Öl Ablassschraube

      Öl Ablassschraube

      Moin, Moin und frohes neues Jahr.
      Endlich, ich habe eine Werkhalle gefunden, wo ich den Opel reparieren kann. Sogar mit Bühne :D
      Da es erst im März losgeht, wollte ich bis dahin erst einmal den Motor fertig machen.
      Mit ach und krach habe ich die Ablassschraube aus der Ölwanne bekommen.
      41er Schlüssel (weis ich von hier) konnte ich mir borgen, und mit einigen sanften Hammerschlägen bekam ich die dann auch ab.
      Die ist so sehr vergnaddelt, dass ich lieber eine neue verbauen möchte.
      36er Gewinde.
      Nirgends zu bekommen.
      Der andere Schrottmotor hat eine mit 36 er(ca.) Schlüsselweite...in der Bucht hatte ich eine bestellt, die hatte nur 24mm Schlüsselweite (hab ich zurückgeschickt).
      Es scheint also einige verschiedene Ölwannen zu geben?
      Kann mich einer aufklären und mit einer 41er Ölablassschraube weiterhelfen? :sos1:
      Das wäre echt super. :danke1:
      Viele liebe Grüße
      Opel Rekord A Olympia 1964
      VW Scirocco II 53B GT 1987
      Rover 75 Tourer CDTI Celeste 2003

      joerg.linde schrieb:

      Jeah, vielen Dank 8o

      Hallo Jörg, würde an deiner stelle vielleicht noch überlegen, dass du eine Ablassschraube mit einem Magneten eingebaut einsetzt. Der Vorteil ist, es werden kleinste metalische Bestandteile festgehalten und beim nächsten Ölwechsel mit entfernt.
      Habe seinerzeit von Alfred hier im Forum eine bekommen. Vielleicht hat er noch eine.
      Gruß HK
      Opel Rekord P2 Bj.1962 1,7 L
      Ford Galaxy WA6 Bj.2015 1,6 Ecoboost
      WW Knaus 8,5m 2,0 T

      Frank Kaenders

      Forumtreffen 2021 wird leider verschoben! :alt002:
      www.Opel-HK.de
      www.P2.kaenders.net
      @HK-56

      Hallo Frank,

      beim Rekord A ist eine magnetische Ölablassschraube nicht so wichtig, da der Motor
      einen Ölfilter hat.
      Bei P1 und P2 haben nur die Motoren des P2 ab Fahrgestellnummer (ab Juni 1962) einen Ölfilter.
      Eine magnetische Ölablassschraube ist sinnvoll, wenn kein Ölfilter vorhanden ist.
      Herzliche Alt-Opel-Grüße aus Offenbach am Main
      Ha-Jo

      Opel Rekord A LZ 1,5 l von März 1963, Familienbesitz

      nicht: was lange währt, wird endlich gut,
      sondern: was lange fährt, ist wirklich gut!
      Opel: Feine Marke


      Es ist sehr erfreulich, daß man sich hier so viel Gedanken über eine Ölablaßschraube macht. Früher wurde manchmal bei Ölwechseln einfach das große Gewinde zu 1"-Rohrgewinde aufgeschnitten und ein 1"-Stopfen aus der Gas- und Wasserinstallation hineingeknallt!
      Dieser Pfusch eines Vorbesitzers hat mich eine neue Alu-Guß-Ölwanne gekostet. Und wurde dafür am Stammtisch fast noch ausgelacht, ich sei ja einfach zu pingelig!

      Magnetische Ölablassschraube ?

      ...vor ein paar Jahren hab ich mal ein paar Ölablassschrauben für die alten Opels mit einem Magnet versehen,

      das Bild zeigt zwei Ausführungen: Links M14x1,5mm / rechts M32x1,5mm (ab Rek. 56 - Rek A).

      Es lohnt sich, ein paar Überlegungen dazu anzustellen:

      - der Magnet wirkt gut, wenn einer seiner Pole frei nach oben stehen kann (geht bei der großen Schraube besser)

      - zur sicheren Fixierung hab ich eine "Fassung" gedreht, die Ablassschraube innen etwas geplant und die Fassung hart eingelötet

      - die Fassung ist so tief ausgesenkt, dass die halbe Länge des Stabmagneten eingeschoben werden kann

      - Fixierung mit warmfestem Loctite

      - der Magnet MUSS ebenfalls warmfest sein ! Entsprechende Angaben findet man bei Magnetshops etc.

      Hinweis dazu: Magnete aus verschiedenen Materialien haben unterschiedliche Curie-Temperaturen,

      das ist die Temperatur, bei der der Magnet seine Wirkung temporär oder sogar dauerhaft verliert.

      Standard-Curietemperatur bei einfachen Neodym-Magneten = 80°C.

      Das ist viel zu wenig, für den Einsatz im Öl.

      Spezielle Zusätze bringen die Curie-Temperatur auf ca. 150°C, das ist o.k. für alte Opels.

      Wenn man selbst etwas bauen will, sollte man einen Magneten mit geeigneten Werkstoffdaten aussuchen.

      Viel Spaß dabei,

      Alfred. H.
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      Die beschriebene Aktion ist relativ aufwendig.

      Wenn Du das alles selber anfertigen kannst + willst, richtet sich die Planung an den

      verfügbaren Magneten aus. Einfach: Stabmagnet, bis 150°C temperaturfest.

      Ich hatte damals 2 geeignete Größen gefunden um ca. 8mm Durchmesser ???, kann aber jetzt

      leider keine Angabe mehr zu der Bezugsquelle machen, vergessen, verloren....

      Die einfache Kiste ist:

      - eine handelsübliche magnetische Ölablassschraube auswählen (Motorradzubehör, Ebay, o.ä.)
      - eine geeignete Länge auswählen
      - die Opel-Ölablassschraube mittig bohren, Gewinde schneiden (typisch M12x1,5; M14x1,5)
      - die "Zusatzschraube" in die Ölablassschraube eindrehen
      - Der Magnet sollte nicht über den Rand der Opel-Schraube rausstehen

      Das ist eine schnelle Lösung, die keine anderen Unwägbarkeiten aufwirft, sieht aber nicht so gut aus,

      wie eine individuelle Anfertigung. Ist Geschmackssache.

      Gruß,

      Alfred. H.
      ...mach, wie Du meinst.

      Nicht nur der Magnet, auch der Kleber muß die Öltemperaturen (ca. 120°C) und den

      Ölkontakt sicher aushalten. Von meiner Seite aus, bin ich ein erklärter Freund "technisch sauberer"

      Lösungen, das schließt nicht aus, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.

      Damit habe ich aber keine Erfahrungen und habe deshalb nur auf einige Randbedingungen verwiesen,

      die m.E. einzuhalten sind. In aller Regel stellt sich dann der gewünschte Erfolg ein.

      Kann Dir also zu Alternativen keinen Rat geben.


      Gruß,

      Alfred. H.

      Mamue schrieb:

      @Bubru hat geschrieben man könne den Magnet einfach in die Ablassschraube einkleben.
      Ist das nicht zu empfehlen? Hält das nicht?
      Gruß Martin


      Ich habe das, wie beschrieben, schon mehrfach so gemacht, insbesonders beim Motorrad, wo bekanntlich höhere Öltemperaturen herrschen. Bei den Ablassschrauben von Motorblock, Getriebe und Endantrieb habe ich Neodym-Magneten eingeklebt. Bei den kleinen Ablassschrauben musste dafür natürlich auch noch ein Sackloch gebohrt werden, um Platz für den Magneten zu schaffen.
      Es funktioniert und hält!
      Beim Opel habe ich zwei Magnete in die Getriebeölwanne geklebt. Das Getriebe hat ja keine Ablassschraube. Da muss man aber in den nächsten Jahren wohl nicht mehr ran. Ich gehe davon aus, dass es ebenso funktioniert.

      Gruß
      Christian

      Im übrigen halte ich das Einkleben mit einem geeigneten Kleber, und der 2K-Epoxidharz-Kleber ist geeignet, für eine technisch saubere Lösung. Der Neodym-Magnet mag bezüglich der Temperaturstabilität am Rand der Spezifikation betrieben werden, aber das ist hier wirklich kein Problem. Hätte man ein Öltermometer, würde man sich wundern, wie lange ein Motor braucht, um das Öl auf 80° zu bringen.
      Lieber Christian,

      niemand hat bezweifelt, dass Du erfolgreich Magnete zwecks Spanabsonderung eingesetzt hast !

      Um ein (positives) Ergebnis als allgemein gültig und übertragbar anzusehen, ist es aber unabdingbar,

      die verwendeten Bauteile / Elemente ebenfalls exakt zu benennen.

      Natürlich gibt es Neodym-Magnete, die bis weit über z.B. 150°C funktionieren, sieh mal in die anhängende

      Tabelle.

      [url]https://www.mannel-magnet.com/produkte/dauermagnete/neodym?gclid=EAIaIQobChMIv9SgyOOO7gIVbYODBx1HlQ-dEAAYAiAAEgJV5vD_BwE

      [/url]
      Ein alter OHV erreicht ohne weiteres Öltemperaturen (gemessen) von um und über 120°, sommerliche Außentemperaturen, Autobahn, schnell.
      unser P1 hat deswegen einen Ölkühler, der 57ger hat die Ölfiltereinheit direkt hinter der Stoßstange (Kühlung)

      Ein CIH (obere Hubraumklasse) kommt bei gleichen Bedingungen an 150° (frisierte Exemplare deutlich höher > Ölkühler).

      Der kleine Kadett-Motor ist wesentlich unempfindlicher.

      Die Öltemperatur hängt im wesentlichen (gegebener Motor) von der Außentemperatur (Sockelbetrag) und der Drehzahl ab (variabler Betrag)

      Mit der Drehzahl > kommt die Temperatur.

      Aus einer alten Berufskrankheit heraus berücksichtige ich zuerst mal die (bekannten) Einflüsse, wenn etwas "Neues" gebaut werden soll,

      das hat sich in der überwiegenden Zahl der Aktivitäten günstig ausgewirkt, hier: Temperaturbelastung / Bauteilspezifikation /wirkgünstige

      Anordnung.

      Das schließt nicht aus, (schon mal geschrieben) dass auch andere Vorgehensweisen zum Erfolg führen können, das ist aber nicht mein Ding.

      Wenn es Magnete gibt, die maßlich geeignet sind und eine ausreichende Temperaturfestigkeit haben, dann nehme ich ganz einfach genau die...

      Kann aber natürlich jeder machen, wie er will, mein Leben dreht sich nicht um dieses Thema, ich stelle aber gern meine Erfahrungen

      zur Verfügung.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Moin Alfred

      Alfred. H. schrieb:

      niemand hat bezweifelt, dass Du erfolgreich Magnete zwecks Spanabsonderung eingesetzt hast !


      Das habe ich auch nicht gedacht ! Ich habe einfach nur von meinen Erfahrungen berichtet. Vielleicht interessiert die Jemanden.

      Deine Anmerkungen sind durchaus wichtig und hilfreich (und auch für mich lehrreich), damit man alle technischen Aspekte kennt und später weiß, was man macht.

      Beste Grüße
      Christian
      Sooo, nur eben zur Info;
      ich habe nun die Ablaßschraube bei Matz mit ein paar Dichtungsringen bestellt und bekommen.
      Vielen Dank für den Tipp @RA63.
      Die habe ich entfettet und mit Rostschutzfarbe geschützt.
      Dann habe ich einen passenden Magneten aus meinem Fundus mittig mit Epoxidharz eingeklebt.
      Dieses Harz ist Temperaturfest bis 300° und Säurebeständig und stammt aus dem Windanlagen Bau.
      Dürfte wohl halten. :hammer2:
      Opel Rekord A Olympia 1964
      VW Scirocco II 53B GT 1987
      Rover 75 Tourer CDTI Celeste 2003

      joerg.linde schrieb:

      Sooo, nur eben zur Info;
      ich habe nun die Ablaßschraube bei Matz mit ein paar Dichtungsringen bestellt und bekommen.
      Vielen Dank für den Tipp @RA63.
      Die habe ich entfettet und mit Rostschutzfarbe geschützt.
      Dann habe ich einen passenden Magneten aus meinem Fundus mittig mit Epoxidharz eingeklebt.
      Dieses Harz ist Temperaturfest bis 300° und Säurebeständig und stammt aus dem Windanlagen Bau.
      Dürfte wohl halten. :hammer2:


      Wir würden uns über einen Bericht zu gegebener Zeit über
      Deine Erfahrungen mit dem eingeklebten Magneten freuen.
      Herzliche Alt-Opel-Grüße aus Offenbach am Main
      Ha-Jo

      Opel Rekord A LZ 1,5 l von März 1963, Familienbesitz

      nicht: was lange währt, wird endlich gut,
      sondern: was lange fährt, ist wirklich gut!
      Opel: Feine Marke