Benzinpumpe mit Handhebel

      ...oder man löst das elektrisch, wie z.B. hier schon mal beschrieben:

      Benzinpumpe elektrisch, mit Ansteuerung


      Unsere Originalitätsfanatiker kriegen wahrscheinlich Schnappatmung, das ist (m.E.) aber die Radikalmaßnahme, die funktional

      alle kleinen Probleme abdeckt:

      - schnelles Füllen des Vergasers
      - Ersatz der Opel / Pierburg - Benzinpumpe > ausbauen > Deckel anfertigen
      - wirksamer Filter vor der Pumpe (Einspritzerfilter, ausgelegt für einen Volumenstrom von ca. 200l/h, sehr fein filternd)
      - Vorlaufeinrichtung / Abschalteinrichtung

      Einige alten DKW´s fahren schon so rum, lange.

      Mir persönlich gefällt es nicht, wenn ich vor dem Losfahren erstmal die Haube öffnen müßte, um dann einige Zeit ziemlich tief im Motorraum

      herumzuwursteln....und dann mal starten könnte.

      Ist Ansichtssache.

      Gruß,

      Alfred. H.

      Die kann aber nur Wodka, oder? :D
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"
      Auch bei mir: nach Abstellen mit heißem Motor und längerer Standzeit ist die Schwimmerkammer leer. Ich habe festgestellt, dass sie sich in den Ansaugkrümmer entleert (weiß jemand - warum?). Ich habe alles zur Abhilfe versucht, ohne Erfolg. Habe dann in den Vergaserdeckel ein Loch gebohrt, durch das ich die Schwimmerkammer vor dem Starten auffüllen kann. Und siehe da, bei der ersten Umdrehung läuft der Motor. Das Loch verschließe ich mit einem benzinfesten Stopfen. Außerdem kann ich das Loch nutzen, um den Kraftstoffstand in der Schwimmerkammer (bei montiertem Vergaserdeckel) zu prüfen. s.a. Bilder.
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      Dem Problem auf den Grund gehen, hätte mehr Charme als diese Notlösung, die zudem nicht ganz ungefährlich ist.
      Bestätigt nur die Vorurteile gegen den gemeinen Opel-Oldtimerfahrer.

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung! :alt002:
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau
      Opel Olympia Rekord P1 Cabriolet von Autenrieth, EZ1959, rot
      Dass sich die Schwimmerkammer in den Ansaugkrümmer entleeren kann (das ist ja fast schon Lyrik :-)), erscheint logisch, wenn man sich das Schnittbild des Vergasers ansieht. Vermutlich entweicht der Sprit über die "Beschleunigungspumpe". Die Bauart erfüllt zwar ihren Zweck, ist aber sehr primitiv. Offensichtlich ist das "normal", also Sch....

      Gruß Dieter
      Fährt der alte Lord fort, fährt er im Rekord fort :)

      Opel-Carter-Vergaser, Belüftung / Entlüftung

      @'Koralle60', die Benzinflucht ist systembedingt, wahrscheinlich kann man nichts dagegen tun,

      dass der Treibstoff über Zeit aus dem Vergaser "verschwindet". Die Lösung des Problems ist hier

      schon pragmatisch gezeigt: Schwimmerkammer vorbefüllen....

      Es gibt sicher auch andere Möglichkeiten.

      Die Anhänge zeigen:

      - wie die Situation Spritspiegel zu Düsensystem ausgelegt ist

      - wo die Schwimmerkammer entlüftet / belüftet

      Der Querschnitt ist nicht gerade knapp bemessen, weil hier das Leerlaufsystem (Düse) mit Mischluft versorgt wird.

      Die Skizzen zeigen die statische Situation.

      Bei sehr heißem Motor kann das Benzin aber auch schon mal sprudeln, nach

      dem Abstellen und etwas davon in das Saugrohr träufeln.

      Ich denke, der Effekt: "Vergaser leer nach längerer Standzeit" ist unter den Oldiebedingungen eine normale Erscheinung.

      In praxi hatten die Wagen zu Lebzeiten sicherlich kürzere Ruhepausen.

      Wahrscheinlich (bestimmt) gibt es aber erhebliche Differenzen in der "Orgelzeit", die benötigt wird,

      um die Kammer über die Pumpe wieder zu befüllen. Das hängt dann an der Pumpe + den Leitungen.

      Gruß,

      Alfred. H.



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      Die fehlende Kühlung des Kraftstoffs ist wegen des "Einrohr-Systems" ohne Rücklauf zum Tank ebenfalls systembedingt. Hauptgrund für die Orgelei ist m.E. die Gesamtkonstruktion des Kraftstoffsystems inklusive Vergaser und Ansaugtrakt. Kannte ich so bisher nicht, bei den mir geläufigen Motoren (Ford V4 und V6, Volkswagen Boxer und Reihe) waren Ansaug- und Abgastrakt besser gegeneinander geschirmt und nicht wie beim Opel OHV "aufeinandergespannt". Opel hat das beim CIH dann ebenfalls geändert (Ansaug links am Motor, Abgas rechts, von vorne gesehen).
      Fährt der alte Lord fort, fährt er im Rekord fort :)
      ...nein, leider nicht, auch die CIH haben keinen Querstromkopf: Ansaug + Auspuff rechts (Fahrtrichtung).

      Auch hier gab es Unregelmäßigkeiten, im Alltagsbetrieb aber eher Überfettung bei Heißstart.

      Die Vergaser mit großen Füllvolumina waren betroffen (DIDTA /INAT), da wurden Maßnahmen über Hitzebleche

      und umschaltbare Entlüftungen getroffen, bis es dann ging..

      Die CIH haben eine andere Pumpe + eine 12V-Bordelektrik.

      Je schneller der Motor beim Start durchgedreht wird, desto schneller werden Füllvolumen nachgefüllt

      und unvermeidliche Leckverluste (Pumpe) bleiben geringer > funktioniert besser.

      Das Grundproblem: "Verdunsteter Sprit" besteht ähnlich (vergaserabhängig), wird aber schneller erledigt.

      Nach eigenen Versuchen (Neustart nach der Winterpause) starten unser P1 und auch der 57ger nach ziemlich

      genau 7 Sek. Das ist ein gutes Ergebnis, alle beteiligten Elemente sind in Ordnung.

      Unser Kadett (E-Pumpe mit Vorsteuerung, 2-Vergaseranlage) lebt nach ca. 3 Sek.

      Gruß,

      Alfred. H.


      Hallo Alfred,

      wieder was gelernt. Der Opel wird also wohl den Stallgeruch auch weiterhin prägen müssen, selbst wenn alle Geruchsquellen optimiert sind. Die Orgelei bleibt dann auch, die Standzeit nach Ausfahrt beträgt bei mir immer mehrere Tage. Fahre meistens mit meiner Holden sonntags. Bin ja eh schon froh, dass sie als Nicht-Automensch den A-Rex mag. Habe sie vor dem Kauf wählen lassen, welches Fahrzeug denn das neue Haustier werden sollte. Einfach die Kandidaten in 1:43 auf den Tisch gestellt und entscheiden lassen ....

      Werde wohl in meiner Garage Entlüftungsbohrungen in Bodennähe anfertigen, so dass die Dämpfe wenigstens abziehen können, ohne das Seiten-Sektionaltor öffnen zu müssen. Bin nicht so daran interessiert, dass von der Straße aus Blick in meine Garagenwerkstatt über längere Zeit besteht.

      Gruß
      Dieter
      Fährt der alte Lord fort, fährt er im Rekord fort :)

      avduj schrieb:

      Das Loch verschließe ich mit einem benzinfesten Stopfen.


      Guten Morgen,

      mal etwas Anderes . . .

      So wie ich das auf dem Bild sehe, könnte der "benzinfeste Stopfen / Schraube" zu lang sein?
      Schwimmer geht auf Anschlag und Schwimmernadelventil schließt nicht mehr. Vergaser läuft über.

      Abgesehen davon . . so einfach und gnadenlos da ein Loch rein zu bohren?

      Gruß Peter
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      Wenn alle von Basteleien absehen, kann niemand Erfahrungen machen. Versuch macht kluch.
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      So schlecht finde ich die unkonventionelle Lösung von avduj gar nicht. Wenn das Gewinde sauber geschnitten wurde, der Stopfen nicht auf den Schwimmer drückt und dicht ist, kann nicht viel passieren.

      Meine Dürkopp Dianette hat auch einen Tastknopf auf der Schwimmerkammer, den ich vor dem Kaltstart 2-3 mal betätige und den Schwimmer runterdrücke.

      Wenn mein Motor (12V-Anlage) nach 2-3 Tagen Standzeit etwas georgelt werden muss, finde ich das nicht schlimm. Wenigstens ist dann Öldruck da, bevor das Ding mit Kaltstartdrehzahl hochdreht. Man sollte nur den Anlasser nicht dauerorgeln lassen, aber das hat Alfred ja schon geschrieben. Einmal gestartet ist der Motor auch nach ein paar Stunden Standzeit sofort da, also alles ok.
      Viele Grüße
      Günther :daumen1: