Suche Federn für Vorderachse P1

      Suche Federn für Vorderachse P1

      Obschon ich vor längerem mal welche in der Bucht kaufte, musste ich kürzlich feststellen, dass diese, wohl ebenso wie meine Federn, mal gebrochen waren. Ein cleverer Zeitgenosse hatte sie dann lediglich sauber abgeschnitten und als „gute Gebrauchte“ an einen weniger cleveren Zeitgenossen (mich) verscherbelt. Leider ist das schon länger her und ich kann nicht mehr nachvollziehen wer das war...

      Falls derjenige welcher dies hier ließt nochmals einen herzlichen Dank dafür...

      Nun suche ich halt zum 2. Mal.

      Wer hat noch 2 intakte Federn liegen?

      Wer würde mir diese verkaufen?

      Gerne Neu aber auch gebraucht ist ok.

      Beste Grüße und vielen Dank schonmal vorab

      Thomas
      Opel P1 Caravan, 1,5l
      Hallo Thomas,

      ich habe beides - neu und gebraucht.

      VG,
      Marcus
      Marcus Schaper aus 16515 Oranienburg, aber oft auch in 31855 Groß Berkel

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken
      Könnte ich evtl. ebenfalls gebrauchen. Mein P1 hängt sein einiger Zeit immer etwas nach rechts, ca 1 cm tiefer als links. Fällt aber auf ebener Fläche schon etwas auf.

      Sofern sich nicht noch eine andere Ursache herausstellt. Aber was kommt außer erlahmter Feder noch dafür in Frage?

      Tschüß
      Klaus

      altopelfreak schrieb:

      Aber was kommt außer erlahmter Feder noch dafür in Frage?

      Na ja, wie Thomas schon schreibt: Abbruch. Das fällt bei einem alltagstauglichen Panorama nicht sofort auf. Bei einem der von mir verschlissenen P's wurde ich vom freundlichen Prüfingenieur darauf hin gewiesen, daß die untere Windung der Vorderfeder abgebrochen sei. Ich möchte hier nichts zu meiner seinerzeitigen Reparatur sagen ... um nicht Reaktionen wie :hammer: zu riskieren...
      Der Senior-Typreferent für P-Rekord in der AltOpelInteressengemeinschaft *119
      Übrigens: in YouTube heiße ich Harry Humbug und betreibe dort den Kanal LauxTonbildschau

      Harry B. aus O. schrieb:

      altopelfreak schrieb:

      Aber was kommt außer erlahmter Feder noch dafür in Frage?

      Na ja, wie Thomas schon schreibt: Abbruch. Das fällt bei einem alltagstauglichen Panorama nicht sofort auf. Bei einem der von mir verschlissenen P's wurde ich vom freundlichen Prüfingenieur darauf hin gewiesen, daß die untere Windung der Vorderfeder abgebrochen sei. Ich möchte hier nichts zu meiner seinerzeitigen Reparatur sagen ... um nicht Reaktionen wie :hammer: zu riskieren...


      Hallo Harry, auch mir kam schon der Gedanke zu reparieren. Ich hätte mal eine Schrottkarosse aus der ich ursprünglich das ein oder ander Blechteil gewinnen wollte. Dessen Vorderachse war auch mal „instandgesetzt „ worden. Wobei da die zu kurzen Federn einfach durch einen selbstgedrehten Kunststoffring ausgeglichen wurden, der war locker 30mm stark und saß oben in dem Achsgehäuse.
      Diese Achse war überdies auch noch an anderer Stelle interessant repariert worden. Man hatte statt der Würgegewinde, Feingewinde in die oberen Lenker geschnitten und sich dann passende Buchsen gedreht. Die ganze Schose ist sicherlich eine Weile so gelaufen. Es gab auch keine Anzeichen auf irgendwelche Opfer...


      Bleibt munter, viele Grüße Thomas
      Opel P1 Caravan, 1,5l
      Guten Abend Thomas,

      die Federn an den P´s sind nach meiner Erinnerung "progressiv", das heißt, sie weisen

      keine konstante Steigung der Windungen auf (unten enger). Bei Kompression legen sich deshalb "einige

      Windungen ab", sind damit unwirksam und die Federrate steigt. Weniger Federwindungen

      bedeutet > größere Rate > härtere Feder. Das ist technisch o.k., aber in Bezug auf die

      Lebensdauer schwer (gar nicht) zu beherrschen. "Ablegen" der Federwindungen bedeutet

      metallischen Kontakt zwischen den Windungen, Abarbeiten der Schutzschicht (Lack o.ä.),

      Rost.....und dann ist ein Bruch vorprogrammiert. Meist eben in dem eng gewickelten Abschnitt,

      der am häufigsten Kontakt hat (unten). Das ist ein Kardinalfehler, Opel hat den bis Kadett C

      beharrlich weiter verfolgt, dann auf eine andere Federbauart gesetzt (Miniblockfedern), die aber

      ähnliche Defekte aufwiesen. Wenn Du neue oder gebrauchte Federn bekommst, solltest Du die

      Kugelstrahlen lassen (Druckeigenspannungen), gut lackieren und im eng gewickelten Bereich gut mit Fett

      versehen. Das ist m.E. die einzige Möglichkeit, die Dinger wirksam vor Bruch zu schützen.

      Das war ein Dauerthema, bis in die 80ger Jahre, in meinem Arbeitsumfeld wurde die (gewünschte)

      Progression der Rate deshalb nicht über die Feder hergestellt, sondern über einen "Zusatzpuffer"

      mit den gewünschten Eigenschaften.

      Viel Erfolg + Gruß,

      Alfred. H.
      Hallo Alfred,

      vielen Dank für die Erläuterungen, so werde ich es machen (lassen). Ich würde die Federn Pulvern lassen, oder spricht da was gegen?

      Beste Grüße Thomas

      P.S. Auch Kollegen aus der bayerischen Landeshauptstadt haben da wohl auch noch etwas zum Verbessern gehabt, zumindest vor 20 Jahren. Die damaligen 3er (E36) litten ebenfalls stark unter Federbrüchen.
      Opel P1 Caravan, 1,5l
      guten Abend Thomas,

      gegen Pulvern spricht nichts, die Arbeitstemperaturen liegen für diese "alten Federn"

      wahrscheinlich im unkritischen Bereich. Wichtig sind: Kugelstrahlen, Lack + Fett.

      In der Großserie verwendet man auch Federunterlagen aus einem Zinkblech, mit sehr

      gutem Erfolg, weil das Zink nicht nur im direkten Kontakt schützt, sondern sich bei

      Kontakt auch als Partikel auf die Feder "legt", so z.B. bei Miniblockfedern.

      Der wirklich "Weise alte Mann" wird aber danach trachten, jeden metallischen Kontakt

      zu vermeiden. Die Opel-Mannen hatten das auch versucht, sie hatten beim Kadett C

      Kunststoffschläuche auf die progressiven Windungen gezogen. Leider war das eine

      Verschlimmbesserung. Am Schlauchende ist Wasser eingedrungen + stehen geblieben,

      mit fatalen Folgen: Rost + Federbruch im Bereich des Schlauchendes. Bei meinem ehemaligen

      Arbeitgeber hat man das etwas besser gelöst:

      - Schlauchüberzug als Kontaktsperre

      - Schlauch innen + Feder außen mit Korrosionswachs versehen

      Das funktioniert, besser ist es aber, die Feder von internen Kontakten frei zu halten

      Das geht so am P nicht, deshalb ist Fett das Mittel der Wahl...

      Gruß,

      Alfred. H.

      altopelfreak schrieb:

      Mein P1 hängt sein einiger Zeit immer etwas nach rechts, ca 1 cm tiefer als links. (...) Aber was kommt außer erlahmter Feder noch dafür in Frage?

      Wird die Beifahrerin schwerer? Evtl. SCHWANGER???
      Grüße aus dem Sauerland von Frankie, dem Lennecruiser!


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      Ort: 58119 Hohenlimburg a. d. Lenne
      Fahrzeug: Olympia Rekord P1, EZ 02/60, 1700 ccm
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      MOTTO: "LEBE SO, DASS SICH DEINE FREUNDE LANGWEILEN, WENN DU TOT BIST!"