Vorstellung Alfred. H.

      Vorstellung Alfred. H.

      ...habe mich heute angemeldet und möchte mich kurz vorstellen: Bin 62 Jahre alt, verheiratet, habe 2 Kinder und fahre seit 44 Jahren alte Opel. Schon lange habe ich diese: Olympia 51; Rekord 57; Opel P1 60 und einen Kadett A. Bin von Beruf Dipl. Ing. Maschinenbau, habe meinen Beruf in verschiedenen Funktionen in den Häusern Volkswagen und Bugatti ausgeübt (Entwicklung) und bin jetzt im Vorruhestand. Kenne mich gut mit den alten Kisten aus und habe viele hilfreiche Problemlösungen erarbeitet. Bin gern bereit, meine Erfahrungen zu teilen.
      Hallo Alfred,
      herzlich willkommen hier im Forum!
      Dein Fuhrpark hört sich sehr gut an und passt hier 100%ig dazu.
      Toll das du als Profi hier gleich Dein Wissen anbietest...davon lebt dieses Forum!
      Da wir hier Bilder lieben, wäre es toll wenn du uns deine Opels hier noch zeigen würdest.
      Viel Spaß hier mit uns!
      Vielleicht sieht man sich mal auf einem der Treffen!
      Gruß aus Hagen
      Stadt der vier Flüsse: Ennepe, Ruhr, Lenne und Volme !
      Udo :wink:
      Hallo Alfred,
      vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, Deine Vorstellung von der Pinnwand hier zu posten. Deine Leser hier werden es honorieren! ;)
      Herzlich willkommen im Rekord-P2-Forum! Deine Geschichte ist ja spannend: für einen VW-angestellten Bugattientwickler ist eine eigene Opelsammlung vermutlich nicht selbstverständlich, oder? Schön, dass Du jetzt bei uns dabei bist und Dein Wissen mit uns teilst. Ich wünsche Dir viel Spaß mit uns im Forum und ebenso mit Deinen Opel-Schätzchen auf der Straße!
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"
      Hallo Alfred,
      herzlich Willkommen im Forum. Wie der Lennecruiser schon erwähnte, ist es bei deiner Vita sehr ungewöhnlich alte Opel zu besitzen. Aber um so besser. Viel Spaß hier.
      Grüße aus Werl,
      Michael

      O Käpt´n, mein Käpt´n!
      ...... und alles fortwerfen, das kein Leben barg,
      um nicht an meinem Todestag innezuwerden,
      dass ich nie gelebt hatte
      Hallo Alfred!

      Klasse, kann den Fuhrpark aber gut nachvollziehen. Ein enger Verwandter arbeitete lange im EK eines ehemaligen Kabriolett-Bauers in hiesiger Gegend, später hatte er es an anderer Stelle mit
      einem Deiner o. g. Betriebe ebenfalls intensiv zu tun.
      Als Ausgleich fährt er eine 41jährige Opel-Limousine. So lässt es sich sehr gut aushalten!

      Bis densen,

      DT
      LK Osnabrück - where the rust never sleeps...

      Rekord A ,1700er 4 Gang, 2T Limo, EZ 05/63 Schweden
      Hallo Alfred,

      herzlich willkommen! Wir hatten uns doch vor einiger Zeit auch schon einmal am Telefon über Motoroptimierungen beim OHV unterhalten?

      Würde mich freuen, wenn wir das bei Gelegenheit einmal hier oder live fortsetzen könnten.

      Viele Grüße,
      Marcus
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken
      Hallo Alfred,
      herzlich Willkommen hier im Forum der netten Opelfahrer. Gut, daß du dich in deiner Freizeit für die richtige Automarke entschieden hast :zwinker1: und prima, daß du dich mit deinem Wissen einbringen möchtest. Dazu gibt es sicher viele Möglichkeiten.
      Liebe Grüße vom Niederrhein
      Milli
      wegen "Vorwärtsdrang" geht einiges, auch wenn man nahe bei den Serienteilen bleibt. Immer zu beachten ist: Diese Opel-Motoren basieren auf einer Vorkriegskonstruktion und beinhalten aus heutiger Sicht einige Kardinalfehler, so wie die ganzen Autos aus der alten Zeit auch.

      Kritisch am Motor:

      Die Kurbelwellenlager 1+4, sie sind ungewöhnlich breit und das ist bei Leistungssteigerungen (Verdichtungserhöhung) schlecht ! Die Kurbelwelle biegt sich (natürlich sehr wenig) durch und wegen der breiten Lager tragen die dann nur am Rand und neigen zum Fressen. 2-Stoff-Lager sind unkritisch, ihre Laufschicht ist so dick, dass sie sich anpassen. 3-Stoff-Lager (P2 mit Ölfilter + alle Rekord A) haben eine sehr dünne Laufschicht, wenn sie durchgedrückt wird > Fressen. Also: Lager 1 + 4 (die breiten) als 2-Stoff-Lager verwenden, Lager 2 + 3 sind gut dimensioniert, 3 - Stoff geht hier.
      Die Kurbelwelle ist bei den Motoren ab 50 PS gleich dimensioniert, beim Rekord A wurde die Lage der Ölbohrungen optimiert. Ist kein "Muß". Sehr zu empfehlen ist aber das exakte Schleifen und anschließende Nitrieren der Kurbelwelle. Die Nitrierschicht ist extrem hart und hat nahezu einen keramischen Charakter.....sehr gut gegen Fressen und Verschleiß !

      Kritisch am Auto:

      Die einteilige Kardanwelle. Sie ist eindeutig zu lang, bei Geschwindigkeiten ab 100km/h kommt sie in die Nähe Ihrer Biegeresonanz und neigt zum Brummen. Opel hat hier lange herumgemacht, mit zaghaften Durchmessererhöhungen und der Wandstärke. Leider unbefriedigend, erst mit dem Rekord A und seiner zweiteiligen Welle ist eine gute Lösung eingesetzt worden. Diese Kardanwelle läßt sich für den P adaptieren, muß aber gekürzt werden und braucht eine Mittenaufhängung unter dem Wagen. Sehr gute Erfahrungen mit Kardanwellenfertigung / Überholung / Auswuchtung auch zweiteiliger Wellen habe ich mit der Fa. Roman Müller in Herford gemacht, TOP-Betrieb.

      Wenn Du also schneller fahren willst, mußt Du (natürlich nicht, ich empfehle es aber dringend) diese Schwachstellen ausmerzen. Bremse, Lenkung, Gürtelreifen, angepaßte Radeinstellung sind selbstverständlich.

      Zum Motor:

      Mit einem Rekord A-Motor mit 67PS (17S) hast Du schon eine gute Basis, er bringt gegenüber den P - und Normalmotoren einiges mit:

      - Zylinderkopf für höhere Verdichtung + Rotocaps
      - 2-flutigen Abgaskrümmer
      - großen Durchlass für den Vergaser
      - Kipphebel mit besserem Übersetzungsverhältnis (mehr Ventilhub)
      - Kurbelwelle mit verbesserten Ölkanälen (zu den Pleueln)
      - Nockenwelle der 1,7l Motoren (die Nockenwellen der Rekord A mit 1,7l N + S sind gleich, haben aber geringfügig andere Steuerzeiten als die 1,5l des A und der P´s)
      - Ölfilter

      Mögliche + realisierte Maßnahmen:

      - Verdichtungserhöhung, hier kann man Kolben des Kapitän P2,6 einsetzen, sie sind flach und haben keine Mulde, gibt es (gab es) bis zum Durchmesser 87mm (Serie =85mm)
      - Kopfdichtung vom 17S nehmen (ist dünner, als bei den N-Motoren)
      - die seriellen Zylinderkopfschrauben sind relativ steif (Schaftschrauben) und drücken sich öfter mal in den Zylinderkopf ein, weil die Auflagefläche etwas nachgibt. Hier habe ich Schrauben von einem VW 1,6l Diesel eingesetzt,
      sie haben Gewinde bis unter Kopf (eher Dehnschraubencharakteristik) und eine harte Unterlegscheibe aufgerollt, mußte diese Schrauben aber etwas kürzen. Gewinde ist Regelgewinde M12
      - Zylinderkopf planen, nicht zu knapp, 1mm geht ohne weiteres, beachten: Die Wasserkanäle müssen dann ggf. nachgearbeitet werden
      - Freigang vom Thermostatgehäuse zur Wasserpumpen-Riemenscheibe beachten !
      - Brennräume angleichen
      - Ventile des Rekord A verwenden, Ventilteller nacharbeiten, Sitzbereich ganz nach außen legen
      - Zylinderkopf (Kanäle) sorgfältig glätten und ggf. auf das Maß der zentrierringe erweitern, dazu das Saugrohr passend verstiften und ebenfalls nacharbeiten (Zentrierring entfällt)
      - Vergaserdurchlaß auf 40mm aufweiten und Vergaser des BMW 1802 oder 2002 verwenden (das ist ein 40ger Solex-Einfachvergaser mit Lufttrichter 30mm) Hauptdüse um 5....10 größer wählen (Versuch)
      - auch der Vergaser des Rekord C 1,7S ist gut geeignet (35mm Drosselklappe und 28mm Lufttrichter), hier muß aber die Startautomatik umgebaut werden.
      - Riemenscheibe der Wasserpumpe vom Rekord A nehmen (ist kleiner und dreht deswegen schneller)
      - 2-flutige Abgasanlage verwenden (Eigenbau von vorn bis hinten), Auspufftöpfe in Absorbtionsbauweise verwenden, (Manta / Ascona A/B, z.b. 1,9l) eventuell vorhandene Drosselstelle sorgfältig erweitern (mit einer Presse nacheinander Kugeln mit zunehmendem Durchmesser durchdrücken, gibt es bis zum Durchmesser 50,8mm (2 Zoll) bei jedem Kugellagerfritzen.
      - der Anlasser des Rekord A paßt nicht in die P´s, er stößt gegen das Lenkgetriebe, der P-Anlasser liegt aber sehr dicht am 2-flutigen Abgaskrümmer: Lagerschild des P-Anlassers an den Befestigungsbohrungen so umarbeiten (Langlöcher), dass er etwas vom Auspuffkrümmer weggedreht werden kann.
      - Zahnteilung beachten ! Der Rekord A hat eine feinere Zahnteilung, als alte P-Modelle, Anlasserritzel und Zahnkranz des Schwungrades müssen zueinander passen, ggf. umbauen
      - Schwungrad stark erleichtern und Druckplatte vom CIH mit 203mm Kupplung verwenden (das ist nicht ganz einfach, weil Übergangsbolzen exakt in das alte Schwungrad eingesetzt werden müssen, mit Zentrierung und einerseits M8 / andererseits M10 Gewinde
      - Schwungrad + Kupplungsdruckplatte+ Kurbelwelle EXAKT neu wuchten (Schenk-Roto)
      - Kupplungswanne des Rekord A verwenden, der Rekord A hat eine Wanne aus Aluminium, die den offenen Querschnitt des Kupplungsgehäuses schließt und die Biegesteifigkeit des Motor / Getriebe - Zusammenbaus steigert (Anschluß über 2 Arme an den Motorblock), die Bohrungen dazu hat nur der A-Rekord.
      - unbedingt einen Luftfilter mit Papiereinsatz verwenden, Manta / Ascona / Rekord und umarbeiten, siehe dazu das Bild. Die serienmäßigen Filter der P´s und A-Rekorde sind innen mit Drahtgespinst gefüllt, neigen zum "inneren Rosten" und sind ungeeignet für höheren Luftdurchsatz.

      Beim P: Empfiehlt sich die Änderung der Motoraufhängung, sie ist falsch konstruiert und von der Eigenfrequenz her falsch abgestimmt. Die Gummianteile sind auf Schub belastet, das führt schon nach kurzer Zeit zum Setzen (Motor sackt ab). Bei Stoßanregung schwingt das Aggregat auch unangenehm nach (Stuckern). Hier kann man Lager des BMW 316 / 318 anpassen und mit Motorschwingungsdämpfern kombinieren, dann wird ein zufriedenstellendes Schwingverhalten, gute Akustik und annehmbare Lebensdauer erreicht, der rote Motor hat das so.

      So, das ist eine lange Geschichte...….und bis zum Erfolg habe ich VIEL Lehrgeld gezahlt ! Von einigen Umfängen habe ich Zeichnungen oder Fotos angefertigt, im Herbst werde ich mal den P und den 57ger von unten fotografieren
      (TÜV-Bühne) und die Bilder einstellen, wie die Abgasanlage läuft und die zweiteilige Kardanwelle aufgehängt ist.