Räder 5Jx13 mit Radkappen für P1 / P2 (Limousinen)

      Räder 5Jx13 mit Radkappen für P1 / P2 (Limousinen)

      Liebe Kollegen,

      "vor langer Zeit" haben wir unseren P1 und den 57ger mit anderen Rädern versehen,

      zunächst mit Stahlrädern in 5J x 13, Schlauchlos-Ausführung mit Hump innen und außen,

      Mit Rastnocken für die Original-Radkappen der o.a. Typen.

      Der P1 + 57ger haben seriell die Radgröße 4 x 13 (P2 hat 4,5 x 13).

      Der P1 hat eine Einpreßtiefe von 35mm.

      Der P2 hat eine Einpreßtiefe von 30mm.

      Mittenzentrierung = 57 (Angabe auch 58)mm

      Radmutternversenk = E16

      4 Bolzen M12 x 1,5 auf Lochkreis 100mm

      Siehe Anhänge Lemmerz 1 und Lemmerz 2

      Die Ersatzgröße (Gürtelreifen) ist für den 57ger u.a. 155R13, für den P1 / P2 165R13

      Beide Reifengrößen dürfen auf Felgen von 4J bis 5,5J gefahren werden (Anhang WDK-Richtklinie).

      Damit die Kiste nicht so schmalbrüstig rumsteht, empfiehlt sich eine möglichst breite Felge.

      Solche Räder sind z.B. beim Kadett B verwendet worden, in der Größe 5J x 13.

      In der Spalte "Betriebsbreite" läßt sich ablesen, dass z.B. der gleiche Reifen 165R13 um 11mm "breiter"

      wird, wenn eine Felge mit 5J gegenüber der 4J-Variante eingesetzt wird. Das sieht man.

      Weiter empfiehlt es sich, eine geringere Einpreßtiefe zu verwenden > Spur wird breiter.

      Da kommen u.a. Räder der Kadett B-Baureihe in Frage, die Limousinen haben zulässige

      Achslasten von 665kg (kleiner Motor), 705kg (CIH) und 820 kg beim Caravan.

      Die Räder des Kadett B-Caravan reichen demnach für die Limousinen des P1 / P2 lastseitig aus,

      in "Lemmerz 2" unter "Kadett Caravan mit Scheibenbremse" gelistet (5Jx13)

      Sie besitzen innen und außen "Humps", haben eine Einpreßtiefe von 28mm, passen

      achsseitig auf die Aufnahmen und können mit den seriellen Radkappen des P1/ P2 oder

      Rekord 53-57 bestückt werden. Diese Version hat uns der freundliche Sachverständige

      "eingetragen", der Freigang im Feder + Lenkbereich ist gegeben. Die gegenüber der

      Serienfelge (4Jx13) breitere Reifenkontur (+11mm) trägt "nach innen" praktisch nicht auf,

      11/2 = 5,5mm, die Differenz der Einpreßtiefe = 35-28= 7mm kompensiert das.

      Dennoch: Auf korrekte Verlegung des Bremsschlauches achten (Lenkungsanschläge ???)

      Wenn man das so machen will, empfiehlt sich ein Vorab-Gespräch mit den entsprechenden

      Unterlagen beim Sachverständigen, unsere Autos sind Exoten, viele technische Daten / Zusammenhänge

      muß man herleiten, das kann man nicht unvorbereitet angehen....

      Im Anhang noch ein paar Fotos, wie das so aussieht...:

      Bild 2116, Kadett Rad mit Reifen

      Bild 2118 , der Schraubenzieher liegt in der "Rille", die am Reifensitz die "Humps" bilden

      ist auf der Innenseite genau so. Die Rille ist auf der Seite des Reifensitzes ein Wulst > Hump !

      Bild 2120 zeigt die Rastnocken für die Radkappe

      Und, weil es immer noch Leute gibt, die schwach im Glauben sind, ein paar Fotos

      zur Komplettierung:

      2121: Rad wie oben mit Radkappe P2, der Zierring muß gesucht werden...

      2122: Rad wie vor mit Kappe des P1....

      2123: Rad wie vor mit Kappe des Rek. 53-57

      2124: Anderer Zierring, paßt m.E. besser zu den Pontonen, möglich ist aber jede Kombination
      So kann man das machen.
      Gruß + munter bleiben !!

      Alfred. H.
      Dateien
      • Räder Lemmerz 113032020.jpg

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      • WDK Richtlinie13032020.jpg

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      leider nicht elektronisch (die Bilder).

      Der Unterschied zwischen 4", 4,5" und 5" ist bei gleicher Reifendimension sichtbar,

      es liegen aber keine Welten zwischen den einzelnen Abstufungen.

      Von 4" auf 5" ist deutlich (bezogen auf die absolut geringe Breite)...aber das, was ohne langes

      Herumgemache geht. Wunder darfst Du nicht erwarten. 6 x 13 e13 ist eine andere Sache.

      Gruß,

      Alfred. H.

      Alfred. H. schrieb:

      Der P1 hat eine Einpreßtiefe von 35mm.

      Der P2 hat eine Einpreßtiefe von 30mm.

      Na also, das ist doch mal 'ne Info. :thumbsup: Hast Du dazu 'ne Quelle, Alfred?

      Ich bin nämlich schon die ganze Zeit auf der Suche nach der serienmäßigen ET und wundere mich, wieso ich bisher dazu nirgends eine Angabe finden konnte. Weder steht sowas in der Betriebsanleitung, noch in den Zulassungspapieren, noch auf den Felgen (zumindest meinen) selbst. Ich hab auch schon die Aussage gehört "Wenn da keine ET draufsteht, ist es ET 0". Das kann ja aber nach meinem Verständnis nicht sein, die Dinger würden ja nach außen rausstehen ohne Ende.

      Interessant auch die Info, dass P1 und P2 unterschiedliche ETs haben, denn Felgen werden oft ohne jegliche Unterscheidung "blind" für beide angeboten (wie z.B. => hier von Neuried auf eBay). Wobei diese angeblich 37 haben, also auf beide nicht "passen" würden (jedenfalls wenn man's ganz genau nähme), zumindest aber nicht die originale ET hätten.

      Dass aber auch auf Felgen selbst keine ET angegeben ist, finde ich schon "schräg". Die ET ist ja ein fast noch wichtigerer Parameter als die reine Breite, aber "früher" scheint das irgendwie kein Thema gewesen zu sein.

      Alfred. H. schrieb:

      Sie besitzen innen und außen "Humps", haben eine Einpreßtiefe von 28mm, passen achsseitig auf die Aufnahmen und können mit den seriellen Radkappen des P1/ P2 oder Rekord 53-57 bestückt werden.

      Das mit den Humps ist auch so 'n Thema: mein Schrauber Gerrit sagt, es müsse "H2" auf den Felgen stehen, anderenfalls haben die keine Humps. Aber wenn ich Deinen Beirag richtig verstehe, können Felgen auch dann Humps haben, wenn sie nicht "H2" gestempelt sind? Jedenfalls sehe ich auf Deinen 5J-Felgen auch kein "H2" (aufgrund der geringen Auflösung sehe ich aber eigentlich gar nix ;) ).
      Gruß aus Düsseldorf
      Michael

      ───────────────
      Opel P1 1700
      Michael,

      alle Infos sind in meinem Bericht enthalten.

      Die Einpreßtiefe / Radbreite geht aus den Listen Lemmerz 1+2 hervor, bitte dort nachlesen.

      Die Räder für den P1 (Serie) heißen 4Jx13, OPEL: 10 02 066

      Die Räder für den P2 (Serie) heißen 4,5Jx13, OPEL: 10 02 067

      Als Erkennungsmerkmal für HUMPS habe ich extra einen Schraubenzieher in die Vertiefungen gelegt,

      die auf der Felgenbettseite die HUMPS ergeben. Sie sind also dran, innen und außen.

      Weitere Untersuchungen werde ich nicht anstellen, bei "Papa, Charlie hat gesagt..." bin ich nicht dabei.

      Weitere Infos zu den Kadett-Rädern findest Du im TÜV Räderkatalog, Teil A (ältere Fahrzeuge).

      Weil die Räder werksseitig (für die jeweiligen Fahrzeuge) freigegeben wurden, ist in der TÜV-Liste

      die zulässige Radlast nicht aufgeführt. Deshalb habe ich im Beitrag Bezug auf die zulässigen Achslasten

      genommen, die zur Herleitung der Eignung ausreichen (auch in Lemmerz 2).

      Sonst: Unsere Autos haben die angegebenen Räder mit der angegebenen Bereifung eingetragen bekommen.

      Im Vorweg bin ich mit den hier aufgezeigten Infos zum TÜV marschiert und habe das durchgesprochen,

      nicht am Stammtisch, nicht in der Kneipe oder im Häkelzirkel, sondern mit dem Sachverständigen, der die

      Begutachtung durchgeführt hat. Erfolg ist dann fast sicher.

      Mach´s genau so, wahrscheinlich tritt auch dann Erfolg ein.

      Gruß,

      Alfred. H.




      Alfred. H. schrieb:

      alle Infos sind in meinem Bericht enthalten.

      Die Einpreßtiefe / Radbreite geht aus den Listen Lemmerz 1+2 hervor, bitte dort nachlesen.

      Die Räder für den P1 (Serie) heißen 4Jx13, OPEL: 10 02 066
      Die Räder für den P2 (Serie) heißen 4,5Jx13, OPEL: 10 02 067

      Als Erkennungsmerkmal für HUMPS habe ich extra einen Schraubenzieher in die Vertiefungen gelegt, die auf der Felgenbettseite die HUMPS ergeben. Sie sind also dran, innen und außen.

      Weitere Untersuchungen werde ich nicht anstellen, bei "Papa, Charlie hat gesagt..." bin ich nicht dabei.

      Weitere Infos zu den Kadett-Rädern findest Du im TÜV Räderkatalog, Teil A (ältere Fahrzeuge).

      Weil die Räder werksseitig (für die jeweiligen Fahrzeuge) freigegeben wurden, ist in der TÜV-Liste die zulässige Radlast nicht aufgeführt. Deshalb habe ich im Beitrag Bezug auf die zulässigen Achslasten genommen, die zur Herleitung der Eignung ausreichen (auch in Lemmerz 2).

      Sonst: Unsere Autos haben die angegebenen Räder mit der angegebenen Bereifung eingetragen bekommen.

      Im Vorweg bin ich mit den hier aufgezeigten Infos zum TÜV marschiert und habe das durchgesprochen, nicht am Stammtisch, nicht in der Kneipe oder im Häkelzirkel, sondern mit dem Sachverständigen, der die
      Begutachtung durchgeführt hat. Erfolg ist dann fast sicher.

      Dazu möchte ich doch das eine oder andere anmerken: ;)

      Auch TÜV-Sachverständige sind nicht immer sachverständig - wie man an meinem Fahrzeug ja überdeutlich sieht. Wegstreckenzähler defekt - => wird im Gutachten dennoch als "vorschriftsmäßig" abgehakt. Achslasten vom => Vier- statt vom Zweitürer in den Feldern 7.1. und 8.1 eingetragen. Völlig frei erfundene => Achslast im Feld F.2 eingetragen. TSN genullt. => Lenkgeometrie krumm und schief, nicht bemerkt.

      Soviel zu TÜV-Sachverständigen aus meiner bisherigen Erfahrung mit dem P1. Da weiß manch einer im Forum oder am Stammtisch (und sogar ich mittlerweile) mehr. Wenigstens ein Typenschild sollte man lesen und dessen Daten korrekt in ein Gutachten übertragen können.

      Und bitte sieh es mir nach, dass ich als Neueinsteiger mich zunächst mal auf die Informationen verlassen muss, die ich aus kompetenter Quelle bekomme. Dazu gehörst ganz sicher u.a. mal Du, aber dazu gehört ebenfalls mein Schrauber Gerrit, der sicher kein "Charlie" ist, seit Jahrzehnten (auch) an Oldtimern schraubt und mir immerhin einen kompletten Rekord-A-Motor aus zig Einzelteilen zusammengesetzt und eingebaut hat - und der läuft. Und wenn der mir sagt, dass Felgen mit Hump eine H-Kennzeichnung tragen (müssen), dann habe ich zunächst mal keinen Grund und Anlass, das in Zweifel zu ziehen. Wenn es jetzt aus frühen Jahren doch Hump-Felgen auch ohne diese H-Kennzeichnung gibt, dann ist das eine wichtige (und bisher die einzige!) Information dieser Art, für die ich mich bedanke und die ich auch gerne an Gerrit weitergebe - niemand ist allwissend und jeder kann noch dazulernen. Ich mal vor allem.

      Ich hatte ja schon => diese Felgen aus Neuried angesprochen, an denen ich interessiert gewesen wäre. Ich habe bereits vier- bis fünfmal (!) den Anbieter gefragt, ob die einen Hump haben oder nicht - keine Antwort. Leider kann ich das auf den Bildern nicht erkennen - kannst Du...?

      Und eben weil da keine Antwort kam, Gerrit mich auf die fehlende H-Kennzeichnung hinwies und ich auch sonst nirgends P1-kompatible Felgen mit Hump gefunden habe, habe ich nun "sicherheitshalber" den einzigen Radialreifen bestellt, der für Schläuche geeignet ist (denn meine derzeitigen Felgen haben definitiv keinen Hump, und die ET ist auch nicht vermerkt).

      Nicht zuletzt gab es ja auch von den Experten hier im Forum die widersprüchlichsten Aussagen zum Thema Reifen/Schläuche/Felgen/Humps. ;)
      Gruß aus Düsseldorf
      Michael

      ───────────────
      Opel P1 1700
      Lieber Michael,

      ich habe jetzt mal eine persönliche Bitte: Wenn ich hier einen Rat gebe,

      mir etwas Mühe mache und Daten, Fotos etc. aus meinem "Archiv" einstelle,

      dann erwarte ich einen angemessenen Umgang mit der Information. Nochmal:

      alle notwendigen Infos stehen in den Unterlagen. Die empfohlene Felge des

      Kadett B Caravan ist nicht mit H2 gekennzeichnet, sondern mit CH (STEHT DA).

      Wenn man das nicht weiß, GUCKST DU:


      felgenabc.de/auto-raeder-wisse…elgenaufbau-raederaufbau/

      Und bist dann durch eigenes Zutun wieder etwas schlauer geworden. Das geht sehr schnell,

      (schneller als ellenlange Threads zu verfassen) und dient dem Kenntnisgewinn...

      Die o.a. Unterlagen waren ausreichend, um zwei alte Opels mit den angegebenen Rädern

      auszurüsten, der Sachverständige war auch sachverständig und wir haben SOFORT einen

      guten Draht zueinander gefunden. Das sind die FAKTEN.

      Nach über 35 Berufsjahren in der Automobilentwicklung verspüre ich auch keine Lust (mehr)

      auf irgendwelche Streitereien, Stammtischweisheiten oder unreflektierte Gesprächsbeiträge.

      Bitte respektiere das. Eine Gegenantwort ist nicht notwendig und ändert meinen Standpunkt nicht.

      Gruß,

      Alfred. H.