Wieviel Veränderung verträgt das H-Kennzeichen?

      Hier noch was zum Thema "Rennoutfit" - find ich echt lecker :)


      Quelle: opel-rekord-a-b.blogspot.com/2…rekord-r-3-olympia-h.html

      Oder der Hier:

      Quelle: opel-rekord-a-b.blogspot.com/2…ord-rallye-in-sweden.html

      Auch der Hier (ist glaube ich in den Händen von @Jossi71 und sieht mittlerweile etwas "zahmer" aus ;) )

      Quelle: opel-rekord-a-b.blogspot.com/2…-rekord-record-coupe.html

      Ansonsten auch noch ettliche Beispiele für Umbauten (Qualität von bis) für Rekord A und B: opel-rekord-a-b.blogspot.com/p/blog-page.html
      Wer später bremst ist länger schnell...

      1963 Opel Rekord A 2TL auf E36 Chassis (im Aufbau)
      1964 Opel Rekord A 1700 aus Antwerpener Produktion

      Mark schrieb:

      Tausi schrieb:

      Puuh, das ist dünn. Im Gesetzestext steht halt nur:

      "Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein..."

      Der Umkehrschluss, dass
      "nicht vorgeschriebene Sicherheitsgurte, die aber trotzdem da sind, nicht angelegt sein dürfen"
      steht nirgends ausformuliert.

      Möchte ich das mit der Rennleitung ausdiskutieren???


      Es gibt ja auch kein Gesetz welches dir erlaubt zu atmen.
      Von daher ist alles erlaubt, was nicht verboten ist.
      Es ist zu tun, was vorgeschrieben ist.
      Vorgeschriebene Sicherheitsgurte sind an zu legen, außer von ...
      Ist ein Gurt nicht vorgeschrieben, gibt es keine Pflicht ihn an zu legen.

      Ich hatte das Thema 2x, mein Vater 1x, bezahlen mussten wir nix. Bei mir hat man das dann 1x vertagt und einen "Sachverständigen" beauftragt, der die Rechtslage beurteilt hat, zahlen musste ich nix...

      Wer nicht diskutieren will, baut die Gurte aus.


      Das Hauptrisiko dürften versicherungsrechtliche Probleme wegen des etwaigen Vorwurfs des Mitverschuldens sein:

      kulturgut-mobilitaet.de/aktuel…uesteter-sicherheitsgurte
      Herzliche Alt-Opel-Grüße aus Offenbach am Main
      Ha-Jo

      Opel Rekord A LZ 1,5 l von März 1963, Familienbesitz

      nicht: was lange währt, wird endlich gut,
      sondern: was lange fährt, ist wirklich gut!
      Opel: Feine Marke


      Naja, es ist ja recht relativ ob du unfallbedingte Verletzungen mit dem Anlegen von vorhandenen Sicherheitsgurten hättest vermindern können oder selbiges dich zum Tode durch Genickbruch mangels vorhandenen Kopfstützen gebracht hätten.

      Mir ist ein Fall bekannt, bei dem die VS die Zahlung verweigerte, weil bei einem Unfall mit einem 111er Cabrio (DB) die Anschnallpunkte der nachgerüsteten Gurte versagt hatten. Das Thema wurde aber nie ausprozessiert, weil der Geschädigte nach dem Tode seiner Ehefrau andere Probleme hatte....
      @Mark
      Genau das ist es. Fahrzeuge mit nachgerüsteten uralt-Gurten, die so alt sind wie das Auto selbst und die eher einen dokumentarisch-historischen Zweck erfüllen als einen Unfallschutz nach heutigen Maßstäben gewährleisten, soll man auch schon mal hängen lassen können, ohne dafür belangt zu werden. Opels vor Rekord A ohne werksseitige Befestigungspunkte erscheinen mir manchmal ohnhein zweifelhaft, was die Befestigung der Gurte angeht. Da wurden oft nur zwei simple Blechschrauben in die B-Säule gedreht! Und das nachträgliche Einschweißen von Gewindeeinsätzen zur Gurtbefestigung ist seit ca. 20 Jahren verboten.

      Aber die Diskussion ist näher betrachtet ohnehin obsolet, denn der Gesetzestext ist eindeutig: Vorgeschriebene Gurte! Andernfalls wäre ja von "eingebauten" oder "montierten" Gurten die Rede. Da sehe ich keinen Interpretationsspielraum für übereifrige Gesetzteshüter oder regulierungsfaule Versicherungen.
      Nun nochmal zurück zur Konformität mit den Richtlinien fürs H-Kennzeichen (die übrigens seit Erscheinen dessen 1997 auch für die Rote 07er gelten):

      Das persönliche Gefallen ist hier kaum entscheidend. Nur mal als Beispiel Doppelscheinwerfer im Rekord B mögen ja manchen gefallen, aber mit den Richtlinien für §23 geht das nicht konform. Eine 2-Liter-CIH-Maschine aus einem Rekord D dagegen dürfte kein Problem sein.

      inzwischen

      Koralle60 schrieb:

      Aber das kann und darf jeder mit seinem Eigentum handhaben wie er möchte. Diese ständigen Hinweise auf die vermeintlich notwendige Originalität sind nervig, da diese Autos weder extrem selten noch kulturell besonders wertvoll sind.
      Da bin ich aber ganz anderer Meinung! Die meisten Alt-Opel-Fahrer werden mir hoffentlich zustimmen, daß Brot-und-Butter-Autos wie die unseren genau so kulturell wertvoll sind wie Hochpreisklassiker von der Sorte Ferrari oder Facel Vega.

      Es kann eben nicht jeder mit seinem Eigentum machen was er will, so lange er staatliche Förderungen dafür in Anspruch nimmt. Und vom Gesetzgeber wird die Oldtimer-Zulassung mit dem "vergünstigten" Steuersatz als solche verstanden. Daß die jährliche Oldie-Steuer das für viele Hubräume faktisch nicht ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber bei denkmalgeschützten Immobilen gibt es vergleichbare Regeln und das wird ja auch akzeptiert.

      Nervig finde ich diese Diskussion keineswegs, denn dazu sind ja Foren wie diese ja da, über solche Fragen seine Ansichten auszutauschen. Ein Oldtimer-Forum ist doch kein Kegelclub oder Knabenchor!

      Koralle60 schrieb:


      Ich kann mich sehr gut erinnern, das mein Vater schon in den 60ern Änderungen an seinen Autos vorgenommen hatte.
      Diese bezogen sich zwar eher auf technische Details als auf optische, aber würden selbst jetzt noch bei dem Einen oder Anderen Empörung auslösen.

      Das ist ja lustig, denn genau das hat mein Vater damals mit seinem Badewannen-Taunus auch gemacht: Im Beifahrer-Fußraum hatte er eine 220-Volt-Steckdose installiert, die von einem Trafo plus Zerhacker aus gespeist wurde. Beides hatte er in seiner Firma abgegriffen. Der Grund war, daß er auf langen Geschäftsreisen seine Lieblingsmusik hören wollte, die auf einem Grundig-Röhrentonband TK 25 lief, welches im Fußraum stand. Ich erinnere mich genau an den großen Trafo-Kasten im Motorraum, der die Ausmaße einer 6-Volt-Batterie übertraf und später bei der Verschrottung des Autos für einen heftigen Streit mit dem Autoverwerter sorgte, weil dieser nach dem Totalschaden die Anlage als sein Eigentum betrachtete, ohne zu kapieren um was es sich da eigentlich handelt.

      Würde ich irgendwann einen 17M-P3 wiederfinden, der in Farbe und Ausstattung genau unserem damaligen Taunus entspricht, dann würde ich natürlich auch solch eine 220-Volt-Anlage einbauen wollen. Allein wegen der Erinnerung, auch wenn es dies damals nirgendwo als Zubehör zu kaufen gab.

      Streitfälle, was "zeitgenössisch" ist, wird es immer geben.

      Tschüß
      Klaus
      Moin

      Eine weitere Frage in Sachen Gurte. Machen nachgerüstete Gurte überhaupt Sinn ? Mein erstes eigenes Fahrzeug hatte welche nachgerüstet, aber der Tüffi meinte: So ein Schwachsinn, ohne Kopfstützen bringen die auch nicht wirklich was, da brichst du dir den Nacken.
      Bevor Du mit den Kopf durch die Wand rennst, überleg dir was du im Nebenzimmer willst. :hmm:




      Wilms Wohnort 48691 Vreden
      Wilms Fuhrpark
      P II Schnelllieferwagen 1700 Bj 60

      Olympia Rekord 1500 Bj 57
      Volvo B 10 M Knickgelenkbus
      VW Sharan
      Hyundai H1
      Gurte machen immer Sinn, auch wenn die Befestigung nicht nach DIN Norm erfolgen kann.
      Selbst wenn sie bei Horrorcrashs rausreißen sollten, so wurde doch Energie vernichtet.
      Dagegen wird die Wirkung von Kopfstützen überschätzt. Verstauchungen der Halswirbelsäule
      (früher Schleudertrauma genannt) schon nach Bagatellunfällen sind weltweit nur in Deutschland häufig. Von einem Genickbruch bei Auffahrunfall habe ich noch nie gehört oder gelesen.
      Die Diskussion gab es in den 60ern auch schon.
      Ich habe noch eine AutoMotorSport (weil da ein Kapitän-Bericht drin ist) mit dem Titel
      "Sind Sicherheitsgurte Unsinn?"
      Aber @Wilm, die Gurte haben sich durchgesetzt...
      Schöne Grüße

      Dirk
      "Tausi" :wink:

      aus Meerbusch am Niederrhein (zwischen Krefeld und Düsseldorf)
      "P2"-Käpt´n seit Studientagen (so sieht er auch aus) und seit Ende 2015 auch Diplo-A-C
      Moin

      Gurte haben sich durchgesetzt. Das war mir klar, mir ging es ja um die Aussage des Tüffis das Gurte ohne Kopfstützen nicht wirklich ihren Sin erfüllen.Damals klang das irgendwie logisch.Er meinte: Ohne Gurt knallst du mit dem Kopf vorne irgendwo dran, mit Gurt gehst du nach dem Auffangen nach hinten. Wenn dann keine Kopfstützen da sind könne es im Nacken knacken.
      Bevor Du mit den Kopf durch die Wand rennst, überleg dir was du im Nebenzimmer willst. :hmm:




      Wilms Wohnort 48691 Vreden
      Wilms Fuhrpark
      P II Schnelllieferwagen 1700 Bj 60

      Olympia Rekord 1500 Bj 57
      Volvo B 10 M Knickgelenkbus
      VW Sharan
      Hyundai H1
      Zumindest haut der Beifahrer wenn der Fahrer bremst nicht mitm Kopf aufs Amaturenbrett...
      Das ist meinem Vater passiert, vor 53 Jahren und gab n Aufgeschlagenes Kin und seit dem hat mein Rekord vorne Gurte.
      Als ich vor etwa 15 Jahren in München mal eine Vollbremsung machen musste, fanden sich meine vorher auf der Rücksitzbank sitzenden Cousin & Cousine im Fußraum wieder.
      Genicke sind seit dem keine gebrochen ^^

      Das es bei nem richtigen Unfall sicherlich nicht gesund ist, wenn man nach hinten schlägt und da keine Kopfstütze ist, ist klar, wobei die nicht sperrenden Rückenlehnen eh nicht viel aushalten, vor allem wenn sie beim Unfall mit nach vorne gehen und dann auf die Anschlagsbleche schlagen... Die Fahrgastzelle hält aber auch nicht, die Autos knicken beim Frontschaden zwischen A und B Säule durch.

      Du kannst aber auch ne neue S Klasse mit 180 vorn Baum nageln, wirst du wahrscheinlich auch nicht überleben.
      Autos sind so lange sicher, wie man keinen Unfall baut.
      Dennoch bringen auch nachgerüstete Sicherheitsgurte in üblichen Situationen einen Sicherheitsgewinn, auch wenn sie nicht den heutigen Vorschriften entsprechen.

      Mfg, Mark
      Immer unangeschnallt unterwegs ^^

      altopelfreak schrieb:

      Es kann eben nicht jeder mit seinem Eigentum machen was er will, so lange er staatliche Förderungen dafür in Anspruch nimmt. Und vom Gesetzgeber wird die Oldtimer-Zulassung mit dem "vergünstigten" Steuersatz als solche verstanden.


      Daß man für eine über 30 Jahre alte Karre überhaupt noch KFZ-Steuer bezahlen muß, halte ich für ein Unding. Meiner Meinung nach ist die Steuerschuld irgendwann abgegolten.

      Christian
      ....klick mal das an: https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftfahrzeugsteuer_(Deutschland)

      und sieh mal die Tabelle, dann wirst Du erkennen, dass wir (mindestens)

      in einem "Steuer-Irrenhaus" leben. Mit Einsicht / Vereinfachung / Besserung

      ist NICHT zu rechnen.

      Schon mal geschrieben: In England gibt es nur eine einheitliche KFZ-Steuer

      von 150 GBP , das sind rund 165,-€

      Bis 1973 zugelassene Autos sind steuerbefreit.

      Die Insel steht noch !!!

      Gehört nicht zum Thema, der Steuerbeitrag hat meinen Blutdruck ansteigen lassen...

      Gruß,

      Alfred. H.

      Alfred. H. schrieb:

      der Steuerbeitrag hat meinen Blutdruck ansteigen lassen...


      Geht mir ähnlich, ist aber durch den deutschen Regelungsschwachsinn zum Wechselkennzeichen noch steigerungsfähig.

      Dabei wäre ein echtes Wechselkennzeichen (nur für das beitragsstärkste Fahrzeug wird bezahlt) für die Oldie-Szene eine prima Sache. Darüber hinaus hätte es sogar wirtschaftsfördernde Effekte.

      Nun, eine Besserung ist wirklich nicht in Sicht. Und so löhnen und ertragen wir den Mist in stiller Verzweiflung …

      Christian

      OpelDoc schrieb:

      Gurte machen immer Sinn, auch wenn die Befestigung nicht nach DIN Norm erfolgen kann.
      Selbst wenn sie bei Horrorcrashs rausreißen sollten, so wurde doch Energie vernichtet.
      Dagegen wird die Wirkung von Kopfstützen überschätzt. Verstauchungen der Halswirbelsäule
      (früher Schleudertrauma genannt) schon nach Bagatellunfällen sind weltweit nur in Deutschland häufig. Von einem Genickbruch bei Auffahrunfall habe ich noch nie gehört oder gelesen.


      Offen gestanden widerstrebt es mir ein wenig mich an solchen Diskussionen zu beteiligen, das mal vorweg. aber diese Aussage kann und möchte ich so nicht unkommentiert lassen. Ich kenne aus meinem persönlichen Umfeld zwei Menschen, von denen einer bei einem Auffahrunfall zu Tode kam und der andere bei demselben Unfall einen hohen Querschnitt erlitten hat. Das Auto war ein Käfer aus der späten 60ern. Nur weil man selbst von solchen Dingen nie gehört hat, kann es Sie aber dennoch gegeben haben. Das erste, was mein allererstes Auto bekam waren Sitze mit Kopfstützen, VW Typ 3 Fließheck, Bj. 72, Gurte hatte er schon.
      Später hab ich dann in den alten Kisten Recaros gefahren, in Verbindung mit 4-Punkt Gurten. Resümee: Wenn man Gurte Nachrüsten möchte, dann mache man es vernünftig und in Verbindung mit gescheiten Sitzen. In meine DKW sind die Sitze mit 4 - 6mm Schräubchen befestigt, das reicht gerade aus den nicht besetzten Sitz bei der Fahrt nicht zu verlieren, keinesfalls aber um im Falle eines Unfalls den Passagier in Verbindung mit einem Gurt im Auto zu halten. Das Gestühl aus diesen Zeiten ist schlicht nur zum Sitzen geeignet, jedenfalls mehr oder weniger.

      Beste Grüße Thomas
      Opel P1 Caravan, 1,5l