter Übersetzung (schräg eingebaut)
      - Vorderachse in Gummi gelagert / Lenkung aber rahmenfest (Fahrzeug lenkt bei Querkraft nach...)
      - Dämpfer an der VA auch mit schlechtem Wirkungsgrad
      - Federung weich (zu weich)
      - Stabilisierung nicht ausreichend

      Das war damals schon grenzwertig.

      Die o.a. Merkmale teilen sich alle Rekorde bis Rekord C (außer der HA, der C hat eine anständige Führung).

      Erst mit Rekord D / Ascona/Manta A, Kadett C hat Opel z.B. die Dämpfer hinten gerade verbaut, um gute Wirkungsgrade zu bekommen.
      Der C-Rekord hätte das auch schon konzeptionell vertragen können, das wäre aber zuviel Innovation gewesen, vermutlich.

      Die schräge Einbaulage bei den Vorgängern bietet aber bei der Radaufhängung (bis Rekord B) auch Vorteile, weil Querbewegungen
      der Achse relativ zum Fahrzeug mit gedämpft werden, immerhin: Glück im Unglück.

      Ohne tiefgreifende Änderungen sind die o.a. Konzeptschwächen nicht abstellbar, Dämpfer mit etwas härteren Kennungen (speziell
      in der Druckstufe) bieten aber Vorteile, sie können die Achskinematik nicht ändern, aber die Dynamik günstig beeinflussen.
      Der Wagen fährt etwas stabiler und reagiert besser auf Lenkbewegungen.

      Gasdruckdämpfer sind hier ein probates Mittel, sie sprechen wegen der Vorspannung sofort an und haben oft auch
      härtere Kennungen, auch in der Druckstufe.
      Maßlich passen die Dämpfer der Rekord A/B/C und Commodore A-Baureihe, wegen der Befestigung an der Blattfederaufnahme
      der HA muß man sehen, ob das Dämpferrohr unten Freigang zur Feder hat (ausgefedert ist eng).
      Die für die o.a. Fahrzeuge vorgesehenen Dämpfer sind auf die Federwege, die ungefederten Massen, die Federkennung und die
      anteilige Fahrzeugmasse abgestimmt, bei dieser Auslegung sollte es keine unvorhergesehenen Probleme geben und ein spürbar
      besseres Fahrverhalten eintreten.
      Wunder können nicht erwartet werden, die Investition lohnt sich aber (meine Meinung), unser P1 und auch der 57ger haben eine entsprechende Kur
      bekommen und gut reagiert.
      Das ist oberflächlich, aber machbar. Eine ernsthafte Optimierung des Fahrwerks übersteigt private Möglichkeiten....und wird
      in Anbetracht der Ausgangsposition ziemlich umfangreich.

      Gruß,

      Alfred. H.

      Danke für die Tipps, dann werden es bestimmt Gasdruck, etwas straffer sollte schon sein. Zum Glück istv es nicht sofort in Planung, denn auf allen Seiten sind die guten Dämpfer von KYF gerade nicht lieferbar.
      Aber ich weiß ja jetzt, worauf zu achten ist. Es helfen ja auch Alternativen von anderen Modellen.
      Da Alfred gerade von ernsthafter Optimierung sprach - hier ein paar Bilder von meinem nächsten Optimierungsschritt an der P2-Hinterachse.

      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken
      Ach, und wenn ich hier immer vieles frage, dann nicht (!) um es besonders billig zu machen. Ich spare lieber etwas länger und verbaue dann bessere Teile ich habe da keine Eile ;)
      Es ist nur so, dass ich meinen letzten Kapitän 2001 verkauft habe. Ich bin zwar damals das meiste von Opel schon mal gefahren, nur eben das B-Hörnchen nicht. Damals kaufte mal sich j Teile noch auf Vorrat auf Börsen oder über Freunde, heute mache ich den PC an und siehe da ich finde was. Und diese Auswahl will ich mir zunutze machen. Zumal ich ja, wie schon mal erwähnt, über eine leichte Tieferlegung nachdenke, mir aber da komplett nix angeboten wird und ich gerne schaue, was ich wie kombinieren kann. freue mich also immer über Eure Beiträge. :respekt1:
      Hallo Schaper
      Hast du vor eine Art Wattgestänge in einen P2 ein zu bauen? Ich kenne es aus meinem alten Commore a Zeit.Aber die Verhinderung doch hauptsächlich das schräge eintauchen der Achse mit herkömmlichen Panhardstab.Was versprichtst du dir davon? Das was ich mir noch vorstellen kann ist die bessere Führung.
      Gruss Jupp
      Das wird in der Tat ein Wattgestänge. Die P-Achse hat schließlich keinerlei seitliche Führung ... Für den Panhard-Stab müsste man fast genauso viel Aufwand treiben. Daher gleich die große (quasi-) Steinmetz-Lösung.

      Viele Grüße,
      Marcus
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken
      Hallo Marcus,

      ein Wattgestänge ist für den P und andere Fahrzeuge mit Längsblattfeder die einzig korrekte Lösung.
      Das Gestänge sorgt für eine gute Geradführung in der Hochrichtung. Gleiche Stablängen und
      parallele Stäbe in Nullage sind notwendig, das wird nicht immer beachtet. Wenn das aus Platzgründen nicht
      realisierbar ist (unterschiedliche Stablängen) kann man das durch den Mittellenker etwas kompensieren,
      wenn der Drehpunkt etwas aus der Mitte gelegt wird. Ohne Spaß: Ein Stabilbaukasten kann bei der Auslegung helfen,
      ist (war) auch in der Entwicklung ein angewendetes Mittel.

      Ein Panhardstab erledigt den Job auch ausreichend, ist aber bei der Achskonstruktion der P´s nicht
      zu empfehlen, weil das System statisch überbestimmt wird.
      Er führt die Achse auf einem Kreisbogen / die Federkinematik ist aber auf Parallelbewegung ausgelegt,
      das heißt, bei jeder Einfederung drückt oder zieht er die Federn zur Seite. Ist nicht gut.

      Ein Panhardstab ist nur zu empfehlen, wenn er der einzige Kandidat ist, der die Querabstützung definiert
      (ab Rekord C).

      Wattgestänge ist die richtige Wahl.
      Frage: Paßt das Lochbild des HA-Deckels zu modernen Achsen (CIH) ?

      Gruß + mach mal ein paar Fotos,

      Alfred. H.


      Hallo Alfred,

      der Diff-Deckel ist für eine CIH-Achse. Ich fahre ja schon eine umgebaute Commo-A Achse. Das macht es etwas einfacher: Diff-Deckel leicht verfügbar und ein Befestigungspunkt für die Absützung auf der Achse ist dank Halterung für den Panhard-Stab auch schon da.

      Viele Grüße,
      Marcus
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken