Lenkgetriebeöl P1

      Lenkgetriebeöl P1

      Hat jemand von Euch schon mal das Lenkgetriebeöl bei seinem P1 gewechselt? Die Betriebsanleitung beschreibt für alle Betriebsflüssigkeiten Art und Menge. Außer beim Lenkgetriebeöl: da wird zwar SAE90 verlangt - aber wieviel? Mir gehts eigentlich nur darum ob ich einen Liter oder mehr kaufen muss.
      vielen Dank für Eure fachkundigen Antworten.
      MOG
      Lars
      Viele liebe Grüße aus dem Westen Frankfurts
      Lars :pleasantry:
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      Beitrag von „P1-Caravan“ ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
      Moie Lars,

      würde erstmal die Frage in den Raum stellen warum Öl fehlt ? Sieht man Spuren unterhalb ? Will heißen das auffüllen kannst du dir dann mit Öl im Regelfall sparen das ist meist nach einem heißen Sommer und der damit verbundenen noch heißeren Strahlungshitze wieder weg. Ich verfülle in diesen Fällen Fließfett..reicht zur Schmierung und hat bei weitem nicht so die "Auslaufneigung". Mengenangaben kann ich auch keine machen ,habe aber bei meinen "unberührten,dichten" Lenkgetrieben festgestellt das Öl bis zur Vierkantkontroll/füllschraube steht-habe ergo meine anderen immer bis dahin gefüllt,passt nicht viel rein ca. 0,5 L. Würde aber bei Öl drauf achten evtl. kein Hypiod zu verwenden,da sind m.E. zuviele "aggresive" Stoffe drin die du zumindest in der Lenkung nicht brauchst.

      Gruß aus WZ Stephan
      en eschte Hessebub fäärt immer Obbl :modo:
      Hi Stephan,
      vielen Dank für deine Antwort. Also das Lenkgetriebe ist knochentrocken und es fehlt auch nichts. Ich denke halt dass das Originalöl exakt 60 Jahre in diesem Auto ist und ein Wechsel nicht schaden könnte. Das ist alles. Laut Bedienungsanleitung soll ein SAE90 NICHT hypoid rein. Da ich normales SAE 80 fürs Getriebe verwende und da grad einen 5 Liter Kanister gekauft habe wollte ich das rein tun. Oder soll ich einfach gar nix mit dem Lenkgetriebe machen? Bei meiner alten Harley gilt ja auch: never touch a working part
      LG
      Lars
      Viele liebe Grüße aus dem Westen Frankfurts
      Lars :pleasantry:
      Wenn du weiterhin nicht mit dem Auto fährst, brauchst du auch kein Öl zu wechseln.
      Wenn du vor hast, es auf totem Öl kaputt zu fahren, brauchst du auch kein Öl wechseln.

      Getriebefließfett funktioniert zwar eine Zeit lang, aber die oberen Halslager/Eingangslager werden davon nicht richtig geschmiert und der Lenkstockhebel sitzt in Buchsen, durch die das Fett auch nicht richtig durch fließt... Das würde ich lassen.
      Doch doch ich fahre viel ! Hab ihn seit Dezember und bin seit Januar 2000km gefahren. Mein erklärtes Ziel war es ja auch, so schnell wie möglich alle Betriebsflüssigkeiten zu wechseln. Am wichtigsten waren Motoröl ( war ein legiertes 10/40 drin ☹️), Bremse und Kühlflüssigkeit.
      Abschließend fehlen mir jetzt noch die Hinterachse und halt die Lenkung
      Viele liebe Grüße aus dem Westen Frankfurts
      Lars :pleasantry:

      1200 schrieb:

      Abschließend fehlen mir jetzt noch die Hinterachse und halt die Lenkung


      Für die Hinterachse (Differential) habe ich aus der Betriebsanleitung entnommen: ""Höchstdruck Hinterachsöl" Opel M12 (SAE 90 Hypoid)", also Hypoidöl. Fürs Getriebe dagegen kein Hypoidöl, sondern "Getriebeöl Opel M15/1 (SAE 80)".

      Ich habe für die Hinterachse das Motul ALLGEAR EPL 90 (SAE 90) genommen, ein Hypoidöl nach API GL 4. Das brauche ich auch für meine alten VW (dort aber in Getriebe und Hinterachse).

      Und für das Getriebe das REKTOL GEAR 100 (SAE 80), gemäß Herstellerangabe nur mild legiert (API GL-2) und damit "buntmetallverträglich". Ob die Lager unter einem stärker legierten Öl leiden, sei mal dahingestellt. Im VW-Motor (ohne Ölfilter) fahre ich ja auch ein teilsynthetisches 10W-40, nur im Opel brauche ich die Reste SAE30 auf...

      Wäre mal interessant, welche Öle ihr so einfüllt (also Hersteller und Viskosität).
      Ich benutze schon immer Liqui Moly Produkte, da Made in Germany und hab damit noch nie schlechte Erfahrungen in meinen Altopeln gemacht.

      Ins Schalt- und ins Lenkgetriebe sollte kein Hypoid und ins Diff muss Hypoid. Warum genau weiß ich nicht mehr 100%, aber irgendwie führt das jeweilig Falsche wohl zu stark erhöhtem Verschleiß aufgrund der Tatsache, dass das Öl die verbauten Teile angreift.

      Bei LM gibt es auch nen super Produktfinder auf der Seite; bei den "alten" wird jedoch teilweose nicht nach Motor unterschieden; so ist beim P1 beispielsweise nur der 1200er hinterlegt. Ich denke, das hat aber eher EDV technische Gründe:
      liqui-moly.de/produkte/oelwegw…f05e60b89b2b215dac269c2a/
      Wer später bremst ist länger schnell...

      1963 Opel Rekord A 2TL auf E36 Chassis (im Aufbau)
      1961 Opel P1 1200 2TL

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „pat...“ ()

      pat... schrieb:

      Bei LM gibt es auch nen super Produktfinder auf der Seite; bei den "alten" wird jedoch teilweose nicht nach Motor unterschieden; so ist beim P1 beispielsweise nur der 1200er hinterlegt. Ich denke, das hat aber eher EDV technische Gründe:
      Diesen Empfehlungen würde ich -zumindest beim Motoröl - keinesfalls vertrauen! Dort wird ja nicht einmal unterschieden, ob mit oder ohne Ölfilter und gerade diese Frage ist doch entscheidend! Den 1200er gab es nie mit ÖF und den Rekord P1 ebenfalls nicht, so daß die Angabe Bj 57 bis 86 keinen Sinn macht.

      Ich nehme für den Motor für alle Opel LM classic 20-W50, nur gibt es das nicht an jeder Ecke.

      Beim Lenkgetriebe reicht in der Regel Nachfüllen, so viel wie halt reingeht. Etwas sickert mit der Zeit immer heraus, jedenfalls bleibt kein Lenkgetriebe 60 Jahre lang vollkommen dicht, so daß sich die Frage nach dem Wechsel eigentlich erübrigt.

      Tschüß
      Klaus

      pat... schrieb:

      Ins Getriebe sollte kein Hypoid und ins Diff und Lenkgetriebe muss Hypoid.


      Die Hypoidverzahnung ist eine "Sonderbauart" bei Kegelradgetrieben. Der Hypoid ist eine geometrische Kurve mit elliptischem Aussehen. Auf gleicher Zahnradbreite lässt sich so eine längere Zahnflanke unterbringen. Die Zahnflanken berühren sich nicht auf der gesamten Zahnfläche. Dadurch wird der Verschleiß verringert, und das
      Getriebe läuft leiser. Vorteil gegenüber spiralverzahnten Getrieberädern: die Achsen der beiden Zahnräder liegen nicht in der gleichen Flucht. Nachteil: Höhere Drücke und Temperaturen erfordern ein Spezialöl --> Hypoidöl.

      Die Reibeigenschaften des Schmierstoffes wirken sich auf die Synchronisierung aus. Meines Wissens vertragen sich die Opel-Synchronringe (Buntmetall? Sinter?) nicht mit Hypoidöl. Daher kein Hypoidöl ins Schaltgetriebe, aber ins hypoidverzahnte Differential. VW hat beim 1500/1600 (Typ 3) Hypoidöl von Anfang an auch im Schaltgetriebe vorgeschrieben.

      Liqui Moly kaufe ich "aus Prinzip" nicht. Liqui Moly hat nämlich bis 2006 (!) überhaupt kein Öl selbst hergestellt (raffiniert), sondern sein komplettes Programm vom Mineralölwerk Méguin gekauft, und seine eigenen Aufkleber auf die Verpackung gepappt ("rebranding"). Dazu hat Liqui-Moly ordentlich Werbung gemacht, und "sein" Öl teuer verkauft (teurer als Meguin das gleiche Öl). Das hat so gut funkioniert, dass Liqui Moly das Mineralölwerk Méguin im Juni 2006 übernommen (aufgekauft) hat. Wer schlau war und sparen wollte, hat schon früher das billigere Öl mit dem Markennamen Méguin gekauft...

      Und dann gab es noch die schlauen Flyer "Geld verdienen mit Liqui Moly" für Werkstätten, in denen LM den Werkstätten empfahl, möglichst oft "Motor-Systemreiniger" zu verkaufen. Die Werkstätten wurden gelockt mit den Worten "wenn es doch immer so einfach wäre, Geld zu verdienen". Diese Art von aggresivem Marketing ist nicht mein Ding...

      Der Maurersohn Ernst Prost - zugegebenermaßen eine interessante Persönlichkeit - hat es so zum Millionär geschafft. Zum Jahreswechsel 2017/18 hat er Liqui Moly an Würth verkauft, ist aber wohl selbst noch Geschäftsführer des Konzerns.

      Das ist aber meine eigene, ganz spezielle Meinung zu Liqui Moly. Keine Kritik am Kaufverhalten anderer! Mein Favorit waren immer Öle von Pentosin (aus Wedel), das gabs für kleines Geld im Wertkauf (später WalMArt). Außerdem konnte man (als es Wertkauf/WalMart nicht mehr gab) direkt beim Werkverkauf in Wedel sein Öl bestellen. Fax hingeschickt, und 3...4 Tage später war das Öl da (auf Rechnung). Längst vergangene Zeiten...

      Im Zuge der Übernahme von Pentosin durch Fuchs-Petrolub wurde das Sortiment gestrafft, das von mir gekaufte Standardöl wurde als "Oldtimeröl" bezeichnet und der Preis erheblich angehoben.

      altopelfreak schrieb:

      Den 1200er gab es nie mit ÖF und den Rekord P1 ebenfalls nicht, so daß die Angabe Bj 57 bis 86 keinen Sinn macht.


      Du hast aber schon gesehen, dass im dritten Feld genauer spezifiziert wird? Hab im übrigen auch gesehen, dass alle Motorvarianten aufgeführt sind...
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      pat... schrieb:

      ins Diff und Lenkgetriebe muss Hypoid


      Da muß ich widersprechen, Pat. Ins Lenkgetriebe gehört "normales" Getriebeöl, ob 80er oder 90er ist eigentlich egal, GL2 bis GL4.
      Von Fließfett würde ich Abstand nehmen. Mark hat die Gründe genannt.
      Wenn das Lenkgetriebe das Öl aber partout nicht mehr behalten will, würde ich natürlich bis zur Revision auch Getriebefließfett reindrücken.

      Und wie immer gilt, irgendein Öl ist immer besser als gar keins. Denn ihr wisst ja, Schmieren und Salben, hilft allenthalben. :rolleyes:

      Ölige Grüße
      Christian

      Bubru schrieb:

      pat... schrieb:

      ins Diff und Lenkgetriebe muss Hypoid


      Da muß ich widersprechen, Pat. Ins Lenkgetriebe gehört "normales" Getriebeöl, ob 80er oder 90er ist eigentlich egal, GL2 bis GL4.


      Danke, hab´s direkt korrigiert :)

      Und immer dran denken: bin ich ölig, bin ich fröhlich :D :D :D
      Wer später bremst ist länger schnell...

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      Hallo zusammen,

      dazu gibt es einen ausführlichen Report von der Markt:
      oldtimer-markt.de/www/otm/file…iker_das_richtige_oel.pdf

      Ich nehme für Getriebe und Differential Wagner Oldtimer Getriebeöle, genau nach Spezifikation.
      classic-oil.com/welches-getriebeoel

      Motor-Öl (mit Filter) nehme ich die Billig-Baumarkt-Öle 15W40, da ich sehr wenig fahre (paar 100 km im Jahr) und doch regelmäßig wechsle, halte ich es hier wie Mark.

      Lenkgetriebe verwende ich Mannol Hochleistungsgetriebefließfett (gibt es in der Bucht)

      viele Grüße
      Jürgen
      dazu gibt es einen ausführlichen Report von der Markt


      Tja, aber was steht denn nun drin in dem Markt - Artikel? Ist doch eigentlich nur eine Sammlung bzw. Zusammenfassung dessen, was seit Jahren in zig Internetforen steht.

      Dass die modernen Detergentien Ablagerungen lösen, und "immer wieder durch den Motor" jagen hört sich zunächst gefährlich an. Aber ist das wirklich so schädlich? Zumal die gelösten Ablagerungen beim nächsten Ölwechsel ja alle weg sind,und der Motor "blitzsauber" sein müsste. Oder überwiegen vielleicht doch die Vorteile der schnellen Durchölung bei einer Viskosität 5W-40 im Vergleich zum SAE30? Darauf gibt es keine Antwort.

      Und dann werden irgendwelche 20W-50 Öle "getestet" mit den Prädikaten "ordentliches Öl" oder "gutes Grundöl", und irgendwie sind doch alle "für Klassiker geeignet". Naja...

      Und der Satz im Artikel "modernes Öl wäre zu dünn und tropft deshalb überall raus" lässt mich stark an der Seriosität zweifeln.

      In der Betriebsanleitung für meinen Mercedes 250 SE von 1967 (siehe Foto) wird folgendes empfohlen: SAE 10W im Herbst/Winter und SAE 20W/20 im Frühjahr/Sommer. 10W-30 ist auch schon erwähnt, aber "nur für heiße Zonen".

      $_10.JPG

      Die "alte S-Klasse" war/ist ein schneller Reisewagen, d.h. auch im Winter (mit SAE 10W) ist man da problemlos mit 160...180 km/h von Frankfurt nach München gebraust.

      Preisfrage: wie "dünn" ist denn ein SAE10 nach solch einer Fahrt und warum läuft es trotzdem nicht aus...?

      Ich hatte in den letzten 30 Jahren 3 Motorschäden mit "alten Autos", jedes Mal mit dem Originalmotor. 1x Ventilabriss (aber der VW 1500 S wurde auch ziemlich hart rangenommen), 1x Kolbenringe gebrochen (Motor lief noch) und zuletzt 2019 mit dem Mercedes nur noch 1 bar Kompression am 4. Zylinder weil ein Ventil klemmte. Beim Ausbau des Zylinderkopfes zeigte sich, dass auch die ZKD schon "angefressen" war (es war noch die erste). Aber nach >50 Jahren Alltagsbetrieb darf das auch mal sein. Nach der Kopfüberholung (an Kolben und Zylinder wurde nichts gemacht) läuft der Mercedes nun auch wieder einwandfrei. Wie schon seit Jahren mit billigem, teilsynthetischen 10W-40 (diesmal von Shell).

      Also noch nie ein Schaden, der auf "falsches Öl" zurückzuführen ist.

      Meine Meinung: es wird viel zu viel Geschiss ums Öl gemacht.