Opel P1 Caravan Veronagrün

      Moin Olli


      Alles Gute, nachträglich zum Geburtstag
      Bevor Du mit den Kopf durch die Wand rennst, überleg dir was du im Nebenzimmer willst. :hmm:




      Wilms Wohnort 48691 Vreden
      Wilms Fuhrpark
      P II Schnelllieferwagen 1700 Bj 60

      Olympia Rekord 1500 Bj 57
      Volvo B 10 M Knickgelenkbus
      VW Sharan
      Hyundai H1
      Es hat einfach keinen Sinn, Komplettrestaurationen in fremde Hände zu geben! Wer dies verspricht, kann nicht seriös sein, da der "Restaurierer" seinen Aufwand an Arbeitszeit niemals bezahlt bekäme, vom Martkwert eines schließlich fertig restaurierten Opel einmal ganz abgesehen. Wenn überhaupt, könnte er nur mit einem Mega-Pfusch noch annähernd auf seine Kosten kommen.

      Diese Geschichte hat es deutlich vor Augen geführt und niemand könnte mir je etwas anderes erzählen.

      Was anderes wäre es, wenn ein solches Projekt als reiner Freundschaftsdienst abgewickelt wird und beide Seiten sich darüber im klaren sind. Dann muß der Restaurierer jedoch eine große Portion Idealismus und Durchhaltevermögen mitbringen und die von ihm investierte Zeit und Geld ihm egal sein. Doch so jemanden muß man erst einmal finden.

      Tschüß
      Klaus
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      Beitrag von „STBT78“ ()

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      Beitrag von „altopelfreak“ ()

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      Beitrag von „STBT78“ ()

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      Hallo, wie die Vorredner schon schreiben, halte ich eine Preisermittlung im Vorfeld einer Oldtimerrestauration nahezu für ausgeschlossen. Wenn zB Motor, Achse und sonst etwas defekt ist fallen pro Aggregat schon zwischen 2 und 6 Tausend an. Verdeckte Rostschäden können ausufern siehe Bericht und geleistete Stunden bei Rolo und eine gute Lackierung in der Fachwerkstattschlägt schätzungsweise ebenfalls mit 4-6 Mille zu Buche. Eine gut erneuerte Innenausstattung verschlingt auch schnell 2-3 Mille und will ich am Ende schöne Weißwandreifen kostet das ebenfalls 1200 on top. Das ist dann auch der Grund warum wenige einen Opel in der Werkstatt restaurieren lassen, weile eben die Kosten den Wert am Ende übersteigen. Keine Frage Oli so scheiße das auch gelaufen ist, aber die Qualität der ausgeführten Arbeiten finde ich von den Bildern her gar nicht schlecht. Groben Pfusch kann man zumindest da nicht erkennen. Wie ist da der Eindruck des aktuellen Profis bzw was schätzt dieser nochmals an Kosten oder macht der alles nach Aufwand?
      Gruß und der wird schon schön

      STBT78 schrieb:

      ...du kennst also den Stundensatz einer Werkstatt in Holland?

      Was genau ist jetzt an den Vertragsvereinbarungen utopisch?


      [...]

      Im günstigen Schnitt muß man für eine Mechanikerstunde wohl 70,- EUR rechnen. Für Spengler und Lackierer noch deutlich mehr.
      Nehmen wir mal an, er arbeitet 5 Stunden pro Tag am Auto, dann kann er bei einer 5-Tage Woche, Urlaub- und Feiertage miteingerechnet in zwei Jahren 2000 bis 2500 Arbeitsstunden schaffen. Allein damit wäre ich schon bei 175 000,-EUR!
      Doch reichen 2500 Arbeitsstunden für eine gute Restaurierung überhaupt aus? Kann ich mir nur schwer vorstellen. Wenn das Auto bis auf die Rohkarosse zerlegt wird, reicht das kaum mal für den Wiederzusammenbau. Dann sind die eigentlichen Arbeiten und Materialkosten noch immer nicht mitgerechnet.

      [...]
      Hallo, wie die Vorredner schon schreiben, halte ich eine Preisermittlung im Vorfeld einer Oldtimerrestauration nahezu für ausgeschlossen.


      Das ist überhaupt kein Problem. Son Opelchen ist nach rund 600h fertig, wenn einer dass nicht zum ersten Mal macht und weis was er tut.
      Da gehen ja auch viele Handgriffe schneller als bei einem der erstmal im Handbuch lesen muss, suchen muss, nciht weis welche Teile ihm fehlen, was man zuerst macht, etc.

      Karosserie ist wenn man einmal drüber geschaut hat auch immer recht ähnlich im Aufwand, ne normal durchgerostete Karosserie heist Flügel schweißen, gute Türen suchen, Haube und Heckdeckel sind meistens OK und die unteren 40cm Außenkante sind rundherum weggerostet, sprich, an braucht n paar neue Bodenbleche, Seitenschweller, Wagenheberaufnahmen, Kofferraumwannen, Radläufe, etc. Das ist doch immer das Gleiche was durchgerostet ist. An dem ein oder anderen hat man mal n Stück Blech mehr oder weniger, aber so ne Rekord Karosserie liegt in der Regel um die 200h.

      Was dann anfällt an Teilen und was die kosten weis man auch.
      Was das kostet ne Karosserie nebst Anbauteilen zu Strahlen und zu grundieren, dass ist bei jedem Auto ähnlich.

      Dann kommen die Lackierkosten, da ist n CarAVan natürlich von innen deutlich aufwändiger als ne Limousine, wenn man weis in welcher Qualität man dass haben will lässt sich dazu auch n Preis sagen.

      Wenn man n Zustand 4-5 Fahrzeug nimmt, ist daran an Achsen, Motor, etc. eh alles kaputt. Wenn man n Auto restauriert, nimmt man eh alles auseinander und überholt es und ob da n Teil mehr oder n Teil weniger zu tauschen ist, wirkt sich finanziell nicht nennenswert auf den Endpreis aus.

      Innenausstattung, Chrom, etc. sieht man vorher, Preise sind im groben auch bekannt, son Opelchen, dass kann man ausrechnen wie ne Pagode.

      Das ist nicht dass Problem. Das Problem ist, wenn da hinterher 600h zu 39.000€ auf dem Deckel stehen, 3.000€ das Auto gekostet hat und noch 25.000€ an Fremdarbeiten & Ersatzteilen fällig werden, dann stehen da 64k€ Restaurationskosten und DIE will kaum ein Opelfahrer bezahlen ^^

      Nun kommt einer, der meint es ist damit getan, ein paar Löcher zu zu schweißen, ein paar Zierleisten zu polieren, bisschen zu lackieren, bisschen Technik zu machen und meint, er kriegt dass für 15 oder 20 hin.
      Der trifft den "Kunden", der glaubt er könnte jetzt dass große Schnäppchen schlagen und auch glaubt, man könnte son Auto für 20 restaurieren.

      Dann gehts los, das Auto wird zerlegt, man stellt fest dass alle Gummiteile im Eimer sind, dass die Karosserie nicht nur n paar Bleche braucht, sondern eigentlich komplett durch ist, jetzt wird angefangen zu sparen, es wird rumgeschweißt weil benötigte Karosserieneuteile zu teuer sind, dann geht es weiter mit Unterbodenschutzpampe und Sandgestrahlt wird auch nicht mehr. Anschließend steht dass auch einigermaßen ansehnlich lackiert da, dann stellt man fest dass am Motor und Achsen doch mehr Arbeit dran ist als gedacht. Anschließend hat man den halben Motor neu abgedichtet und gestrichen, man hat die Bremsen leider doch komplett machen müssen, die Achsschenkel und n paar Querlenkerbuchsen, Bremsleitungen & Co und die Kasse ist leer, der Handwerker schon im Minus. Dann stellt man fest, dass alle Scheibendichtungen so kaputt sind dass man sie nicht mehr einbauen kann, dass die Zierleisten eigentlich nicht mehr schön genug für dass Auto sind, die Reflektoren in den Lampen defekt, etc. Kasse ist leer, also steckt man dass irgendwie zusammen, oder auch nicht mehr. Der Kunde pocht auf seinen "Vertrag", der Handwerker steht mit dem Rücken zur Wand, oft wird das Projekt dann leidlich sowas wie fertig gestellt, oder abgebrochen.

      Am besten fängt man dann noch nen Gerichtsprozess an, den zwar die Rechtsschutzversicherung bezahlt, wo man aber in der Regel 2-3 Jahre braucht bis man durch ist, unzählige Stunden bei Rechtsanwälten, Gerichten und auf Autobahnen verbracht hat und welcher dann hinterher in einem läppischen Vergleich endet.

      Egal was passiert, entweder es wird entnervt verkauft, oder irgendjemand baut es doch fertig, was natürlich auch wieder einige Euros kostet. Ist es dann fertig, fährt der Kunde endlich los, hat viele Nerven verloren, viel mehr Geld ausgegeben als er bezahlt hat und dann geht die Heizung immer noch nicht, das Heizungsgebläse kreischt, der Tacho klappert, die Sitzbank ist durchgesessen, aus dem nicht neu abgedichteten Teil des Motors läuft das Öl in Strömen raus, was aber nicht so schlimm ist denn nach 1000km hat der eh den berühmten Lagerschaden...
      Wenn dann nochmal für viel Geld der Motor überholt wurde und der Kleinkram für nochmal so viel Geld nachgearbeitet wurde, ist der Kunde genau so viel Kohle los wie wenn er es von vorn herein hätte richtig machen lassen und der ganze Kram bleibt immernoch auf ner Halbkackigen Karosserie, die mit Streifenblech zusammen geschweißt wurde, von unten mit U Schutz gestrichen wurde und nach ein paar Jahren überall anfängt zu rosten...

      Und wie immer, wenn 2 sich streiten sind beide Schuld:
      a) Der Typ der keine Ahnung hatte und daher nicht richtig gerechnet hat und meinte, er könnte an dem Auftrag Geld verdienen.
      b) Der Kunde der in Geiz ist Geil Mentalität meinte, er bekäme für 20k€ die Leistung für die wir Profis 60 brauchen.
      Nö, da täuscht du dich, ich hab dich als Person nicht auf meiner "Feindesliste", sondern nur eine etwas differenziertere Ansicht zu dem Thema und teile deine Meinung nicht ganz...

      ...was nix an einem Vertrag ändert.Alles das was du jetzt aufgezählt hast,interessiert mich nicht...dann hätte der Typ anders kalkulieren sollen


      Was nützt einem ein Vertrag den man nicht durchsetzen kann, weil der andere vorher pleite ist?
      Scheint ja mit dem Vertrag dann auch nicht so ganz geklappt zu haben, wenn man sich doch auf einen Vergleich eingelassen hat ^^

      Im übrigen ist die Restauration eines Oldtimers eine Vertrauensangelegenheit. Da muss man sehr viel besprechen, gucken was man umsetzen kann (technisch wie finanziell), was der Kunde will, was der Kunde braucht, sehr viel sprechen, sehr viel beraten, etc. Nur weil der Kunde was will, heist dass nicht dass das sinnvoll ist, technisch möglich ist oder dass ist was er braucht. Nur weil der Handwerker etwas toll findet, ist dass nicht unbedingt dass was der Kunde wünscht. Da muss man grade bei solchen "Einzelstücken" sehr viel kommunizieren und dass geht nur auf einer freundschaftlichen Projektbasis. In dem Moment wo diese Basis nicht mehr vorhanden ist, gibt es m.E. nur die Möglichkeit sich zu trennen und dass Projekt ab zu brechen.

      Mark schrieb:

      Da muss man grade bei solchen "Einzelstücken" sehr viel kommunizieren und dass geht nur auf einer freundschaftlichen Projektbasis. In dem Moment wo diese Basis nicht mehr vorhanden ist, gibt es m.E. nur die Möglichkeit sich zu trennen und dass Projekt ab zu brechen.


      Eben! Und weil allein schon das ziemlich unrealistisch ist, macht man es lieber selbst oder läßt es ganz bleiben. [...]