Mein Olympia Rekord '56

      Bevor wir weiter im Kaffeesatz lesen, so ist meine nächste Vorgehensweise : die alten Motorlager wieder einbauen, und bei einer Probefahrt genauestens auf die Geräuschkulisse achten. Ich bin/war der Meinung, daß die Geräusche überwiegend beim Beschleunigen bzw. Lastwechsel präsent waren, und das Auto insgesamt ruhiger lief.
      Sollte sich eine Änderung ergeben, baue ich mit den Kadett B Motorlagern erstmal was passendes, und mache dann wieder eine Probefahrt.
      Wenn's das denn doch nicht war, dann sehen wir weiter....
      Gut, daß ich die alten Lager noch aufgehoben habe. Wenn ich in 30 Jahren Alt-Opel schrauben etwas gelernt habe, dann nix wegzuschmeissen, bevor die Arbeit endgültig und erfolgreich getan ist !

      Thomas
      Sicherheitsrisiko !
      Ich wollte ja die alten Motorlager probeweise wieder einbauen, zwecks erkennung der Geräuschquelle, aber ich habe den einen mal mit der Zange angepackt, und konnte den Metallwinkel so mit der Hand rausdrehen, damit kann man auf keinen Fall fahren. Habe dann 2 Motorlager vom B-Kadett "quick & dirty" umgebaut und eingebaut. Ab zur Probefahrt, das wars nicht, es knarzte immer noch. Motorlager wieder getauscht, Auto aufgebockt, den Rest des Antriebsstrangs inspiziert, und siehe da : Getriebehalter Marke Eigen-/Umbau....
      Das original aufvulkanisierte eckige Gummi hatte runden Gummis Platz gemacht, die Metallplatten kommen aneinander und erzeugen wohl die Geräusche.
      Was kann man in diesem Fall machen ? bei ebay gibts einen Anbieter, der verkauft Getriebestützen, aber ab FG. Nummer 400001.
      Kann ich das trotzdem verwenden, oder evtl. passend machen ?
      Oder wenn nicht, hat einer von euch noch eine Getriebestütze in neu oder gut gebraucht für mich ?

      Gruß
      Thomas
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      Getriebelager

      Guten Tag Thomas,

      die eigenwillige Reparatur Deines Getriebelagers ist akustisch wirkungslos, weil die Metallschrauben das Gummi praktisch

      "überbrücken". Das ist nicht okay. Eine Entkopplung erreicht man nur, wenn die Schraube nicht durchgeht, sondern z.B.

      ein Gewinde beidseitig mittels Metallscheiben am Gummi gehaftet wird. (Gummi als federndes Element !!!). Beispielhaft / typisch:

      Kühlerpuffer unten, günstige Ausführung "Taillenpuffer".

      Teile dieser Bauart (größer dimensioniert) finden auch als Motor / Getriebelager Anwendung, werden aber immer so eingebaut,

      dass sich Druck + Schubbelastung überlagern, also paarweise gegeneinander angestellt / schräg. Dazu ist bei den meisten

      alten Kisten nicht genug Platz (am Getriebelager), deshalb ist es besser, gleich ein günstig gestaltetes Getriebelager zu verwenden.

      Sieh mal die Bilder:

      - das "Gehäuseteil" war mal ein Lager vom 57ger Ponton, ab 400001, die Anschraubpunkte liegen hier etwas aus der Mitte versetzt,

      gegenüber den 56ger Teilen

      - rechts daneben liegt ein Getriebelager vom Ascona / Manta A/B, die Gummis sind korrekt belastet und winklig angestellt

      - man bekommt das in das Gehäuse des 57gers (auch des 56gers) implantiert, muß es aber mittig trennen und wieder fügen (schmaler)

      - oben habe ich ein Flacheisen mit dem Getriebelochbild angebracht

      Das umlaufende Flacheisen unten hält das Konstrukt im "Rahmen" des ehemaligen 57ger Lagers. Funktioniert einwandfrei.

      Möglicherweise gibt es andere Getriebelager (von Heckantrieblern mit Frontmotor), die sich auch anpassen lassen, der Platz dazu

      wird aber durch die Verschraubung zum Tunnel (Querträger) stark eingeschränkt.

      Gruß,

      Alfred. H.
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      Moin Alfred,
      oben am Getriebe "kleben" noch 2 Gummiringe, ca. 20 mm dick, darauf steht das Getriebe auf der Metallbrücke, von unten kommen die Schrauben durch. Könnte man da nicht 2 Schwingungsdämpfer vom Typ A nehmen, und von unten denn die Metallbrücke gegen ? dachte so an D 40mm x H 20mm, M10 Gewinde müsste das sein, hab das jetzt nicht gemessen....
      Wenn das nicht klappt, oder ich finde nix anderes, dann bau ich was nach deiner Art, danke für den Tip !

      Gruß
      Thomas
      .....genau das hatte ich gemeint, die Kühlerpuffer an vielen Autos sehen so aus.

      In "groß" werden die auch für Motorlager / Getriebelager versendet, natürlich in spezieller Ausführung.

      Wenn sie senkrecht unter dem Getriebe stehen, arbeiten sie auf Druck, das ist zu hart und keine gute

      Anordnung für Gummi. Gut ist eine Anordnung: Schräg, gegeneinander, so wie die Gummianteile in dem

      Getriebelager des Ascona, siehe Bild. Auch Omega B Getriebelager sollten sich anpassen lassen...

      Gruß,

      Alfred. H.
      ...die Gummis arbeiten NUR auf Schub, kannst Du sehen, die Gummis sind ja noch dran.

      Sie federn nur die Hochrichtung, dabei werden sie nicht gedrückt (Druck), sondern "geschert" > Schub.

      Opel hat an dieser Stelle bis zum Rekord A (B?) reine Schubgummis verwendet, bei den Motorlagern

      wurde das Prinzip ab 1953 bis zum P2 angewendet, Dann hat man auch in Rüsselsheim eingesehen, dass

      es bessere Möglichkeiten gibt und ist auf "Dachlager" gewechselt > siehe Deine Kadett-B-Lager (Druck-Schub-Überlagerung).

      Auch die Motorlager Deines 56gers sind reine Schublager, das Gummi wird nicht gedrückt (Druck) sondern geschert,

      Quer zum Gummikörper > Schub. Das sind die technischen Begriffe für die Beanspruchung.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Alles klar, danke für die Begriffserklärung ! Das unterscheidet eben den Fachmann vom Hobbyschrauber... :thumbup:
      Alfred, du hattest in einem Thema von dir umgebaute Motorlager für den Ponton-Rekord vorgestellt, hast du da evtl. noch welche über ?
      Ich meine so zu veräussern... :whistling:

      Gruß
      Thomas

      Motorlagerung Ponton

      Hallo Thomas,

      fertige Motorlager für die Pontone habe ich nicht mehr, aber noch ausreichend Teile,

      um 2 Sätze zu komplettieren, nur die Lager selbst und die Adaption an die Vorderachse.

      Die motorseitigen Haltewinkel hab ich nicht (mehr), die Anpassung ist aber kein Problem:

      - Bohrung für Lagerbolzen geringfügig nach außen feilen
      - etwas Freigang für den Vierkant des Lagerbolzens feilen (Unterseite der Haltewinkel)

      Die Haltewinkel bleiben nach wie vor zur Kombination mit Originallagern geeignet.

      Weitere Lager werde ich nicht bauen, falls hier jemand Interesse hat, kann ich aber aus den

      gezeigten Teilen 2 Sätze komplettieren, bitte dann um PN.

      Gruß,

      Alfred. H.
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      Mehr Arbeit als erwartet, aber ich wollte es ja so....
      Da ich am nächsten Donnerstag wegen der Innenausstattung einen Termin beim Autosattler habe, ruht hier erstmal die Arbeit.
      Zeit, die improvisierte Getriebebrücke einzubauen, dazu nahm ich Stoßdämpfergummis die in die Löcher der Brücke passten, und zentrierte die Befestigungsschrauben darin mit Hülsen. Scheint zu funktionieren, es kommen keine Metallteile mehr in Berührung, die "verbesserte" Brücke nach Alfred's Bauvorschlägen baue ich im Winter zurecht wenn der Motor eh' raus ist.
      Und ich habe eine neue Geräuschquelle gefunden : das Handbremsseil liegt am Auspuffrohr an, gehört das oberhalb des Rohrs ? hängt der Auspuff evtl. zu hoch ?
      Und das Lenkgetriebe behält sein Öl nicht. Hatte reingeguckt, war nix mehr drin, nachgefüllt. Jetzt habe ich 'ne Ölpfütze unterm Auto....
      Ansonsten begann ich mit dem abkratzen des Unterbodenschutzes, der geht echt leicht ab, lässt sich ohne Mühen abschaben. Jede Menge Rost drunter, aber nix durch. Wurde Zeit, daß das Auto in meine Hände kam.... :cool002:
      Nebenbei mal kurz die neuwertige Bremstrommel runtergenommen, alles gut soweit, ein Zylinder ist etwas feucht hinter der Manschette : das bedeutet auch hier Handlungsbedarf...
      Aber warum nur sind die Trommeln rot ? :denk1:

      Thomas
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      Alfred's Motorlager sind angekommen, was soll ich sagen : immer wieder schön, mit Profis zu arbeiten ! vielen Dank !
      Termin in der Autosattlerei heute war auch erfolgreich, geht mitte September los. Sitze vorn und hinten + Tür- und Seitenverkleidungen + Armlehnenpolster
      zu einem freundlichen Preis, wo ich nicht nein sagen konnte. Mein Auto wird schön :thumbup:
      Moin,
      es geht etwas weiter, ich mache grade einen Kadett B Motor verkaufsfertig, irgendwie muss ja Geld für's Rekord Projekt reinkommen :cool002:
      Ansonsten : endlich mal die klappernden Ventile eingestellt, den Auspuff gerichtet und vernünftig zusammengebaut. Klingt gleich viel besser, wenn's nicht vorbeischnarrt.....
      Kupplungsbetätigung mal ausgebaut, gereinigt, alles gefettet und neue Gummibuchse eingebaut, was für ein Unterschied ! geht spürbar leichter und man fühlt auch wieder den Druckpunkt der Kupplung. Kleine Probefahrt gemacht, das Auto wird immer besser....
      Andere Frage : wie wird eigentlich dieses Chromdreieck an der C-Säule befestigt, etwa von innen mit diesen elenden Blechfederklammern ?

      Thomas
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