Strartprobleme ?

      Venus schrieb:

      Ist es ein Deutscher oder ist dein Wagen z.b aus Schweden?
      In Schweden werden vor den Vergaser eine extraleitung gesetzt. Der Sprit wandert wieder richtung Tank und das macht meinen manchmal zu schaffen. Wenn dann die Zündung und der Vergaser nicht top eingestellt sind muss ich im schlimmsten fall ein bisschen Benzin in den Vergaser geben (20ml vielleicht).


      Moin Verena,
      das kann ich nicht bestätigen. Du weist, ich habe schon manches Fahrzeug aus Schweden geholt. Keines der Wagen hatte da eine Extraleitung.
      Gruß, shanky.
      Butter bei die Fische!
      oder
      Die Bitterkeit schlechter Qualität hält noch lange an, wenn die Süße des Preises längst verflogen ist...
      Eigentlich tut das hier nix zur Sache,da es das Problem nicht löst. Ich habe jetzt trotzdem auf die Schnelle ein altes Bild von Horny gesucht. Diese doofen Abzweigungen sind gang und gäbe.
      Weiss locker 40Fahrzeuge die das haben. Ein Olympia auf nem Schrottplatz hat es zum Beispiel auch
      Bilder
      • IMG_20180105_144837.jpg

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      Hallo Michael,

      hatte bei meinem P2 auch das Problem, dass nach ein paar Tagen Standzeit der Kraftstoff aus dem Vergaser zurückgelaufen ist und der Motor dann nicht mehr startete.
      Habe nun von Pierburg ein 8mm Rückschlagventil (ca. 10€) vor die Kraftstoffpumpe gesetzt. Den Wagen konnte ich jetzt nach 14 Tagen Standzeit problemlos starten.

      pierburg-service.de/ximages/pg_si_0044_de_web.pdf

      Gruß Manfred
      ...um das Thema Benzinpumpe und Vergaser gibt es relativ viele Aussagen. Wenn Benzin im Vergaser ist, dann ist es dort und kann nicht zurücklaufen, der Zulauf (Schwimmernadelventil) liegt über dem Benzinspiegel >

      Rücklauf ist damit unmöglich. Der Sprit aus dem Vergaser kann aber schnell verdunsten, bei hohen Außentemperaturen.

      Die Ventilplättchen in der Pumpe beeinflussen aber zustandsabhängig sehr wohl die Förderleistung der Pumpe, speziell bei langsamer Betätigung.

      Das ist bei laufendem Motor nicht schlimm, die Reserven sind relativ groß. Wenn der Vergaser aber leer ist (verdunstet), dann muß die Pumpe bei ganz langsamer Betätigung /Anlasser) relativ viel fördern. Die Pumpe wird von der

      Nockenwelle angetrieben, macht also alle 2 Motorumdrehungen nur genau einen Hub. Wenn sie dann nicht einwandfrei dicht ist (Ventilplättchen), zieht sich der Füllvorgang in die Länge. Die Ventilplättchen haben leider schon im

      Neuzustand erhebliche Maßabweichungen, die negativ können. Dazu habe ich mit in der vergangenen Woche mal einige Teile unter dem Fotomikroskop angesehen und auch vermessen + fotografiert. Kann das Ergebnis hier gerne

      einstellen, mir hat es nicht gefallen und ich habe mir die Plättchen dann lieber selbst gefertigt, maßlich einwandfrei, geht problemlos...aber mit Trick.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Hallo Alfred, daran habe ich gar nicht gedacht. Wenn das Plättchen für das Rücklaufventil nicht mehr gut ist, dann natürlich auch das für den Vorwärtstransport. Heißt also, Leitung läuft nicht nur leer, sondern Benzin wird auch zu wenig gefördert. Beim Sunbeam Alpine wird knapp 0,6l/min angegeben, wieviel bei unseren Opels? Und ja klar, wären deine Messergebnisse interessant. Und deine Lösung!
      Hallo Günther,
      ...der Dampfblasenabscheider ist ein typisches VW-Teil. Das Ding soll bei heißem Motor helfen, weil es unstetige Förderung (Luft / Schaum / Sprit) vergleichmäßigt. Viele Volkswagen + Audis sind schon in alten Tagen auch in die USA exportiert worden, wegen der Umweltschutzbestimmungen dort wird die Schwimmerkammer des Vergasers "in den Luftstutzen" (also intern) entlüftet. Das kann bei heißem Motor und schon leicht sprudelndem Sprit zu starker Anfettung führen (das tut es auch). Wenn zusätzlich zum notwendigen Sprit auch noch relativ viel Luft / Dampf in den Vergaser befördert wird, dann verschärft sich die Situation. Einige Modelle haben dann eine extra Rücklaufleitung bekommen, damit der zu viel geförderte Sprit samt Blasen etc. (Benzinpumpe pumpt mehr, als der Vergaser abnimmt) zirkuliert und immer möglichst kalter Sprit nach vorn kommt. Alle Einspritzer haben aus diesem Grund auch eine
      Ringleitung (sie können keine Luft im System abscheiden). Bei Opel hat man sich das einfacher gemacht, die Entlüftung geht einfach in´s Freie, so bei den Modellen mit Opel-Vergaser. Damit ist ein Teil des Problems weg. Leider wird das Vergasersystem damit sehr anfällig auf verschmutzte Luftfilter, weil es keinen Bezug mehr zum Druck nach Luftfilter gibt. Bei Entlüftung in den Ansaugstutzen ist das wesentlich besser. Das Ursprungsproblem (schlechter Heißbetrieb, schlechter Heißstart) wird u.a. begünstigt durch großvolumige Schwimmerkammern > viel Verdunstung. Bei den Solex DIDTA und Zenith-INAT-Vergasern hat Opel deswegen eine Umschaltung für die Schwimmerkammerbelüftung vorgesehen. Bei Niedriglast + Leerlauf > Enlüftung ins Freie, bei Normalbetrieb > Entlüftung in den Luftstutzen. Zusätzlich gibt es noch ein "Heißleerlaufventil" ein Bimetall öffnet dazu einfach ein Luftloch, durch das "nur Luft" in das Saugrohr eintritt. Ich habe noch nie beobachtet, dass sich die Bimetall-Apparatur bewegt hat. Versuche mit Volkswagen und BMW DIDTA - Vergasern (ohne Belüftungsumschaltung) auf einem Opel haben allerdings zu genau den Problemen geführt, die man bei VW durch den Abscheider gelöst oder verringert hat > Heißstart schwierig / unmöglich, Heißleerlauf stark angereichert. Für das Problem: "Start nach längerer Standzeit" ist der Abscheider nicht konzipiert, er enthält allerdings immer einen kleinen Benzinvorrat, der helfen kann, vielleicht ist das ein Effekt.
      Harzhopper, ich weiß das doch. Aber: Wenn mich meine Nachbarn sehen würden, wie ich fruchtlos starte, die Motorhaube öffne, etwas herumpumpe, etwas mit der Spritze injiziere, oder sonstige Notmaßnahmen treffen würde....

      da gäbe es schnell die Vermutung, der ausgemachte Autofreund hätte sein Leben nicht mehr im Griff und das macht schnell die Runde ! Deshalb muß ich diese Lösung für mich ausschließen. Meine Kisten starten auch nach langer

      Standzeit mit etwas mehr Anlasseraktivität, aber in vertretbarem Rahmen. Wenn technisch alles in Ordnung ist, dann funktioniert auch das.

      Bitte Spaß verstehen + Gruß,

      Alfred. H.
      wie schon erwähnt: eine einfache vorförderpumpe die man zum vergaser befüllen nutzt ist inzwischen standart in meinen alteimern.
      die dinger kosten ca. 15 eur.
      damit muss man nicht mal mehr die motorhaube öffnen. am geräusch hört man sofort wann der schwimmer im vergaser schliesst und dann lässt es sich bequem starten.
      bei mir sind die schwimmerkammern (EEIT, DDIST, Carter) immer schon nach einer woche leer (auto in tiefgarage, nix warm).
      ich vermute dass die heutigen spritsorten einfach schneller verdunsten. kann mich nicht erinnern dass ich früher so viel orgeln musste nach kurzer standzeit.

      diese rücklaufventile hatte ich auch eingebaut, haben aber auch nicht gross geholfen. der sprit verdunstet einfach aus den vergasern :(