Getriebelagerung P1 / P2, Versuche

      Getriebelagerung P1 / P2, Versuche

      Liebe Kollegen,

      hin und wieder ist hier von nachgefertigten Gummi-Metalllagern zu lesen, die akustisch unbefriedigend sind.

      Das getriebeseitige Lager ist besonders heikel, weil es an einer "empfindlichen" Stelle des Fahrzeugs angebracht wird.
      Diese Situation ist konstruktiv schlecht, erst mit dem Rekord C hat Opel eine "doppelte Entkopplung" vorgenommen,
      die befriedigend isoliert. Auch das primäre Lager am Getriebe ist EINFACHER + BESSER ausgeführt (Dachlagerprinzip).
      Bei meinem 57ger habe ich so ein Lager in das Trägerblech des Originallagers eingebaut, mit sehr gutem Erfolg.

      Das silber verzinkte Teil auf dem u.a. Bild zeigt das. Jetzt arbeiten wir gerade (wegen Coronalangeweile) am P1

      und mich hat der Gedanke befallen, auch ein P1 / P2 - Lager umzuarbeiten. Das Bild zeigt einige Kandidaten im Vergleich:

      - links: Manta A / B, Ascona A / B > gibt es nicht mehr > fruchtlos

      - rechts oben: Umbauteil für den 57ger

      - darunter: Originalteil Opel Omega A, gibt es noch, von diversen Herstellern, für wenig Geld

      Man sieht, im wesentlichen wurde nur die Breite geändert, die wirksamen Gummianteile und Stützwinkel sind identisch.

      Das Ascona Teil würde sich ohne langes Gemache in den P-Träger integrieren lassen (schön schmal), das Omega-Teil

      muß getrennt und wieder verschweißt werden > ist machbar.

      Als Muster besitzen wir noch die unten im Bild sichtbare Original - Opel Lagerbrücke, die möchten wir aber nicht zu

      Versuchen zerschneiden, sie ist neu.

      Abschließende Frage: Kann / können uns hier ein Forist / Foristen mit einem oder mehreren Schrotteilen weiter helfen ?

      Gesucht wird das ganz unten im Bild befindliche Gummi-Metallteil, der äußere Blechrand muß noch unversehrt sein,

      Innen + Gummi > egal, kommt eh raus.

      Gruß,
      Alfred. H.

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      Moin Alfred,

      hast eine email dazu.

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,
      Anläßlich dieses Beitrages hier mal eine Übersicht über meine Getriebesammlung.
      Keins davon ist in einem Zustand "einbaufertig", einige "ausgebaut und weggestellt".
      Meine Erben werden diese der Altmetallsammlung anheim geben. Wer vorher noch Teile davon haben will....
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      Der Senior-Typreferent für P-Rekord in der AltOpelInteressengemeinschaft *119
      Hallo Wulf,

      ich brauche nur ein oder mehrere Schrottteile, zu Versuchen.

      Ein nagelneues OPEL-Teil habe ich ja, ich möchte eine bessere Funktion / Isolierung haben,

      deshalb will ich ein etwas "moderneres Innenleben" mit dem alten Halter paaren, beim 57ger

      hat das sehr gut gewirkt.

      Gruß + bleib gesund !

      Alfred. H.

      P1-Caravan schrieb:

      ist da evt. ein 4-Gang dabei?

      Dachte ich mirs doch, dass das so ähnlich ablaufen könnte, wie bei den APUKRÜ.
      NEIN, keines davon ist ein 4-Gang Getriebe.
      Bisher nimmt Alfred 2-3
      ein StefanSchneider, bei dem ich nicht weiss, wer das ist, schrieb:
      Guten Abend Harry , wäre an den Getrieben interessiert.Bevor die Entsorgt werden.Wann und wo könnte ich die abholen?Gruß Stefan
      Tom Puss hier aus dem Forum: eins für meinen P2
      Frank (siehe oben) eins für einen P2.
      Leider weiss ich nicht, wie man die für den P2 von den P1 unterscheidet. Und Versand will ich schon gar nicht. Also:
      Wenn irgend möglich Abholung (selbst oder beauftragt)
      Der Senior-Typreferent für P-Rekord in der AltOpelInteressengemeinschaft *119
      Alfred, hast du die gesuchte Halterung schon bekommen?
      Hätte sonst auch noch eine da.
      So ein ödeliges getriebe was nicht zu schade ist um es wegzuwerfen, habe ich auch noch da.
      Da drin ist alles fest, weil sich da mal Wasser mit dem Öl vereint hat.
      Das Teil lag Jahrzehnte auf dem Fußboden wo leider auch mal Hochwasser war.
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      27321 Thedinghausen. Opel Rekord P1 (12/57)
      Hallo Marco,

      danke für Dein Angebot, für´s erste bin ich aber nun bereits versorgt.

      Die Reparatur eines alten Opel - Getriebes lohnt nur, wenn keine Schäden an der Substanz

      vorliegen.

      - krumme Ausgangswelle
      - eingelaufener Zahnradblock (Zahnradblock selbst defekt)
      - defekte / übergeratschte Schaltverzahnungen
      - interner Rost

      Sind praktisch das Todesurteil.

      Schon für die Erneuerung aller Synchronteile, Achse für Nebenwelle,
      Lager, Dichtringe, Dichtungen, Nadellager für Nebenwelle ("Normaler" Rep.-Umfang)

      laufen Teilekosten von über 300,-€ auf.

      Jedes andere Zahnteil schlägt mit ca. 100,-€ zu Buche, der Zahnradblock Nebenwelle würde über

      200,-€ kosten...., die Buchse für die Kardanwellenführung muß angefertigt werden (oder Endstück komplett kaufen)

      ...nochmal 100,- Silberstücke.

      Du siehst / man sieht: Kann sich zum Groschengrab ausweiten...

      Gruß,

      Alfred. H.
      Wenn Harrys Getriebe weg sind: Bei mir liegen auch noch viel zu viele im Regal. Kein 4-Gang und ich habe auch keine Ahnung, was mit denen ist. Vermutlich aber alle brauchbar. Halt mal für schlechte Tage weggelegt ...

      Viele Grüße,
      Marcus
      Marcus Schaper aus 31855 Groß Berkel, aber oft auch in 31457 Loccum

      61er Rekord P2 2TL mit Frisur, 62er Kapitän PL 2,6 Hydramatic, 58er Kapitän 2,5 L, mehrere rekord P1 CarAvane und diverse Baustellen anderer Marken

      Getriebelager, erste Auslegung / Anpassung

      So, gestern hat uns das erste Versuchsteil erreicht, danke Christoph.

      Wir haben uns gleich damit befasst:

      - Gummi ausgetrennt + Blechteil grob gereinigt

      - Blechteil vermessen

      - ein Mercedes W123-Getriebelager ausgeguckt, leicht modifiziert,
      mal reingehalten, Maße abgenommen

      - per CAD mal zusammengefügt und eine Haltebrücke konstruiert

      - Haltebrücke gedruckt + die drei Teile zusammengehalten

      Die Fotos zeigen das aus verschiedenen Perspektiven.

      Vorteil: Das Original-Blechteil muß nicht geändert werden (Quersteifigkeit).

      Die Haltebrücke muß noch etwas modifiziert werden, um Platz für die Schweißnähte zu gewinnen.

      Eine obere Querplatte muß noch angefertigt werden.

      Bauteilkennung mal ermitteln / Vergleich zum Original Opel-Teil ??

      Daraus die endgültige Höhenabstimmung vornehmen > bauen.

      Prognose: Klappt.

      Der erste Ansatz war, ein Opel-Teil zu modifizieren, mit dem Benz-Lager geht es aber

      noch einfacher und vermutlich weiß man im Stuttgarter Raum ebenfalls, welche Kennungen

      Getriebelager für Längseinbau haben sollten. Zudem sind sie sehr preisgünstig und wahrscheinlich

      noch lange Zeit verfügbar....

      Soweit der Stand der Dinge, heute.

      Gruß + bleibt gesund !!!

      Alfred. H.


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      In dem Zusammenhang interessant:

      Bei eBay Kleinanzeigen verkauft gerade jemand ein P1-Getriebe.
      Auf dem Foto sieht man, dass die Abstützung bei diesem Getriebe eine ganz eigene Variante ist, rein druckbeaufschlagt.
      ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/opel-p1-getriebe/1406884681

      Gab es so was mal als Nachfertigung oder ist das Eigenbau?
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        (888,33 kB, 31 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Viele Grüße aus GE
      Christoph
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      Opel Rekord P1 - 1700 S - Limo 2-türig alabastergrau / royalblau - EZ 1960
      Das sieht aus als hätte man hier Schwingungsdämpfer eingebaut. So optisch ähnlich aussehende Dinger habe ich in meinem Labor unter verschiedenen Prüfmaschinen als Schwingungsentkopplung.

      Gruß aus Werl
      Rudi
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      Man kann einen Oldtimer nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Oldtimer braucht Zuwendung!
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      Opel Olympia P1 CarAvan, EZ 06.1960, Koralle/Alabastergrau, 1,7l
      Opel Olympia P1 "nackter Spatz", EZ 18.06.1959, Birkengrau,
      Bei den P1sen gab es zwei Ausführungen dieser Getriebestütze. Die erste Version

      besaß zwei Gummikörper (in meiner Erinnerung druckbelastet), die spätere Variante

      ist als Schubgummi ausgeführt und bis Rek A (Rek. B ??) so beibehalten worden.

      - Schubgummis haben eine weiche, lineare Federrate (sehr schön), neigen aber zum Setzen.

      Siehe dazu P1 / P2 Motorlager, das sind Schubgummis.

      - Druckbelastete Gummis sind "hart" (und müssen "ausbeulen", um zu federn)

      Man wählt darum meistens (fast immer) eine Kombination der beiden Beanspruchungen, siehe

      "Dachlager" , so wie beim 123ger Daimler. In diesem Punkt gibt es Einigkeit zwischen (fast)

      alle Herstellern.

      Gruß,

      Alfred. H.