Mein Olympia Rekord '56

      Stefan, soweit sind wir noch nicht.... :floet002:
      Ich muss erstmal sehen, was die Technik noch an Überraschungen bereit hält. Als ich den Kühler ausbaute, kam eine schlammige / rostige Brühe raus, da muss ich noch sehen, wie ich das aus dem Block bekomme...
      Ausserdem beim angezeigten Kilometerstand von 51000 (eher 151000), muss ich mal sehen ob da noch der erste, oder schon der zweite Satz Stirnräder drin arbeitet. Die Maschine muss eh' neu abgedichtet werden, Stichwort Kurbelwellen Dichtschnur :D
      Da bei mir der Begriff "Opel der Zuverlässige" höchste Priorität geniesst, schätze ich mal, sehen wir uns nächstes Jahr...

      Thomas
      Moinsen Thomas,

      ja wird ja eh auf nächstes Jahr verschoben...

      Also mit den Stirnrädern hatte ich bisher weniger Probleme und ich kann aus dieser Erfahrung nur dazu raten sich das Radpaar anzusehen und nach Sichtung zu entscheiden. Eine unnötiger Tausch aus reiner Sicherheit ist m.E. nicht angebracht da wir einige Wagen/Motoren schon über Jahre mit ansehnlichen Km Leistungen/Jahr fahren wo kein Wechsel durchgeführt wurde. Möchte hier keine Kontroverse vom Zaun brechen !! Kann nur unseren Erfahrungswert mitteilen und der sieht eben so aus. Habe bereits einige Räder angesehen,sprich Motore auseinander gehabt...nach meinem Kenntnisstand sind "nackte" Räder ohne jegliche Zylinderzahlkennung oder Markenlabel/emblem (oder nur Opelauge) meist die ersten sprich von Opel verbauten,alles was eine Kennung bzw. Label hat sollte ein bereits gewechseltes sein. Hat man ein solch nacktes sollte man schon mal genauer hinsehen,Radsätze mit der 6 sind dann ganz sicher schonmal gewechselt worden (beim Vierzyl.). Wenn der Radsatz ok aussieht würde ich auf jeden Fall den Versuch starten und "erstmal" fahren damit. Wir haben wie geschrieben Autos am Start wo wir auch bedenken hatten vor dreißig Jahren,drin gelassen und sie fahren heute noch !! Nach einigen zehntausend km zusätzlich. Ich denke der Verschleiß der Räder hängt von vielen Faktoren ab. Ganz wichtig in dem Zusammenhang ist eine kleine Ölbohrung zum Steuergehäuse hin...die ist oft nach langer Standzeit zugesetzt/zugegammelt. Ich drück die Daumen das du da erfolgreich bist und vieles weiterverwendbar ist. :)

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Hallo Thomas,

      wenn Du die Stirnräder ansiehst, solltest Du die Verzahnung rundum genau betrachten,

      sie verschleißen nicht gleichmäßig. Wegen der Nocken (und damit ungleichmäßiger Momentbelastung)

      gibt es am Umfang (4-Zylinder) 4 Verschleißmaxima, sieh dazu mal die Bilder hier:

      http://www.rekord-p2-forum.de/index.php/Thread/8421-Kapit%C3%A4n-A-Motor-klockert/?pageNo=2

      Das Novotextrad ist schon ganz schön abgenutzt (Zahnkopfdicke). Durch die Abnutzung

      entsteht ein "Teilungsfehler", das erhöhte Spiel zwischen den Zahnpaaren sorgt für einen

      ungleichmäßigen Lauf, zuerst "bleibt das Novotextrad etwas zurück", wenn der Zahneingriff

      die "gesunden" Zähne erreicht, wird es wieder "nach vorn geholt". Das sorgt für Geräusche

      und fördert den Verschleiß-Fortschritt....

      Gruß,

      Alfred. H.
      Moin, moin !
      also der Motor bereitet mir eher keine Sorgen, er muss eben nur einmal raus und abgedichtet werden, er verteilt das Öl nach dem Giesskannenprinzip... :D
      Ich habe das Auto ja auf eigener Achse von Hamburg nach Neumünster überführt, der Antrieb gibt sich völlig unauffällig, kein poltern, klackern, der Motor läuft selbst im Leerlauf ganz ruhig ! Er bläut auch nicht aus dem Auspuff beim Gaswegnehmen oder beschleunigen !
      Nur wenn er zum abdichten raus kommt, kann man ihn ja mal im ganzen unter die Lupe nehmen. Und wenn ich "Spezialwerkzeug" für die Dichtschnur der Kurbelwelle brauche, melde ich mich zu diesem Thema wieder 8)
      Eher Kopfzerbrechen bereitet mir der Rostschlamm im Motorblock, wie bekomme ich den am besten raus ? hatte schon die Wasserpumpe ab, und den Rest der Brühe mit einer dicken Spritze rausgesogen weil der Ablasshahn am Block verstopft ist. Aber da ist bestimmt noch mehr drin....
      Moin Thomas,

      also den Hahn im Block kannst du rausschrauben und mal mit nem Schweißdraht popeln...wenn die Wapu ab ist einfach mal mit nem Hauswasserschlauch in die Öffnung an der Wapu und aufgedreht, sollte sich der Mist nicht vernünftig rausspülen lassen wirst du vermutlich gezwungen sein den ein oder anderen Froststopfen auszubauen um da Wirkung zu erzielen. Oft ist es aber so das die wichtigen Kühlkanäle zum Kopf hin sehr verkrustet sind und sich nur mechanisch entfernen lassen...dazu muß aber logischerweise der Kopf abgebaut werden.

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Du kannst die Entrostung / Entkrustung auch chemisch vornehmen, das geht vernünftig

      nur bei abgebautem Kopf + ausgebauter Maschine:

      - Kopf abbauen und Wasseraustritte sorgfältig abdichten (Multiplexplatte / Butylschnur / Blindschlauch)

      - Kopf umgedreht legen und exakt in Waage austarieren

      - verdünnte Salzsäure in den Wasserraum einfüllen (Baubedarf, zum Absäuern von Klinkern)

      - UNBEDINGT im Freien arbeiten, die Säure nebelt und alles im Nebelbereich rostet umgehend

      - Säure nicht bis "obenhin bündig" einfüllen, die Kalkablagerungen lassen das Gebräu schäumen !

      - Wasserschlauch bereit halten !!!

      Nach ca. 30 Minuten bis einer Stunde ist der Kopf innen blitzblank.

      Dann: Säure ablassen + Kopf mit Waschmittellauge reichlich spülen (Neutralisation)

      Das liest sich jetzt rustikal, geht aber einwandfrei, kann man auch beim Motorblock so machen.

      Wichtig: SORGFÄLTIG arbeiten, die Säure darf nicht an Funktionsteile gelangen.

      Nach der Tat: Froststopfen kontrollieren, ggf. erneuern, sie sind oft schon sehr dünn gerostet.

      Andere Sache: Es gibt auch Mittel, die in den Kühlkreislauf gefüllt werden, zwecks Entrostung / Entkalkung.

      Die wirken auch, leider hast Du dann den ganzen gelösten Kram im Kühler + im Heizungs-Wärmetauscher...

      und da bekommst Du den nicht mehr richtig raus....

      Das Gleiche bewirkt auch normales Frostschutzmittel, es löst Rückstände....die dann den Kühler zusetzen.

      Die Säuremethode ist äußerst wirksam > aber erfordert sehr vorsichtiges Arbeiten.

      Auf keinen Fall darf man das bei einem Komplett-Motor anwenden, weil man die Reste nicht rückstandsfrei

      rausbekommt und z.B. die Kopfdichtung + Wasserpumpe unweigerlich angegriffen werden !

      Ist nicht ganz jugendfrei, geht aber sehr gut.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Alfred, das ist ein toller Tip um es gründlich zu machen, danke !
      Das nehme ich in der Winterzeit in Angriff, wenn der Motor wie gesagt zum Abdichten raus kommt. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, versuche ich es erstmal mit einem herkömmlichen Kühlsystemreiniger.
      Wo lasse ich eigentlich die "verschmutzte" Salzsäure ? kann man die soweit mit Wasser verdünnen, daß das einfach in den Abfluss kann ?

      Thomas
      Hallo Thomas,
      ich habe mir einen alten Kaffeefilter besorgt und lasse die Brühe durchlaufen. So kannst du die Säure mehrmals verwenden.
      Grüße von Günni aus Hagen :wink:

      Opel Rekord P2 4TL 1700ccm EZ 1962
      NSU Fox 125ccm BJ 1951
      NSU Fox 125ccm BJ 1952
      Demm Ping Pong 50ccm BJ 1976
      Rapido Confort Matic BJ 1982
      Wohnort: 58099 Hagen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „p2-Guenter“ ()

      ja, die Säure kann mehrfach verwendet werden, wenn z.B. kleinere Teile entrostet werden sollen.

      ACHTUNG: Nur bei "weichen" Teilen anwenden, niemals z.B. Schrauben oberhalb 8.8 oder Federn

      oder hoch vergütete Teile mit Säure behandeln > Gefahr der Wasserstoffversprödung !!

      Verbrauchte Säure kann man z.B. am Schadstoffmobil abgeben, das ist der richtige Weg.

      Gruß,

      Alfred. H.
      Am Ball bleiben lautet die Devise, drum geht's hier ein bisschen weiter....
      Nachdem die Wasserpumpe zwecks absaugung der Rostbrühe ab war, habe ich die Teile gleich "schön" gemacht, man sieht also, wo die Reise hingehen soll...
      Kühler auch wieder zusammengelötet, Farbe drauf und rein damit ! Morgen Probelauf mit Kühlsystemreiniger, mal schauen, was noch so an Dreck rauskommt.
      Lenkrad ist auch fertig, morgen ist "Hochzeit" mit der Lenksäule, ich habe die Teile in einem hellen Graphitgraumetallic lackiert, erschien mir passender als Hellblaumetallic, da der Innenraum eh' komplett neu und in grau gemacht wird.
      Zwischendurch etwas Chrom "repariert", an einer Zierleiste der Heckscheibe war etwas Chrom abgeblättert. Da ich die Scheibe auf keinen Fall ausbauen wollte,nur um die Leiste zu tauschen, blieb nur ausbessern. Dazu nahm ich etwas "Bare-Metal" Chromfolie aus dem Modellbaubereich, das Zeug ist wirklich hauchdünn und schwer zu verarbeiten. Das Ergebnis ist erstmal befriedigend, vielleicht findet sich noch was besseres zu dem Thema...

      Thomas
      Dateien
      • mot1.JPG

        (264,93 kB, 32 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • mot2.JPG

        (196,81 kB, 31 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • lenkrad1.JPG

        (326,57 kB, 26 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • pt2.JPG

        (251,13 kB, 27 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • chrom1.JPG

        (190,49 kB, 34 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • chrom2.JPG

        (249,59 kB, 31 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • chrom3.JPG

        (184,52 kB, 38 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Ja Frank, ich muss auch etwas Gas geben, da ich diesen Sommer und Herbst mit dem Auto noch ein bisschen rumfahren wollte!
      Das Auto ist von der Basis her sehr gut, hat aber trotzdem einen erheblichen Wartungsstau, den ich grade abarbeiten muss....
      Mittlerweile hat sich für einen kleinen Betrag sogar eine Sitzgarnitur angefunden, die ich zum Sattlern geben kann, muss also beim fahren nicht auf einer Bierkiste sitzen. Neue Karosseriepappe für die Türverkleidungen und Halteclips sind auch schon da, den Himmel geb' ich die Tage ebenfalls in Auftrag.
      So wird sich noch einiges tun in den nächsten Monaten.... :thumbup:
      Na das schaut doch alles schon mal super aus. :thumbup:
      Fahrzeuge:
      1. Opel Olympia Rekord B / 1,7s , Olymat, Bj. 1965, 2 Tür Limousine , Standard, ungeschwei., Originalzustand
      2. Opel Olympia Rekord Modell 56 / 1,5 / Bj. 1955, 2 Tür Limousine, Exportmodell für die Schweiz über GM Biel,
      ungeschwei., Originalzustand
      + 10 Oldtimer 2 Räder (Moped/Motorrad/Roller), + 6 Oldtimer Fahrräder................. und mehr altes unnütz Zeuch .. ;)

      Wohnord: 41751 Viersen
      So wird das nix.....
      ich bin heute das erstemal seit der Fahrzeugüberführung mit der Kiste gefahren. Ich hatte ja die Motorlager getauscht, wegen der brummeligen Geräuschkulisse im Auto, und dachte jetzt wäre Ruhe. Dem ist aber nicht so, die Geräusche kommen vom Getriebe. Nagut, Ersatzteile sind schon bestellt.
      Ansonsten haben meine Bemühungen gefruchtet, nach mehrmaliger Motorspülung ist das Kühlwasser jetzt ziemlich klar, kann man so lassen.
      Der Kontaktstift für die Hupe funktioniert auch prima, hätte nicht gedacht, daß die Hupe so laut ist !
      Wischerbetrieb läuft auch tadellos, Lüfterklappe / Heizung arbeiten einwandfrei..... :thumbup:
      Moinsen Thomas,

      na das wird schon...falls dir dies nicht geläufig ist..bitte Vorsicht beim Getriebeausbau !! Die Antriebs/Hauptwelle ist nicht im Getriebe gesichert und wenn die Nabenverzahnung etwas fester in der Mitnehmerscheibe/Pilotlager sitzt und man das Getriebe nach lösen rausziehen möchte bleibt diese stecken und es fallen einem die Rollen des ersten Lagers unkontrolliert ins Getriebe...gibt dann ne unnötige Puzzlearbeit. :)

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Guten Tag trashman,

      habe gerade eben wegen brummigen Motorlaufs gelesen. Der Verursacher ist in den meisten Fällen die Kardanwelle.

      Wenn das so ist, wird nix besser, bevor die Welle nicht einwandfrei instand gesetzt und top-gewuchtet wird,

      das betrifft die Arbeiten auf der "Erzeugerseite".

      Eine andere Störquelle (können) die Motorlager sein, für unseren 57ger hatte ich mal Nachfertigungen gekauft,

      die sich als absolut untauglich erwiesen haben (viel zu hart).

      Eine Messung der Gummihärte (Shorehärte) ergab bei neuen Originalteilen zwischen 40.....45 Sh.

      Die nachgefertigten Lager wiesen eine Härte von um 70 Sh auf.

      Das ist völlig untauglich, an dieser Lagerstelle sollte (aus akustischen Gründen) max. 50 Sh verwendet werden.

      Wenn Du 70 Sh-Lager hast, wirst Du immer mit Gebrumme leben müssen.

      Manche Zeitgenossen meinen, das sei dem damaligen Entwicklungsstand geschuldet.

      Das ist NICHT so, auch bei diesen alten Kisten ist das Geräusch / Vibrationsniveau erstaunlich gering, wenn

      die Gummis passen. Einige Ergebnisse siehst Du hier: Motorlagerung mit Fremdteilen....

      Gruß,

      Alfred. H.
      Moin Alfred,
      habe mir dein Thema "Motorlagerung mit Fremdteilen" durchgelesen und die Bilder angeschaut. Meine neuen Motorlager sind von Matz, und ich hatte auch den Eindruck, daß sie eher "hart" sind. Aber macht sich das so stark bemerkbar ? Das ist ja nervig.....
      Ich hab noch 2 neue für Kadett B mit OHV Motor, lassen sich bestimmt nach deiner Art umstricken, oder ? trotzdem werfe ich am Wochenende mal einen intensiven Blick auf den Antriebsstrang !

      Gruß
      Thomas
      ...natürlich MUSS es nicht die Kardanwelle sein, wenn Dich die Technik dazu interessiert:

      Kardanwelle, Brummen, Dröhnen...

      ....leider ist sie es aber meistens.

      Das Getriebe läuft relativ ruhig, der erste und zweite Gang erzeugen zwar Geräusche,

      das geht aber noch. Im 3. Gang sollte es vollkommen ruhig laufen.

      Auch die Hinterachse kann schöne Geräusche verursachen, meist "mahlt" das so....

      Möglich:

      - Lager der Trieblingswelle riefig oder verschlissen > Dauerton, eher hochfrequent (stark drehzahlabhängig)
      - Lager des Differentialkorbs verschlissen (selten), reagiert auf Zug / Schub
      - Achswellenlager verschlissen > Dauerton, eher tieffrequent

      Lager der Trieblingswelle kannst Du fühlen: "Ruckiger Lauf" beim händischen Drehen der Kardanwelle

      ist ein sicheres Indiz.

      Viel Spaß bei der Sache + Gruß,

      Alfred. H.