Motor, Getriebe und Kupplung, fragen über fragen

      Motor, Getriebe und Kupplung, fragen über fragen

      Guten Abend,
      nachdem ich trotz extrem undichtem Motor und Getriebe TÜV bekommen hab, habe ich mich noch dazu durchgreungen den Motor aus zu bauen.

      Um Ihn etwas zu überarbeiten und neu abzudichten. Inzwischen ist der motor großenteils zerlegt, dabei tut sich aber die eine oder andere Frage auf.
      Das gganze sieht zur Zeit so aus...

      Die meisten Anbauteile sind entfernt, der Zylinderkopf und Krümmer Bleiben dran, da hier schon neue Dichtungen verbaut sind.

      1. Die Kupplung, neben dem kratendem Ausrücklager mit etwas Spiel (wo bekomme ich ein beazhlbare her? habe bisher nur bei Haslp eins für 120€ gefunden)
      sehen die Kupplungsbeläge ganz okey aus. Das Schungrad hingegen sieht komisch aus, auf der Fläche an der die Kupplungsbeläge anliegen hat es hunderte kleine Risse die Teilweise auch auf dem Bild zu erkennen sind. (Weislichen riefen auf dem Bild)

      Die Rissen kommen mir sehr komisch vor... ist das normal?

      2. beim Ausbauen des Motors ist aufgefallen das einiges an Öl auch aus dem Getriebe kommt, hier wurde der Fehler als alter Simmerring der an der Getriebeeingaswelle sitzt gefunden.
      Aber zum Problem die Getriebeeingangswelle hat spiel und lässt sich richtig auf und ab wackeln. Das Vordere lager der Eingangswelle lässst sich um 1cm herrausziehen? muss das so sein? ansonsten werde ich das Getriebe einmal teilweiße zerlegen...

      Vielen Dank das ihr euer Wissen mit mir teilt!!

      Mfg
      Friederich Eberle

      Ccleaner schrieb:

      Aber zum Problem die Getriebeeingangswelle hat spiel und lässt sich richtig auf und ab wackeln. Das Vordere lager der Eingangswelle lässst sich um 1cm herrausziehen?

      Das ist normal weil, die Welle ja nicht durchgehend ist.
      Die Eingangswelle stützt sich nach vorn am Pilotlager in der KW ab, wie Bernd schon in einem anderem Beitrag beschrieben hat solltest du das evtl. auch erneuern.
      Das Längsspiel wird mit der Kupplungsglocke und dem Federring erzeugt.
      Laut WHB solltest du die Eingangswelle mit einem Blech nach dem Ausbau sichern.
      Gruß Werner
      P1 mit Olymat & Faltschiebedach / P1 PickUp Rechtslenker aus Kreis Paderborn

      Ccleaner schrieb:

      Das Vordere lager der Eingangswelle lässst sich um 1cm herrausziehen? muss das so sein?


      Das die Welle herausgezogen werden kann ist normal. sollte bzw. darf aber nicht gemacht werden, da dabei unter Umständen die Syncronkörper aus Ihren Sitzen fallen können.
      Deshalb ist auch in der Anleitung beschrieben das nach Lösen des Getriebes das Halteblech eingebaut werden soll, was leicht selber herzustellen ist.
      Besorg Dir bitte mal das WHB und gehe mal die Punkte durch um weitere Fehler zu vermeiden.
      War denn die Federscheibe unter der Führung fürs Ausrücklager verbaut und auch richtig rum? Wenn die fehlen sollte läuft das Getriebeöl ständig raus.








      Wir leben Autos "Opel der Zuverlässige" :wink:
      Moinsen,

      mittlerweile habe ich von einigen Spezis gehört das diese die Führungshülse innen mit zweikomponenten Material bestreichen und dieses wieder auf Maß bzw.dann wieder "glatt" ausdrehen. Soll halten,selbst verwendet bzw. gesehen habe ich es allerdings noch nicht...wir arbeiten dran. :)

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Wenn Dir gut gebrauchte Kupplungsteile und Schwungrad reichen, kann ich Dir mit einem Satz helfen, den ich gerade ausgebaut habe. Kommen von einem 2,6er 6-Zylinder, sollten aber passsen. Bei mit übrig, weil an meinen Motor eine Hydramatic dran kommt.
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken
      Guten tag,
      der motor ist inzwischen wieder Zusammengebaut hat alles gut geklappt.

      @schaper danke für das Angebot aber die "Risse in der Schungscheibe dürften egal sein und der belag der Scheibe war noch gut.

      nun hattre ichgedacht ich bin jetzt schon fertig mit dem Zusammenbau... wollte noch kurz den Wellendichtring an der Getriebeverlängerrung wechseln und hab dabei dummerweiße die laufbuchse für die kKardanwelle zerstört.... dumm wie ich bin ich Äger mich grad noch nur über mich selbst, habe ich dann einfach mal die Getriebeverlängerung abscheschraut und daran gezogen um festzustellen das Sie nicht herrausgeht. (Dumm weil ich zuvor nicht geschaut habe wie das ganze aufgebaut ist...) das Ende vom lied ist das die Gleisteine beim 2,3 Gang hrrausgerutsch sind und ich am verzweifeln bin ...
      Macht mich ruhig fertig wegen meiner Dummheit.... habs nichtanders verdiehnt!

      Muss ich das getriebe jetzt komplett zerlegen um die Steine wieder rein zu bekommen? Was soll ich machen?

      Danke für die Hilfe...

      mfg
      Friederich Eberle

      Ccleaner schrieb:

      Dumm weil ich zuvor nicht geschaut habe wie das ganze aufgebaut ist.

      Zunächst wäre da hilfreich das Technische Grundbuch "Voll-Sperrsynchr. 3-Gang-Getriebe".
      Die Gleitsteine fallen schon mal raus, wenn man ungeschickt mit dem Getriebe hantiert.
      Im Handbuch wird empfohlen, zum Zusammenbau einen Gummiring drumzulegen, den man zur rechten Zeit wieder zerreißt und wegwirft.
      Welche Teile sind denn wirklich kaputt? Hilft Dir ein Schrottgetriebe für 50 € incl Versand zum Üben?
      Der Senior-Typreferent für P-Rekord in der AltOpelInteressengemeinschaft *119
      So eine neues Update,
      in den letzten Wochen hab ich den Motor lackiert, mit den neuen Dichtungen versehen und eingebaut. (Bilder Folgen noch)
      Ebenfalls habe ich den Motorraum mit Wagenfarbe nachlackiert.
      Vor der ersten Probefahrt muss das Getriebe nocheinmal ausgebaut werden da ich das falsche Ausrücklager verbaut habe.. ( der ausrrückhebel hat am Lager gekratzt... )

      Allerdings nach der ersten Probefahrt der Schock... es läft noch mindestens genau soviel Öl aus der Kupplungsglocke wie zuvor, oder sogar noch mehr.
      Das Öl ist noch immer aus der Kurbelwellendichtung richtiggehend rausgelaufen.
      In der Hoffnung das ich nur vergessen habe das Lager richtig anzuziehen, habe ich kurzerhand die Vorderachse ausgebaut um die Ölwanne zu entfernen.

      Die Dichtschnur sah nun Folgendermaßen aus:
      Total ausgefranzt an den Enden und das Fettartige auf der Dichtfläche zur Kubelwelle fehlt komplett, das gewebe der Schnur ist teilweise Schon zuerpflückt...

      Ich denke das ich das Ding flasch eingebaut habe ist offensichtlich, nur was habe ich Falsch gemacht??!
      Ich habe die Dichtschnur nicht Eingeklopft, nur so stark wie möglich mit den händen eingedrückt... da ich natürlich nicht das passende Werkzeug hatte und erlich gesagt nicht erwartet habe das das sooo wichtig zu sein Scheint.
      Desweiteren hatte ich probleme beim ablängen der Dichtschnur trotz nagelneuem Teppichbodenmesser, die Schnur war leicht ausgefranzt am ende. Aber nicht ansatzweise so stark wie auf dem Bild zusehen ist....

      ist das Wirklich alles welche erfahrungen hat ihr damit gemacht? Die Dichtschnur war ca 1 Jahr alt, allerdings immer Staubgeschütz verpackt und war aus dem Motordichtsatz von Halsop Autoteile.
      Wie würdet Ihr nun weiter machen? Ich hab keine lust den Motor nocheinmal auszubauen... Die Kurbelwelle bei eingebautem Motor ausbauen??! (davor Getriebe ausbauen)

      Ich bin dankbar um jegliche tipps und Hilfen!!
      Welchen Durchmesser hat denn das Einschlagwerkzeug für die Dichtschnur? (dann könnte ich mir eines Drehen)

      Mfg
      Friederich Eberle
      Hallo Friederich,

      das Einschlagwerkzeug hat den Durchmesser des Kurbelwellenzapfens minus etwa 0,1-
      0,2mm. Nachdem du die Dichtschnur eingeschlagen hast, mit dem Cutter bei noch einelegtem Werkzeug plan abschneiden. Das geht ganz ehrlich am besten, wenn du den Motor ausgebaut und auf den Kopf gedreht hast. Eine Frage, bist du sicher, daß es wirklich da ausläuft? Da ist auch noch der Verschlussstopfen der Nockenwelle daneben. Das ist ein großer Froststopfen, da kann's auch gerne mal undichtigkeiten geben.

      Grüße ausm Osten
      Ina -> Opel Ascona B 16N Automatik 2-Türer EZ 02/1978
      Jens -> Opel Olympia Rekord P2 1700L 2-Türer EZ 02/1963
      Vespa V50N Spezial Rundlenker EZ 06/1973
      ​Simson SR50 CE EZ 03/1989
      Zwischen Motor und Getriebe gehört eine Dichtung. Die hatte ich damals vergessen und es tropfte nach jedem Stillstand.
      Grüße von Günni aus Hagen :wink:

      Opel Rekord P2 4TL 1700ccm EZ 1962
      NSU Fox 125ccm BJ 1951
      NSU Fox 125ccm BJ 1952
      Demm Ping Pong 50ccm BJ 1976
      Wohnort: 58099 Hagen

      Hallo, Danke für die Antworten.

      @ Jens das Öl läuft eigentlich nur wenn der Motor läft... bei laufendem Motor ist das Öl an der nat der beiden Lagerschalen das erste mal sichtbar, aber ausschließen kann ich den Stopfen der Nockenwelle nicht.
      das werde ich nocheinmal überprüfen wenn die Kurbelwelle drausen ist.
      Das richtige Ablängen des Rings ist echt Problematisch, Das material lies sich nicht richtig Schneiden, auch nicht an der ausgebauten Lagerschale...

      @ Guenter Die Dichtung Zwischen Kupplung und Getriebe habe ich eingebaut, das ist Dicht, das Öl kommt garantiert von der Motorseite.

      Ich habe gelsen das bei Mecedes Motoren mit Borgmannring die Kurbelwelle eine leichten Drall hat um das Öl wieder zurück zu fördern... Wie ist das bei Opel?

      Was meint Ihr zu der Idee die Kurbelwelle bei eingebautem Motor ausbauen?

      mfg
      Friederich Eberle
      Hallo,
      die Dichtschnur ist eine Graphitschnur und sollte in gepresstem Zustand, also mit eingelegtem Einschlagwerkzeug, ohne auszufransen, mit einer neuen Cutterklinge völlig problemlos zu schneiden sein.
      Ich vermute mal, daß deine Dichtschnur bereits überlagert gewesen ist, denn normalerweise sind die gefühlt ein wenig schmierig, wenn sie gut sind und fransen nicht aus.
      Auf deinem Bild sieht die auch ziemlich hell aus. Die sind eigentlich ziemlich dunkel, fast schwarz, wie ne Bleistiftmiene eben.
      Kupplungsseitig ist kein Drallkanal eingearbeitet. Stirnseitig ist auf der Nabe der Riemenscheibe eine Rückförderschnecke eingearbeitet. Die läuft in eingebautem Zustand im Korkring des Räderkastendeckels.

      Viele Grüße aus Chemnitz
      Ina -> Opel Ascona B 16N Automatik 2-Türer EZ 02/1978
      Jens -> Opel Olympia Rekord P2 1700L 2-Türer EZ 02/1963
      Vespa V50N Spezial Rundlenker EZ 06/1973
      ​Simson SR50 CE EZ 03/1989
      Tach Ccleaner
      Dein Kurbelwellendichtring sieht für mich so aus wie ein sogenannter Stopfbuchs Packungsring. Da gibt es die verschiedensten
      Anforderungskriterien die so ein Material haben kann. Ich habe das mal mit einem Ring von der Marke mit dem Stern probiert.
      Ist nicht dicht geworden, vielleicht lag es an dem anderen Querschnitt des Materials ?
      Am besten sind für mich die Originalen Opel. Wenn Du welche auftreiben kannst, achte darauf das sie nicht Steinhart sind.

      Rolo
      Hallo nomachl,
      @ Jens Die Dichtschnur war auch in Grapihtfett gehüllt, dadurch das ich sie nicht eingeschlagen habe gehe ich davon aus das es das fett abgearbeitet hat.
      Das mit dem Abschneiden der Dichtschnu,r hat nach einklopfen mit einem 60mm material extrem sauber und gut funktioniert, daran sieht man bereits das das einschlagen der Schnur essentiell ist. (hab ich mit der Dichtschnur nochmal getestet)

      ich baue den Ring heute Abend mal ein und werde Ihn dann testen, ich habe jetzt einen von Classic parts und hoffe das es damit klappt. zuvor hatte ich ja auch einen Dichtsatz für den P2 Motor wobei die Dichtung bestimmt aus neuer produktion war.
      zum Durchmesser des Einschlagwekrzeugs... Muss das nicht den Durchmesser der Lagerbuchse haben? im WH ist auf den Bildern die Lagerbuchse drausen und wird erst danach eingebaut. (macht immerhin 5 mm differenz im durchmesser).

      Danke für die Hilfreichen Antworten!!
      mfg
      Friederich Eberle
      Hallo Friederich,
      nach der Motorüberholung von meinem P I musste ich diese Burgmanndichtstreifen
      noch 2 Mal wechseln. Wir nehmen an, dass diese Dichtstreifen verbrannt waren,
      weil sie zu stramm gesessen haben. Die ersten haben ca. 15 000 km gehalten,
      dann habe ich diese getauscht und wahrscheinlich zu stramm eingebaut... danach habe
      ich mir ein Einschlag/Einziehwerkzeug bauen lassen und dieses Jahr musste ich diese
      Arbeit nach ca. 7 000 km wieder machen... ich hoffe, dass ich das jetzt besser hin bekommen habe.
      Mein Rat: nimm wenn es irgendwie geht Original Teile. Die sind von der festigkeit die
      bessere Wahl. Hier mal ein Bild mit den Maßen für das Werkzeug.
      Den Motor wirst du noch einmal zerlegen müssen. Bei fragen einfach melden.
      Bilder
      • P 6 Spezialwerkzeug Burgmanndg..jpg

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      Grüße aus Waldaschaff
      Wolfgang


      Opel gut, alles gut!
      Opel P I / Bj. 4/60 in der Schweiz gebaut
      Opel Rekord C Coupè / Bj. 3/70