OPEL PANORAMICA 2018 - GIRO DOLOMITI v. 11.06. - 16.06.2018

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      Über den Karerpaß auf dem Weg zum Karersee fährt man direkt an dem berühmten, historischen Grand Hotel Carezza (Karersee) vorbei. Bei Frontansicht des Hotels blickt man im Hintergrund auf die wunderschöne Rosengarten Dolomitengruppe.



      Prominente Gäste des Hotels. Doch kam ich bei näherer Begutachtung des Hotels zum Entschluß daß das Grand Hotel Carezza wohl seine besten Zeiten hinter sich hat. Mehr Schein als Sein. Bei genauerer Betrachtung kann man doch erheblichen Restaurationsbedarf erkennen. Teilweise wird daran auch schon gearbeitet, doch dort muß richtig angepackt werden. Auch beim Blick durchs Fenster in die Empfangshalle des Hotels ließ kein Glanz und Gloria erkennen, eher sehr nüchtern, so etwa 70er Jahre Stil. Was natürlich nicht heißen soll daß das Hotel keinen Charme hat. Mit hohem Investitionsaufwand kann man daraus wieder machen was es einstmals war - ein Juwel.



      Blickt man im Hinterhof des Hotels auf das Grand Hotel Carezza thronen die gewaltigen Felszacken der Latemar Dolomitengruppe über dem Hotel.
      Ort: 89165 Dietenheim bei Ulm/Alb-Donau-Kreis
      - Rekord P2, 2TL, 1700, Bj. 63
      - Rekord P2 Coupe, 1700 S, mit Golde SKD, Bj. 62
      - Rekord A, 4 TL, 1700 mit Golde SKD, Bj. 65

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      Da ich schon in der Gegend war stattete ich dem Karersee noch einen Besuch ab. Wohl eines der meistbesuchten Ziele in den Dolomiten. Man sieht Touristen aus ganz Europa. Reisebusse mit Reisegruppen aus Übersee und Fernost werden während der Urlaubssaison täglich an den Karersee gekarrt. Es geht so ähnlich zu wie auf Schloß Neuschwanstein, so daß die Touristenströme hier in einem sehr durchdachten Konzept kanalisiert werden, denn Naturschutz ist hier ein ganz großes Thema.
      Die Autos müssen auf der gegenüberliegenden Seite des Karersee geparkt werden. Dort ist auch die gesamte Infrastruktur angeschlossen mit Andenkenläden, Freßbuden, Toiletten etc. Nur von hier gelangt man schließlich durch eine Unterführung zum Karersee. Hier wurde eine Aussichtsplattform errichtet, wo sich der Großteil der Touristen tummelt. Von dem sonstigen Rummel am Parkplatz ist am See nichts zu sehen. Ein Rundgang um den See ist möglich, jedoch zum Schutz des Naturjuwels zum Wasser des Sees hin rundum abgesperrt. Das Übersteigen der Absperrung ist strengstens untersagt, was bei diesen Touristenmassen auch unbedingt erforderlich ist.



      Der Karersee mit der Latemar Dolomitengruppe und dem "einst" schönsten Fichtenwald Europas, dem weltweit bekannten "Latemar Forest".
      Hier das berühmte Postkartenmotiv, das Einzige was von dem einst schönsten Fichtenwald Europas noch übrig geblieben ist. Der verheerende Sturm vom Herbst 2018 hat hier katastrophal gewütet und den Wald, der einst dicht rund um den See wuchs fast komplett vernichtet.



      Fassungslos stand ich da und betrachtete das Werk einer erbarmungslosen Naturgewalt. Durch den fehlenden Fichtenwald ist der einstmals wie im Märchen schöne Karersee nur noch ein Schatten seiner selbst.



      Vor dem Sturm war es gar nicht möglich durch den dichten Wald die Straße, bzw. von der Straße auf den Karersee zu sehen. .....und nun..... alles für Jahrzehnte gnadenlos zerstört.
      !!!Es bleibt zu hoffen daß hier weder Kosten noch Mühe gescheut werden um diesen Wald wieder aufzuforsten um dieses Naturdenkmal wieder herzustellen!!!



      Die Besucherplattform am Karersee.



      Hier noch Bilder von meinem Besuch im Juni 2017 am Karersee. Unbeschreiblich schön!!!
      Bild 1 Blick südlich, mit dem berühmten Postkartenmotiv mit der Latemar Dolomitengruppe (Vergleiche mit den Bildern ganz oben, ganz rechts sieht man auch am noch restlich erhaltenen Latemar Wald eine deutliche Schneise).
      Bild 2 Blick nordöstlich, mit der Rosengarten Dolomitengruppe (Wald komplett zerstört)
      Bild 3 Blick westlich, so sah die Stelle westlich des Karersee einst aus (Wald komplett zerstört)
      Ort: 89165 Dietenheim bei Ulm/Alb-Donau-Kreis
      - Rekord P2, 2TL, 1700, Bj. 63
      - Rekord P2 Coupe, 1700 S, mit Golde SKD, Bj. 62
      - Rekord A, 4 TL, 1700 mit Golde SKD, Bj. 65

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      Langsam war es schon wieder an der Zeit zum Hotel zurückzukehren. Über den Karerpaß, das Fassatal fuhr ich wieder das Pordoijoch hinauf. Hier nochmals ein kleiner Halt um die grandiose Aussicht zu genießen.



      Auf der Paßhöhe des Pordoijochs, überragt von der Sella Gruppe.



      Unterhalb der Sella blickt man auf die Deutsche Kriegsgräberstätte Pordoi (Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge). Unter der Ehrenhalle sind in einer Gruft rund 8000 deutsche und österreichische gefallene Soldaten einzeln in Sarkophagen untergebracht, die aus umliegenden Soldatenfriedhöfen der Dolomitenfront des 1. Weltkrieges hierher umgebettet wurden. In einem äußeren Ring mit Erdbegräbnissen wurden weitere 900 Soldaten des 2. Weltkrieges aus Oberitalien hierher umgebettet.



      Desweiteren hat man von hier oben eine perfekte Sicht auf den, der Marmolata vorgelagerten Padonkamm, mit dem auffälligen Sas Ciapel (Hutstein), der aussieht als trage er eine Baskenmütze.



      Bild 2: Spektakulär die Aussicht auf das Fodom (Buchensteintal). Auch kann man deutlich den flachen Nuvolau mit der scharfen Abbruckkante erkennen, davor der kleine Gipfel, die Gusela. Vor der Gusela verläuft der Giau Paß. Direkt hinter dem Nuvolau befindet sich der Falzarego Paß entlang der Lagazoui Gruppe im Reich der Fanes. Links daneben an dem massiven Felsblock, der Kreuzkofelgruppe verläuft der Valparola Paß, der vom Falzarego Paß abzweigt. Rechts ganz am Rand der Bergkette schließen sich unmittelbar die 3 Tofanen an. Dahinter in einem Talbecken eingebettet, Cortina d´ Ampezzo. Ganz rechts, mittig im Bild, der bewachsene, grüne Berg mit der Doppelspitze, der Col di Lana (die Italiener nennen den Berg Col Sangue (Blutberg)), der am härtesten umkämpfte Berg der Dolomitenfront während des 1. Weltkrieges mit dem Monte Sief daneben. Am Fuße des Col di Lana liegt Livinallongo (Buchenstein).
      Im Vordergrund links verläuft zwischen den zwei grünen Hügeln der Campolongo Paß entlang der Sella Gruppe zur Linken und den Almhochflächen der Pralongia zur Rechten.
      Auf Bild 1 kann man zusätzlich noch hinter den grünen Hügeln des Col di Lana die Ampezzaner Berge, v.l.n.r Cristallo, Sorapis und Antelao erkennen.



      ......und noch ein letztes Mal grüßt der sehr zentral liegende, breitschultrige Monte Pelmo auf der weiteren Rückfahrt zum Hotel, bevor es morgen wieder Richtung Heimat geht.
      Ort: 89165 Dietenheim bei Ulm/Alb-Donau-Kreis
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      Heute war der Tag der Abreise und des Abschieds von den Dolomiten.



      Um noch einmal ein paar Dolomitengipfel sehen zu können fuhr ich über Corvara das Abteital entlang bis St. Martin in Thurn. Hier bog ich links ab Richtung Würzjoch.



      Auf dem Würzjoch am Peitlerkofel, den Tullen rechts bereits in Sicht.



      Auf das Würzjoch folgt sofort der nächste Paß, der Halsl, mit guter Sicht auf den Tullen.



      Hier entlang des Würzjoch und des Halsl im Gebiet des Naturparks Puez - Geisler geht es noch gemütlich zu, kaum Touristen, wenig Bebauung, ab und an mal ein Hof, dafür Natur pur.



      Nach dem Halsl wird der Blick frei auf die Geisler Spitzen und das Villnöss Tal.



      Mit diesem Bild von der Rückfahrt über die alte Brennerstraße Richtung Heimat endet meine Dolomitenreise 2019 und somit auch mein Beitrag hier.
      Wenn alles so klappt wie ich mir das vorstelle werde ich 2020 wieder die Dolomiten besuchen. Es gibt noch sooooo viel zu sehen und entdecken.

      Danke Euch Allen für Euer Interesse an meiner Reise durch den wohl schönsten Teil der Alpen.

      Viele Grüße aus Ulm

      Günther
      Ort: 89165 Dietenheim bei Ulm/Alb-Donau-Kreis
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      - Rekord A, 4 TL, 1700 mit Golde SKD, Bj. 65

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      Rekord 63 schrieb:

      Falls Interesse besteht könnte ich schon für 2020 eine Dolomitentour organisieren. Termin wäre um den 10. - 20. Juni rum.
      Melden müßt Ihr Euch bei mir. Ich bin auf jeden Fall nächstes Jahr um diese Zeit wieder unten.
      Zwischenübernachtungen für welche die aus dem Norden kommen kann ich auch organisieren.

      Hallo Günther, ich hätte schon grosses Interesse!!

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      Rekord 63 schrieb:

      Falls Interesse besteht könnte ich schon für 2020 eine Dolomitentour organisieren. Termin wäre um den 10. - 20. Juni rum.

      Ist für diesen Zeitraum nicht das Forumstreffen bei Verena in Schweden geplant?
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"

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      Rekord 63 schrieb:

      Es gibt noch sooooo viel zu sehen und entdecken.


      Hallo Günther, vielen Dank dafür, dass du uns an deiner Auto-Reise hast teilhaben lassen. Ganz toller Bericht mit noch besseren Bildern, die wirklich das Verlangen nach den Dolomiten schüren. Ich war zuletzt mit meinen Eltern vor über 40 Jahren in diesem Gebiet, es wird also wieder mal Zeit !!!
      97650 Fladungen/Rhön - Opel Rekord P2 Coupe 04/1962 - AOIG #4509
      Das Leben ist hart, aber ein Opel Rekord P 2 ist härter !!!
      Jürgen mit Diana
      :thumbup: :saint: