Blinker Rückstellung

      Blinker Rückstellung

      Hallo Zusammen,
      ich musste bei einer Tour mit meinem P1 heute leider feststellen, dass die Blinkerrückstellung nach dem links Blinken nicht mehr funktioniert. Rechts ist alles in Ordnung. Hatte jemand von euch den Fall schon? Gehe ich recht davon aus, dass das Blinkerjoch bzw. die Nasen dran, wie sie im Ersatzteilkatalog zu sehen sind, dafür zuständig sind . Können die abbrechen? oder kann einseitig die Rückstellfeder brechen?
      Wenn jemand ein Bild davon im ausgebauten Zustand parat hat, wäre es auch optimal. Sicherheitshalber frage ich gleich mal nach einem Blinkschalterjoch (1240367). Hat jemand von euch eins übrig, dass ich es dann direkt tauschen kann, wenn ich das Lenkrad runter hab und feststelle, dass das eingebaute irreparabel ist.
      Ach ja, noch was: kommt man bei ausgebautem Lenkrad ohne ausbau des Blinkschalters selbst dran?
      Danke schon mal,
      Michael
      Michael mit 1959er Olymat-P1 aus 86971 Peiting
      Hallo Michael
      Passenden Lenkradabzieher habe ich hier, keine Billigware sondern aus gehärtetem Stahl.
      Wenn du das Lenkrad nicht abbekommst solltest du mit einem Heißluftfön nachhelfen.
      Kann auch sein das ich noch ein Blinkerjoch übrig habe.
      Gruß Werner
      P1 mit Olymat & Faltschiebedach / P1 PickUp Rechtslenker aus Kreis Paderborn
      Es kann auch nur die Feder gebrochen oder herausgesprungen sein. Glaube nicht dss der Pin abgebrochen ist. Der ist schon fest. Er wäre auch rausgefallen. Zwischen Lenker und Verkleidung ist Platz das er herausfallen müsste. Hast du schon auf der Matte am Boden geschaut ob dort ein kleiner Pin liegt?
      Könnte ja sein.
      Viel Glück das es nur die Feder ist.
      Gruss Frank K. (HK)
      Opel Olympia Rekord 1956 Ponton, 1,5 L Motor
      Frank Kaenders
      ponton.kaenders.net/
      Hallo Michael,

      Du wirst in jedem Fall das Lenkrad abnehmen müssen, das geht vernünftig nur mit dem Originalwerkzeug oder einem guten Nachbau

      (harte Haken oder Ovalköpfe).

      Die Rostallergie hatte ja schon Hilfe angedeutet.

      Den Gewindestummel der Befestigungsschraube mußt Du schützen (Hülse o.ä.), wenn das Lenkrad sehr fest sitzt, deformiert der Stummel

      unter dem Abzieherdruck. Auf dem Stummel ist normalerweise ein Meißelhieb (quer), das ist eine Hilfe für annähernde

      Geradeausposition (Wiedereinbau)

      Wenn das Lenkrad runter ist, siehst Du das, Bilder 587....590:

      Dier Rückstellung des Blinkers ist abweichend von früher und später angewendeten Prinzipien, sie hat kein Gesperre, sondern verläßt sich auf Reibung.

      Bei den beiden ersten Bildern zeigt der Schraubenzieher auf die beiden weißen "Knöpfe" Die sind in Ruhelage durch den Federdraht (Bild 589) vorgespannt, auf Anschlag.

      Bild 590 zeigt die als Blattfeder ausgeführte Rastung, hier wird das "Joch" in Mittellage, rechts oder links fixiert.

      Wenn Du blinkst, rückt einer der weißen Knöpfe in den Aktionsradius der lenkradseitigen Stifte. Wenn ein Stift den zugehörigen "weißen Knopf" in


      Blinkrichtung überläuft, federt der weiße Knopf von seinem Anschlag nach außen, alles gut, der Schalter steht auf Blinkstellung fest und wird nicht bewegt.

      Beim Rückdrehen federt der Knopf natürlich auch wieder nach außen, die Federkraft muß nun aber die Rastkraft der kleinen Blattfeder überwinden,

      damit die Rückstellung erfolgt.

      Diese Abstimmung wird u.a. dann heikel, wenn unerwünschte Reibung in der Rastung (Blattfeder, siehe Bild 590) hinzukommt.

      Oft hilft es, die Rastung: Blattfeder / Rastbolzen einfach nur zu fetten.


      Andere Defekte, an Stiften, Knöpfen etc. sind offensichtlich, wenn Du das Lenkrad runter hast.

      Bei der Gelegenheit solltest Du auch kontrollieren, ob das kleine Blechstück zur Aufnahme des Blinkerhebels u.U.

      angebrochen ist, das ist ein Schwachpunkt, es gibt Zeitgenossen, die versuchen (oder haben versucht), mit dem Blinkerhebel

      das Abblendlicht / Fernlicht zu betätigen...….dann bricht der kleine Blechlappen ab.

      viel Spaß bei der Sache + Gruß,

      Alfred. H.
      Bilder
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      Vielen Dank für die ausführliche Darstellung, das hilft schon mal für meine Vorstellungskraft. Das schränkt die möglichen Fehler schon mal ein. Da die Rückstellung beim rechts blinken funktioniert, kann es eine gebrochene Feder nicht sein, da diese ja auf beide Seiten wirken. Auch der Stift kann nicht die Ursache sein. Also bleibt vermutlich eine schwergängige Rückstellung links oder ein Defekt am weißen Kunststoffteil. Da werde ich dann wohl während der Winterpause dran gehen. Werner, ich komme gerne auf dein Angebot zurück wenn es so weit ist. Danke schon mal. Es bringt ja nix, das Lenkrad mit einem nicht passenden Abzieher zu versauen oder das Werkzeug zu ruinieren.
      An meiner Ersatzleksäule ist leider genau die Lasche abgebrochen, davon kann ich also das Joch nicht übernehmen. Allerdings evtl die Federn. Aber auch dort ist das Lenkrad noch drauf.
      Dankeschön und viele Grüße,
      Michael
      Michael mit 1959er Olymat-P1 aus 86971 Peiting
      Hallo Michael,

      schau einmal hier (bisher habe ich bei dem Verkäufer vier verschiedene Neu-Teile für meinen Rekord A bestellt;
      alle vier Lieferungen waren einwandfrei):

      ebay.de/itm/Opel-Rekord-P1-Bli…219b3d:g:D4cAAOSwK65bucLB
      Herzliche Alt-Opel-Grüße aus Offenbach am Main
      Ha-Jo

      Opel Rekord A LZ 1,5 l von März 1963, Familienbesitz

      nicht: was lange währt, wird endlich gut,
      sondern: was lange fährt, ist wirklich gut!
      Opel: Feine Marke


      Hallo zusammen,

      genau das von Mark beschriebene Problem tritt wohl öfter auf. Bei mir fehlt ebenfalls der Stift am Lenkrad weshalb ich den Blinker nach rechts manuell zurücksetzten muß. Da das Lenkrad an sich noch sehr gut ist habe ich das so wieder eingebaut. Reparatur geht eventuell durch Ausbohren am Lenkrad und Einsetzten eines Gewindestiftes .

      Gruß vom Main