Gummimatte retten… ein Experiment

      Gummimatte retten… ein Experiment

      Guten Morgen Forum,

      eines der letzten Teile für unseren Caravan welches uns gefehlt hat, war der hintere Teil des Gummibodens, der zwischen den Sitzen und der Rücksitzbank eingelegt wird.
      Wir konnten jetzt eine finden, der Zustand ist aber grenzwertig: das Teil ist mehrfach eingerissen in Längsrichtung der in der Rillen der Matte. Außerdem ist das Material hart und spröde und nur noch an wenigen Stellen wirklich weich. Aber immer besser noch als nichts.

      Nun wird bei Gummiteilen, zum Beispiel bei Fensterdichtungen, Weichspüler aus dem Supermarkt als Weichmacher empfohlen. Wir haben jetzt folgendes Experiment angefangen:

      Wir haben ein KG Rohr aus dem Baumarkt inklusive eines Verschlussstopfens gekauft und in der Länge abgeschnitten, so dass die Fußmatte dort gut reinpasst. Jetzt wird das Rohr mit Weichspüler aufgefüllt und dann wollen wir mal sehen was mit dem guten Stück passiert. Wir brauchen die Matte erst in fast zum Schluss und so kann das Wundermittel seine Wirkung entfalten.Wir sind mal gespannt….In jedem Fall werden wir hier berichten.
      Sollte das Ding vom Material her wieder brauchbar werden, soll auf der Rückseite eine Teichfolie aufgeklebt werden so dass das ganze Ding in sich wieder stabiler wird. Wie wir die Risse schließen, wissen wir noch nicht so recht. Vielleicht bietet sich Sika Flex in grau an, sofern es sowas gibt

      Wir wünschen eine schöne Restwoche!

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      ...sehr gute Idee ! Wenn es Euch gelingt, die Rückseite zu stabilisieren, dann klappt das auch mit dem Schließen der Risse.

      Aus Erfahrung mit Gummiteilen kann ich sagen, dass sich z.B. poröse oder gerissene Dichtungen sehr gut mit flexiblem PU-

      Material schließen lassen, oder auch Anstückelung fehlender Bereiche möglich ist. Verwendet habe ich Material WEICONFLEX,

      das ist ähnlich SIKA, es gibt das Zeug in schwarz, grau + weiß. Läßt sich zwecks Farbangleichung auch mischen.

      Aktivator hilft bei der Anbindung.

      Es läßt sich nach der "Durchhärtung" ausgezeichnet naß schleifen,

      so, dass eine einwandfreie Oberfläche entsteht. In meinem früheren Leben haben wir damit für Luxusautos Dichtungsstöße angeglichen,

      in Handarbeit (Kleinserie). Kann ich uneingeschränkt empfehlen.

      Tip: Wenn Ihr die Rückseite des Belages mit Teichfolie stabilisiert, wird die Gesamthöhe des Belages dicker.

      Die Krümmungsradien (Kardantunnel) bleiben aber gleich und bei Biegung (Krümmung) des Klebzusammenbaus biegt der dann um die "neue"

      Mittelinie (die Klebfuge). Wenn die Klebung in ebenem Zustand ausgeführt wird, bewirkt das ein "Öffnen"

      der ohnehin vorhandenen Risse, bei Krümmung (über dem Tunnel). Für eine möglichst geringe Rißöffnung würde ich versuchen, die beiden Matten

      im Einbauzustand zu verbinden (gekrümmt), dann bleibt die Flickarbeit kleiner.

      Gruß + gutes Gelingen !!!

      Alfred. H.
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      Guten Abend geschätztes Publikum…,

      hier nun da offizielle Ergebnis des Experiments:

      der knallharte und spröde Gummiteppich ist gerettet!
      Nach etwa acht Wochen in REWE -Eigenmarkenweichspüler, ist das Teil tatsächlich wieder weich, biegsam und flexibel geworden. Wahrscheinlich immer noch nicht entsprechend dem ursprünglichen Neuzustand, aber alle mal dazu geeignet, eingebaut werden.
      Wirklich erstaunlich, wie gut der Teppich wieder aussieht. Wir haben den Weichspüler gründlich abgespült und dann das Gummi noch mal mit Bürste bearbeitet, um alte Rückstände und Verunreinigungen zu entfernen.
      Jetzt trocknet der Teppich erstmal und im Anschluss soll die Teichfolie unterklebt werden. Die Risse werden dann mit Sikaflex geschlossen. So ist der Plan…

      Und weil wir gerade beim experimentieren sind: die Dachleisten von unserem Dachgarten sind eloxiert und leider etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Sind schließlich auch über 50 Jahre alt.
      Wir haben mit einem Lieferanten für Poliermittel für Alu, Edelstahl, Stahl und andere Materialien gesprochen der sagte, dass man diese Aluleisten nur aufarbeiten und polieren kann, wenn vorher die Eloxalschicht entfernt wurde. Das soll angeblich mit simplen Rohrreiniger funktionieren. Oben ein Bild, was wir dafür gebastelt haben: Ein HT- Rohr mit entsprechenden Durchmesser zu einer „Wanne“ umgebaut, darin soll dann die Zierleiste liegen, und mit dem Rohrreiniger und heißem Wasser befüllt werden.
      Mal sehen wie das funktioniert…

      Wir werden berichten…

      Gruß aus dem Liedberger Labor von Günther und Bernd!
      ....das soll nicht nur funktionieren, sondern funktioniert !

      Nimm kein Zeug mit Umweltengel, sondern das Pulver, z.B. GUT + GÜNSTIG von EDEKA.

      Heißes Wasser würde ich nicht nehmen, warm ist o.k., weil der Prozeß von selbst Wärme entwickelt (viel Wärme....)

      Mit Pech gibt dann die Plastewanne nach und der ganze Kram landet auf der Erde....

      Ich habe das Rohr nicht aufgeschnitten, sondern mit einem Verschlußdeckel versehen und einfach senkrecht gestellt.

      Vorher die gelöste Lauge eingefüllt....

      Dann wabbelt nix.

      Um den Prozeß zu beobachten ist Eure Anordnung besser, aber (m.E.) etwas instabil....

      Setze eine strenge Mischung an, gleichmäßig über die Wannenlänge verteilt.

      Kontrolliere den Ablösungserfolg nach rund 5 Minuten, dann auf Sicht fahren !

      Wenn von der Zierleiste kleine Bläschen aufsteigen, läuft der Prozeß.

      Nach der Tat: GUT abspülen. Es gibt weder Narben, noch Krater, noch sonstige Störungen der Oberfläche.

      Die Oberfläche ist sofort polierfähig.

      Um die Sache zu probieren, kannst Du (könnt Ihr) ein x-beliebiges Eloxalteil nehmen (alter Türdrücker oder so)

      und einen Versuch wagen.

      Beulen, Kratzer, Narben (aus der vorherigen Nutzung) lassen sich natürlich beseitigen, soweit das die "Blechstärke"

      hergibt.

      Viel Spaß bei der Sache !!!

      Gruß,

      Alfred. H.

      JaKlaP2 schrieb:

      Nach etwa acht Wochen in REWE -Eigenmarkenweichspüler, ist das Teil tatsächlich wieder weich, biegsam und flexibel geworden.
      ...und von nun an werdet Ihr kein Duftbäumchen im Auto mehr brauchen, da das wunderbare Weichspüleraroma jeden anderen Geruch killen wird. Zuverlässig, dauerhaft und sehr penetrant... :D
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"
      Jo Sylvi, ich musste auch sofort an Dich denken... :D
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"
      Ich weiß nicht was ihr wieder habt?
      Wenn der Caravan von Günther und Bernd mal auf meinen Spatz trifft, werden die sich am Duft erkennen! Sind halt "dufte" Autos.

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung! :alt002:
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
      Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot
      Moin,

      @Alfred: besten Dank für die Praxistips. Wir werden vorsichtshalber noch einen dritten Bock unter das Rohr stellen. Ein großer wassergekühlter Mörtelkübel steht bereit, um fix die Leisten zu abzuspülen. Kommende Woche werden wir das angehen.
      Gummimatte: gegen dezenten Frühlingsduft im Auto haben wir nichts einzuwenden.
      Weil an dem Auto quasi alles neu ist, entgeht uns leider die Duftwolke, die sich aus Alt-Opel-Muff,
      Benzindämpfen, feuchten Dämmmatten und besagten Weichspülerduft ergeben würde.
      Man kann nicht alles haben…

      Schönes Wochenende !
      Mensch, das wär doch was: die Opeltypische sechziger/ siebziger Jahre Geruchsnote. Eine Duftwolke aus der Sprühdose, die nach sommerlichen Baustellenschweiß riecht, Nikotin geschwängerte Arbeiterklamotten, leeren Bierflaschen, Frikadellenmief und dem Lohntütenball von gestern!
      Herrlich…
      Den edlen Duft verteilt man dezent in seinem nagelneuen Insignia und fährt zumindest Geruchstechnisch im Opel Rekord, Kadett, etc. durch die Gegend.
      Dass da noch keiner drauf gekommen ist, wundert mich wirklich

      P.S.: Ist vielleicht ein Chemiker unter euch?
      Gun`nabend,

      wie oben schon angedroht, hatten wir heute in Liedberg unseren Chemietag. Um für den Anlass entsprechend auszusehen, haben wir uns zwei schöne weiße Laborkittel gegönnt. Günther war sogar beim Frisör, neue Friese und sogar neue Farbe. Warum orange? Keine Ahnung....
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      Die Versuchsanordnung war schnell gebaut:
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      und mit Gottvertrauen und Tipps von euch, haben wir erst einmal einen Test vorgenommen,
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      in dem wir ein Stück eloxierten Fensterrahmen in das Rohrfrei/ Wassergemisch zu testen. So konnten wir in etwa das Mengenverhältnis und die Einwirkdauer abschätzen. Man sollte übrigens nicht zu nahe rangehen und tief Luft holen..., gelegentlich stach es etwas in der Nase.

      Jeweils eine der Leisten ging dann baden und wurde erstmal in Ruhe gelassen. Wie beschrieben, steigen irgendwann Bläschen auf,
      die als Indikator für die Wirkung nachweisen.Nach 3-5 Minuten (je nachdem wie gerade das Mischungsverhältnis von warmen Wasser und Granulat war) wurde die Leiste aus dem Bad gehoben und vorsichtig
      IMG_5264.JPG mir einer Spülbürste bearbeitet.
      Danach sofort in Abspülbecken mit klaren Wasser abgespült zum trocknen weggestellt.
      IMG_5265.JPGIMG_5263.JPG
      Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt, was jetzt noch an Schlieren oder unschönen Stellen zu sehen ist, werden wir wohl mit dem späteren Polieren beseitigen können. Falls nicht, muss halt noch mal gebadet werden...

      Ach ja, am Auto wurde auch noch gearbeitet: Der Halter für das Wischwasser wurde glasperlgestrahlt, grundiert und lackiert.

      Bis die Tage! sagen Günther und Bernd
      Dateien
      • IMG_5266.JPG

        (945,97 kB, 52 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      ....das für Hochglanz-Eloxal verwendete Aluminium ist eine sehr "reine" Qualität, es neigt nicht

      zu kritischer Korrosion (Krater). Reines Aluminium bildet eine dichte Oxidationsschicht, die

      ist zwar nur hauchdünn, aber luftundurchlässig. Damit schützt sich das Metall selbst, verliert aber etwas an Glanz.

      Wenn wieder Hochglanz gefragt ist, muß man nach einiger Zeit neu polieren, das ist aber relativ leicht gemacht.

      Es gibt dazu spezielle Alu-Polituren...

      Gruß,

      Alfred. H.
      Mahlzeit,

      zum aufpolieren haben wir entsprechendes Material geordert: zwei unterschiedliche Polierscheiben aus Stoff und zwei Wachse in unterschiedlicher Körnung.
      Wir wollen es nicht übertreiben und dort oben auf dem Dach Chromglanz verbreiten, so waren die Leisten wohl auch bei der Auslieferung 1966 nicht.
      Wir haben einen vernünftigen Doppelschleifer, auf dem wir die Polierscheiben aufspannen können, das Ding wird dann auf einen stabilen Unterbau geschraubt und dann kann’s losgehen.
      Hallo Bernd,

      diese Geschichten hab ich schon ein paar Male gemacht und kann es mir nicht verkneifen,

      auch dazu einen Tip abzugeben:

      Die Zierleisten sind ziemlich weich, ich würde immer versuchen, sie in Längsrichtung zu polieren,

      und dazu z.B. auf einem Holz zu befestigen. Man muß schon etwas Druck ausüben, ehe die

      Polierscheibe mit dem Wachs auf der Leiste "fasst". In der Galvanikanstalt nehmen die Kollegen

      für die Erstpolitur eine runde Stoff "Bürste", damit werden auch Leistenpartien im "Umgriff" erreicht.

      Danach geht es in die Endrunde mit diesen kreisrund gesteppten Textilscheiben.....

      Einen Glanzgrad wie Chrom erreicht Ihr relativ schnell, die Glanzfarbe ist aber eher weiß, als bläulich....

      Gruß + gutes Gelingen !

      Alfred. H.