Getriebe u. HA ÖL

      Bei der Hinterachse ist das Kegelrad gegenüber dem Tellerrad außermittig versetzt,dadurch mehr Zähne im einsatz und hohe Scherkräfte. Deshal muß ein 90 er Hypoidöl verwendet werden, frisst sich leicht in die Metalloberfläche und der Ölfilm bleibt bestehen.
      Gruß Ingo aus 71083 Herrenberg/Württemberg , Opel Rekord PII Limo L 4 Türig mit Faltdach.
      Ich hole das mal wieder vor. Speziell geht es mir um den P1:

      Gemäß Werkstatthandbuch soll in die Hinterachse ein "Höchstdruck Hinterachsöl" M12 (SAE 90 Hypoid). Das bekomme ich z.B. beim hessischen Traditionshersteller Rektol ("Karl Pohlmann Mineralölwerk", die eigene Raffinationsanlage gibts aber schon lange nicht mehr) als "Rektol Gear 100 SAE90" sogar unter der Originalbezeichnung Opel M12. Bemerkungen: "API GL-1/2, Mineralisches Getriebeöl, ohne EP Additive. Performance GL-2, Dichtungs- und Buntmetallverträglichkeit GL-1", Datenblatt: rektol-klassik.de/downloads/Te…ar_100_SAE_90_DE_0518.pdf

      Gleiches gilt für das Getriebeöl Opel M15/1 (SAE 80), bei Rektol heißt es "Rektol Gear 100 SAE80" , Datenblatt: rektol-klassik.de/downloads/Te…ar_100_SAE_80_DE_0518.pdf

      Moderner (aber auch besser bzw. sinnvoller?) ist sicherlich ein Öl nach API GL-4 oder GL-5, z.B. ein Rektol 80W-90 GL4 oder Liqui Moly 85W-90 GL5.

      Gibt's da bei euch positive oder negative Erfahrungen wegen der Verträglichkeit? Prinzipiell habe ich kein Problem das o.g. Öl nach "Uraltnorm" einzufüllen, aber was kann das modernere Öl ggf. besser (und was nicht)? Günther schrieb ja oben schon was vom "Schwefelzusatz, der die Synchronringe angreift".

      Preislich ist es egal, bei den geringen Füllmengen von jeweils einem Literchen. Was macht ihr rein?

      Ach ja, und welches Frostschutzmittel verwendet ihr? Silikatfrei oder silikathaltig? Ich habe hier vom Mercedes noch ein paar Flaschen BASF G48 (silikathaltig) stehen. Kann/soll ich das verwenden?

      Grüße, Jörg
      Tach Jörg,

      also ich verfülle im Getriebe SAE 80 stinknormal mineralisches und in der HA ebenso stinknormales SAE 90 Hypoid,ich denke es spricht nichts gegen mineralisches Mehrbereichsöl in diesem Bereich. Allerdings bin ich zu geizig irgendeinem Lui nur weil er nen netten Namen draufschreibt und es als Oldioel verkauft auch nur einen Euro mehr zu zahlen wie nötig. Ich kaufe beim örtlichen Händler und da die No Name Schiene z.B. von Car 1. Muß aber hinzufügen das es dann immer um eine größere Menge geht da wir ja einige Wagen mehr am Start haben und auch noch an die Kundschaft abgegeben/gewechselt wird,dann kann man schon was sparen.

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Heißt, Du nimmst durchaus "aktuelles" Öl nach GL-3, -4 oder -5, und hast keine schlechten Erfahrungen damit, dass irgendwelche Lager angegriffen werden etc.?

      Für meine VW benötige ich ein GL-4, wenn ich das auch in den Opel schütten kann, vereinfacht sich die Lagerhaltung natürlich erheblich (und da lohnen sich auch die Fünfliterkanister).

      Addinol schreibt zum Thema folgendes:

      Das ist eine gute Frage, an der sich sicher so manche (Stammtisch-)Geister scheiden.

      Das Problem ist, ob Du für aktuelle Fahrzeuge ausgelegte, oft hochlegierte Öle bedenkenlos für unsere Oldies verwenden kannst. Z. B., wenn du beim sonntäglichen Schrauben plötzlich bemerkst, dass du keine Vorräte an "Wagner"- oder sonstigen Spezialhändler-Produkten mehr hast und dich nun fragen musst, ob auch das Öl von der nächsten Tanke ebensogut verwendbar ist.

      Schon Anfang der 1980er habe ich die Erfahrung mit Castrol-Ölen aus dem Baumarkt gemacht, dass das 3-Ganggetriebe damit zum Kratzen neigte, vor allem im kalten Winter. Wahrscheinlich, weil die Synchronisierung damit nicht zurechtkam.

      Später bin ich dann auf unlegiertes Getriebeöl aus dem Landmaschinenhandel umgestiegen, womit die Schaltung stets leicht ging. Bei HA-Hypoidöl war ich meist nicht so anspruchsvoll was die Marke anbetrifft, da im Fahrbetrieb keine direkte Testmöglichkeit.

      Grundsätzlich würde ich sagen, weniger Legierung ist mehr.

      Tschüss
      Klaus