Kaltstart Probleme

      Sehe ich auch. Durch die längere Standzeit verdunstet der Sprit aus dem “Vorratsbehälter“ des Vergasers, der sogenannten Schwimmerkammer. Es dauert dann seine Zeit, bis frisches Benzin aus dem Tank im Heck vorne am Vergaser ankommt...
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"
      ...das ist sehr wahrscheinlich so, wie die Kollegen Lennecruiser und Oliver Heinrich schrieben. Das "Benzin" ist ein Gemisch aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen und es wird in der Mischung den Jahreszeiten angepaßt, das machen alle Kraftstoffhersteller, im Winter werden etwas mehr leichtsiedende Bestandteile zugemischt, im Sommer gibt es eine andere Mischung, immer bezogen auf die Temperaturzone, natürlich. Das sind natürlich bekannte Vorgänge, die "immer so" gehandhabt werden. Einen so lang anhaltenden, sehr warmen Sommer konnten die Kollegen bei Shell und Aral natürlich nicht voraussehen. Preise Dich glücklich, dass Dein Auto nur einen Vergaser hat, mein Kadett hat 2, da gibt es noch etwas mehr aufzufüllen...und mein Spieltrieb hat mir wieder keine Ruhe gelassen: Eine elektrische Pumpe ist sehr schnell, braucht aber eine "Sicherheitsabschaltung". Wenn man eine E-Pumpe mit Klemme 15 koppelt (+ bei Zündung an), dann läuft die immer, wenn die Zündung eingeschaltet ist. Die übliche Sicherheitsabschaltung reagiert aber auf Zündimpuls (also auf Motorlauf) > Wenn kein Zündimpuls > dann stellt die Pumpe innerhalb von 1 sec. ab. Das ist eine gängige Serienlösung, gibt es z.B. von Pierburg. Das löst das Problem der leeren Vergaser erstmal nicht, die Füllung erfolgt dennoch schneller, als mit der mechanischen Pumpe und endlosem Anlassergeleiere. Besser geht es so:

      - Schaltung des Sicherheitsrelais nachbauen (Pierburg, Volkswagen, Porsche...)
      - Erweitern um ein Zeitglied für den "Vorlauf"

      Dann ist der Ablauf so:

      1) Zündung ein, die Pumpe läuft an, die Vorlaufzeit ist auf ca. 7 sec. bemessen, dann stellt sie ab (2 Vergaser werden in dieser Zeit "voll", hab´s gemessen)
      2) Starten, Zündimpuls kommt, Pumpe läuft wieder an
      3) Unschönes Vorkommnis: Unfall etc. Motor steht, Zündung an > Pumpe wird innerhalb 1 sec. abgestellt.

      1) und 2) sind unabhängig voneinander.

      So ungefähr werden die Anforderungen gut erfüllt, die unsere Wagen haben, vor allem, das lange Orgeln bei längeren Standzeiten entfällt.

      Immerhin, es gibt Leute, die fahren einen DKW, die sind erheblich schlechter dran, die Zweitakter haben eine Spritpumpe, die über Druckschwankungen im Kurbelgehäuse angetrieben wird (über eine große Membrane).
      Nur; Bei Anlasserdrehzahl ist nix, mit ausreichenden Druckschwankungen, die Pumpe fördert nicht.

      Mein Nachbar (1000 SP-Fahrer ) hat deshalb die beschriebene Apparatur bekommen, mit 6V-12V Umsetzer, das brauchen Relais und Pumpe.

      Ist nicht für Puristen und Originalitätsfreunde gedacht, auch nicht für die "geht auch so" - Fraktion (natürlich geht es immer auch irgendwie) Spieltrieb macht Spaß !

      Gruß,

      Alfred. H.

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      Du schreibst ja, dass er nur Mucken macht, wenn er fünf Tage gestanden hat. Wenn etwas mit der Benzinpumpe wäre, würde er das jeden Tag machen!
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Die Reden der Vorgänger in allen Ehren, aber ein check der Pumpe auf der Werkbank ist kein großer Aufstand:
      Verschraubungen beidseitig lösen, Pumpe von Motor abschrauben (auf alle Unterlag/Beilagscheiben achten).
      Auf der Werkbank die sechs Schrauben herausdrehen. Beim Trennen von Oberteil zu Unterteil fallen Dir dann diese Plättchen und Federn entgegen, deren Position Du Dir merken solltest. Die Plättchen (sehen aus wie aus Pertinax) werden auf ihrem Sitz etwas eingelaufen sein oder gar verrutscht sein. Diese mit 500er Schleifpapier wieder auf plane Oberfläche bringen. Einen Blick auf die Membrane: keine Risse? OK. Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge. Anschließend (kannste natürlich auch vorher machen, um einen Vergleich vorher - nachher zu haben) Testweise einen Schlauch aus dem Benzinkanister an den Eingang und einen Ablaufschlauch. Betätigen des Hebels von hand muss Pumperfolg haben. zehn Hübe sollten ein Kölschglas voll machen können.
      Der Senior-Typreferent für P-Rekord in der AltOpelInteressengemeinschaft *119

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      ...und zehn Kölschgläser sollten einen Typgruppenreferenten voll machen können!
      :D
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Oliver Heinrich schrieb:

      Was ist wenn du bevor du startest mehrmals Vollgas gibst


      Ich mache es genau so. Wenn der Wagen "länger" stand, dann trete ich vorm Starten mehrmals aufs Gaspedal. Hat bisher immer funktioniert.
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      Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer - Antoine de Saint-Exupéry

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      Winfried + Lennecruiser, ...ganz ehrlich: Dieses Kölsch läuft doch rein, wie raus, es hilft etwas gegen den Durst, aber hält im wesentlichen die Bedienungen auf Trab. Die beabsichtigte Wirkung bleibt weitgehend aus.

      So sind meine Erfahrungen aus 2 Jahren Bundeswehrzeit, anteilig auch in Köln. Gern erinnere ich mich an die Frage einer üppigen Gastwirtin zur Bestellung: Kölsch, Pils, oder Alt ? Die Rheinländische Aussprache des Buchstabens LLLL

      ist mir durchaus liebenswert in Erinnerung geblieben (die Wirtin auch). Gegenüber dem Kölsch wirkt Einbecker Maibock wesentlich besser, das sollte diese Leidensgemeinschaft mal versuchen, schon nach Aufnahme vergleichsweise

      geringer Mengen erscheinen die Unzulänglichkeiten unserer Gefährte in einem deutlich milderen Licht. Gibt es von ca. Februar, bis Ende Mai, mit Glück. Versuch macht klug !

      Gruß,

      Alfred. H.