Startverhalten - Fülldauer Vergaser

      Startverhalten - Fülldauer Vergaser

      Ich habe heute einige laienhafte Messungen durchgeführt - ohne Gewähr, nicht exakt.
      1. Volumen Vergaser : ca. 70 cm 3 bis zum Schließen des SNV - vermutlich ist dieses Volumen zum Starten gar nicht notwendig.
      2. Fördermenge Benzinpumpe : bei Anlasserdrehszahl 0,7 Liter/ min , im Leerlauf 1,5 Liter.
      3. Durchsatz Schwimmernadelventil : bei linear abfallendem Druck von 0,2 auf 0,1 bar ca. 500 - 600 ml / min.

      Nach ca. 6 sec hat also die Benzinpumpe die notwendige Benzinmenge gepumpt, nach höchstens 8 - 9 sec ist die auch durch das Ventil durch und der Vergaser voll.

      Bleibt zu klären, wie lange eine trockengefallene Pumpe zum Beginn der Förderung braucht.
      Laut WHB sollte sie nach 12 Hubbewegungen fördern.


      Hallo Wulf,

      danke, Zahlen helfen ! 12 Hübe bedeuten 24 Umdrehungen des Motors (Nockenwelle 1/2 der Kurbelwelle),

      bei geringer Anlasserdrehzahl (gut geschätzt 2 Umdrehungen /Sek) wäre nach 12 Sek. der Sprit da und nach weiteren

      6 ....9 Sek. (Deine Messung) der Vergaser voll. Insgesamt: 18....21 Sek. Das wäre / ist sehr lange. Wenn die Opel-

      Aussagen + Deine Messungen so zutreffen, dann ist das aber so. Das ist m.E. aber kein befriedigender

      Zustand. Der gestern durchgeführte Versuch: Starten nach ca. 2 Wochen Standzeit (3 Sek.) ergab wesentlich

      andere Ergebnisse, bei gleicher Pumpe, aber anderem Vergaser. Möglich ist, dass bei der Originalausrüstung

      hier der Störenfried sitzt. Die Solex-Vergaser haben eine andere Belüftung der Schwimmerkammer, sie

      entlüftet / belüftet in den Ansaugstutzen. Die Opel-Vergaser entlüften / belüften ins Freie.

      Das könnte ein Grund sein. Jetzt werde ich unseren P1 nicht wieder auf eine (aus meiner Sicht) schlechte

      Lösung zurückbauen, um einen Konzeptfehler zu finden, wahrscheinlich gelingt Dir auch eine entsprechende

      Analyse an der Originalausrüstung. Frage: Wie ist denn der Spritstand im Vergaser, nach 2 Wochen Standzeit ???

      Danke für Deine Messungen, nur so kann es Licht im Dunkel geben !!!

      Alfred. H.
      Hallo Alfred !
      Ich habe wenig Lust meinen Vergaser deswegen aufzuschrauben. Vermutlich reichen wenige Sekunden des Orgelns ihn soweit zu füllen, dass der Motor anspringt. Er läuft ja auch ohne
      Spritzufuhr noch recht lange mit seinem Inhalt.

      Einfacher und nächster Versuch : nach längerer Standzeit prüfen, nach welcher Zeit die Benzinpumpe fördert. Das scheint der Flaschenhals zu sein.

      Das kann ich leider erst im Herbst anbieten.

      Alternativ könnte man den Vergaser mit einer kleinen Benzinmenge z. B. 20-30 ml füllen und prüfen, ob der Wagen damit anspringt.
      Dann wäre der Vergaser als Ursache ausgeschlossen.

      Guten Morgen Wulf + Kollegen,

      am Sonnabend (05.09.) habe ich unseren P1 aus der Garage geholt, nachdem er

      genau einen Monat dort unbewegt verbracht hatte.

      Weil die zum Starten erforderliche Zeit hier öfter Thema ist, habe ich die mal

      gemessen:

      - Choke voll gezogen

      - nix sonst gemacht

      - Schlüssel rumgedreht

      - nach 6 Sekunden springt der Motor an und läuft durch

      Den gleichen Versuch nach etwas über 2 Wochen Standzeit hatte ich schon einmal

      vorgenommen, hier beschrieben:
      http://www.rekord-p2-forum.de/index.php/Thread/10544-Benzinpumpe-elektrisch-mit-Ansteuerung/?postID=137426#post137426

      Die Ergebnisse:

      Nach ca. 2 Wochen Standzeit > Startzeit ca. 3 Sek.

      Nach ca. 4 Wochen Standzeit > Startzeit ca. 6 Sek.

      Nach der Winterpause > Startzeit ca. 7 Sek.

      Das sind natürlich nur Anhaltswerte, m. E. geben sie aber Aufschluß,

      wie lange der Anlasser bei einer i.O. Benzinversorgung und einem i.O.

      Starter / Batterie Zusammenspiel arbeiten muß, um die alte Kiste zu starten.

      Unser P1 hat abweichend von der Serienausrüstung einen Solex-Vergaser bekommen,

      das o.a. Verhalten bezieht sich auf diesen Zustand.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Mit Euren kurzen Startzeiten kann ich nicht mithalten.
      Hab aber heut mal die Zeit gestoppt. Mit voll gezogenem Choke hat es bei mir 19 Sekunden gedauert bis der Motor lief, von da an stabiler Leerlauf mit langsamer Rücknahme des Chokes.
      Standzeit seit April, Motor mit serienmäßigem Carter Vergaser.
      Denke da kann man mit leben.
      Wir leben Autos "Opel der Zuverlässige" :wink:
      ...paßt gerade:

      Heute hatte der 57ger eine kleine Durchsicht + Wäsche.

      Dazu mußte der P1 aus der Garage.

      Der P1 steht seit Montag Abend, war am Montag beim TÜV,

      - Standdauer ca. 4 Tage
      - Startzeit > Choke gezogen, gestartet > SOFORT

      Der 57ger steht seit dem Frühjahr,

      - Standdauer ca. 6 Monate
      - Startzeit > Choke gezogen > ca. 9Sekunden (Batterie nicht nachgeladen)

      Beide Autos haben Solex-Vergaser und die Opel-Pumpe.

      Gruß,

      Alfred. H.
      ...darum: vorförderpumpe.
      das ewige geleier ist auch peinlich vor fremden ("alte karre, springt nicht an...").
      so ein teil kostet keine 20 euro und damit lässt sich die stets ausgetrocknete schwimmerkammer vorab füllen. hatte das schon mal in einem anderen fred beschrieben...

      die aufgeführten 3, 6, 7, 9... sekunden sind werte von denen ich nach 1 woche standzeit schon träume...
      zwar springt dann ein motor ganz kurz an, aber dann muss man nochmal starten und nochmal, dann geht es langsam. bei wenigem fahren erhebliche leerung der batterie.

      Rennfox schrieb:

      Mit voll gezogenem Choke hat es bei mir 19 Sekunden gedauert bis der Motor lief, von da an stabiler Leerlauf mit langsamer Rücknahme des Chokes.
      Standzeit seit April, Motor mit serienmäßigem Carter Vergaser.


      Ich würde sogar sagen, damit kannst du zufrieden sein.

      Bei meiner Karre ist das nach ein paar Wochen Standzeit mal so mal so. Aber wenn er läuft, dann läuft er. :thumbsup:

      Neu

      Kapi schrieb:

      ...darum: vorförderpumpe.
      das ewige geleier ist auch peinlich vor fremden ("alte karre, springt nicht an...").
      so ein teil kostet keine 20 euro und damit lässt sich die stets ausgetrocknete schwimmerkammer vorab füllen. hatte das schon mal in einem anderen fred beschrieben.


      Ich liebäugle auch mit einer Vorförderpumpe. Eine El. Pumpe ist aber nur mit Sicherheitsschaltung zulässig. Aber um 20€ habe ich noch keine für Vergaser geeignete Pumpe gefunden...
      hardi-automotive.com/wp-conten…burg_kraftstoffpumpen.pdf

      Neu

      Ich überlege ebenfalls, eine Vorförderpumpe zu verbauen.
      Jedoch nicht mit Sicherheitsschaltung sondern mit einem einfachen Kippschalter, da ich die Pumpe vor starten des Wagens ja wieder abschalte.
      Die Frage ist nur, wo und wie ich diese einbinde. Y-Stück in die Benzinleitung vor der konventionellen Pumpe, dann von dort mit nem Schlauch zur elektrischen Pumpe und danach wieder mit einem Schlauch, einem Rückschlagventil und nem Y-Stück nach der konv. Pumpe zurück in den Kreislauf?
      Wer später bremst ist länger schnell...

      1963 Opel Rekord A 2TL auf E36 Chassis (im Aufbau)
      1964 Opel Rekord A 1700 aus Antwerpener Produktion

      Neu

      Moin,
      mal meine Startsequenz:
      14 Tage gestanden,
      Choke voll, 15 sek. gedreht, angesprungen, Choke rein bis ruhiger runder Lauf. Alles gut.
      Batterie hätte ein wenig mehr Power liefern können, da der Anlasser schon ein wenig "gemütlich" gedreht hatte.

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,

      Neu

      Heute habe ich den 57ger nach einer Woche Standzeit angeworfen.

      Startet innerhalb von rund 3 Sek., stirbt kurz ab Nachstart > kommt sofort.

      Ein glaubwürdiger Zeuge war anwesend.

      Ausrüstung des Autos:

      - Opel-Pumpe
      - Solex-Vergaser

      Der Vergaser scheint nicht unerheblich beteiligt zu sein.

      - Opel-Vergaser entlüftet ins Freie
      - Solex-Vergaser entlüftet in den Ansaugtrakt

      Der glaubwürdige Zeuge wird seinen Ponton mal umrüsten > Solex, dann wird es einen

      neuen Erkenntnisstand (zu diesem Auto) geben, mal sehen.

      Gruß,

      Alfred. H.

      Neu

      den kapitän hätte ich damals auch gern auf was vernünftiges,
      statt diesen Steinzeit- Vergaser,
      der vermutlich auch in den Fahrzeugen von Fred Feuerstein und Barny Geröllheimer schon verbaut war, umgerüstet.
      ich war ja nach kauf des wagens (mein erster opel) schon etwas geschockt über das, was ich da auf der ansaugbrücke fand 8o

      Aber für den 6-Zylinder... gibt es da was passendes von richtigen vergaser- herstellern?


      edith sagt noch: für die vorförderpumpe braucht man kein T- Stück oder sonstiges, die wird einfach vor die normale pumpe in die leitung gebaut.

      Neu

      Ich habe neulich meine Vergaser überholt die ich im Bestand habe.
      Da ist mir etwas aufgefallen. Alle Gehäuse der Luftklappen waren identisch, bis auf eines. Da ist die Ent-/Belüftung nach innen und nicht nach aussen! Es ist aber ein original Teil. Frage ist wo war das normal verbaut.

      auf dem einen Bild sieht man das normale Gehäuse mit der Entlüftung zum Kipphebel.
      das zweite zeigt das andere Gehäuse mit der Bohrung in den Ansaugtrakt.

      Das wäre dann doch der Effekt wie beim Solex Vergaser.
      Dateien
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      Guten Abend Juri,

      das Entlüftungsprinzip / Belüftungsprinzip ist eine elementare Eigenschaft der Vergaser.

      - im Idealfall ist die Schwimmerkammer mit dem Ansaugstutzen (Nähe Luftfilter) verbunden,
      dann wirken nur die Druckdifferenzen aufgrund der Strömungsgeschwindigkeit, die Ansaug-
      widerstände (Luftfilterwiderstand) wird praktisch nahezu kompensiert

      - wenn man das nach Opel-Manier macht, entlüftet die Schwimmerkammer ins Freie,
      Folge: Die Schwimmerkammer hat IMMER Umgebungsdruck, der Druck vor Vergaser
      ist aber stark abhängig vom Luftfilter-Widerstand DAS IST MURKS !

      Jetzt gibt es zwei Auswirkungen:

      1) Die Schwimmerkammer dunstet stark aus, in den Ansaugtrakt (Solex). Dann finden sich
      kurze Zeit nach "Warmabstellung" viele (zu viele) Benzingase im Ansaugtrakt, die den
      Warmstart erschweren > Fettgemisch

      Ausweg: Bei großen Schwimmerkammern gibt es bei Solex + Zenith ein Umschaltventil,
      bei geringer Last + Leerlauf des Motors: Außenbelüftung (DIDTA + INAT)

      2) Sobald Leistung abgefordert wird > Innenbelüftung (Solex DIDTA + Zenith 35/40 INAT).
      Dann gibt es hohe Luftdurchsätze und die Druckdifferenzen durch die Luftfilterei
      können wirksam werden

      Das ist die richtige Maßnahme. Die Einfachvergaser (z.B. 35 PDSI) brauchen das nicht.

      Die Opel-Vergaser dunsten einfach ins Freie, bis sie sich ausgedunstet haben....

      Die Vergaserei ist wirklich komplex und (bei allem Respekt) ist dieses Thema ist so weitläufig,

      dass (m.E.) eine detaillierte Diskussion im Forum schwierig wird und nicht weiter führt.

      Mal sehen / hören / lesen, was unser Kollege für Erfahrungen beisteuern kann, wenn er den

      56ger auf Solex umgebaut hat. Grau, lieber Freund, ist alle Theorie....


      Gruß,

      Alfred. H.

      Neu

      Ja Vergaser sind nicht ganz einfach aber man kann sich reinarbeiten, musste ich, da bei meinem vieles nicht stimmig war..

      Den Gedankengang hatte ich auch, dass die Verdunstung sich als zu fettes Gemisch herausstellen wird wenn man die andere Klappe verbaut.
      Ich wollte das hier eben mal zeigen dass es das auch gibt.
      Man müsste es mal probieren was oder wie es sich auswirkt.
      Aber vermutlich wie oben erwähnt.
      Gut, dass der Solex nochmal ein Ventil hat entzog sich meiner Kenntnis gut zu wissen. :)
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