Jetzt wird der Motor wieder zusammen gebaut...

      hintere KW-Dichtung und Lager drin

      Hallo Forum,

      heute habe ich die hintere KW-Dichtung eingeschlagen. Dabei hat mir Wolfgang's Werkzeug samt Beschreibung gut geholfen. :danke1:

      Die Dichtungschnur habe ich über Nacht in warmes Öl (ca.100°C) gelegt und heute morgen rausgenommen und noch einmal mit einem Fön erwärmt (ca. 50°C).
      Die erst harte Schnur war dann recht bieg- und formbar. Danke für die Vorarbeit an Alfred H. :wink:
      Das Einbauen der Dichtung nach Wolfgangs Anleitung klappte auch reibungslos, wobei die Schnur im Lagerdeckel etwas mehr Aufwand bedeutete. Hier habe ich zuerst die Schnur in den Konus gedrückt und dann mit dem Werkzeug in Form geschlagen. Den letzten mm haben mein Sohn und ich dann den Deckel des 3. Lager genommen und das Werkzeug damit gegen den hinteren Lagerdeckel verspannt. Das ging dann in mehreren Schritten gut. Alle Enden der Schnur bis auf einen Überstand von 0,1 mm sauber mit Cutter gekürzt.

      Dann haben wir die neuen Lagerschalen eingesetzt, wobei ich einen der Kolben aus dem Zylinder gedrückt habe. :wut002:
      Damit war dann Heute erst mal schluß, da ich die Einbauhilfe für die Kolben nicht da habe. Hat jemand eine Idee wie es ohne geht?



      Und ich wäre für einen Hinweis wie die Nockenwellenlager zu tauschen sind dankbar.
      jetzt BvB gucken :trinken1:

      Gruß aus Werl
      Rudi
      Hallo Rudi,

      "mach es nicht ohne" (Spannband für die Kolbenringe)

      Leihe Dir das Werkzeug bei Deinem Motormann, wenn er das nicht will, schicke ich Dir mein Spannband
      (leihweise, natürlich), oder kauf Dir eines, die sind nicht so teuer.

      Ein gebrochener Kolbenring ist teurer.

      Warum willst Du die Nockenwellenlager tauschen ?

      Habe hier noch nie einen Schaden gesehen....und die Neuteile müssen meines Wissens nach dem
      Eindrücken aufgespindelt werden (bei Deinem Motorenbauer).
      Mag mich ja täuschen, aber Nockenwellenlager in Fertigmaß gibt es meines Wissens erst
      ab Ende der CIH-Baureihe. So mein Kenntnisstand.
      Gruß + Spaß beim Fußball !

      Alfred. H.
      Hallo Alfred,

      die Einführhilfe hatte ich mir tatsächlich von meinem Sohn geliehen. Der wird die vielleicht morgen mitbringen, wenn er dran denkt.
      Nockenwellenlager sind nicht zwingend notwendig, ich habe das angedacht weil der Motor nun mal offen ist. Aber Du hast Recht, das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand nicht.

      Gruß aus Werl
      Rudi
      Moin,
      So gestern ging es weiter. Kurbelwelle ist eingesetzt und dreht in den Lagern mit etwas Kraft leicht. Die Dichtschnüre mussten noch etwas nachgedrückt werden, damit die KW sich dreht.
      KW-Lagerdeckel 1 und 4 sind nach Handbuch eingedichtet.
      Alle Hauptlager mit 100Nm angezogen.
      Das Lagerspiel hat sich (gemessen mit Plastic gauge) mit 0.04 bis 0.045 mm eingestellt.
      Ist das Lagerspiel so ok?
      Habe hierzu nichts gefunden bzw. nur den Richtwert von 1/2000 des Wellendurchmesser.
      Kolben werde ich heute abend (mit Einbauhilfe) wieder einsetzen und an der KW festmachen.

      Gruß aus Werl
      Rudi
      Die Entwicklung ist ja auch bei Opel nicht stehengeblieben und es handelt sich bei den 4-Zyl. OHV Motoren sämtlicher Rekord Baureihen, um den identischen Typus, der im Rekord A seinen finalen und besten Entwicklungsstand erreicht hatte.

      Ich kann daher immer nur empfehlen, bei Neulagerungen die neuesten verfügbaren Daten und Toleranzen für die jeweilige Motoren-Typenreihe zu verwenden, denn man hat die Laufspiele und Toleranzfelder, mit fortschreitender Produktionsdauer, dem jeweilig neuesten Kenntnisstand angepasst und dort auch alle neu gewonnenen Erkenntnisse aus Versuch, Service und Instandsetzung mit einfliessen lassen.

      Die von mir genannten Daten aus dem WHB, sind Stand: Frühjahr 1965
      und damit auf dem letzten Stand bis zum Produktionsende der OHV-Motoren-Baureihe im Sommer 1965.
      Moin zusammen,
      Heute habe ich die neuen KOLBEN eingesetzt. Hat soweit gut geklappt.
      Die Pleuellager mit dem Anzugmoment 65 Nm angezogen. Jetzt läßt sich die KW allerdings auch mit großer Anstrengung nicht mehr drehen.
      Ist das Anzugmoment korrekt? Was kann sonst das Problem sein?
      Nach dem Lösen der Lager dreht sich immer noch nichts.
      Kann das Pleuellager an der KW klemmen, wenn das Pleuel auf dem Bolzen etwas verschoben ist?

      Ein oder zwei Tipps wären toll

      Gruß aus Werl
      Rudi
      N´abend Rudi,

      soweit ich das jetzt gerade auf´m Schirm habe ist 65Nm ein wenig viel für die Pleuelagerschrauben....50Nm war da max. meines Wisssens.

      Ich hatte bisher immer nur "klemmende" Dichtschnüre die das Drehen der KW erschwerten. Läßt sich so Tastaturdiagnostisch wohl nicht gleich lösen...

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Hallo Stephan,
      danke für Deine Antwort. Im WHB steht bei mir 6,5 bis 7,0 mkg. Das sollten so ca. 65 Nm sein.
      Aber wie auch immer werde morgen die Lager nochmal ausbauen und mal schauen was da klemmt. Ich denke das die Pleuel sich gegen die KW zu stark abstützen, weil nicht gut zu den Lagerzapfen ausgerichtet. Aber werde das sehen und berichten.

      Gruß aus Werl
      Rudi
      Hallo Rudi,
      das Anzugsmoment für die Pleuellager ist (normalerweise) nicht Ursache für Klemmen.
      Die Pleuelstangen und ihre "Deckel" gehören untereinander zusammen,
      weil sie zusammen bearbeitet wurde > jede Pleuelstange hat ihren individuellen Deckel.
      Mögliche Ursache für Klemmen: Deckel + Stange vertauscht.
      Noch eine Möglichkeit für Klemmen: Deckel 180° verdreht aufgesetzt.

      Richtig: Die Rastnasen für die Lagerschalen liegen auf der gleichen Pleuelseite,
      in Stange und Deckel.

      Wenn hier ein Fehler vorliegt / vorlag, wechsle bitte die betroffenen Lagerschalen, sie nehmen
      bei einer Fehlmontage Schaden.

      Und: Wenn das so war, prüfe nochmals die Einbaurichtung der Kolben, der Pleuelstangen und der Deckel !

      Wegen Anzugsmoment: Meine Unterlagen weisen 5kpm aus, das ist schon ganz anständig,
      für das Gewinde M9x1mm. Die älteren Modelle hatten M10x1, bitte prüfe, ob
      hier die richtige Angabe zugrunde liegt.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Hallo Alfred,

      die Pleuel und Deckel hatte ich bei Ausbau nummeriert. Hoffe mir ist da kein Fehler passiert.
      Ansonsten entspricht der Zusammenbau Deiner Beschreibung.
      Die Kolben mit dem Zeichen nach vorne und die Pleuel mit der beschrifteten Seite wie ausgebaut. Die Lagernasen liegen auf der gleichen Seite und die Aussparung am Deckel zeigt zum KW-Lager 4.
      Werde am Abend noch mal alles ausbauen und kontrollieren.

      Danke für Deine Hinweise.