Rekord B CarAvan

      The show must go on!

      Hallo und guten Abend vom Niederrhein! :wink:

      Günther und ich sind jetzt soweit wieder gesundheitlich hergestellt: in unserem biblischen Alter braucht der marode Körper halt länger, um sich zu erholen!

      Gestern wurden die beiden seinerzeit in Salzwedel amputierten Längsträger vom Sandstrahler unseres Vertrauens abgeholt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. :daumen1: Die Arbeit hat er sich mit 40€ bezahlen lassen, fairer Preis, oder? Das Teil für die Fahrerseite ist naturgemäß etwas schlechter im Zustand, als die andere Seite. Hier müssen wir einige Quadratzentimeter frisches Blech einarbeiten, die andere Seite ist quasi einwandfrei. Insgesamt sind die beiden Teile um Längen besser, als das was derzeit noch am Auto dran ist. :search:
      Zusammen haben wir uns dann heute noch einmal das Seitenteil angesehen und nach 2 Stunden war dann alles weitestgehend so angepasst, das wir es einschweißen könnten. Vorher muss aber noch das Stück Bodenblech so geschnitten und an den Kanten abgesetzt werden, das nachher keine Spalten und Lücken bleiben. Morgen gibt es Fotos davon.

      Also: es geht wieder voran!

      Günther und Bernd
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      Bodenblech drin!

      Guten Abend!

      Nach langem hin und her und probieren und prüfen haben wir heute das Bodenblech von Seitenwand bis Tankausschnitt eingeschweißt. Und kaum zu glauben, es passt alles auf Anhieb! Auch das Schweißen hat völlig problemlos geklappt und ein Schweißpunkt sieht aus wie der andere. (na ja fast...). Die Schweißpunkte wurden abgeschliffen und abgesetzten Kanten angeschrägt und so sollte nur wenig Spachtelmasse nötig sein, damit man später (fast) nichts sieht. Die ganze Chose sieht auch von unten gut aus und am Ende wird auch der Wagenboden prima aussehen.

      Kann gerne so weiter gehen, das Jahr fängt gut an!
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      Halt Pohl!

      So ruft man auf dem Veilchendienstagszug in Mönchengladbach, Helau oder Alaaf sind hier verpönt! :examen002:

      Wir haben den freien Rosenmontag genutzt und haben ein einige Stunden mit und an Frankenstein verbracht. Nun haben wir gedacht, wir hätten im Laufe des Jahres wirklich alles rostige und durchgerostete gefunden. Weit gefehlt! Das Auto gibt seine Rostnester immer nur Häppchenweise preis. :wolke1 Heute haben wir dann noch was neues gefunden: der Übergang vom Bodenblech zum Radhaus war porös. Mit dem hauchdünnen (werksseitigen) Blech vom Radhaus hatten wir ja schon Bekanntschaft gemacht und da wollten wir natürlich nur ungerne schweißen. war aber glücklicherweise auch nicht nötig, weil nur das Bodenblech durch war. Also wurde ein schmaler Streifen Blech über den kariösen Bereich gelegt und verschweißt. Durch die Öffnung (siehe Foto) kann der Bereich noch mit Fertan und Hohlraumschutz konserviert werden.Übrigens ist der Laderaumboden ab Werk am Radhaus angelötet, vielleicht wollten man damals in Rüsselsheim schon keine löchrigen Radhäuser produzieren...
      Dann haben wir den ersten gestrahlen Längsträger bearbeitet. An den Stellen, sie nach 50 Jahren zu dünn geworden waren, haben wir von innen Blech eingelegt und von aussen punktgeschweißt. Es waren auch ein paar Löcher vorhanden, die wir auf die gleiche weise geschlossen haben. Zum Schluss wurden die Stellen von aussen gespachtelt und das ganze macht jetzt wieder einen passablen Eindruck, :search: der TÜV kann da das gerne das Hämmerchen rausholen... :hammer2:
      Zu guter letzt wurden dann noch die Übergänge vom neuen Bodenblech zum alten Blech geschliffen und verspachtelt. Ein ganz schöner Aufwand wenn man bedenkt, das man später nichts mehr davon sieht: obern ist später der Laderaumboden drüber, von unten guckt nur der TÜV alle 2 Jahre.

      Freitag geht`s weiter...
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      Sehr viel Arbeit, Hut ab!
      Aber bitte keine Längsträger und Bodenbleche verspachteln... Schon gar nicht, wenn das Blech vorher nicht grundiert wurde. Eines der ersten Dinge, die ich damals in der Ausbildung gelernt habe: Spachtel zieht Wasser!
      Besser ist es, solche Stellen gut zu grundieren und danach mit überlackierbarer Nahtdichtmasse und Steinschlagschutz zu behandeln. Bloß nichts mit Bitumen, logischerweise.
      1958er P1
      1959er P1
      1960er P1
      1964er Rekord A (Alltagsauto im Sommer)
      Manta A
      Manta B
      Audi 80 (Alltagsauto im Winter)

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      Ups, man lernt nie aus! Wussten wir nicht...
      Dann muss das Zeugs wohl wieder runter! Besser ist besser!

      Danke für den Hinweis.

      P.S. ...aber sehe doch immer, das an allen möglichen Stellen auf blankem Blech gespachtelt wird, wie z.B. Radlauf, Frontblech und sonstwo. Da wird doch auch immer alles nass vom Regen etc.
      Ist das da in Ordnung?

      Gruß
      Bernd

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      Ich wollte auch nicht klugscheißen oder so, das ist auch nur das, was mir die Lackierer mit etwas mehr Berufserfahrung als ich gesagt haben.
      Ich selbst benutze mittlerweile für Verbindungsstellen und Schweißnähte sehr gerne Zinn. Der Vorteil ist unter anderem, dass es im Gegensatz zum Spachtel nicht von Feuchtigkeit unterwandert werden kann, wenn es richtig aufgebracht wurde.
      1958er P1
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      JaKlaP2 schrieb:


      P.S. ...aber sehe doch immer, das an allen möglichen Stellen auf blankem Blech gespachtelt wird, wie z.B. Radlauf, Frontblech und sonstwo. Da wird doch auch immer alles nass vom Regen etc.
      Ist das da in Ordnung?

      Gruß
      Bernd


      Es genügt ein Steinschlag oder ein kleiner Riss, damit Feuchtigkeit eindringen kann. Grundsätzlich spachtele ich nie auf blankem Blech. Es sollte wenigstens eine dünne, deckende Schicht Grundierung auf dem Blech sein. Mein A Rekord hatte an den Seitenteilen großflächig winzig kleine Bläschen auf der Lackoberfläche. Als ich alles abgeschliffen habe, konnte man sehen, dass an den gespachtelten Stellen Rostflecken waren, die den Lack hochdrückten. Das hat mich nur noch mehr bekräftigt, alles vorm Spachteln sauber zu grundieren.
      1958er P1
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      Hallo ihr Helden!
      Hätte nicht gedacht, dass ihr tatsächlich noch auf Rost stoßen würdet ;) Und dann auch noch in der Reserveradmulde! An einer der trockensten Stellen am ganzen Auto (das soll jetzt faschingsmäßig lustig sein!)
      Den Längsträger zu spachteln finde ich auch ein wenig "overdone" und riskant (Spachtel sieht der TÜV auch total ungern am Rahmen). Da der Träger ja völlig zugängig ist, würde ich ihn nur ausbeulen und so lassen wie er ist (also Schweißnähte verglätten, grundieren und lackieren). Früher oder später bekommt er ohnehin wieder Beulen (ausser die Karre steht nur in der Garage und wird nur auf der Autobahn bewegt).
      Maximal kann man ihn – wie schon erwähnt – mit Zinn glätten. Wie das geht ist hier sehr schön dokumentiert:
      oldtimer-tv.com/oldtimer/DE/tipps-tricks/index.php?Seite=187
      Überhaupt eine klasse, professionelle Webseite mit guter Dokumentation.

      Ansonsten: Weiter so! Ich wünschte bei mir wäre der Schnee schon getaut und ich könnte in die (unbeheizte) Garage.

      Närrische Grüße aus dem Taunus vom Frank
      Und immer schön Fotos machen (gerne auch Selfies ;)

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      61479 Glashütten im Taunus / OPEL Rekord B Coupé 1,7 S, Bj.66

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      Mensch Frank,

      das selfie....Du hast heute echt nen Kasper gefrühstückt, oder? (...ja, und der hat lustig geschmeckt, ich weiß)

      Mann, morgen ist Aschermittwoch, endlich...

      DT
      LK Osnabrück - where the rust never sleeps...

      Rekord A ,1700er 4 Gang, 2T Limo, EZ 05/63 Schweden

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      Hallo in die Runde...,

      wir haben beschlossen, mal Nägel mit Köpfen zu machen und zu den diversen Fragen was unsere Längsträger, spachteln oder nicht, verzinnen usw. usw., kompetenten Rat einzuholen. :examen002:

      Längsträger:
      Kommende Woche werden wir "Teddy" befragen. Teddy betreibt in der Nähe eine kleine Werkstatt und restauriert gerade ein superseltenes BMW 507 Cabrio für einen Kunden. :auto1: Er hat uns schon einige Male Tipps gegeben. Wenn sich einer auskennt, dann er. Den gespachtelten Längsträger nehm ich mit, und weil ich das Ding sowieso schon im Auto habe, werde ich einen Abstecher zur TÜV-Prüfstelle machen und dem freundlichen Ingenieur in der Grube unsere Arbeit unter die Nase halten. :?: :?: :saint:
      Günther wird zusätzlich auch seine beiden Brüder dazu interviewen, die zusammen ca. 60 Berufsjahre als Automechaniker auf dem Buckel haben. :alt002: Mehr Know how geht glaube ich nicht.

      Spachteln am Unterboden/ Längsträger:
      Meinen C Rekord habe ich seinerzeit bei einem Lackierbetrieb hier in MG lackieren lassen. Top Ergebnis. :daumen1: Ein Familienbetrieb in 3. Generation. Auch er immer hilfsbereit und freundlich. Mal sehen, wie er die Sache sieht und von seinem Urteil machen wir es abhängig, ob wir die bereits gemachten Spachtelarbeiten wieder rausmachen.

      Vielleicht ist das Ergebnis ja auch für den ein oder anderen hier im Forum von Interesse. Vor solchen Problemen werden alle stehen, die ein Auto restaurieren und die nötigen Vorkenntnisse nicht haben.

      Also: bleiben Sie am Bildschirm, wir werden berichten!

      Grüße Günther und Bernd