Sooo, jetzt isser kaputt

      Hallo Leute,
      Erstmal danke für die Beileidsbekundungen,
      Ich hoffe auch das es schnell und gut gemacht wird.
      Mir ist auch klar das es Interpretationspielraum gibt, aber die Eckdaten sind abgeklärt.
      Sollte ich keine Komplettüberholung bekommen, wie es verkauft wurde, ist das ein
      Sachmangel und erfüllt bei der jetzt anstehenden Überholung wenn sie nicht korrekt
      stattfindet den Tatbestand des Betruges mit Vorsatz.
      Ich denke, das ist dem Verkäufer auch klar.
      Die Verkaufsanzeige ist bei mir gespeichert und somit als Beweis und Grundlage jederzeit verfügbar,
      also alles in allem ne recht gute Ausgangslage.
      Gruss Andre

      Harzhopper schrieb:

      Das Wertgutachten sollte ja ein Datum haben. Aber wie erkennt der Prüfer von außen, wann neue Lager reingewandert sind ?


      Im besten Falle an einer Lückenlosen Wartungsmappe ;)

      Aber ansonsten würde ich denken,gar nicht...
      Fahrzeuge
      Astra H Caravan schwarz 2009

      Kadett C Signalgrün 1979
      Commodore A coupé silber 1967
      WUNSCH = Rekord P1 2 türig ES MUSS Bj 1957 sein !

      Simson Schwalbe Rot/weiß 1985
      Kreidler Florett silber/beige1966
      DKW Hummel Standartblau 1957

      Arni schrieb:

      wie war das noch mit den modernen Ölen??


      Mein (nicht belegbarer) Informationsstand ist,
      dass die modernen Öle die alten Lagerschalen angreifen.
      Jetzt weiß ich natürlich nicht, ob bei so einer Überholung NOS-Teile, oder moderne Materialien verwendet werden.

      Bei der rechtlichen Seite helfen nur Rechnungen mit Datum und der vertragsmäßig zugesicherte Zustand.
      Steht im Kaufvertrag nix Konkretes drin und es fehlen dazu noch die Rechnungen wird´s wahrscheinlich schwierig.
      Und ob man den Vor-Vor-Besitzer überhaupt belangen kann, dazu sollte mal ein Jurist was sagen - mit dem hast du ja gar kein vertragliches Verhältnis.
      Bei Privat an Privat Verkäufen gibt es sowieso keine Gewährleistung. Und das an einem 60 Jahre alten Auto schon mal was kaputt gehen kann...

      Ich wünsche viel Glück
      Schöne Grüße

      Dirk
      "Tausi" :wink:

      aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
      "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C
      Das mit den modernen Ölen ist Quatsch...

      Bei Privat an Privat Verkäufen gibt es sowieso keine Gewährleistung. Und das an einem 60 Jahre alten Auto schon mal was kaputt gehen kann...


      Das ist so nicht richtig. Es gibt grundsätzlich IMMER eine Gewährleistung, nur, bei Privat an Privat kann diese "ausgeschlossen" werden.
      Das muss sie aber auch, und zwar ausdrücklich... Da rein zu schreiben "keine Garantie" oder "Privatverkauf" kann man sich komplett sparen, dass ist nichts wert !

      Was sich allerdings gar nicht ausschließen lässt, ist eine "zugesicherte Eigenschaft" im Kaufvertrag. Und wenn da drin steht, die Karre ist blau, dann hat sie blau zu sein und nicht grün, der VK schuldet ein blaues Auto. Egal ob er sich verguckt hat, oder die Gewährleistung ausgeschlossen hat... Deshalb sollte man mit solchen Zusagen wie "Motor überholt" oder "Rostfrei" oder "technisch einwandfreier Zustand" sehr sehr vorsichtig sein...

      Das Problem heut zu Tage ist eher, dass Oldtimer von Leuten gekauft werden, die Neuwagenfahrer sind und mit dem Oldtimerhobby nicht wirklich was zu tun haben und gar nicht verstehen, dass sie ein 60 Jahre altes KFZ kaufen und was das bedeutet. Und auch nicht, was Autofahren vor 50 oder 60 Jahren bedeutete...
      Aus heutiger Sicht, wo sämtliche Autos den 100.000km Dauertest sogar 100% Störungsfrei schaffen, ist n Opel Rekord IMMER kaputt...
      Wenn man sich son 50.000km Dauertest von damals durchliest, dann weis man worauf man sich einlässt.
      Heut zu Tage hätte ein Rekord P1, der damals als gutes, zuverlässiges und solides Automobil getestet wurde, einen Eklat in der gesamten Autopresse gebracht und der Test wäre nach 10.000km als "völliger Schrott" abgebrochen worden...

      Mark schrieb:

      Das mit den modernen Ölen ist Quatsch...

      Das Problem heut zu Tage ist eher, dass Oldtimer von Leuten gekauft werden, die Neuwagenfahrer sind und mit dem Oldtimerhobby nicht wirklich was zu tun haben und gar nicht verstehen, dass sie ein 60 Jahre altes KFZ kaufen und was das bedeutet. Und auch nicht, was Autofahren vor 50 oder 60 Jahren bedeutete...
      Da ist etwas dran. Heutige Neueinsteiger gehen anders an die Schrauberei heran als wir, die mit den alten Opels großgeworden sind.

      Aber,

      Mark schrieb:


      Aus heutiger Sicht, wo sämtliche Autos den 100.000km Dauertest sogar 100% Störungsfrei schaffen, ist n Opel Rekord IMMER kaputt...
      Wenn man sich son 50.000km Dauertest von damals durchliest, dann weis man worauf man sich einlässt.
      Heut zu Tage hätte ein Rekord P1, der damals als gutes, zuverlässiges und solides Automobil getestet wurde, einen Eklat in der gesamten Autopresse gebracht und der Test wäre nach 10.000km als "völliger Schrott" abgebrochen worden...
      Sorry, aber das ist nun Quatsch!
      Ganz abgesehen davon, inwieweit man der Objektivität heutiger Dauertests trauen kann: In puncto Zuverlässigkeit waren unsere Autos vor 60 Jahren unterm Strich betrachtet auch nicht schlechter. Gewiß gab es hier und da immer wieder ärgerliche Mängel, aber kaum ersthafte mechanische Zusammenbrüche, die nicht auf die Schnelle behebbar gewesen wären. Mit der heutigen Elektronik sieht es da nämlich ganz anders aus!

      Mit einem Stirnradwechsel konnten die OHV-Maschinen locker 150 TSD km -und wenn nicht auch viel mehr- locker ohne Überholung durchhalten. Hier spreche ich jetzt mal als Zeitzeuge. Der Slogan "Opel der Zuverlässige" hatte -zumindest was die Vorkriegskonstruktionen anbetrifft- seinerzeit durchaus seine Berechtigung. Kaum ein P1 oder Rekord A wurde damals wegen eines Motorschadens verschrottet, denn das Problem lag schon immer viel mehr beim Rost. Und zwar auch schon damals, denn viele schafften deshalb oft den dritten TÜV schon nicht mehr. Da konnten sich gar keine weiteren Erfahrungswerte über die Lebensdauer der Mechanik einstellen.

      Allerdings änderte sich das ab der 2. Hälfte der 60er Jahre nach Einführung der CIH-Maschinen bei Opel ein wenig, wie sich in den ADAC-Praxistests zeigte, wo Opel-Modelle zeitweise in puncto Zuverlässigkeit nur noch das Mittelfeld belegen konnten und sogar der Konkurrenz aus Frankreich unterlegen waren. Interessant dabei, daß die Zuverlässigkeit meist mit zunehmender Motorstärke abnahm. Fast hätte ein Diplomat B V8 im Jahr 1973 die Silberne Zitrone bekommen!

      Aber auch das dürften Ausreißer gewesen sein. Ich konnte in den 80ern z. B. mit einem Commo A 150 000 km zurücklegen, ohne jemals an der Maschine eine Schraube lösen zu müssen.

      Um auf den konkreten Fall zurückzukommen: Das bis heute erhaltene Material an historischer Opel-Technik läßt heute wenig Rückschlüsse auf dessen einstige Zuverlässigkeit zu damaligen Zeiten zu, denn wir müssen bedenken, daß selbst gut erhaltene bzw. unrestaurierte Fahrzeuge über all die Jahre kaum eine Pflege mit anhaltender Kontinuität erfahren haben! Anders ausgedrückt: Irgendwelche Ignoranten waren da immer irgendwann mal am Werk, was seine Spuren hinterließ. Da würde schon mal so mancher Ölwechsel ausgelassen oder lange nicht nach dem Ventilspiel geschaut oder längere Zeit mit Frühzündungsklingeln gefahren. Und selbst wenn nicht, wurden Brot-und-Butter-Autos wie es unsere Opels nun mal sind, meist auch nur unter low-Budget-Bedingungen in Betrieb gehalten.

      Und selbst wer sich heute völlig blauäugig einen vermeintlich "vollrestaurierten" P1 für einen stolzen Preis anschafft, wird kaum 100 TSD völlig störungsfreie Kilometer erwarten!

      Ach ja, apropos: Test nach 10.000km als "völliger Schrott" abgebrochen!
      Diesen Fall gab es damals tatsächlich: Und zwar 1963 beim VW 1500 S (Typ 3), der bei einem großen Vergleichs-Dauertest der Zeitschrift "Stern" (glaube ich) vorzeitig ausschied, wegen zu vieler ständiger Mängel!
      Angeblich verklagte das VW-werk die Zeitschrift auf Schadenersatz, mit der Behauptung, die Testfahrer hätten den VW stärker getreten als die Konkurrenten, um VW möglichst schlecht dastehen zu lassen! Weiß im Moment nicht wie das ausgegangen ist, aber welches Tester-Team würde sich heute noch trauen, sich mit einem solch mächtigen Industriegiganten anzulegen, wenn selbst Bundespoltik, Kraftfahrt-Bundesamt und Justiz vor denen einknickt?

      Möge sich jeder selbst seine Meinung dazu bilden.

      Tschüß
      Klaus
      Ganz abgesehen davon, inwieweit man der Objektivität heutiger Dauertests trauen kann: In puncto Zuverlässigkeit waren unsere Autos vor 60 Jahren unterm Strich betrachtet auch nicht schlechter. Gewiß gab es hier und da immer wieder ärgerliche Mängel, aber kaum ersthafte mechanische Zusammenbrüche, die nicht auf die Schnelle behebbar gewesen wären. Mit der heutigen Elektronik sieht es da nämlich ganz anders aus!


      Also heutige Neuwagen fahren den 100.000km Dauertest teilweise sogar mit einem Satz Bremsbeläge durch und Erstbestückung aller Glühlampen... 5er BMW z.B. brauchte auf 100.000km 1 Satz Bremsbeläge, 1er brauchte Scheiben, Beläge und n Satz Wischerblätter, Honda Jazz spult die mit nem Satz Bremsbeläge und ner klappernden Rücksitzbank ab, Kia Venga hatte doch 1 defekte Glühlampe...

      Bei so nem Opel Rekord kann man viele Kleinigkeiten schnell reparieren, ja, muss man aber auch. Alleine schon die Wartung, Abschmierdienst alle 1500km, Inspektion beim P1 alle 3.000km, für 100.000km steht son Auto demnach schonmal 66 mal in der Werkstatt...
      Aber auch die Lebensdauern, klar, die Motoren können 150.000km schaffen, idr. mit dem 2. Satz Stirnrädern, der 2. Wasserpumpe und der 2. bis 3. Lichtmaschiene weil die Gleitlagerbuchsen hinten nicht halten. Aber auch genug Motoren waren schon nach 60.000km verschlissen...
      Die Drosselklappenwelle ist bis dahin ebenfalls völlig ausgebombt, genau wie die Zündverteiler, wobei man da ja eh laufend Kontakte tauscht und nachölen muss... Die Schaltgestänge halten in Neu 50.000km bis wieder der Hebel wieder aufm Boden liegt, klappern tun die vom ersten Tag, selbst beim Neuwagen... Die Getriebe halten, Kupplungen hatten damals bei dem schlechten Originalmaterial ne Lebensdauer von 40, 50.000km maximal, eher auch nur 30.000km, Bremsbeläge machten 40-50.000km, nach Kardanwellen dröhnten und jaulten vom ersten Tag an und die Lebensdauer der alten mechanischen Blinkgeber war auch beschränkt.
      Die Qualität der Gummiabdichtungen von Scheinwerfern, Blinkern und Rückleuchten war so toll, dass nach einigen Jahren die Leuchten schon komplett verrostet waren, ganz zu schweigen von sonstigen mechanischen Problemchen durch abfallende Schrauben, usw. usf.
      Die Achsschenkelbolzen vorne waren auch so Dauerausgeschlagene Konstruktionen, genau wie z.B. Spurstangenköpfe je nach Produktionsschwankungen nach 10.000km wieder kaputt waren, ...
      Die Frontscheibenkonstruktionen im P1 waren auch nur selten wirklich Wasserdicht...

      Über den damiligen Korosionsschutz sprechen wir besser gar nicht...
      ja der Mark zählt alle meine Dauerbaustellen auf gefühlt liege ich da für jeden Kilometer 1 Tag unterm Auto. Ich schiebe es immer auf die Vorgänger: Nix gemacht die Hünd. Die mechanische Uhr hast Du vergessen. Nach jedem Winter will die nicht mehr. Tankanzeige ist auch ein Dauerthema.
      Mit Uhr und Tankanzeige habe ich keine Probleme.
      Eher hatte ich schonmal Theater mit losrappelnden Schrauben der Lichtmaschine :D

      Ich kenne die Geschichte ja selbst auch nur aus z.B. dem 50.000km Dauertest, ich hatte auch mal n Test der Daimler-Benz AG wo man 10.000km nen neuen Rekord P2 gefahren ist und dann zerlegt hat und gegen die kleine Flosse verglichen hat, usw. usf. Dazu aus div. Fahrzeugschlachtungen und Dokumenten, wo wie gesagt auch schon mal nach 60.000km n Motor aufm 3. Zylinder keine Kompression mehr hatte und erneuert wurde (so mit Rechnung, Kompressionsschreiberkarte & Co).

      Die Leute die son Auto damals neu gekauft haben, sind aber mitlerweile auch alle tot und können da wohl nix mehr zu sagen...

      Auch ist mein P1 ja bekannter Maßen seit 1959 in Familienbesitz, ich bin mit dem Auto über 50.000km gefahren und habe es die ersten 3 Jahre im Alltag gefahren, 10.000km pro Jahr (im Sommer).
      Dazu habe ich mit div. Panoramas noch mal 10.000km zusammen gefahren...
      Auch mein Papa hatte mal ne P1 Limo. Der Motor läuft heute in meinem Kombi, war aber damals schon n A-Rekord Motor, weil bei der Limo der Motor wohl auch verreckt ist. Den Originalmotor hat mein Onkel irgendwann mal verscheuert, der war ok, stand bis dahin aber so lange dass sich auch da vom stehen die Lager aufgelöst haben, und der nächste Besitzer hatte da nicht lange Spass dran.
      Heute wissen wir, die viel mit den Autos zu tun haben, dass man einen Phase 1 oder Phase 2 Motor gebraucht nicht mehr einbauen braucht, weil schon vom stehen die Lager kaputt gehen, dass dauert wenn son Motor n paar Jahre rumstand oft keine 1500km, dann haben die nen Lagerschaden...

      Natürlich fahren die Autos zuverlässig, keine Frage. Die zuverlässigkeit kommt aber nicht daher, dass sie nicht kaputt gehen, sondern dass sie auch in kaputt mit ner defekten Lichtmaschine, nem zerrappeltem Vergaser oder nen paar fehlenden Schrauben oder nem durchgebranntem Ventil auf 3 Zylindern trotzdem fahren und von selbst in der Werkstatt ankommen oder mit n bisschen Klebeband und Draht am Straßenrand wieder zusammen gebastelt werden können.

      Ich selbst bin mit meinem P1 jedenfalls noch nie liegen geblieben. Das Auto ist eigentlich nur einmal liegen geblieben, dass war ca. 1969, da ists Stirnrad verreckt.

      Viele der Autos fahren halt auch sehr wenig KM, meiner ja mitlerweile auch, viele Leute fahren nur 300, 500km im Jahr damit.
      Wenn son Auto nun den Besitzer wechselt, der das neu hat und als neues Lieblingsspielzeug und fährt dann 3000 oder 5.000km damit im Jahr, dann treffen den auf einmal die Reparaturen, die ein anderer in einem Jahrzehnt gehabt hätte...

      Sicherlich steckt dann der Rost schon in den Radbremszylindern drinnen, die hätten bei wem anderes noch Jahre gehalten, werden nun aber wenn sie erstmal richtig KM machen aber einer nach dem anderen undicht, die Steckachsen werden undicht, verharzte Schmierstoffe in Wasserpumpe, Anlasser und Lichtmaschine melden sich, die Wellendichtringe am Getriebe usw. usf. kommen, dann evtl. totes Fett in den Kreuzgelenken führt zum nächsten Ausfall, oder im Verteiler dazu dass sich da auch nix mehr verstellen kann, weil alles verklebt ist, ...

      Wenn man nun so ein Auto kauft, kann man mit der ein oder anderen Sache mehr oder weniger Glück haben, aber oft (nicht immer) repariert man son Auto bis man damit zuverlässig KM fahren kann, einmal durch... Und wenn am Ende noch der Motor steht, dann hat man Pech gehabt.
      Das ist halt so bei den Autos, und man sollte das einplanen und nicht meinen, weil das Fahrzeug TÜV hat (Momentaufnahme) hätte man "2 Jahre Ruhe"...

      Wenn man so ein Auto natürlich mit einem "überholtem Motor" lt. Kaufvertrag kauft, dann ist das an der Stelle etwas anderes.
      Aber im Allgemeinen sollte man Rücklagen haben und sich darauf einstellen...

      Wer also zwei linke Hände hat und selbst einfache Dinge nicht hin bekommt, sollte sich überlegen ob er sich wirklich so ein Auto kauft und eine passende Werkstatt in der Nähe und ein entsprechendes Reparaturbudget haben...
      Das sind einfach keine Autos für Leute mit 2 linken Händen... Schon zu Lebzeiten wo die neu waren, war da immer was dran zu tun, und wenn mal nur ne Schraube nachgezogen werden musst, der Vergaser mal wieder nachgestellt werden musste, nach dem Öl geschaut werden musste, etc. dass sind einfach Dinge, die ein normaler Autofahrer früher konnte ! Nicht nur Bremsen, Lenken, Blinken und Gasgeben, sondern einen P1 Vergaser zu zerlegen und zu reinigen, oder eine Kraftstoffpumpenmembran zu ersetzen, Öl zu wechseln oder die Vorderachse ab zu schmieren, dass hat man früher als Autofahrer gemacht, oft schon von klein auf gelernt, dass war ganz normal.

      Heute lernen sie nur Bremsen, Lenken, Gasgeben und Blinken, die Generation kauft dann Autos, die eben mehr erfordern, und rennt zum Anwalt wenn das so nicht klappt...
      jetzt hat der Mark einmal richtig Dampf abgelassen sehr schöne und der Wahrheit entsprechende Text ist halt so bei einem Oltimer
      und bei uns Menschen ist es nicht anders heute noch fit un moie Tot es ist schon besser wenn man etwas selber machen kann.

      aber nicht verzweifeln wird alles gut ich bin mit meiner Frau schon 5 mal mit dem P2 fort gefahren und immer am Haken eines anderen
      zurück gekommen jetzt dauert es wieder Jahre bis Sie mitfährt ich kenne das schon dreißig Jahre von meinen Goggomobilen da ist auch dauert was kaputt aber trotzdem liebe ich meine Oldis und natürlich auch meine Frau
      es grüßt euch herzlich Mike aus Rhein/Main :tapfer002: :zunge: :lol:
      Uiuiui,
      Was ist denn hier los,
      Also mach ich nochmal den Erklärbär.
      Als erstes bin ich es gewohnt mit alter Technik unterwegs zu sein,
      den gelben Schandwagen des ADAC brauche ich auch, ADAC Plus sei dank.
      Auch schraube ich seit frühester Jugend, Mopeds/Motorräder und auch Autos,
      die zu jener Zeit für ne schmale Mark zu kaufen waren.
      Jetzt sind die Dinger Young bzw.Oldtimer. (Mist, keinen behalten),
      Zurück zum Opel,
      Ich fuhr mit dem Fahrzeug gerade mal 80 km, somit hatte ich nicht mal Zeit ne Schraube anzufassen, gerade mal den Ölstand gecheckt
      Bei Km 40 klappert er so leicht, das nicht mal mein Kollege der selbst 5 Oldtimer hat, etwas gehört hat.
      Bei Km 80 rollte ich dann mit laufendem Motor aus, der zwar stärker klapperte aber noch lief.
      Daher keine gefressenen Lagerschalen oder Lager.
      Wenn ich ein Fahrzeug mit überholten Motor kaufe, komme ich nicht auf die Idee das ich nur ne Kurzstrecke weit komme.
      Gut, Ihr habt noch keine Fahrzeugbilder gesehen, worauf sich Rückschlüsse auf den Zustand schließen lassen.
      Leider war die Zeit zu kurz, Donnerstag gekauft und per Anhänger überführt, Freitag zugelassen, Samstag Mittag schon platt,
      da blieb keine Zeit für ne Fotosession .
      Bis jetzt ist der Motor beim ersten Instandsetzer gewesen, hat knapp 500 € gekostet, ist vom Händler bezahlt worden.
      Jetzt wird er hoffentlich gut und komplett überholt, wird man ja auch auf der Rechnung sehen können.
      Zur Sache mit dem Vorvor Besitzer,
      Ich kaufte das Auto bei einem Händler, der nur mit Oldtimer handelt, der wiederum kaufte es von einem befreundeten Kfz Meister mit
      eigener Werkstatt, der wiederum selbst 4 Oldtimer am laufen hat (u.a.nen schicken roten 356er), der wiederum kaufte das Fahrzeug von einem Vereinskollegen der vor 3Jahren an Krebs verstarb, somit erübrigt sich die Frage der Überholung da nicht mehr eroierbar.
      Die beiden haben sich jetzt verständigt sich die Kosten zu teilen, der Händler bat mich den Motor dann doch gleich an den Vorbesitzer zu liefern, da der einen Instandsetzer hat mit dem er immer zusammen arbeitet.
      Ich hoffe etwas Licht ins spekulative Dunkel gebracht zu haben.
      Gruß Andre
      PS: das war nur ne Erklärung dessen, was passiert ist, ich habe nichts persönlich genommen,
      Also ich musste hier teilweise derbe lachen ...ok schmunzeln trifft es eher ;)

      ICH denke das man damals eher auf Erfahrungswerte bei der Herstellung zurückgegriffen hat.
      Das sich Fehler einschleichen ist klar wenn man keinen Computer hat der einem Vorsimuliert, welche Kräfte wo auf die Dauer zu einer Störung bzw Ausfall führen / können.

      Das gleiche Gilt für die Karosserie, Rostschutz war damals VERFÜGBAR ! aber meistens hat es keinen interessiert.
      Ich weiß das einige den Unterboden mit Altöl und Schmutz geschützt haben....Opa hats auch so gemacht.

      Allein wenn man sich in meinen geposteten Videos anschaut wie eine Kurbelwelle von HAND gedreht um die zu schmieden

      Und wie hier erwähnt,100.000km mit einem Bremssatz? .... also DAS kommt ja mal auf Fahrweise und Örtlichkeiten an....ich wette als Stadtfahrer ist der Satz beider Hälfte wech oder die Kupplung ^^
      Der Vergleich heute zu damals ,BEHAUPTE ICH ist völlig Sinnfrei,es wäre ja eine riesen Dummheit wenn sich in 60 Jahren nichts verbessert hätte.....

      DAZU gibts sogar ein öffentliches Video, das den Vergleich zeigt ;)


      UND stellt euch mal die Langeweile vor wenn 100.000 rein gar nichts wäre.....wie langweilig ;)
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      Wir müssen unterscheiden zwischen der Lebensdauer von Verschleißteilen wie Bremsbelägen, Wischerblättern, etc. einerseits und der Zuverlässigkeit bestimmter Autotypen andererseits. Beides ist zwar miteinander verflochten, sind aber doch zwei paar Schuhe.

      Man kann nun darüber Streiten, ob man Lichtmaschinenlager, Kohlen, Stirnräder und speziell bei Opel auch Wasserpumpen zu Verschleißteilen zählt. Und wenn Kupplungsscheiben schon nach 5000 km beim Neuwagen schlapp machten (auch das ist damals z. B. beim Rekord C vorgekommen), dann muß sich die Einkaufsabteilung fragen lassen, wieviel sie für gute Qualität beim Zulieferer bereit ist auszugeben.

      Interessant wäre in diesem Zsg. einmal ein belegbarer Vergleich der Lebensdauer zwischen heutigen Repro-Teilen und damaliger Erstausrüsterqualität. Hier hört man nämlich in Alt-Opel-Kreisen oft unterschiedliche Meinungen.

      So wie @Mark es im letzten Beitrag beschrieben hat, habe ich das Auto fahren von Anfang an kennengelernt und als normal empfunden. Und wenn man man damals gegen heute bei der Autoentwicklung vergleicht, komme ich immer wieder zu der Feststellung, daß sich Vor- und Nachteile gegeneinander aufheben. Am meisten vermisse ich bei heutigen Autos die gute Sicht nach hinten, so daß mit Nackenproblemen jede Parklücke zur Qual wird, wenn du keine Heckflossen hast.

      Ansonsten wundere ich mich angesichts des Automatisierungswahns im Auto schon ein wnig, daß heutztage immer noch so viele neue PKWs mit Schaltgetriebe gewünscht werden.

      Tschüß
      Klaus

      altopelfreak schrieb:

      Wir müssen unterscheiden zwischen der Lebensdauer von Verschleißteilen wie Bremsbelägen, Wischerblättern, etc. einerseits und der Zuverlässigkeit bestimmter Autotypen andererseits. Beides ist zwar miteinander verflochten, sind aber doch zwei paar Schuhe.

      Man kann nun darüber Streiten, ob man Lichtmaschinenlager, Kohlen, Stirnräder und speziell bei Opel auch Wasserpumpen zu Verschleißteilen zählt. Und wenn Kupplungsscheiben schon nach 5000 km beim Neuwagen schlapp machten (auch das ist damals z. B. beim Rekord C vorgekommen), dann muß sich die Einkaufsabteilung fragen lassen, wieviel sie für gute Qualität beim Zulieferer bereit ist auszugeben.

      Interessant wäre in diesem Zsg. einmal ein belegbarer Vergleich der Lebensdauer zwischen heutigen Repro-Teilen und damaliger Erstausrüsterqualität. Hier hört man nämlich in Alt-Opel-Kreisen oft unterschiedliche Meinungen.

      So wie @Mark es im letzten Beitrag beschrieben hat, habe ich das Auto fahren von Anfang an kennengelernt und als normal empfunden. Und wenn man man damals gegen heute bei der Autoentwicklung vergleicht, komme ich immer wieder zu der Feststellung, daß sich Vor- und Nachteile gegeneinander aufheben. Am meisten vermisse ich bei heutigen Autos die gute Sicht nach hinten, so daß mit Nackenproblemen jede Parklücke zur Qual wird, wenn du keine Heckflossen hast.

      Ansonsten wundere ich mich angesichts des Automatisierungswahns im Auto schon ein wnig, daß heutztage immer noch so viele neue PKWs mit Schaltgetriebe gewünscht werden.

      Tschüß
      Klaus


      IN JEDEM PUNKT 100% meine Meinung !

      Aber wie gesagt, damals waren die Materialien nicht so hoch vergütet bzw konnten kontrolliert werden (z.B auf Haarrisse oder Lufteinschlüsse mittels Röntken)

      Mein Fahrschulwagen z.B war ein Ford Focus ST man hatte gefühlt eine Heckscheibe von 10x80cm weil die sehr schräg war.
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      So, jetzt muß ich hier mal meinen Senf dazu geben. Materialberechnungen wurden auch in den 50er und 60er Jahren bereits erstellt. Die Auslegung der der Teile wurde immer mit Sicherheit berechnet. Es gab keine Vorgaben für maximale Haltbarkeit. Nehmt Euch allein mal einen Graugußblock mit Kurbeltrieb und versucht den mal anzuheben. Daneben einen 1,8l TFSI aus der VAG Gruppe. Der OHV wiegt das Doppelte. Die Fertigung war in den 50ern lange nicht so ausgefeilt, wie sie heute ist, die Materialpaarungen und Bewegungabdichtungen nicht so ausgefeilt. Aber nach 100000km kannst du einen OHV oder CIH bohren und neu bestücken, einen Nicasil beschichteten Zylinder bohrst du nicht mehr. Ich weiß nicht wie tief ihr so in der Materie steckt, aber einen 1,8 TFSI würde ich ab einem Kilometerstand von 70000 niemals mehr kaufen, einen Rekord mit 180000 jederzeit. Ölverbrauch, Steuerketten und so weiter und so fort. Wartungsintervalle, die dem Mechaniker das Blut in den Adern gefrieren lassen. Öle, die dünner sind als Wasser, um irgendwelche bescheuerten Abgasnormen zu erfüllen. Was soll ein SAE 0W-20 Öl denn noch schmieren? Bei einer Temperatur von 80°C bleibt da 0W-10 im günstigsten Fall übrig. Hier in Chemnitz entwickelt die IAV für VAG Motoren und ich kenne einige Ingenieure. Im Vertauen... Haltbarkeit ist nicht gewünscht. 5 Jahre, 100000km Grenznutzungsdauer sagen für mich alles. Was lange hält, bringt kein Geld

      Viele Grüße aus Chemnitz
      Ina -> Opel Ascona B 16N Automatik 2-Türer EZ 02/1978
      Jens -> Opel Olympia Rekord P2 1700L 2-Türer EZ 02/1963
      Vespa V50N Spezial Rundlenker EZ 06/1973
      ​Simson SR50 CE EZ 03/1989
      Weil die Leute NEUwagengeil sind und man sich wie mit den handys gegnseitig eiversüchtig macht.

      Also mein Astra H CaraVan hat nun auch schon 119.000 gelaufen und ich denke das so pfleglich ich mit meinen Sachen umgehe wird er locker 200.000 machen,so bisher jeder meiner Autos ;)

      Meinen A Corsa hab ich mit 385.000 abgegeben ohne das er nennenswert Öl gefressen oder geschwitzt hat.(mit 10w40)

      Kann bzw darf ich das 10W 40 Öl für meinen TURBO CaraVan nehmen? Laut Ölzettel soll er 0W30 bekommen,ist nur vergleichsweise teuer.
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